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Alternative Werbung: Der Mozilla-Mitgründer launcht einen Browser mit integriertem Ad-Blocker

Alternative Werbung: Der Mozilla-Mitgründer launcht einen Browser mit integriertem Ad-Blocker

Der Brave blendet von Ad-Servern, die Nutzerdaten tracken, aus und ersetzt sie durch eigenes Werbeinventar. Der ehemalige Mozilla-CEO will Publisher und Agenturen von seinem Ansatz überzeugen.

Alternative Werbung: Der Mozilla-Mitgründer launcht einen Browser mit integriertem Ad-Blocker

Eigenes Werbeinventar statt Drittanbieter

Fast zwei Jahre nach seinem Abgang von Mozilla stellt Brendan Eich sein neues Unternehmen vor. Der Mitgründer des Software-Anbieters und Begründer von Javascript launcht mit Brave Software einen eigenen Browser. Die erste Version ist seit Mittwoch für Mac, Windows, iOS und Android verfügbar.

brave-browser
Durch das Ausblenden von Drittanbieter-Ads verkürzt der Browser Brave die Ladezeiten. (Screenshot: Brave)

Was Brave von seinen Mitbewerbern unterscheidet: Der Browser schaltet Werbung von Drittanbietern aus und verhindert damit das Tracking durch die Ad-Anbieter. Werbefrei ist das neue Produkt von Eich allerdings nicht, denn Brave füllt die Werbeplätze mit seinem eigenen Inventar. Das Unternehmen will dafür jedoch keine Nutzerdaten heranziehen und deshalb mehr Privatsphäre bieten. Der Ex-Mozilla-Chef verspricht bis zu 40 Prozent schnellere Ladezeiten.

Brave plant Kooperationen mit Agenturen und Publishern

Im Menü des Browser können Nutzer außerdem auswählen, ob die Ansicht werbefinanziert sein soll oder gegen eine Spende die Ads ausgeblendet werden. Inventar von Drittanbietern, die den Richtlinien von Brave entsprechen und keine Tracking-Cookies einsetzen, blockiert der Browser nicht. Sieben Millionen Nutzer will Eich mit seiner neuen Software erreichen und damit auch ein Umdenken in der Werbebranche schaffen. Gegenüber AdAge verrät der Gründer, bereits in Verhandlungen mit einer Agentur zu sein. Das Unternehmen will auch Publisher von dem Konzept überzeugen und sich die Einnahmen über den Browser mit den Webseitenbetreibern teilen.

via venturebeat.com

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3 Antworten
  1. von Andreas am 21.01.2016 (07:49 Uhr)

    ...ganz schön schlechte Qualität der Artikel!

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    • von DiesDas am 21.01.2016 (08:22 Uhr)

      Richtig.
      Ließt denn das keiner gegen bzw. wird überhaupt korrigiert? - Beim ersten Satz springt es einem doch schon ins Gesicht.

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  2. von Hmm... am 21.01.2016 (12:44 Uhr)

    Ähnliche Ideen gabs m.W. auch aus Neuseeland.

    Das Problem ist ja, das die Vermarkter es nicht schaffen.
    Mallorca-Rentner lesen täglich online ihre Heimatzeitung. Aber wie soll man das monetarisieren wenn Agenturen nicht weltweit in allen Sprachen sind oder man modularisiert Werbeplätze buchen kann. Von daher wäre ehrliche Auszahlung an die Webseiten schön und natürlich fair aber wohl leider oft untersagt/verboten. Leider wusste ich kein Land wo man sowas stressfrei und profitabel realisieren darf und hätte es wegen (1) auch anders gemacht. Er hat wohl ein Land gefunden und setzt die Idee um... So sieht Deutschlands Fortschritts-Freundlichkeit aus. Ich natürlich hätte beim Finanzamt gefragt wo die Sites kein Geld verdienen und nur diese Zielgruppen wie z.B. Mallorca-Rentner oder Asien-Rentner usw. alternativ beworben. Im Gegensatz zur Individualisierung und persönlicher TV-Chipkarte gäbs bei mir bei TV auch nur ein paar Werbe-Segmente. Man kann sich also sein ungefähres Alter, Geschlecht und Interessen aussuchen statt persönlich mit allen Daten bei Sendern bekannt zu sein. Wer unbedingt Inkontinenzwerbung für Rentner oder überwiegend Love-Toy- und Single-Börsen-Werbung gucken will, kriegt die dann halt... Man wird sich also ziemlich sicher möglichst passend aussuchen welche Werbesorten man sehen will ohne persönliche ID-Karte zum TV-Zugang. Kann man vermutlich bald in USA trivial-patentieren und ein Zilliarden-Startup daraus machen.
    Schaltet mal Live-TV im Browser oder auf mehreren Screens oder natürlich VDR die TV-Sender und gleichzeitig ihre Österreich/Schweiz-Version ein. Da werden hoch-deutsche Dialoge mit Österreichischem oder Schweizer Dialekt gesprochen. Das bestimmte Werbung auf UK identisch läuft nur halt auf englisch ist auch nicht unüblich. Die hier für Deutschland geforderte Discounter-TV-Werbung gibts in UK längst z.b. von Aldi und Lidl. UK ist mal wieder besser...

