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Schlaue Brille statt Google Glass: Carl Zeiss zeigt Display für gebogene Gläser

Schlaue Brille statt Google Glass: Carl Zeiss zeigt Display für gebogene Gläser

Carl Zeiss hat auf der den Prototypen einer smarten Brille vorgestellt, die das Potenzial hätte, der Technologie doch noch zum Durchbruch zu verhelfen. Die Forscher haben ein Display in ganz normal aussehende Brillengläser integriert.

Schlaue Brille statt Google Glass: Carl Zeiss zeigt Display für gebogene Gläser
Carl Zeiss. (Bild: Zeiss.com)

Carl Zeiss entwickelt Display für gebogene Gläser

Die Datenbrille Google Glass hat es – bisher jedenfalls – nicht geschafft, die Nasenrücken der Verbraucher zu erobern, was nicht zuletzt daran lag, dass die Geräte deutlich als solche zu erkennen waren. Der Durchbruch könnte stattdessen einer neuen Generation von smarten Brillen gelingen, die mit einer vom deutschen Optikspezialisten Carl Zeiss entwickelten Technologie ausgerüstet sind. Dabei ist es gelungen, das Display in gebogene Brillengläser zu integrieren.

Was Google mit der Glass bisher nicht geschafft hat, will Carl Zeiss auf den Weg bringen: eine unauffällige schlaue Brille. (Quelle: google.com/glass)
Was Google mit der Glass bisher nicht geschafft hat, will Carl Zeiss auf den Weg bringen: eine unauffällige schlaue Brille. (Quelle: google.com/glass)

Dass die Datenbrille wie eine normale Brille aussieht, ist für den Chefentwickler der Zeiss Group, Kai Jens Ströder, eine Voraussetzung für den möglichen Erfolg. Mit der neuen Technologie könne ein sehr kleines und leichtes optisches System in ein gebogenes Design integriert werden. Ganz unsichtbar ist das Modul nicht, soll aber im Vergleich zu bisherigen Versionen, wie eben der Google Glass, sehr viel mehr einer normalen Brille ähneln, wie Besucher der CES berichten.

Carl Zeiss: Bisher nur 3D-gedruckter Prototyp

Auf der Technikmesse in Las Vegas zeigte Carl Zeiss lediglich einen via 3D-Druck erzeugten Prototypen einer möglichen neuen Datenbrille. Dabei wurde auf das normale Brillenglas ein zweites, dünnes Glas angebracht, auf dem dann die Projektionen der visuellen Informationen gespiegelt werden – gesteuert wird das Ganze über ein Smartphone und eine entsprechende App.

Carl Zeiss will selbst nicht an der Entwicklung einer entsprechenden Datenbrille arbeiten und sucht Partner. Ob und wann smarte Brillen mit der Zeiss-Technologie auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Google Glass 2.0: So sieht die nächste Generation der Datenbrille aus“.

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2 Antworten
  1. von Ohne APIs vielleicht nicht so toll am 11.01.2016 (09:36 Uhr)

    Früher brauchte man auch Treiber für Festplatten und CD-Roms.
    Dank USB sind diese Dinge und tausend-Tasten/Hebel/...-Flug-Cockpit oder Gabelstapler, container-docker,... mit zig Hebeln und Knöpfen per HID weltweit unter allen Betriebs-Systemen nutzbar/simulierbar.
    Aber Bildgebende, Bild-Liefernde Geräte wie Drucker, Scanner, Pico-Projektoren oder halt Videobrillen gibts bis heute nicht als USB/Bluetooth/WiFi/...-Einheits-Treiber für Linux, MacOS und halt Wintel.
    Die GPS-Geräte waren schlau und nutzen USB-RS232-Treiber bzw. Bluetooth und lieferten NMEA-Streams als ASCII-Strings. Für BodyTracker und BlutDruck_Geräte braucht man wieder Spezial-Treiber oder muss proprietäre teure Spezial-Treiber und APIs teuer vielleicht extrateuer vielleicht per tausendseitigem Vertrag lizensieren und in der nächsten WinPhone, Android, iOS sind die dann plötzlich nicht mehr drin und alle Kunden schauen böse. Siehe damals WinME oder SE wo plötzlich das W2k-Treibermodell aktiv war. Das zwang im Hintergrund alle Scanner, Drucker,... Hersteller, unauffällig Updates oder neue Modelle zu liefern die "zufällig" dann auch unter W2K bei zllionen Verwaltungs/Versicherungs/Behörden/...-PCs und Servern liefen.... 64-Bit-Treiber waren dann noch mal was anderes...

