Wie ist die Idee zu graph.me entstanden?
Wir hatten schon vor graph.me viele Ideen. Als wir uns näher damit beschäftigt haben, haben wir immer wieder gemerkt, wie wichtig die Meinung anderer dazu ist. Besonders wertvoll ist dabei das Feedback der individuellen Zielgruppe, beispielsweise von Frauen zwischen 25 und 40 aus München und Berlin. Der Grundstein von graph.me war somit eigentlich nur Mittel zum Zweck, aber je länger wir darüber nachgedacht haben, desto mehr wurde daraus etwas eigenes in dem wir viel Potenzial sahen. Es gibt soviele Bereiche im Leben, in denen uns interessiert, was andere Menschen denken und wo wir im Vergleich stehen.
Zu den Umfragen kam der Bereich Zahlentrends, als wir angefangen haben, den Kaffeekonsum des Teams im Excel-Sheet zu tracken und uns spaßeshalber miteinander zu vergleichen. Unter dem Dachbegriff „Social Benchmarking“ wir die beiden Bereiche vereint und mit graph.me ein Werkzeug entwickelt, das die Frage „Wo stehst du?“ beantwortet.
Woher hast Du den Mut zum Gründen genommen?
Ich habe mich nach dem Studium sehr bewusst gegen ein konkretes Jobangebot und für den Sprung ins kalte Wasser entschieden, den anderen ging es ähnlich. Ein wenig vorbelastet war ich schon: Mit Simon, einem der Mitgründer, hatte ich schon während des Studiums eine kleine Agentur für neue Medien.
Was waren die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zum Start?
Der erste Meilenstein war ein denkwürdiger Tag im Jahre 2007, als vier langjährige Freunde beschlossen haben gemeinsam etwas Neues auf die Beine zu stellen.
Der zweite wichtige Meilenstein war die Förderung des Projekts durch das staatliche EXIST Gründerstipendium und die Unterstützung durch das Entrepreneurship Center der LMU München.
Der dritte Meilenstein war der Start von graph.me in die geschlossene Testphase im September vergangenen Jahres und der erste öffentliche Erfolg unseres Projekts bei der TechCrunch Munich.
Der aktuell wichtigste Meilenstein ist der Launch der Public Beta, den wir kürzlich erfolgreich wieder bei einem TechCrunch-Event in London präsentiert haben.
Was war oder ist bis heute die größte Hürde (und wie habt Ihr sie überwunden oder wie wollt Ihr sie überwinden)?
graph.me ist in einer konjunkturell schwierigen Phase gestartet, in der das Geld nicht gerade auf der Straße lag und die Suche nach externem Kapital dementsprechend schwierig war. Daher haben wir uns zunächst für Plan B entschieden und den Gürtel an allen möglichen Stellen enger geschnallt, obendrein durch Agentur-Projekte nebenher Geld verdient. Wir sind stolz darauf, unser Produkt aus eigenen Mitteln an den Start gebracht zu haben und können nun mit einem konkreten Ergebnis auf die Suche nach Kapital gehen, erste Gespräche sind bereits im Gange.
Deine Lieblingsaufgabe im Moment?
Anderen Menschen von graph.me zu erzählen. Und die Aktivität in der Presse, auf Twitter und auf graph.me selbst zu verfolgen. Es ist großartig zu sehen, wie das eigene Baby laufen lernt.
Wenn Du Dir für graph.me etwas wünschen könntest...
Dass es uns in zehn Jahren immer noch gibt und graph.me international etabliert ist. Kurzfristiger? Eine Finanzierung für die nächsten zwei Jahre, ein schönes Büro und Mitarbeiter zur Unterstützung!
Das Schönste als CEO ist...?
Die ganzheitliche Tätigkeit, wobei meine primäre Aufgabe der Bereich Marketing und Kommunikation ist. Außerdem das eigene Produkt nach außen (re)präsentieren zu dürfen, Feedback von anderen zu bekommen (wo wir wieder beim Grundgedanken von graph.me wären).
Dein aktuell liebstes Tool?
graph.me, Piwik
Mac or PC?
I'm a Mac!! Die Umfrage gibts übrigens auch auf graph.me: http://graph.me/#/Umfrage/Mac%2C_Windows_oder_Linux%3F/238864247
Was wird der nächste große Hype im Web?
graph.me natürlich. :-) Nachdem nun bald alle miteinander vernetzt sind, wird es Zeit für einen Dienst der mehr über all die Menschen um mich herum aussagt. Ansonsten ist absehbar, dass sich im mobilen Web noch jede Menge tun wird. Dienste wie Foursquare sind zwar bereits gehyped, meiner Meinung aber erst der Anfang. Auch 3D-Welten könnten meiner Meinung nach eine Renaissance erleben.
Wie heißen deine Lieblingswebsites?
graph.me, Facebook, Twitter, TechCrunch, Spiegel Online und Seth Godin's Blog.
Weitere Informationen zu graph.me finden sich in unserem Startup-Portal





![Twitter: Die Geschichte des Fail Whale [Video]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-361075_twitter-fail-whale-ftrd_medium.jpg)


5 Antworten
von kennstdueinen 30.04.2010 (09:58Uhr) 1.
Graph.me ist klasse: Sieht super aus und funktioniert einwandfrei.
Viel Erfolg!
von René Karsten Kunkel 30.04.2010 (12:05Uhr) 2.
Vielen Dank!
Frau Samland, Dankeschön auch an Sie für die Veröffentlichung des Interviews.
von Das wars: Tag der Arbeit – Motivat… 06.05.2010 (18:21Uhr) 3.
[...] relevant, denn ganze 42% würden gerne den Weg der Selbständigkeit einschlagen, wobei mehr Männer den Sprung ins kalte Wasser wagen würden. Wir können das aus eigener Erfahrung übrigens nur unterstützen, auch wenn die [...]
von Hans Dodel 12.05.2010 (22:47Uhr) 4.
Hallo Herr Kunkel,
bin ich bei Ihnen richtig - Sohn von Bernd Kunkel, Haselnussweg 28, Kirchheim?
Dann hätte ich eine Frage an Sie.
Grüsse,
Hans Dodel
von graph.me Coverage 2010 — graph.me… 12.12.2011 (06:30Uhr) 5.
[...] CEO Interview René Karsten Kunkel, graph.me [...]