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Algorithmus erkennt deinen Charakter anhand von Facebook-Likes

Algorithmus erkennt deinen Charakter anhand von Facebook-Likes

Britische und US-Wissenschaftler haben einen Algorithmus entwickelt, der anhand von Facebook-Likes auf die wesentlichen Charakterzüge der Nutzer schließen lässt.

Algorithmus erkennt deinen Charakter anhand von Facebook-Likes

Du bist, was du likest. (Foto: Denis Dervisevic / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Facebook-Likes lassen tief blicken. Das gilt nicht nur, wenn Nutzer Seiten oder Kommentare mit eindeutigem Background liken. Ein Team von Wissenschaftlern der Unis Stanford und Cambridge hat 86.000 Menschen einen Fragebogen ausfüllen lassen, um deren wichtigste Charakterzüge (Big Five) herauszufinden. Diese Daten wurden dann mit ihren Facebook-Aktivitäten in Verbindung gesetzt (Studie).

Facebook-Likes: Maschine schlägt Ehepartner

Mit nur 100 bis 150 Facebook-Likes konnte der von den US-Wissenschaftlern entwickelte Algorithmus schließlich die wesentlichen Charakterzüge besser erkennen als Freunde, Familie und sogar der eigene Ehepartner. 2013 hatte das selbe Team bereits herausgefunden, dass Facebook-Likes persönliche Informationen wie die sexuelle Orientierung verraten können.

Facebook-Likes enthüllen Charaktereigenschaften. (Foto: Denis Dervisevic / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Für Youyou Wu, eine der Studienautorinnen von der Uni Cambridge, ist das Ergebnis überraschend: In früheren Studien habe sie bereits untersucht, wie genau Menschen die Charaktereigenschaften ihres Gegenübers einzuschätzen, nur um nun herauszufinden, dass Maschinen das viel besser können – einfach auf der Basis von Facebook-Likes.

Bewerber aussieben mit Hilfe von Facebook-Likes

Ein möglicher Einsatzort der Technologie findet sich etwa in Personalabteilungen, wenn es darum geht, Bewerber auszusieben, um passende neue Angestellte zu finden. Dort werden bereits kurze Persönlichkeitstest angewendet. Neben Facebook-Likes könnten viele weitere Daten genutzt werden, etwa, welche Websites angesurft oder welche Geschenke gekauft werden.

Eine solche Technologie, die künftig eventuell zahlungskräftigen Kunden angeboten werden könnte, birgt natürlich auch Gefahren, vor allem was den Datenschutz angeht. Im Idealfall möchte man Kontrolle über persönliche Daten. Bei der Analyse von Facebook-Likes ist es aber im schlimmsten Fall möglich, dass die Ergebnisse per Knopfdruck über der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

via www.newscientist.com

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4 Antworten
  1. von Faycie am 14.01.2015 (00:22 Uhr)

    Wer immer noch dort alles hineinschreibt muss sich dann ja im Zweifelsfall später auch nicht wundern.

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  2. von nstueken am 16.01.2015 (09:56 Uhr)

    Sehr interessiert, aber wo bitte ist die Quelle bzw. der Link zur Studie?

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  3. von Jörn Brien am 16.01.2015 (10:05 Uhr)

    Link zur Studie: http://www.pnas.org/content/early/2015/01/07/1418680112 Baue ich auch in den Artikel ein. Danke für den Hinweis

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  4. von nstueken am 16.01.2015 (17:25 Uhr)

    Super, danke Dir :)

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