    Kurzum: Das ist oft ein kurzes Vergnügen. Smartwatches und Bodytracker brauchen jeweils eigene APIs. Auch MiraCast, AirPlay usw. sind untereinander nicht kompatibel und führen zu Extrakosten und das man Beamer für Vorträge (Powerpoint) usw. immer noch per Laptop und HDMI andocken muss weil die Projektoren kein Miracast, Airplay, AndroPlay(falls Android überhaupt sowas haben sollte) usw. können.... obwohl das Powerpoint mit und auf dem Handy besser aufgehoben und präsentiert wäre wenn der Beamer oder Bluetooth oder WiFi schlauer wären.
    Jede SD-Karte ist kompatibler und hat sogar Schreibschutz !

    Die Idee ist gut. Die Software-Industrie dahinter teuer, inkompatibel und man soll oft genug wohl ständig alles extrateuer neu kaufen...
    Wären Bluetooth, USB und HDMI besser würden sie APIs vorgeben womit man 10 Jahre über die Runden kämen. Oder soll man die Brille per dickem HDMI-Kabel anschliessen ??? Aber HDMI+Ethernet-Kabel damit die GPS-Receiver die Position im Raum und Blickrichtung an das Gerät schieben können...

    Schöne Hardware-Konzepte werden von der Software-Industrie blockiert...
    Hausfrauen und Autokäufer haben viel viel viel viel länger Update- und Nachkauf-Garantien !
    Harley hat sich durchgesetzt und vermutlich keine API-Lizenzen eingefordert. Man konnte Harley-kompatible (KOMPATIBEL!!!) Motorräder bauen und die zu 100% ohne Harley-Teile. Sowas hat Harley und die US-Motorrad-Industrie groß gemacht und nicht die vielen IN-kompatiblen proprietären Haus-Bus-Systeme... als Gegenbeispiel für hohe Heizkosten und immer noch nicht vom Handy kontrollierbare Häuser und Wohnungen und nicht mal bequem Handy-Controllable Klima-Anlage, Heizung oder Licht und oft nicht mal Router und Fernseher...

    USB scheitert schon seit über 10 Jahren daran, Scanner und Kameras einheitlich auslesbar zu machen... Jedes Autorennen-USB-Cockpit und Flugzeugsimulator-USB-Cockpit ist dank USB-HID besser benutzbar als die meisten Scanner und Drucker oder Kameras die dann unter Linux nicht laufen...
    Und das man Powerpoint-Bilder per USB-OTG oder Bluetooth an Displays für die Kunden beamed ist wohl auch den Nobelpreis wert weil es wohl zu kompliziert ist... Wieso gibts sowas für Kopfhörer in Stereo (A2DP oder wie das heisst) aber nicht für Bilder ?
    UHD-2 (8k=32MegaPixel in 12 Bit Farbtiefe) ist natürlich anspruchsvoller als Webseiten im Browser oder Emails-Lesen oder herum-chatten aber die Kunden wollen das natürlich wenn sie kleine Apartments für 50 Millionen $ beim Immobilien-Makler im VR-Simulator kaufen sollen....
    Die Oculus-Rechner für $1500 kosten dank Moore in 18 Monaten nur noch $750.

    Wer ein Cardboard hat erkennt schnell die Überlegenheit und billige Verfügbarkeit der VR-Technik. Doch leider ist die Software selten gut benutzbar... :-(((
    Wenn man so eine Brille kauft will man sie länger benutzen als die meisten Android-Handies. Oder man hat zu viel Geld und zu viel Zeit um ständig neue Geräte zu konfigurieren und (durch triviale Software-Updates) vermeidbaren Elektroschrott zu produzieren. Oder die kostenlosen Praktikanten machen das...


