China fördert verstärkt Open Source

Die chinesische Regierung fördert verstärkt die Ausbildung in Sachen Open Source an den Universitäten des Landes und unterstützt den wachsenden Markt für Linux & Co. Geschätzte 100.000 Studenten werden künftig pro Jahr Linux-Zertifikate erwerben.

Seit 2005 fördert die chinesische Regierung gezielt Open-Source-Gemeinschaften, seit 2006 gibt es ein Trainings- und Ausbildungszentrum für , betrieben von der "Leadership of University Promotion Alliance" (LUPA) und dem "Zhejiang Technology Institute of Economy" (ZJTIE). Hier konnten Studenten zunächst in 48-stündigen Kursen Zertifikate als "Linux Operator" oder "Linux System Administrator" erwerben. Dieses System wird jetzt erheblich ausgebaut: 300 chinesische Universitäten sind beteiligt, neun Zertifikate stehen zur Auswahl. Die LUPA schätzt, dass jährlich 100.000 Studenten diese Kurse belegen werden.

Wie der chinesische Journalist Chen Nan Yang auf Linux.com berichtet, boomt der Open-Source-Markt in China. Laut CCIDConsulting steigerte er sich im Jahr 2007 um 17,1 Prozent. Der Linux-Markt wuchs in diesem Zeitraum um 20,2 Prozent. Allerdings bewegt er sich insgesamt wohl auf niedrigem Niveau - das jedenfalls legen die Kommentare zu Chen Nan Yangs Artikel nahe.

Auch jenseits von Zertfikaten gebe es eine aktive und von der Regierung geförderte Open-Source-Community, berichtet der Journalist weiter. Dazu gehörten Konferenzen, Wettbewerbe und Festivals rund um Open Source. Noch sei das Thema allerdings neu und vielen Chinesen bleibe angesichts von 60-Stunden-Arbeitswochen zu wenig Zeit, um sich für freie Software zu engagieren. "Aber wenn sich das Open-Source-Bildungssystem weiter verbessert und mehr junge Menschen zu Open-Source-Profis werden, wird die globale Open-Source-Gemeinschaft von China profitieren", erklärt er.

[via Pro-Linux]

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