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Analyse

Der Chip in der Hand – bald vom Chef verordnet?

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Ich bin mein eigener Chef und hab‘s freiwillig getan. Aber ohne eine Community wie in Stockholm lässt sich damit eigentlich ziemlich wenig anfangen. Online-Shops wie Digiwell bieten allerlei Zubehör wie beispielsweise passende Schlösser, die man sich in seine Türen einbauen kann. Tüftler wie der niederländische Bodyhacker Patrick Paumen bauen auch schon mal ihr Auto so um, dass sie es mit ihrem Chip aufschließen und starten können. Die meisten haben im Alltag aber nur ein Gerät, das diese Chips überhaupt lesen kann: Ein NFC-fähiges Smartphone. Während iOS nur den hauseigenen Payment-Diensten Zugriff auf NFC gewährt, gibt es für Android zahlreiche Apps, mit denen sich die Tags lesen und beschreiben lassen.

Besonders interessant fand ich die App SmartPasslock, mit der es möglich wird, das Telefon per Chip zu entsperren. In der Praxis holte mich dann aber schnell die Realität ein: Ich brauche dafür zwei Hände, weil ich das Telefon mit der einen Hand an den Chip in der anderen Hand halten muss. In der U-Bahn mit Kaffeebecher und Einkaufstüte ist das sehr unpraktisch. Bei einigen Smartphones ist das NFC-Signal auch so schwach, dass man häufig ziemlich lange mit dem Gerät auf dem Handrücken herumfahren muss, bis der Chip endlich gelesen werden kann. Zu unpraktisch: schon nach wenigen Wochen kehrte ich zum einhändig wischbaren Entsperrmuster zurück.

Immerhin enthält meine Hand eine digitale Visitenkarte: meine Kontaktdaten im VCARD-Format. Wenn jemand also meine Karte möchte, bitte ich ihn oder sie, einfach mal mit dem Telefon über die Hand zu streichen. Android fragt dann nach, ob die Daten in den Kontakten des Telefons gespeichert werden sollen. Das funktioniert ganz gut, jedenfalls meistens.

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Eine Reaktion
Thomas

Wie schon erwähnt, hat man mit einem Chip unter der Haut wesentlich mehr Kontrolle über seine Daten als bei "herkömmlichen" Verfahren. Das wird den meisten eben erst dann bewusst, wenn man ihnen, wie im Beitrag ansatzweise geschildert, vor Augen hält, wie gut man sie bis jetzt schon tracken kann - OHNE dass man irgendeine Kontrolle über die eigenen Daten hat. im Gegensatz zu einem geklauten Portemonnaie, was idR genug "Stoff" enthält, um (zumindest online) die Identität stehlen zu können. Und da nützt auch nur das Sperren von Karten wenig bzw. schützt nur teilweise.

Aktuell gehen die meisten ja (noch) den Umweg über das Smartphone, was sie persönlich als sicherer empfinden... die Ironie dahinter wird den meisten erst dann bewusst, wenn's weg ist.

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