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CeBIT 2012 vor dem Verkehrskollaps?

    CeBIT 2012 vor dem Verkehrskollaps?

Der Hannoveraner Nahverkehr wird am Donnerstag aller Voraussicht nach bestreikt. Der CeBIT und ihren Besuchern steht damit wohl ein turbulenter Messetag bevor – auch, weil die Empfehlungen der Deutschen Messe AG alles andere als überzeugend klingen.

Das Arbeitsgericht Hannover hat am Mittwochmorgen einen Eilantrag der örtlichen Verkehrsbetriebe (üstra) abgelehnt, berichtet die HAZ. Der Streik sei verhältnismäßig, starke Behinderungen müssten hingenommen werden. Damit könnten Busse und Straßenbahnen im Großraum Hannover am Donnerstag für unbestimmte Zeit stillstehen - es sei denn, das Landesarbeitsgericht schreitet im letzten Moment ein.

Die Deutsche Messe AG als Veranstalter der CeBIT hat bereits am Montag publik gemacht, wie sie leerer Hallen, überfüllter Haltestellen und verstopfter Zufahrtsstraßen Herr werden will. Mit einem ausdruckbaren roten Punkt sollen sich mitnahmewillige Autofahrer wie auch Messebesucher auf der Suche nach einer Transportmöglichkeit gegenseitig erkennen können. Die Initiative knüpft an eine gleichartige Aktion aus den 1960er Jahren an, seinerzeit hatten die Hannoveraner mit einer selbsttätigen Bestreikung des ÖPNV drastisch niedrigere Fahrpreise durchgesetzt.

„Roter Punkt" kein Ruhmesblatt

Ob die Gastfreundschaft der Hannoveraner Autofahrer im Jahr 2012 aber so weit gestreut ist, dass die Aktion bei stillstehendem Nahverkehr eine spürbare Entspannung der Situation darstellt, darf bezweifelt werden. Nicht einmal als PR-Gag taugt die Aktion, im Gegenteil: Ausgerechnet im Jahr, wo die angeblich allgegenwärtige Datencloud ein zentrales Thema der Messe ist, eine rein analoge Aktion als innovatives Heilmittel zu propagieren, erscheint wenig überzeugend.

Daneben verspricht die Deutsche Messe AG zusätzliche S-Bahnen vom Hauptbahnhof – wovon natürlich nur diejenigen Messegäste im Umkreis oder mit Anbindung an den Bahnhof profitieren. Und dass alle Taxis der Stadt im Einsatz sein werden, ist eigentlich nicht einmal eine Erwähnung wert – über mangelnde Auslastung können sich die Taxifahrer schon an „normalen" CeBIT-Tagen kaum beklagen. In sofern sehen viele CeBIT-Besucher wohl einem besonders erlebnisreichen Messetag entgegen.

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3 Reaktionen
Gilly
Gilly
07.03.2012, 14:26 Uhr

"Ausgerechnet im Jahr, wo die angeblich allgegenwärtige Datencloud ein zentrales Thema der Messe ist, eine rein analoge Aktion als innovatives Heilmittel zu propagieren, erscheint wenig überzeugend."

Im Artikel keine passenden Alternativen zu nennen, erscheint mir ebenfalls wenig überzeugend ;)

http://blog.flinc.org/2012/03/die-cebit-und-der-rote-punkt-flinc-ist-die-fehlende-erganzung-zur-analogen-losung/

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James_han
James_han
07.03.2012, 15:04 Uhr

Nur zur Info:
es heißt nicht: der Hannoveraner Nahverkehr, sondern: der hannoversche Nahverkehr.
Nur die Einwohner bzw. die Pferderasse sind Hannoveraner, das Adjektiv für alles andere ist hannoversch (oder hannöversch).

Antworten

Ino
Ino
07.03.2012, 15:54 Uhr

@Björn Aicher: Strategisch gesehen sehr intelligent an solch einem Tag zu streiten. Wenn nur "eine Hand voll Leute" den Nahverkehr nutzen, bringt es nichts...

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