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Welcome to Chaosdorf: Zu Besuch im Düsseldorfer Hacker-Paradies

Welcome to Chaosdorf: Zu Besuch im Düsseldorfer Hacker-Paradies

Wie leben eigentlich Hacker, woran glauben sie und wie kann man selbst einer werden? Ein Besuch bei einem Hacker im Chaosdorf in Düsseldorf, der sich lange für einen Außerirdischen hielt. Bis er merkte, dass er doch nicht allein auf dem Planeten ist.

Welcome to Chaosdorf: Zu Besuch im Düsseldorfer Hacker-Paradies

Du brauchst nicht mehr als einen Nickname und eine Portion gesunde Neugier, um im Chaosdorf zum Hacker zu werden. Geh’ zum Plenum, immer Dienstags, um deine eingespielten Systeme aufzubrechen. Nenn’ dich zum Beispiel Fab oder Toennie und versuch’, deine Gehirnwindungen auseinander zu zwirbeln und neu zusammenzulöten.

Gehirnwindungen auseinanderzwirbeln und neu zusammenlöten

„Verehrte Hacker, Häcksen, Hackepeter, Hackesusis, Hackebeile“, sagt einer, „wir beginnen ganz traditionell: Mit der Vorstellungsrunde. Ich bin Nomaster“. Nomaster macht Freifunk, Netzwerk und kocht vegan. Er trägt ein lilafarbenes T-Shirt, auf dem Friedenstauben aus einer Diskette fliegen. Derf macht „Dinge mit Strom, Spannung, Silicon und Schokolade“. Dodo knallt sich gern den Kopf mit Mathe und hackt gerade seinen Alltag, indem er mit dem Trinken anfängt. Und der neben ihm macht 3D-Druck, „außerdem viel Solaris-Zeug, schlechten Film und Süßkram.“

Dann lass’ deine Sprache hacken und deinen Humor. „Zu den Sägeblättern habe ich ein Update“, erzählt irgendwer, „die neuen wurden gedroppt heute.“ Ein Glück, sagt Nomaster, aber auch mit „ungelabelten Dingen“ sollte pfleglich umgegangen werden. Außerdem suche der gelbe Tacker neue Nadeln. „Welcher gelbe Tacker – der blaue?“ fragt jemand, „anscheinend wechselt der Tacker die Farbe on random“. Alle lachen, Du auch.

„Nenn’ dich zum Beispiel Fab oder Toennie und versuch’, deine Gehirnwindungen auseinander zu zwirbeln und neu zusammenzulöten.“ (Foto: Flickr / fibre0815)
„Nenn’ dich zum Beispiel Fab oder Toennie und versuch’, deine Gehirnwindungen auseinander zu zwirbeln und neu zusammenzulöten.“ (Foto: via flickr, mit freundlicher Genehmigung von fibre0815)

„Keine Angst. Du musst das nicht alles verstehen.“

.Nomaster arbeitet sich durch die Tagesordnung. Welches Thema gab’s beim letzten Freitagsfoo? „Den Turbokapitalistenvortrag“, erzählt einer, „und einen Vortrag von Shezi mit der Conclusio, dass Wahrscheinlichkeit für’n Arsch ist.“ Wer macht den Zeremonienmeister beim nächsten Foo, fragt Nomaster? Dodo sagt „dev null fix me“ und macht ein Gesicht, das aussieht wie Nein. „Fix me“, sagt einer und nickt, damit wird er Host. „Danke“, sagt Nomaster, „für den massiven Input.“

Keine Angst. Du musst das nicht alles verstehen. Aber es verstehen zu wollen kann dir helfen. Dann gibt Nomaster dir gern eine Führung. Durch’s Chaosdorf in der Düsseldorfer Hüttenstraße, einen sogenannten „Erfa“ des Chaos Computer Clubs (CCC). Erfa steht für Erfahrungsaustauschkreis, was nach der Zeit klingt, in der der CCC gegründet wurde, 1981, also gefühlt vor Jahrhunderten. Gemeint ist mit Erfa, so formuliert es der CCC selbst, ein „Treff der lokalen Hackerschaft.“

Die Tür zum Chaosdorf steht jedem offen

Die lokale Hackerschaft des Chaosdorfs sind rund 80 Mitglieder. Auch du kannst dazugehören, wenn du dich als vertrauenswürdig erweist. Deswegen ist die Tür zum Chaosdorf erst einmal offen für dich. Das Plenum ist öffentlich, genau wie der Freitagsfoo, bei dem es um neue Technologien gehen kann oder jemand die Geschichte des deutschen Fliesentischs referiert. Foo kommt von Fubar, sagt Nomaster, was so viel heißt wie „fucked up beyond all repair“ – für immer kaputt.

