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Chrome Werbung: Google verstößt gegen die eigenen Richtlinien

    Chrome Werbung: Google verstößt gegen die eigenen Richtlinien
(Foto: tangi_bertin / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Google ist in der Vergangenheit rigoros gegen bezahlte Links vorgegangen, die sehr offensichtlich in eher inhaltslosen Artikeln platziert wurden. Jetzt scheint Google selbst gegen die eigenen Richtlinien zu verstoßen, um seinen Browser Chrome zu pushen.

„Sponsored by Google“

Bei SEO Book ist ein Artikel erschienen, der eine schon etwas peinliche Geschichte aufdeckt. Offenbar versucht Google mit gekauften Artikeln über den eigenen Browser Chrome seinen Marktanteil in diesem Segment zu steigern. Das hört sich zunächst nicht sonderlich skandalös an, gehören doch bezahlte Artikel zu den verbreiteten Marketingmaßnahmen im Netz. Doch dafür gibt es spezielle Richtlinien, die die schwarzen Schafe der Branche sichtbar machen sollen. Die Richtlinien für „Paid links“ stammen von Google und besagen unter anderem, das die Links auf „nofollow“ gesetzt werden müssen, wenn man Bestrafungen vermeiden will. Der Hintergrund ist ganz einfach: Google möchte so Manipulationen am eigenen Ranking verhindern.

Eine Suche nach „This post is sponsored by Google“ findet zahlreiche Beiträge über Chrome, mit denen Google gegen die eigenen Richtlinien verstößt.

Eigentlich sollten diese Richtlinien dann auch für alle und damit auch für Google selbst gelten, doch das scheint nicht immer der Fall zu sein. Eine Suche nach „This post is sponsored by Google“ fördert zahlreiche Artikel zu Tage, die zwar irgendwo im Text diesen Hinweis auf einen gekauften Artikel/Link beinhalten, bei denen die Links aber keinesfalls immer auf „nofollow“ gesetzt sind. Damit verstößt Google dann klar gegen die eigenen Richtlinien.

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Verstoß gegen die Richtlinien ein Versehen?

Die Frage, die sich nun nicht nur die SEO-Experten stellen: Ist der Verstoß absichtlich geschehen oder ist das alles ein Versehen? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn zunächst müsste man dazu definitiv wissen, ob die Kampagne direkt von Google in Auftrag gegeben wurde oder ob sie von einer Agentur gesteuert wurde. Sollten die Artikel von einer Agentur in Auftrag gegeben worden sein, könnte man Google noch zugute halten, dass man nicht jede Kampagne genau überwachen kann und sich letztlich auf die Arbeit der beauftragten Agentur verlassen müsse.

Dennoch bleibt ein Beigeschmack, denn Google hätte auch eine externe Agentur genau instruieren müssen, so dass alle gesetzten Links zum Chrome-Download auf „nofollow“ gesetzt werden.

Trotz der Kennzeichnung als „Sponsored by Google“ ist dies ein Verstoß gegen die Google Richtlinien für Paid Links, da der Link „Chrome“ nicht auf „nofollow“ gesetzt ist.

Auffällig ist auch das in den Artikeln platzierte Werbevideo. Statt es auf YouTube zu hosten, wird es von der Social Video Advertising-Plattform Unrulymedia.com ausgeliefert und ein Klick darauf führt per JavaScript-Link direkt zum Chrome-Download. Auch diese Links können die Crawler von Google mittlerweile recht gut lesen und verfolgen. Dadurch ist es sehr wahrscheinlich, dass Unruly auch hinter der Marketing-Kampagne für Chrome steckt und nicht Google selbst.

Für die Bewertung dieser gekauften Links dürfte das allerdings keine Rolle spielen, denn hier zählt allein das Ergebnis und nicht, wie es dazu gekommen ist. Google müsste jetzt eigentlich eingreifen und die künstlich hochgepushte Seite mit einem Penalty belegen.

Ob das aber tatsächlich so kommen wird, darf man sicherlich bezweifeln…

Weiterführende Links zum Thema Google Richtlinien:

Bildnachweis für die Newsübersicht: tangi_bertin / flickr.com, Lizenz: CC-BY.

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Eine Reaktion
Vincent

Aber wenn der Beitrag "Sponsored by Google" ist heißt das doch nur das der Publisher der Sponsored Posts den Beitrag nicht auf NoFollow gestellt hat. Indem fall würde doch der entsprechende Blog gegen die Regel verstoßen und nicht Google.

So seh ich das zumindest.. vlt. irre ich mich ja

Grüße
Vincent

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