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Digitale Sorglosigkeit: BSI-Präsident rät deutschen Unternehmen zur GnuPG-Verschlüsselung

    Digitale Sorglosigkeit: BSI-Präsident rät deutschen Unternehmen zur GnuPG-Verschlüsselung

BSI rät zum offenen Verschlüsselungssystem GnuPG. (Bild: tadamichi - Fotolia.com)

In deutschen Unternehmen herrscht eine „digitale Sorglosigkeit“, kritisiert der BSI-Präsident Michael Hange. Es müsse mehr verschlüsselt werden. Er rät zum offenen Verschlüsselungssystem GnuPG.

BSI-Chef Michael Hange rät zu GnuPG. (Bild: Wikipedia / CC-BY-2.0)
BSI-Chef Michael Hange rät zu GnuPG. (Bild: Wikipedia / CC-BY-2.0)

Die deutsche Wirtschaft unternimmt bisher zu wenig gegen Bedrohungen aus dem Internet! Das gab Michael Hange, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), am gestrigen Mittwoch auf dem „Berliner Forum zu Cyber-Sicherheit“ zu verstehen. Trotz der zunehmenden Wirtschaftsspionage durch kriminelle Hacker, gebe es in den Unternehmen eine „digitale Sorglosigkeit“, die wiederum ihm Sorge bereitet. Laut Hange reden die Verantwortlichen mehr über mögliche Sicherheitsmaßnahmen, als dass sie die Möglichkeiten auch in der Praxis voll ausschöpfen.

„In deutschen Unternehmen herrscht eine digitale Sorglosigkeit!“

Dabei ist die potentielle Gefahr enorm: Laut Schätzungen sollen bis zu einer Milliarde Schadprogramme allein für stationäre Geräte weltweit im Umlauf sein. Vor allem Windows-PCs seien ein leichtes Ziel für die Angreifer. Bezüglich mobiler Geräte sind Tablets und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android besonderes gefährdet. Schätzungen zufolge kursieren hier rund drei Millionen Schadprogramme. Wie der BSI-Präsident angibt, können zwar bis zu 80 Prozent der Angriffe mit konventionellen Mitteln abgewehrt werden, jedoch ist das Potential noch lange nicht ausgeschöpft. „Täglich kommen 300.000 hinzu“, verrät er.

BSI und Chaos Computer Club halten GnuPG für empfehlenswert

Catrin Rieband, die ständige Vertreterin des BSI-Präsidenten, ergänzt auf dem Forum, dass Deutschland zduem in besonderem Maße durch Aktivitäten von Extremisten, Terroristen und Nachrichtendiensten im Internet gefährdet ist. Die Bundesrepublik sei aufgrund ihrer starken Stellung in Wirtschaft und Forschung „ein bevorzugtes Aufklärungsziel“ nicht nur für das organisierte Verbrechen. Um den gebührenden Schutz der Daten sicherzustellen, rät das BSI sowie auch der Hackerverein Chaos Computer Club (CCC) zu dem offenen Verschlüsselungssystem GnuPG.

via www.heise.de

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