Du darfst in der Küche kochen, dir aus dem Kühlschrank eine Club-Mate nehmen, im Maschineraum was löten, dich im Hinterzimmer aufregen, wieder runterkommen, chillen und dort auch eine rauchen. Vielleicht darfst du das selbst gebraute Bier probieren. Du kannst dir von drill den 3D-Drucker erklären lassen und, warum Teile des menschlichen Körpers sich so schlecht damit nachdrucken lassen: weil er so hohl ist.

Ein bisschen wie früher an der Uni: Raum im Chaosdorf im Düsseldorf. (Foto: via flickr, mit freundlicher Genehmigung von  fibre0815)
Ein bisschen wie früher an der Uni: Raum im Chaosdorf im Düsseldorf. (Foto: via flickr, mit freundlicher Genehmigung von fibre0815)

Du kannst selbst was basteln und vielleicht auch die Säge ausleihen. Dich in den Flauschkissen auf der Treppe ausruhen. Oder halt Mete beim Auffüllen das Mate-Vorrats helfen. Oder du setzt dich ins Hackcenter – mehrere lange Schreibtische, an denen die Hackschaft hinter Bildschirmen sitzt. Irgendwer ist meistens da, manchmal auch nachts. „Wenn die Leute ihre Projekte durchziehen wollen“, sagt Nomaster, „dann kann das halt dauern.“

Es kommt auf die Ideen an, nicht auf die Köpfe

Nomaster heißt im richtigen Leben Micoto Szillat, genannt Mic, und ist freiberuflicher Systemadministrator. Er hat Informatik und Philosophie studiert und wer mit ihm spricht, merkt, dass beides für ihn zusammengehört. „Technische Strukturen“, sagt Nomaster, „prägen die gesellschaftlichen.“ Er nutzt und putzt oft die Küche im Chaosdorf, eine Tätigkeit, die dem Job des SysAdmins nicht ganz unähnlich ist. „Der Hackerspace ist immer dreckig“, sagt Nomaster, „und im System ist immer was kaputt.“

„Der Hackerspace ist immer dreckig. Und im System ist immer was kaputt.“

Um einen Termin mit Nomaster am Telefon auszumachen, musst du dich erst einmal selbst als Hacker beweisen. Du musst nämlich Nomasters Alltag hacken. Denn Nomaster macht Zeitpläne mit den Dingen, die er tun will, und den Dingen, die er prokrastinieren will. Marudor sagt deswegen über Nomaster, dass der immer im Stress sei, das sei sein Markenzeichen. „Jede Störung bringt meinen Alltag durcheinander“, sagt Nomaster selbst und erklärt sein Input-Output-Schema: „Halte dich nicht mit Floskeln auf. Sag’ einfach gleich was du willst und bis wann du es brauchst.“ Einen guten Output kriegst du hin, wenn du Grünkernschrot und Soja-Schnitzel mitbringst. Für gemeinsam „Chili Supernova“ kochen mit Nomaster, weil Soja und Grünkern vegan sind und weil Nomaster Veganer ist. Dazu Club Mate trinken. Und: Große Portion, denn Hacker sind halt hungrig und Hunger haben ist halt Kacke.

Wichtiger Hinweis am Fenster zum Chaosdorf. (Foto: Jens Tönnesmann)
Wichtiger Hinweis am Fenster zum Chaosdorf. (Foto: Jens Tönnesmann)

„Es kommt auf die Ideen an“, sagt Nomaster und holt den Reiskocher aus dem Schrank, „nicht auf die Köpfe.“ Nomaster ist bescheiden, im Kollektivbetrieb Chaosdorf ist er nur einer von vielen, die alle anders sind, und mitnichten alle Veganer wie er. Und doch ist er einer, den du kennen lernen solltest, wenn du verstehen willst, was Hacker sind. Nomaster zitiert laufend andere Hacker. Zum Beispiel: Wau Holland, einen der Mitgründer des CCC und auf Hackerweise legendär. „Wenn meine Oma das heiße Wasser für den Kartoffelbrei mit der Kaffeemaschine warm macht“, sagt Nomaster und wirft die Soja-Schnitzel in die Pfanne, „dann ist sie laut Wau Holland ein Hacker.“

