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CES-2014-Fazit: Wenig Neues in Las Vegas [TechnikLOAD 144]

CES-2014-Fazit: Wenig Neues in Las Vegas [TechnikLOAD 144]

In der vergangenen Woche traf sich die gesamte Consumer-Electronics-Branche um zwischen Spieltischen und Hotel-Suiten die Trends für das Jahr 2014 festzulegen. Nach anstrengenden Messetagen ziehen wir unser Fazit zur Messe in Form der TechnikLOAD-Folge 144.

CES-2014-Fazit: Wenig Neues in Las Vegas [TechnikLOAD 144]
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CES: Eigentlich DIE Messe für Consumer Electronics

Die Erwartungen an die Consumer Electronics Show sind jedes Jahr sehr hoch. Standesgemäß läutet die Messe das neue Kalenderjahr ein und setzt damit Impulse für die kommenden zwölf Monate. Auch durch die abnehmende Bedeutung der CeBIT als internationale Leitmesse haben mehr und mehr Hersteller in den letzten Jahren die genutzt um in Las Vegas ihre neuen Flaggschiffe und Publikumslieblinge vorzustellen. Im Jahr 2014 blieb das weitestgehend aus.

Die CES 2014 machte vor allem klar, dass Consumer Electronic in Zukunft immer mehr Autos, Kühlschränke und Drohnen bedeutet als Smartphones, Tablets und Laptops. (Foto: t3n)
Die CES 2014 machte vor allem klar, dass Consumer Electronic in Zukunft immer mehr Autos, Kühlschränke und Drohnen bedeutet als Smartphones, Tablets und Laptops. (Foto: t3n)

Flaggschiffe und neue Technologien sucht man vergebens

Große Produktneuheiten wie etwa Smartphone-Flaggschiffe, Integration neuer Technologien in Consumer-Produkte oder auch komplette Überraschungsprodukte von unbekannten Firmen blieben aus. Stattdessen hatte man den Eindruck, die Messe und damit auch die Branche stellt sich immer breiter auf. Buzzwords wie „Automotive“, „Connected Home“ und „Internet of Things“ waren sehr präsente Schlagwörter. Und wir müssen uns daran gewöhnen, dass zukünftig auch Kühlschränke, Autos und Rauchmelder immer mehr zu den sogenannten „Consumer Electronics“ gezählt werden müssen und ihren festen Platz in den Hallen der IT-Messen verdient haben.

Wearables: (Aktuell) nichts als heiße Luft

Ein weiteres Buzzword des letzten Jahres, nämlich die beliebten „Wearables“, konnte man zwar an vielen Ständen betrachten, aber außer neuen Fitness-Trackern, die im Endeffekt alle die gleichen Funktionen besitzen, gab es in diesem Bereich nicht viel Neues zu sehen. Und es spricht nicht gerade für die Sensationsdichte der Veranstaltung, wenn Pebble lediglich mit einem Facelift ihrer bestehenden Uhr als Highlight in dieser Produkt-Kategorie genannt werden (nicht falsch verstehen: die Pebble Steel ist großartig und eine tolle Verbesserung, aber eben „nur“ eine optische Überarbeitung).

Die CES 2014 in Las Vegas bot nur wenig spektakuläre Neuigkeiten. (Foto: t3n)
Die CES 2014 in Las Vegas bot nur wenig spektakuläre Neuigkeiten. (Foto: t3n)

4K: Mehr Displays, mehr Inhalte – aber nicht in Deutschland

Im TV-Bereich aber auch bei anderen Displays setzte sich der „4K-Trend“ des letzten Jahres fort. Letztes Jahr gab es wirklich nur eine handvoll solcher Produkte in Las Vegas zu bestaunen. Dieses Jahr wurde die Auswahl an Geräten deutlich größer und es werden inzwischen auch kleinere Größen angeboten. Auch das beliebte Argument „Was bringt ein 4K-Display ohne die entsprechenden Inhalte“ wurde teilweise entkräftet, indem Netflix angekündigt hat, bereits im Frühjahr erste Serien in 4K anbieten zu wollen. Aber natürlich wird uns diese Heimkino-Freude in Deutschland erstmal verwehrt bleiben.

