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Businessplan für Online-Shops: Besser gut geplant

Auch für Online-Shops gilt: Kein Geschäftsstart ohne Businessplan. Die englische Bezeichnung hierfür hat sich – im Deutschen zusammengeschrieben – auch bei uns eingebürgert. Gemeint ist die Vorhersage der Geschäftsentwicklung, bei Gründung klassischer Weise für die ersten drei bis fünf Jahre.

Businessplan für Online-Shops: Besser gut geplant
Geschäftsplanung

Nur mit einem Businessplan erhältst du größere Geschäftskredite. Aber auch falls du mehr eigenes Geld riskieren, als du problemlos beim Roulette als Verlust verschmerzen könntest: Erstelle bitte einen Businessplan.

Kann ich den Businessplan alleine erstellen?

Für den "Hausgebrauch" kannst du die hier beschriebenen Ansätze selbst kalkulieren. Geht es aber um Geld, dass du von anderen einwerben willst, dann brauchst du Experten, um die finanztechnischen Berechnungen korrekt abzuleiten (Bilanzierung, Kapitalquoten, Abschreibungen, usw.). Sprich dafür mit deiner Hausbank oder deinem Steuerberater, die werden dir entweder selbst helfen oder passende Berater empfehlen.

Das bedeutet aber nicht, dass du das ganze Thema Planung einfach abgibst. Ganz im Gegenteil. Hier geht es um das Herz deines Geschäfts und das solltest du in beiden Händen behalten. Denn den Geschäftsablauf, der alle Zahlen am Ende erzeugt, den bestimmst du. Die folgenden Fragen solltest du daher beantworten können.

Woher kommt mein Umsatz?

Wie viele Besucher kommen in den Online-Shop? Wie viele von ihnen kaufen? Dies sind die zwei schwierigsten Fragen bei der gesamten Planung. Lese Studien über deinen Markt, frage Bekannte die im Internet-Business sind, starte einen Test-Shop – was immer dir hilft, um eine Begründung für die Kenngrößen „Besucheranzahl“, „Anteil der Käufer (Konversionsrate)“ und „Durchschnittlicher Bestellwert“ zu finden.

Deine erste Etappe hast du erreicht, wenn du die folgende Tabelle erstellen und begründen kannst:

EinnahmenDiese Werte kann dir kein Finanzfachmann nennen (außer, er hat Erfahrung mit dem Betrieb von Online-Shops). Spiele deshalb mit den Zahlen. Überlege dir zum Beispiel einen groben Zielwert für deinen Umsatz, vielleicht (Gehälter + Shopkosten ) x 2. Wie viele Bestellungen bräuchtest du, um diese Summe einzufahren? Wie viele Besucher, um die nötige Anzahl an Bestellungen zu generieren? Erscheinen dir die notwendigen Besucherzahlen realistisch? Warum?

Du wirst dabei bemerken, dass es Werte gibt, die bei sehr geringen Veränderungen große Auswirkungen haben. Das sind die kritischen Punkte deines Geschäfts. Wenn du an diesen Stellschrauben drehst, überlege immer, wie du die Verbesserung des Wertes begründen kannst. Auf keinen Fall zum Beispiel einfach die Besucherzahl solange erhöhen bis alles passt und dann hoffen, dass diese Annahme von alleine wahr wird!

Kommst du in die Gewinnzone, wenn du 0,3% mehr Konversion erzielst? Dann überlege dir, mit welchen Mitteln du noch mehr deiner Besucher zu Käufern machen kannst, als bisher angenommen. Vielleicht mit Rabatten, Gutscheinen oder anderen Maßnahmen?

Dein Modell dreht ins Positive, wenn du die Besucheranzahl um 100 mehr pro Monat steigern kannst? Dann kannst du vielleicht mit guten Links, PR-Aktionen oder schlicht Google Adwords den höheren Wert erzielen.

Bedenke aber, dass einige dieser Maßnahmen gleichzeitig auch Auswirkungen auf die Kosten haben. Und zu denen kommen wir jetzt.

Was kostet mein Online-Shop?

Neben den Start-Investitionen, geht es bei den Kosten vor allem um den laufenden Betrieb. Hier gibt es mehr Fragen, als bei den Einnahmen, aber die Antworten sind leichter zu erarbeiten. Wir reden hier im Wesentlichen von Organisation. Wer sorgt für die Technik, wer aktualisiert die Website? Wer macht die Bestellabwicklung, die Buchhaltung? Welche Dinge und Anlagen brauchen diese Personen zur Abwicklung des Geschäfts (z. B. Computer, Büros, Lager, Autos)? Ab welchem Bestellaufkommen musst du eventuell nachrüsten und wie geht das?

KostenaufstellungDer Kostenarten gibt es dann in der Tat einige. Und die meisten gehen in unterschiedlicher Weise in deine Planungen und später deine Bilanz ein, je nachdem ob du investierst oder laufende Ausgaben bedienst, Kapital von außen zuführst oder aus dem Umsatz heraus finanzierst. Aber keine Sorge, hier haben die Berater ihr Standard-Excel-Sheet und werden das Stück für Stück mit dir durchexerzieren.

Daher an dieser Stelle eigentlich nur ein Tipp: Am Ende des Tages stehst du für die gesamte Planung gerade – auch für den Kostenteil. Also bestehe auf Erklärungen und bleibe hartnäckig, wenn du etwas nicht verstehst. Wenn dein Berater weiterhin unverständlich bleibt, liegt der Verdacht nahe, dass er selber nicht ganz sattelfest ist, denn wer etwas richtig verstanden hat, kann es auch Laien vernünftig erklären.

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