„Ich habe früher immer gedacht, ich komme von einem anderen Planeten“

Du kannst mit Nomaster darüber diskutieren, was digital heißt und was Informationen von Daten unterscheidet. Während du den Knoblauch presst und er die schwarzen Bohnen aussortiert, erklärt er dir, wie er das Gewürzregal digital inventarisiert hat. Nomaster kennt die Hackerethik des CCC so gut wie ein Priester die Bibel. Zum Beispiel den Satz, dass du einen Hacker danach beurteilen sollst, was er tut, und nicht nach Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht.

„Es ist die Meta-Ebene“, sagt Nomaster und spült die Knoblauchpresse, „die uns Hacker verbindet.“

Nomaster alias Micoto Szillat in der "Dorf-Küche": „Wenn meine Oma das heiße Wasser für den Kartoffelbrei mit der Kaffeemaschine warm macht, dann ist sie laut Wau Holland ein Hacker.“ (Foto: Flickr / fibre0815)
Nomaster in der „Dorf-Küche“: „Wenn meine Oma das heiße Wasser für den Kartoffelbrei mit der Kaffeemaschine warm macht, dann ist sie laut Wau Holland ein Hacker.“ (Foto: Mateusz Pomietlo)

„Aussehen, Herkunft, Geschlecht: Im Chaosdorf spielt das alles keine Rolle.“

Diese Meta-Ebene hat Nomaster angelockt – erst ins Netz und dann ins Chaosdorf. Schon als Kind ist er fasziniert gewesen von allem, was eine Bedienoberfläche hat. Deswegen hat er als kleiner Junge die Alarmanlage bei Freunden angeschaltet. Auch eine Art Hack, weil so nicht im System vorgesehen. Das Chili blubbert und Nomaster erzählt, dass er als Kind und Jugendlicher das Gefühl hatte, von einer Kultur umgeben zu sein, die nicht seine ist. Mit gesellschaftlichen Regeln und Absprachen, die er nicht kennt und nicht kennen sollte. Weswegen er ausgeschlossen war und gemobbt wurde. „Ich habe früher immer gedacht, ich komme von einem anderen Planeten“, sagt Nomaster.

Ein „Schutzraum für Nerds“

Erst über Internet und den IRC, eins der ersten Chatforen im Netz, fand Nomaster Leute, die eher waren wie er – Nerds. Der Computer wurde seine universelle Maschine, Vernetzungs-, Spiel- und Arbeitsgerät. Nomaster merkte, dass er per Text besser kommunizieren kann als per Telefon. Nomaster würde jetzt gern Bitterschokolade ins Chili werfen zum Verfeinern, aber die gibt das Gewürzregal nicht her; ein guter Hack für das Problem fällt ihm nicht ein. Der Grünkern setzt an.

Selbst gebrautes Bier im Chaosdorf. (Foto: via flickr mit freundlicher Genehmigung von  fibre0815)
Selbst gebrautes Bier im Chaosdorf. (Foto: via flickr, mit freundlicher Genehmigung von fibre0815)

„Vor gut zehn Jahren landete er im Chaosdorf wie ein Spaceshuttle auf der Raumstation.“

Vor gut zehn Jahren landete Nomaster im Chaosdorf wie ein Spaceshuttle auf der Raumstation. Er merkte, dass er gar kein ein Außerirdischer ist, sondern eher jemand, der aus der Zukunft kommt, wie er sagt. Einer Zukunft mit „total emanzipierten Menschen, die sich alle nicht diskriminieren, sich für Technik interessieren, an Forschung und Fortschritt interessiert sind.“ Der Hackerspace wurde für ihn der Ort, der diesem Ideal am nächsten kommt: Ein kollektiv betriebener „Schutzraum für Nerds“, ein Raum ohne Hierarchien. „Dahinter steht die Idee, die Gesellschaft nicht von oben, sondern von unten zu formen“, sagt Nomaster und es ist kein Zitat von Wau Holland aber ebenso gut, „nicht durch Staat, sondern durch Infrastruktur. Nicht durch Politiker, sondern durch Ingenieure. Nicht durch Leute, die anderen etwas vorschreiben – sondern durch Leute, die anderen helfen.“

Live-Hacks? Keine Chance.