    Es individuell in Brillen einzubauen ist eine überlegene Idee und Ergänzung zu
    http://t3n.de/news/lg-zeigt-oled-display-aufrollbar-668256/
    . Denn Brillen haben einen spürbar flacheren Biege-Radius als die 3cm von LG.
    Doch leider fehlen APIs denn Brillen-Hersteller sollten keine Software-Leute beschäftigen müssen sondern out-the-box bei Google Android-Software und 30 Jahre Update-Garantie ab Android-Healthtracker (ich glaube Android 4.1.1) geliefert kriegen. Es sollte klar sein das man die Brille im Business an andere Master-Geräte (Atom-Kraftwerk-Kontrolle, Herz-Kardiogramme und Puls im Krankenhaus, Netflix/Amazon-Fire-Box zu Hause) anschliesst es also APIs braucht und nicht proprietären Krams den man alle 6 Monate wegwerfen muss weil es keine Updates gibt. Das Krankenhaus kauft nur alle 10 Jahre neu. Der Döner-Shop und Supermarkt auch nur. Entsprechend lange muss man kompatibel sein wenn man Infos über die Brille empfangen und bestellen können will.
    Die Armut ist so groß das Google sein Banner auf ein paar hundert Byte shrinken musste um in Afrikas GSM/EDGE-Gebieten Kundenzuwachs zu bekommen denn in guten Ländern gibts ja freie WiFis und jeder hat schon Internet und das Wachstum stagniert und die User-Zahl sinkt sogar durch weniger Nachwuchs und mehr wegsterbende Rentner. Die Leute haben kein Geld um ständig teure Handies zu kaufen. Mr.Spex usw. können Euch die Einkommens-Verteilung vermutlich nennen.
    http://www.golem.de/news/medienanstalt-analogabschaltung-im-tv-kabelnetz-kommt-1509-116192.html
    Die Trailer-Parks von USA und Zillionen Food-Stamp-Empfänger (wikipedia: SNAP ) zeigen die wachsende und vollkommen ignorierte Armutsgröße. 30% der 19-Jährigen haben gar keinen Führerschein... Armut dürfte mit ein Grund sein und die nächste Abwrackprämie2.0 auf Steuerzahlerkosten somit absehbar sein.
    http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/15389588.2012.696755

    Wer ist also der erste der es einbaut ? Fielmann ? Mr.Spex ? Wieso habt Ihr nicht schon nachgefragt ? Macht Zeiss nicht selber Brillen-Gläser wo man in der Brille das Zeiss-Logo erkennen kann ? Wer eine Brille hat weiss das die Gläser vom PRODUZENTEN aus dem Katalog ausgesucht werden. Wie viele Produzenten gibts überhaupt ? Kann ja nicht so schwer sein nachzufragen.
    Und das Brillenglas-Kartell wollen wir auch nicht vergessen. Da stehen die Namen der Hersteller vermutlich. Viele werden es wohl nicht sein.
    google: brillenglas kartell


    Früher gabs nur das Smartphone und nach dem Laptop ein NetBook und dann ein Tablett. Das Einkommen verteilt sich aber seit 1-2 Jahren auf 4k-TVs, SmartWatch, Body-Tracker (aktuell bei Discountern), Tablett, Media-Clients (FireTV-Box,....) und natürlich Handy. Augmentation, VR usw. kommt dann noch dazu. Prime-USA kostet $99, Netflix $120-$150 im Jahr usw.. Ohne riesige günstige Stückzahlen sondern als Nischenlösung bringts das also vermutlich nicht. Nur Masse bringt den Business-Case... Also Android4-Handy-Besitzer die eine Fielmann-Brille kaufen und 50-100 Euro mehr bezahlen um das 20-Euro-Headset zu ergänzen.
    Oder sogar diese 5-Euro-vorgefertigten Lese-Brillen aus dem Supermarkt die es dann neben den Bluetooth-Headsets liegen als Augmentation-Version für 20-50 Euro... Hoffentlich realisieren die Asiaten das ratz-fatz-schnell. Leider sind eigene Hardware-Ideen evtl. dort immer noch zu wenig verbreitet :-( Und ohne generelle APIs hat man auch nix davon... Sich A2DP-Audio-Spektrogramme auf die 20-Euro-Brille schieben zu lassen wäre einfacher und mal ein nettes Kickstarter-Künstler-Projekt in wahren Demokratien... "Man sieht nur den Ton denn Bluetooth liefert keine Bilder... :-((( ". Schade das der Verbraucherschutz sich nicht darum kümmert oder z.b. um Android-Updates. Vielleicht wird bei USB, Bluetooth, HDMI und WiFi im Ausschuss auch lieber Sudoku am iPad gespielt so wie in manchen anderen vom Volk (bzw. vom Kunden oder Kleinaktionär) bezahlten Gremien...

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  2. von grep am 11.01.2016 (13:54 Uhr)

    Hallo ...,


    dass hört sich vielversprechend an; hoffentlich ist betreffender künftiger Partner keine Datenkrake.

    Ich bin gespannt, ob, wann und mit wem diese Brille realisiert werden wird - und wie diese dann aussieht, was sie wiegt und kostest.


    Ciao, Sascha.

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