von , 22.12.2009

Business: Search-Deals mit Bing und Google machen Twitter erstmals profitabel

Das Jahr 2009 endet für Twitter erstmals mit einem Gewinn, wie die Bloomberg BusinessWeek unter Berufung auf zwei Insider vermeldet. Allein aus den lukrativen Verträgen mit den Suchmaschinen von Google und Microsoft, konnte die führende Microblogging-Plattform Einnahmen von 25 Millionen US-Dollar erzielen. Aber auch Verringerungen der Ausgaben haben ihren Anteil an den ersten schwarzen Zahlen in der dreijährigen Unternehmensgeschichte.

Die zitierten Quellen wollen zwar anonym bleiben und können so nicht überprüft werden, doch auch die positiven Äußerungen von Twitter-Gründer Biz Stone lassen einen Gewinn vermuten: „Wir sind sehr erfreut über die neuen Partnerschaften, die wir in diesem Jahr abschließen konnten. Wir schauen jetzt weiter nach vorne und wollen zukünftig noch weiter öffnen“. Das Jahr 2010 erklärte er kurzerhand zum „Jahr der Einnahmen“.

Aber nicht nur die Einnahmeseite habe sich verbessert, sondern auch die Ausgaben sollen im Laufe des Jahres heruntergefahren worden sein. Durch das enorme Wachstum war man beispielsweise in der Lage, neue Verträge mit den Telekommunikationsunternehmen auszuhandeln, die für die Auslieferung der Text-Nachrichten in die Mobilfunknetze zuständig sind. Kostenmindernd wirkten sich hier auch die Abschaltungen der SMS-Dienste in einigen Ländern aus.

Ausblick und Fazit

Wenn es Biz Stone und Twitter im nächsten Jahr gelingen sollte, die weiteren Pläne zur Monetarisierung der Plattform voranzutreiben, sollte auch langfristig eine gute finanzielle Basis entstehen können. Gerade die angekündigten Business-Tools, von denen mit „Contributors“ bereits das erste Feature im Test ist, könnten weitere Einnahmen in die Kassen spülen, ohne das damit große Veränderungen an der Plattform einhergehen.

tweet
Das Feature Contributors fügt den Autorennamen in die Byline unter dem Tweet ein.

Anders sieht das mit dem Thema Werbung aus. Hier könnten sich die Nutzer sehr schnell an den Änderungen stören und der Plattform den Rücken zukehren. Das wird man bei Twitter sicher vermeiden wollen, denn immerhin hat man die Nutzerzahl bisher als größtes Kapital angesehen. Und diese, oft umstrittene, Strategie hat sich durch die Deals mit und Microsofts in diesem Jahr erstmals ausgezahlt.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Biz Stone von Joi Ito, Lizenz: CC BY

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