Jetzt steht die finale Version von Firefox 3.5 zum Download zur Verfügung. Firefox 3.5 soll nach Angaben von Mozilla schneller, privater und intelligenter im Vergleich zur Vorversion sein. Mozilla will damit wieder zu den Konkurrenten Microsoft, Apple, Google und Opera aufschließen, die ihre Browser erst kürzlich auf den neuesten Stand gebracht hatten.
Firefox 3.5 kommt damit fast genau ein Jahr nach der Veröffentlichung von Firefox 3 und soll mit einigen interessanten Features punkten. Vor allem die Unterstützung weiterer HTML-5-Funktionen macht den Open-Source-Browser zukunftsfähig.
Die interessantesten Neuerungen von Firefox 3.5
Private Browsing: In diesem neuen Modus soll Firefox 3.5 den Nutzern dabei helfen, bei ihren Ausflügen ins Internet nicht allzu viele Spuren auf dem eigenen Rechner zu hinterlassen. Ist dieser Modus aktiviert, werden keine Einträge in die Browserhistory geschrieben und auch Einträge in Formulare oder in die Searchbar werden nicht gespeichert. Passwörter werden beim Private Browsing nicht automatisch ausgefüllt und neue Passwörter auch nicht gespeichert. Selbst Einträge in die Downloadliste, temporäre Dateien und Cookies werden unterdrückt. Wer vergisst den Modus einzuschalten, kann auch im Anschluss noch eingreifen und beispielsweise einzelne Webseiten aus der History löschen.
Standortbezogenes Surfen: Firefox 3.5 kann auf Wunsch Webseiten den eigenen Standort mitteilen. Die Suche nach Informationen im Internet soll damit insgesamt noch intelligenter werden. Interessant ist dieses Feature immer dann, wenn es um die Suche nach ortsgebundenen Informationen geht, beispielsweise bei der Suche nach einem Pizzadienst oder einem Handwerker.
TraceMonkey: Eine neue Version der JavaScript-Engine TraceMonkey soll Firefox 3.5 bei der Ausführung von JavaScript nochmal deutlich schneller machen.
Firefox 3.5 baut die HTML-5-Unterstützung aus
Ein Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der neuen Browser-Generation lag in der weitgehenden Unterstützung des kommenden Webstandards HTML 5. Zwar bringen die auf HTML 5-basierenden Funktionen dem Anwender erst einmal keine großen Vorteile, da sie zunächst eher für die Entwickler interessant sind. Aber je mehr diese dann die Vorteile von HTML 5 ausnutzen, desto mehr profitieren dann auch die Anwender. Firefox 3.5 wird dadurch von Mozilla immer mehr zur Entwicklungs-Plattform ausgebaut.
Open Video: Die Unterstützung von Audio- und Videotags in HTML 5 sorgt in Verbindung mit den integrierten freien Codecs Ogg Vorbis und Ogg Theora für ein Abspielen von Audio- und Videodaten, ohne dass dafür ein zusätzliches Plugin notwendig wäre.
Offlineressourcen: Webapps können nun Daten in einem Offlinespeicher ablegen. Sie können somit auch gestartet und benutzt werden, wenn keine Internetverbindung zur Verfügung steht. Bei der nächsten Online-Session werden die offline bearbeiteten Objekte dann aktualisiert.
Web Worker: Mit den Web Workers lässt sich JavaScript auch im Hintergrund ausführen. Bei komplexeren Berechnungen wird auf diese Weise das User-Interface nicht ausgebremst, da der Prozess bis zum Ausliefern der Ergebnisse im Hintergrund abläuft.
Zu den weiteren Verbesserungen von Firefox 3.5 zählen beispielsweise der native Support von JSON, eine überarbeitete Gecko-Engine und runderneuerte Fenster- und Tabfunktionen. Firefox 3.5 erscheint in über 70 Sprachen.
Fazit
Wie schnell die finale Version von Firefox 3.5 letztlich wirklich ist, werden wir erst in den kommenden Tagen wissen, wenn die ersten Testergebnisse vorliegen. Die letzten Tests mit dem Release Candidate 3 waren in puncto Geschwindigkeit doch eher enttäuschend. Hier hatten die aktuellen Versionen von Safari und Chrome die Nase noch vorne. Doch der Mozilla-Browser hat noch einen Trumpf in der Hinterhand: Die offene Struktur des Browsers wird auch Firefox 3.5 in Sachen Kompatibilität, Erweiterbarkeit und Usability weit nach vorne bringen.

















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