    (1) Vorhandene geschaltete Werbung auszutauschen finde ich nicht gut. Aber wo die Sites sowieso nichts verdienen könnte man das als Option im HTML-Code hinterlegen also quasi die Flächen frei lassen und bei Blendle-Käufen 0x0Pixel groß oder bei flattr auch 0x0 Pixel. Dank der LG-Biegbaren Displays haben LKW, Kleinbusse, Taxis, ÖPNV-Busse, FlughafenHotel-Abhol-Busse usw. je nach GPS-Position dynamisch gebuchte Werbung auf großen Werbeflächen stehen.
    Die digitale Zeitschrift für Östterreich hätte also andere Werbung als dieselbe Zeitschrift für Deutschland. Bei Print gibts ja schon verschiedene Bild-Zeitungen auch teilweise früher zumindest mit unterschiedlichen Preisen und evtl auch für Mallorca und vermutlich auch unterschiedliche Werbung oder bei TV-Zeitschriften gabs verschiedene Regionen mit unterschiedlicher Werbung und evtl. unterschiedlichem Lokal-TV. Das man diese Plätze dynamischer Buchbar macht oder Auslandskunden andere Beilagen reingelegt bekommen als Kiosk-Käufer in Hamburg oder München oder Abonnenten ist trivial und findet auch beim manchen Zeitschriften schon statt wenn man etwa ein mal pro Jahr als ct'-plus-Abonnent per Beilage/Banderole angesprochen wird. Die Idee gibts also schon. Personalisierung ist nicht nötig. Zielgruppen-Gruppen/Interessen-Tags z.B. im Browser oder durch Anlernen (vermutlich trivialpatentierbar) reichen völlig. Bei mir könnte man auch markieren das man bestimmte Werbung nicht sehen will und Google will das ja auch ansatzweise. Und während man die Begründung schreibt wirkt die dick angezeigte Werbung ja als Brand ! und alle Seiten sind zufrieden !
    http://t3n.de/news/adwords-google-smartphone-619302/
    Denn wenn ich markiere das ich keine M$-Werbung will, haben Linux-Werbung und natürlich MacOS-Werbung ihre dicke Chance und M$ muss nix für mich bezahlen weil ich eh kein Kunde bin. Wirklich jeder wäre zufrieden ! Aber das ist wohl zu einfach und wir wissen wer an unnötiger Werbung mitverdient und wie viel Werbung, Wälder-Abholzung und gigantische CO2-Mengen durch unpassende Demokraten-Werbung an wahre Republikaner oder unpassende Republikaner-Werbung an wahre Demokraten/Liberale/Kiffer/... wegen der diesjährigen Präsidenten-Wahl unnötig produziert werden. Aber wo 90% der Emails Spam sind, werden sicher zuerst die Robo-Autos verboten wenn sie zur Ladestation wollen und angeblich die Straßen unnötig mitbenutzen ...

    Ein Markt ist EIN EINZIGER PUNKT wo sich ALLE Nachfrage und ALLES Angebot zusammenfinden. Zwischenhändler, Lokale Märkte usw. sind folglich ein Problem bzw. optimierbare Arbitrage bzw. Zwischenschritte. Divide & Conquer. Siehe Hausbus-Systeme welche es seit Jahrzehnten gibt aber bis heute die (Vermutlich) Terrawatts Stromverbrauch amerikanischer Klima-Anlagen oder die deutschen Heizungen nicht bequem per Handy kontrollierbar sind.
    Was ist besser:
    WerbungKunde
    WerbungMedien-VermarkterZeitschriftLeser/Kunde
    WerbungAgenturTV-Sender-VermarkterTV-SendungZuschauer/Kunde
    Na also... Digital machts möglich. Siehe Google wo man bequem Werbung, Keywords usw. buchen konnte als früher wo man Zwischenhändler brauchte.
    Banking/Trading macht man auch im Onlinebanking und immer weniger beim Berater/Broker.
    Oder die Überlegenheit von HDMI oder USB, Bluetooth, Ethernet und WiFi oder SATA gegenüber den vorherigen proprietären und extrateuren "Lösungen". Wir erinnern an FireWire. Thunderbold-3 hingegen läuft wohl über USB-C-Stecker und ist somit viel einfacher als das extra-Zeugs für FireWire.
    Die verschiedenen digitalen/mobilen/portablen Online und POS Zahlungs-Systeme für recht einheitliche Währungen ($ und Euro) sind hingegen mal wieder ein Beispiel für unnötige Mitverdiener.

    Und sowas alles wird heute einfach weg-disruptiert...

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