Reaktionen aus der Blogosphäre
Sebastian Herold von Handelskraft.de findet den Ansatz von Buzzriders experimentierfreudig und sieht in der inhaltlichen Qualität die meiste Arbeit: „Die wichtigen Akteure neben Basic, der irgendwann als Gallionsfigur vor dem Projekt stehen wird, werden die Lokalredaktionen sein, die, kurz gesagt, kompetent sein müssen, ansonsten lohnt sich die ganze Mühe nicht.”
Ein skeptischer Don Alphonso (Blogbar) geht da noch einen Schritt weiter: „Für das Lokalgeschäft braucht man Erfahrung. Und damit meine ich nicht ein Journalismusstudium, sondern echte Organisationserfahrung. Man kann natürlich viel auslagern, die rechtliche Verantwortung etwa, die in diesem Bereich extrem unschöne Folgen haben kann, oder auch die Vermarktung. Aber der Wurf ist so groß, dass man sich dahinter schon sowas wie eine kompetente Mannschaft wünschen würde.”
Jürgen Vielmeier von freshzweinull dagegen gefällt der Ansatz von Buzzriders: „Der erste Entwurf sieht wirklich vielversprechend aus. Neben den vielen Städteportalen, die es bereits gibt, fehlt wirklich noch ein guter Mix aus Social Network, News und Eventradar.” Und er appelliert: „Helft dem Mann, damit da etwas Gutes daraus entsteht!”
Matthias Schwenk von bwlzweinull kann sich Buzzriders sogar als „richtig großen Wurf” vorstellen. Allerdings müssten dazu noch einige Fragen geklärt werden: „Dennoch bleibt die Frage, ob und wo auf lokaler Ebene in Deutschland die Affinität bereits hoch genug ist, ein solches Medium zu tragen. Für Städte wie Berlin oder Freiburg kann ich mir das vorstellen. Andernorts mag vielleicht erst das Zeitungssterben helfen: Treten nämlich in deutschen Städten amerikanische Verhältnisse ein, werden alternative Plattformen (im Internet) schnell sehr willkommen sein.” Auch müssten die Rahmenbedingungen stimmen: „Damit Buzzriders ein Erfolg werden kann, braucht es aber noch mehr, als nur genügend Bürgerjournalisten: Deren Hinweise und Artikel im Twitterformat machen nämlich nur Sinn, wenn sie mit Links auf entsprechende Quellen verweisen können. Es müssen also noch viel mehr Institutionen ins Web und vor allem müssen diese ihre statischen Webseiten zugunsten blogartiger Medien ersetzen, so dass man gut auf aktuelle Neuigkeiten und Hinweise verlinken kann.”
Markus Horowski (blogwave.de) versucht sich auszumalen, wie eine Umsetzung letztlich aussehen könnte: „Das heißt also, dass Hans Wurst aus Kaff O. mit seinem Hund Waldi am Nachmittag um den See gegangen ist, das Ganze twittert und als sehr sehr wichtig erachtet. Die Schlagzeile, die dann am nächsten Tag o.ä. auf Buzzriders zu finden ist, dürfte entsprechend aussehen.”
Reaktionen der t3n-Leser
Auch in den Kommentaren zum Video-Interview mit Basic wurde das Konzept kontrovers diskutiert. Dabei gab es viele Stimmen, die deutliche Parallelen zu anderen Projekten wie meinestadt.de oder myheimat.de sehen und den „Hype” um Buzzriders nicht nachvollziehen können. Aber es gab auch positive Stimmen wie von Hofnarr Florian: „Hört sich sehr interessant an. Bin mal gespannt, wie das später konkret aussehen wird. Dieses Projekt hat auf jeden Fall das Potenzial die großen Lokalzeitungen, wie von Ippen und WAZ, zu ärgern.”
Oder Anja: „Sollte man wirklich etwas nicht machen, nur weil es sowas schon gibt? Dann würde es einiges heute nicht geben, z.B. Google (denn es gab ja schon Suchmaschinen). Oder warum sollte es verschiedene Automobilhersteller geben, die noch dazu ständig neue Modelle rausbringen? Es gibt doch schon Autos und fahren können die doch auch. Braucht man ja nicht noch ne Automarke ;-) Die entscheidende Frage ist die Umsetzung.”
Wie es weitergeht
Inzwischen hat Robert seine Ideen in einem Posting auf „written in basic“ schriftlich festgehalten. Wohin genau die Reise geht, wird man nun mitverfolgen können. Nicht umsonst hatte er die Phase 1 seines Projekts mit „Feedback, Feedback, Feedback“ überschrieben. Schon in den vergangenen Wochen hatten sich die Ideen zu Buzzriders übrigens stark gewandelt.