Lass’ dir die Utopie, von der Nomaster erzählt, auf der Zunge zergehen und deine Geschmacksnerven werden gehackt. Auch vom Chili, denn das ist jetzt fertig. Marudor und Fox sind auch da, sie nehmen sich einen Teller. „Den Mais“, sagt Nomaster, „den streue ich immer erst am Ende drüber.“ Das ist kein Hack, sondern ein ziemlich guter Tipp, wenn das Chili schmecken soll. Nomaster wird dir nichts vorenthalten, weder Tipps, wie du dein Notebook verschlüsselst oder dich bei Hausdurchsuchungen verhältst, noch seine Saitan-Bratlinge. Du kannst dich mit ihm zum Critical Mass verabreden, ein Event, bei dem sich Radfahrer zur unhierarchischen Protestfahrt treffen. Wenn eine Demo gegen den Überwachungsstaat stattfindet, dann kannst du ihn sicherlich dort treffen.

Nur eins kriegst du von ihm nicht: Live Hacks. „Machen wir nicht“, sagt Nomaster. Obwohl immer wieder Leute fragen, ob die Chaosdorfler nicht die Mailbox von irgendwem hacken könnten, zum Beispiel die von der Ex-Frau. Keine Chance. „Wenn ich in ein fremdes System eindringe und ich das nicht darf, ist das schnell eine Straftat“, sagt Nomaster, „und wenn ich dann private Daten auf den Bildschirm kriege ist das noch schlimmer; das ist in unseren Kreisen nur in Ausnahmen akzeptiert: bei Nazis.“

Nomaster serviert im Düsseldorfer Chaosdorf veganes Chili. (Foto: Jens Tönnesmann)
Nomaster serviert im Düsseldorfer Chaosdorf veganes Chili. (Foto: Jens Tönnesmann)

„Wenn du dich schützen willst, musst du die Angriffsszenarien kennen.“

Das Chili könnte schärfer sein, zum Glück gibt es Tabasco. Marudor, beruflich ebenfalls Systemadministrator, erzählt, wie er bei Geburten von Kälbern dabei war, wie man der Mutterkuh hilft, wenn das Kalb falsch herum liegt und wie tote Kälber ihre Gliedmaßen von sich strecken. Nomaster sagt, er habe wenig Respekt vor Leuten, die Tiere aus dem Supermarkt essen, ohne mal drüber nachgedacht zu haben. Wenn, dann sollte man sich wenigstens bewusst dafür entscheiden. Marudor ergänzt, dass auf Smartphones Passwörter von E-Mail-Accounts im Klartext gespeichert werden; es sei trivial, an die Daten zu kommen. Nomaster sagt, dass du die Angriffsszenarien kennen musst, wenn du dich schützen willst. Verschlüssele zum Beispiel dein Notebook, für den Fall, dass es gestohlen wird oder du es verlierst. „Und wenn du dich in Systeme hackst, dann mach’ das anonym“, sagt Nomaster, „und wenn niemand daneben sitzt.“

Ein eigenes Startup – warum nicht?

Du musst damit rechnen, dass Nomaster dich nicht mitspülen lässt, wenn das Essen gegessen ist. „Stell’ dich am besten nur daneben und unterhalte dich“, sagt Marudor. Während Nomaster den Gasherd und den Topf schrubbt, erzählt er dir von dem Startup, das er gründen will. Er will Internet Service Provider werden, so etwas also wie die Telekom, nur eben sicher. Mit verschlüsselter Verbindung und freier Software, damit die Daten geschützt sind. Die Chili-Reste hat er auf zehn Teller verteilt, denn der Tag ist noch lang im Chaosdorf und die Hacker haben Hunger.

