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CES-Hostessen im Fokus: Sind „Booth Babes“ noch zeitgemäß?

Die Diskussion über das Richtig oder Falsch der „Booth Babes“ auf Technik-Messen wie der Consumer Electronics Show () entbrennt erneut. Während Kritiker das Ende der kaum bekleideten Messe-Hostessen fordern, belächeln die Befürworter das Engagement und verweisen auf langjährige Traditionen sowie verkaufsfördernde Effekte.

CES-Hostessen im Fokus: Sind „Booth Babes“ noch zeitgemäß?

Mit einem Videobeitrag zur CES 2012 entfachte die BBC im vergangenen Jahr eine Diskussion über das Für und Wider von “Booth Babes“. In der Technik-Industrie tätige Frauen wie Molly McHugh kamen ebenso zu Wort wie die Veranstalter und Hostessen. Es wurde deutlich, welchen Eindruck die schmal bekleideten „Booth Babes“ hinterlassen und mit welch perfiden Angeboten sie während ihrer Arbeit konfrontiert werden. Das Gesamtbild lieferte ohne Zweifel ordentlich Zündstoff für die folgende Diskussion.

„Booth Babes“: Völlig legitim oder voll daneben?

In einem Folgebeitrag zur CES 2013 zeigt sich, dass auf ein ganzes Jahr Bedenkzeit wenig Änderungen folgten. Ganz im Gegenteil: Das Videomaterial der BBC vermittelt den Eindruck, als würden die beteiligten Technik-Unternehmen Hostessen in diesem Jahr noch öfter mit noch weniger Bekleidung auf ihren Messe-Ständen einsetzen. Auch eine fehlende Reaktion der Consumer Electronics Association (CEA), die als Veranstalter der CES fungieren, wird kritisiert.

Dieser Ausschnitt aus dem BBC-Beitrag zeigt den plakativen Einsatz der „Booth Babes“.

Die Interessen der beteiligten Parteien sind klar: Während die einen das veraltete Frauenbild kritisieren, argumentieren die anderen mit dem vermeintlichen Interesse des Publikums und deklarieren Messe-Hostessen als Instrument des Marketing. Doch wie stehen die Endverbraucher zum Krisenthema „Booth Babes“? Ist der Einsatz leicht bekleideter Messe-Hostessen ein unglückliches Überbleibsel längst vergangener Zeiten und lässt einen Aussteller vielleicht sogar unseriös wirken oder der rechtmäßige Versuch von Unternehmen, die notwendige Aufmerksamkeit für ihre Produkte und Dienstleistungen zu generieren? Wir hoffen auf rege Teilnahme an unserer kleinen Umfrage und eure Meinungen in den Kommentaren.

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4 Antworten
  1. von Anja am 10.01.2013 (12:24 Uhr)

    Bei Messen wie der IAA, der Tuning World etc mag das ja noch funktionieren, aber an sich ist das m.E. nach genauso out wie Gogos in Clubs. Aber bei den Großraum-Dissen mit Autobahnnamen muss es wohl immer noch sein, so wird es auch bei den einschlägigen Messen in Zukunft nicht aufhören.
    Wir haben bisher zwar bei einigenMesseauftritten mit Messehostessen gearbeitet, die waren aber nicht leicht bekleidet. Wir haben sie viel mehr nach ihrem Witz, Charme und ihrer Offenheit selektiert und haben über den Weg wesentlich mehr interessierte Besucher auf den Stand bekommen.
    Man muss sich eben immer im Klaren sein: will man interessierte Besucher oder will man sabbernde Gaffer?

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  2. von MatthiasA am 10.01.2013 (16:02 Uhr)

    Die Umfrage ist dürftig, denn ich würde da beides ankreuzen (wollen, geht ja technisch nicht).

    Warum? Messebabes finde ich überhaupt nicht problematisch, wenn Sie natürlich und dem Anlass entsprechend gekleidet sind. Das bedeutet für mich auf keinen Fall bauchfrei, Hot-Pant und Bikinioberteil, muss aber auch nicht der Hosenanzug und die weiße Bluse sein. Es sei denn, die Marke des Ausstellers erfordert dieses Outfit.

    Nehmen wir mal das Beispiel aus dem Video mit Xbox: Jeans und T-Shirt (Poloshirt, Bluse) wären da völlig okay, und dann finde ich den Einsatz von Messebabes als Hingucker nicht bedenklich. Solange die auch etwas zu den Produkten sagen können, idealerweise sogar selbst Verwender oder zumindest Befürworter der Produkte sind. So etwas habe ich in meiner Karriere schon öfters eingesetzt, aber die Damen bekamen dann immer eine intensive Schulung, so dass sie die FAQ selber beantworten können. Und da habe ich natürlich auch auf das äußere geachtet. Und auf Sprachkenntnisse.

    Es ist - gerade im B2B-Bereich - nicht leicht, Fachbesucher auf den Stand zu locken. Hemmschwelle und Reizüberflutung usw. Männer sind eher bereit, mit einer schönen Frau ins Gespräch zu kommen, als mit den Kollegen aus dem Vertrieb. Wir können nicht anders, das ist im Kleinhirn drin.

    Einfach nur schöne Frauen auf dem Stand verteilen wie Ausstellungsstücke nach dem Motto "Sex sells" ist meiner Meinung nach überholt und sollte kein Hersteller mehr machen. Gerade auf diesen angesprochenen Autoshows sieht das meiner Meinung nach richtig dumm aus.

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  3. von Andreas Frank am 10.01.2013 (16:15 Uhr)

    Die Frage, ob Ja oder Nein, ist doch komplett unwichtig. Es gibt sicher genügend andere Punkte zu diskutieren, was eine Messe anregend, erfolgreich, inspirierend, etc. macht. Wenn jemand die Damen buchen möchte und es sich dafür welche finden, so what? Und wem es nicht gefällt, man(n) muss da nicht hinschauen. :-)

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  4. von Leman am 11.01.2013 (09:49 Uhr)

    Wenn ich auf einem Messestand textilarme Booth Babes sehe, weiß ich direkt, dass das Produkt nix taugt.

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