Schwachsinn: Gebogene Displays sind ein Marketing-Märchen

Die kurioseste Entwicklung auf der CES 2014 sind aber sicherlich gebogene Displays. Bereits im letzten Jahr gab es erste Fernseher und Smartphones mit gekrümmten Anzeigen zu bestaunen, aber auf der CES wurde diese äußerst fragwürdige Entwicklung weiter getrieben als nötig. Es mag aus ästhetischen Gründen schön sein, ein gekrümmtes Display zu verwenden. Aus Sicht des Nutzers macht es aber absolut keinen Sinn. Die so oft angepriesene „Immersive Experience“ beim Betrachten dieser Panels bleibt aus und darf getrost als Marketing-Märchen abgestempelt werden.

Trotz einer gewissen Enttäuschung über ausbleibende Überflieger-Produkte, haben wir für euch unseren persönlichen Highlight-Produkte gewählt:

Die Pebble Steel ist zwar nur ein optisches Update, katapultiert die Firma aber an die Spitze aller aktuellen Smartwatch-Anstrengungen, weil Pebble nun als einzige Firma eine Smartwatch hat, die gut aussieht, gut funktioniert und eine passable Akkulaufzeit hat. Wenn Smartwatch, dann Pebble!

Das Asus Transformer Book Duet TD300 ist zwar kein besonders herausragendes Stück Hardware, ist aber dafür das erste Produkt seiner Art, das Android und Windows auf einem System und auf dem gleichen Prozessor ausführen kann. Wir hoffen, dass sich diese Option im Markt durchsetzt. Aktuelle Intel-Convertible-Geräte gewinnen dadurch an Attraktivität, da sie sich dann als herkömmlicher Windows-PC und gleichzeitig als Android-Tablet verwenden lassen.

Wo wir schon bei Tablets angekommen sind: Das Lenovo ThinkPad 8 war definitiv das schönste Tablet, welches auf der Messe vorgestellt wurde. Das Gerät ist angenehm dünn, hat mit 8,8 Zoll eine angenehme Größe und bietet genug Performance für Windows 8.1. Mit diesem und ähnlichen Geräten kommen Windows-Tablets endlich auf die Augenhöhe von Android und iOS – längst überfällig.

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4 Antworten
  1. von Dirk am 11.01.2014 (16:16 Uhr)

    Warum gibt es nicht einmal ein Bild der Pebble Steel, der neuen Pebble in CES 2014 präsentiert?

    Auf http://www.golem.de/news/gorilla-glas-und-metall-pebble-steel-die-unverwuestliche-smartwatch-1401-103733.html ist zumindest ein Trailer. Schade ist, dass nicht gezeigt wird, wie es an einem Arm aussieht. Falls Deppen meinen, man könne es sich vorstellen, dann könnte ich entgegnen, dass man dadurch ungefähr die Maße der neuen Pebble erkennen könnte (zwar nicht perfekt, weil Arme unterschiedlich groß sind, aber im Durchschnitt gibt es keine allzu große Abweichung).

    Warum es hier nicht sofort gezeigt wurde, ist vermutlich, weil auch dies zu klobig und unförmig aussieht. Es ist besser als die erste Apple, aber noch immer nicht schön. Schade ...

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  2. von Dirk am 11.01.2014 (16:19 Uhr)

    Oooops, da hat der Autokorrektor zugeschlagen. Statt Apple schrieb ich Pebble. Warum es zuerst nicht korrigiert wurde, weiß ich nicht ...

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  3. von Moritz Stückler am 12.01.2014 (19:53 Uhr)

    @ Dirk: Hilft dir das vielleicht weiter? http://imgur.com/6RYogUR

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  4. von Dirk am 13.01.2014 (08:21 Uhr)

    Ja. :-)
    Vielen Dank!

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