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Britischer Regierungschef Cameron droht: „Dienste wie Whatsapp gehören gestoppt“

Britischer Regierungschef Cameron droht: „Dienste wie Whatsapp gehören gestoppt“

Geht es nach dem britischen Premierminister David Cameron könnten Messagingdienste wie und , die verschlüsselte Kommunikation ermöglichen, bald verboten werden.

Britischer Regierungschef Cameron droht: „Dienste wie Whatsapp gehören gestoppt“
Smartphones in Großbritannien bald ohne Chat-Apps? (Foto: (Bild: Flickr-Alvy …

Aus für Whatsapp und Co. droht in Großbritannien

Als Reaktion auf die jüngsten Terroranschläge in Paris hat der britische Premierminister David Cameron eine Verschärfung der geltenden Überwachungsgesetze angekündigt, sollte er wiedergewählt werden. Verschlüsselte Nachrichten, wie sie etwa per Whatsapp und iMessage oder Telegram gesendet werden, könnten dann der Vergangenheit angehören.

Chatdienste wie Whatsapp, Telegram und Co. stehen in Großbritannien vor dem Aus. (Foto: Flickr-Alvy  / CC-BY-2.0)
Chatdienste wie Whatsapp, Threema, Telegram und Co. stehen in Großbritannien vor dem Aus. (Foto: Flickr-Alvy / CC-BY-2.0)

Britischen Medienberichten zufolge soll Cameron gesagt haben, dass er Kommunikationsmöglichkeiten, die von Sicherheitsdiensten trotz Erlaubnis nicht gelesen werden könnten, stoppen wolle. Das würde Chatdienste und Messenger einschließen, deren Anbieter die Daten der Nutzer verschlüsseln. In Deutschland haben gerade die beiden deutschen E-Mail-Anbieter GMX und Web.de angekündigt, noch in diesem Jahr eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten zu wollen.

„Wollen wir in unserem Land wirklich eine Art der Kommunikation zwischen Menschen erlauben, die wir nicht mitlesen können“, wird Cameron etwa vom britischen Independent zitiert. Briefe und Telefongespräche könnten dagegen von den Sicherheitsorganen in extremen Situationen und mit Erlaubnis mitgelesen beziehungsweise abgehört werden.

„Schnüffel-Charta“ bedroht Messagingdienste wie Whatsapp

Cameron hatte die geplante Einführung eines als „Schnüffel-Charta“ bezeichneten Gesetzes im Anschluss an den gemeinsamen Marsch mit internationalen Regierungschefs im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Paris angekündigt. Ein verschärftes Überwachungsgesetz werde kommen, wenn er die Wahlen im Mai gewinnen werde. Zuvor war die Einführung des Gesetzes am Widerstand der Opposition gescheitert.

Bürgerrechtler kritisierten die Ankündigung. Die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt dürften nicht missbraucht werden, um eine Ausweitung der Überwachungsgesetze voranzutreiben.

via www.independent.co.uk

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11 Antworten
  1. von Marcel am 13.01.2015 (07:09 Uhr)

    Und ich dachte immer, Kollektivbestrafungen sind verboten. Reaktionen sind ja gut und schön, aber auch das hätte hier nichts gebracht. Ohne Verdacht dürfen sie eh nicht schnüffeln und hätte es in den referenzierten Fällen einen Verdacht gegeben, wäre man dem auch so intensiv nachgegangen, dass das Ganze auch ohne 1:1 Auswertung hätte verhindert werden können.
    Man bekommt hier eine Antwort serviert, deren Frage die Politiker nun passend formulieren.

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  2. von Marcel G am 13.01.2015 (08:21 Uhr)

    Ich bin ehrlich gesagt geschockt, wie offen inzwischen Politiker die Totalüberwachung gutheißen und sich gegen ein Brief- und Fernmeldegeheimnis stellen. Und wie heuchlerisch gerne das Terror-Argument hervorgebracht wird. Einziger positiver Effekt: der Mann sagt klar was er denkt. Dann weiß man zumindest, wessen Partei man als britischer Bürger nicht wählen sollte.

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  3. von Gunter am 13.01.2015 (09:25 Uhr)

    Wenn ich solche Meldungen lese weiß ich das die größte Gefahr für die Demokratie von der Dummheit der Politiker aus geht.

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  4. von Saar-Pirat am 13.01.2015 (09:37 Uhr)

    „Wollen wir in unserem Land wirklich eine Art der Kommunikation zwischen Menschen erlauben, die wir nicht mitlesen können“

    -- Ähm, Ja!!!!

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  5. von Max Rösch am 13.01.2015 (12:44 Uhr)

    Und jeder Terrorist hält sich an das Verbot.... Manche Leute haben echt vergessen "hier" zu schreien als Gott das Gehirn verteilte....

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  6. von Florian am 13.01.2015 (19:13 Uhr)

    Na dann bin ich aber mal gespannt, wie sich der Cameron dann freut, wenn in Zukunft alle seine politischen Gespräche von jedem Terroristen mitgehört werden.

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  7. von Noxey am 14.01.2015 (00:14 Uhr)

    Bleibt zu hoffen, dass die Briten so smart sind und diesen Verbrecher nicht noch einmal wählen

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  8. von stoltenberg am 14.01.2015 (13:45 Uhr)

    dank cameron wandert die insel voraussichtlich ab mai also auch auf die reiseblacklist. kann mir jemand einen guten reiseführer für nordkorea empfehlen?

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  9. von Irgendjemand am 14.01.2015 (17:39 Uhr)

    Wegen irgend einem "Terroranschlag" in Frankreich wird jetzt die Totalüberwachung in Europa eingeführt?
    Ganz ehrlich, es geht mir so was von am A.... vorbei, wenn irgendwelche sch... Sp... von Satirikern in Frankreich von ein paar Irren in die Luft gejagt werden, das hätte durch keine Maßnahme verhindert werden können.
    Außerdem, was bildet sich dieser D.... von Camäleon eigentlich ein, in einem europäischen Land Zustände wie in Nordkorea aufzuziehen?

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  10. von juri.sinitson am 16.01.2015 (20:50 Uhr)

    Wenn ich in IT-Nachrichten lese, dass:
    1. Mit unseren Daten Millionen-Geschäfte gemacht werden
    2. Geheimdienste Firmen zur Entwicklung der Software beantragen, wo es um Milliarden geht
    3. Solche Sachen wie TTIP und CETA (heimlich) durchgepeitscht werden

    Dann ist es meiner Meinung nach möglich, dass Geheimdienste die Terroranschläge planen und dann Deppen beantragen, die Anschläge durchführen. Und dann noch Politiker wie Camaron als Lobby-Marionette verwenden.

    Verschwörungstheorie? Bei TTIP und CETA schaffen große Konzerne mit Politikern zu "verschwören". Warum sollte es bei Geheimdiensten und deren Lieferanten anders sein?

    Ich glaub, die einzige Lösung ist, zu versuchen immer am Laufenden zu sein und öffentliche Organisationen (finanziell) zu unterstützen, die dagegen Kämpfen. Alleine kann man auf der politischen Ebene wohl nichts bewirken.

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