Hat das Essen geschmeckt? dann kannst du den Koch Nomaster mit Bitcoins bezahlen. (Foto: Jens Tönnesmann)
Hat das Essen geschmeckt? dann kannst du den Koch Nomaster mit Bitcoins bezahlen. (Foto: Jens Tönnesmann)

Du gehst, dein Bauch ist voll und die Strukturen in deinem Kopf sind gehackt. Du weißt jetzt, dass eine neue Gesellschaft auch anders funktionieren kann und dass es Menschen gibt, die sie bauen und leben. Du hast Nomaster kennen gelernt, der zwar nur einer von vielen Hackern ist, aber einer, von dem du viel übers Hacken und die Hackerkultur lernen kannst. Du weißt jetzt, wie schlecht dein Notebook gegen die gängigen Angriffsszenarien geschützt ist und was Foo bedeutet. Du hast immer noch keine Ahnung von der Programmiersprache Python und könntest auch mit einem Arduino in deinen Händen nicht viel anfangen.

Und trotzdem kommst du bestimmt wieder.

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13 Antworten
  1. von dannywoot am 01.01.2015 (15:40 Uhr)

    Ganz toll geschrieben. Der schönste Artikel, den ich bislang auf t3n gelesen habe. Respekt, Jens. Ich hab zwar nicht viel mit Hacking am Hut, aber das hat echt Spaß gemacht. :)

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  2. von Thomas Döring am 01.01.2015 (17:35 Uhr)

    Das ist eher die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie samt Insassen, wenn ich das so lese. Und "Nazi" ist bei manchen ja eh alles, was nicht Antifa oder zumindest linksextrem ist. Man sollte dieses Chaosdorf mit den Berliner Piraten verheiraten, eine Mauer drum bauen, von oben mit Beton versiegeln und dann den ganzen Quatsch in der Tiefsee versenken :P

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  3. von Thomas Döring am 01.01.2015 (19:31 Uhr)

    „Aussehen, Herkunft, Geschlecht: Im Chaosdorf spielt das alles keine Rolle.“

    Psychische Störungen offenbar auch nicht. Gute Besserung! :D

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  4. von yrthy am 02.01.2015 (00:11 Uhr)

    Leider wurden viele Gegebenheiten/Zitate im Chaosdorf nicht mit Einverständnis (oder Wissen) der Anwesenden "recherchiert". Daher moralisch wohl eher ein Blindgänger der Artikel

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    • von Jens am 02.01.2015 (00:35 Uhr)

      Hallo Yrthy,
      danke für dein Feedback. Das Plenum, über das ich am Anfang schreibe, war öffentlich. In eurem Wiki ladet ihr explizit Nicht-Mitglieder dazu ein. Das finde ich sehr sympathisch und ich fände es schade, wenn es anders wäre.
      Unmoralisch wäre es aus meiner Sicht, wenn ich a) Dinge aus einer internen Veranstaltung verbreitet hätte oder b) Dinge verfälscht wiedergeben würde, aber ich habe Wert drauf gelegt, euer öffentliches Plenum authentisch rüber zu bringen. Ganz einfach. Ich habe niemandem auf den Monitor gespinxt oder Gespräche belauscht, die nicht öffentlich waren.
      Im Anschluss habe ich mich übrigens sehr wohl zu erkennen gegeben und mich mit einigen Mitgliedern bei euch länger unterhalten und erzählt, was ich tue, dass ich beim Plenum da war usw. Da hat mir niemand signalisiert, dass das ein Problem sein könnte.
      Nochmal: Mir ging es um eine authentische Geschichte, nicht um eine autorisierte Version der Wirklichkeit.
      viele grüße
      jens

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      • von Thomas Döring am 02.01.2015 (02:47 Uhr)

        So klingt der Artikel auch, Jens. Du warst bei einem Plenum dabei, hast Dir einen - vermutlich den einzigen, der mit Dir überhaupt reden wollte - für ein paar Zitate rausgefischt und drumherum Deinen Blödsinn gestrickt. Warst Du mal Praktikant oder Volontär bei der BILD?

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    • von Thomas Döring am 02.01.2015 (02:44 Uhr)

      Ich kann Dich verstehen. Mir wäre diese Art der Außendarstellung auch mehr als peinlich. Hat alles viel von irgendwelchem sinnfreien Hipster-Unsinn, der bei der T3N immer häufiger Website und Seiten füllt. Nomaster war da offenbar eine leichte Beute für den Schreiberling.

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  5. von Leistung und Know-How am 02.01.2015 (13:56 Uhr)

    Mit Leistung und Know-How wird man oft gemobbt und findet keine Arbeit.
    Systemadministrator ist angesichts des (angeblichen) Fachkräftemangels und des Leistungspotentials schade.
    Sinnvolle Software muss man in der Freizeit programmieren so lange man noch kann.
    Schade das solche Gruppen nicht gezielt demokratisierende Softwareprojekte realisieren.

    Siehe das Zitat "autorisierte Version der Wirklichkeit. ". So sehen nämlich viele Geschichten aus. Siehe Verhalten der Gaming-Industrie bei schlechten Tests.

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  6. von Heinz am 02.01.2015 (14:01 Uhr)

    „Aussehen, Herkunft, Geschlecht: Im Chaosdorf spielt das alles keine Rolle.“
    ...solange du auf * Linie bist!
    Wie beim Bund.

    * (links(extrem)-/Gender)

    Antworten Teilen
  7. von Shiny am 05.01.2015 (19:14 Uhr)

    Finde den Artikel eher befremdlich. Mein erster Gedanke nach dem Lesen: "Na toll, wo war jetzt die Information"? Dass man Mais erst zu Ende aufs Chili streuen soll?

    Schön, dass die Nerds hier nen Schutzraum haben, aber fangen sie dort was Sinnvolles an, außer Grünkernbulleten zu brutzeln? Was sind die am Rande kurz erwähnten Projekte? Geht die Weltverbesserung auch über die reine Diskussion und das Putzen der Küche hinaus?

    Dieser Satz hier hat mich am meisten irritiert: "Zum Beispiel den Satz, dass du einen Hacker danach beurteilen sollst, was er tut, und nicht nach Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht."
    Ich dachte, so gehe ich schon jetzt mit allen Menschen um? Was hat das mit Hackern zu tun? Wo ist das besonders oder aufgeschlossen?

    Ich würde mich freuen, was über das Chaosdorf zu lesen. Allerdings dann nicht im Rahmen eines Kochrezeptes. Gewürzt mit konkreten (verständlichen) Aussagen darf es aber dennoch gerne sein.

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    • von Thomas Döring am 06.01.2015 (02:27 Uhr)

      @Shiny:
      Damit bist Du nicht alleine. Der Artikel ist Geschwätz wie ein Mix aus Berliner Piraten und Antifa, zweifelhaft bis schwachsinnig.

      "Verschlüssele zum Beispiel dein Notebook, für den Fall, dass es gestohlen wird oder du es verlierst."

      Bitlocker läßt grüßen, dadurch wird man nicht zum Hacker.


      "Und wenn du dich in Systeme hackst, dann mach’ das anonym und wenn niemand daneben sitzt."

      Ach, echt? Ich dachte immer, ich mache das wie ein Einbrecher mit Marschmusik, Flutlichtanlage und Video auf Youtube - und hinterlasse meine Visitenkarte.


      "Wenn ich in ein fremdes System eindringe und ich das nicht darf, ist das schnell eine Straftat und wenn ich dann private Daten auf den Bildschirm kriege ist das noch schlimmer; das ist in unseren Kreisen nur in Ausnahmen akzeptiert: bei Nazis."

      Ach, und wer Nazi ist, bestimmt wer? Kommt ein bisschen spät oder waren vielleicht "Neo-Nazis" gemeint? Die alten werden wohl kaum im Internet rumpoltern und die meisten davon kann man wohl bestenfalls noch auf dem Friedhof "hacken"...

      Seit wann sind diese sogenannten "Hacker" eigentlich so übel in Antifa-Manier mental versifft und bescheuert geworden? Früher waren das mal kluge Köpfe, Avantgarde und bunt gemischt, mittlerweile scheint da eine linke, vielleicht gar linksextreme Monotonie Einzug erhalten zu haben, die jeglichen Geist und jegliche Kreativität erstickt.

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      • von heinz_ am 08.01.2015 (17:21 Uhr)

        "Seit wann sind diese sogenannten "Hacker" eigentlich so übel in Antifa-Manier mental versifft und bescheuert geworden?"

        Ist seit einigen Jahren immer schlimmer geworden, gerade im Führungspersonal.

        "Früher waren das mal kluge Köpfe, Avantgarde und bunt gemischt,"

        Die gibt es zum Glück immernoch nur, dass sie sich leider (noch) nicht weiter organisiert haben um Linksradikale und Genderisten rauszuwerfen.

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