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Chromecast (2015) und Chromecast Audio im Test

Googles Chromecast-Familie (Foto: t3n)

Mit dem HDMI-Streaming-Stick Chromecast hat Google 2013 einen absoluten Hit gelandet – in den letzten zwei Jahren konnten 20 Millionen Einheiten abgesetzt werden. Im September dieses Jahres ist der Nachfolger vorgestellt worden, der sich nicht nur äußerlich vom ersten Modell unterscheidet, auch im Inneren hat sich einiges getan. Doch nicht nur das: Zusätzlich zum Chromecast 2 hat Google auch die Audiolösung Chromecast Audio enthüllt. Wir haben beide Geräte ausprobiert.

Chromecast 2: Neues Design, neue Hardware, alte Funktionen

Mit der zweiten Generation des günstigen Streaming-Dongles, mit dem sich ordinäre Fernseher per HDMI-Ausgang zu regelrechten Smart-TVs umwandeln lassen, hat Google sich von der Gehäuseform eines Sticks verabschiedet. Die neueste Chromecast-Iteration des Geräts ist rund und der HDMI-Anschluss mit der restlichen Hardware über ein zehn Zentimeter langes HDMI-Flachbandkabel verbunden.

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Der neue Chromecast-Dongle ist in Rot, Gelb und Schwarz erhältlich. Das knallige Rot lässt sich mit der Kamera kaum einfangen. (Bild: t3n)

Auf den ersten Blick wundert man sich vielleicht über Googles Entscheidung, die Bauform zu ändern, sie ist aber dennoch sinnvoll. Denn für den Transport lässt sich das Gerät nun kompakter zusammenlegen, da der HDMI-Stecker mithilfe eines integrierten Magneten an den Korpus angeheftet werden kann. Zudem ist das Einstecken und Abziehen des Streaming-Geräts jetzt leichter. Die korpulente Form der ersten Chromecast-Generation erschwerte bei einigen Fernsehermodellen das unkomplizierte Anschließen an den HDMI-Port. Überdies kam es vor, dass der Stick  den Zugang zu weiteren Anschlüssen blockierte.

Für die Stromzufuhr ist wie beim Vorgänger ein microUSB-Port integriert, der entweder mit einem im Fernseher untergebrachten USB-Anschluss oder einem externen Netzteil verbunden werden kann. Erwähnenswert, aber nicht unbedingt relevant, da das Gerät zumeist ohnehin hinter dem Fernseher versteckt wird: Den neuen Dongle gibt es in den Farben Rot, Gelb und Schwarz.

Am Funktionsumfang hat sich nichts geändert. So ist es weiterhin möglich, Inhalte unterstützter Anbieter wie Netflix, YouTube, Watchever und Co. vom Smartphone, Tablet oder Computer auf den Fernseher zu übertragen. Hierbei fungieren Smartphone und Tablet lediglich als Fernbedienung – Filme, Videos und andere Daten werden ohne Umweg direkt über das WLAN-Netz auf den Chromecast geliefert. Außerdem wird weiterhin das Spiegeln des Smartphone- oder Tablet-Bildschirms unterstützt - vom PC aus kann ein Tab des Chrome-Browsers übertragen werden. Per Chromecast lassen sich außerdem Inhalte aus Google Präsentationen auf Displays und Fernseher übertragen.

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Chromecast 1 und Chromecast 2: Was sind die Unterschiede?

Abgesehen vom Design gibt es auch einige Unterschiede unter der Haube, denn der neue Chromecast unterstützt den WLAN-Standard 801.11 ac und 2,4 Gigahertz- beziehungsweise Fünf-Gigahertz-Netze. Auf diese Weise sind schnellere Ladezeiten gewährleistet – sofern ihr einen Dual-WLAN-Router besitzt.

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Googles Chromecast 2 besitzt im Unterschied zur ersten Generation ein Flachbandkabel mit HDMI-Post. (Bild: t3n)

Wie beim ersten Modell werden Inhalte nur bis Full-HD-Auflösung unterstützt. Entgegen diverser Gerüchte ist der 4K-Support noch nicht vorhanden. Als neues Chromecast-Feature sollte Fast Play nicht unerwähnt bleiben, wenngleich Entwickler diese Funktion noch in ihre Anwendungen integrieren müssen. Mithilfe von Fast Play soll der Ladeprozess von Inhalten beschleunigt werden.

Das Anschließen und die Inbetriebnahme des Dongles ist schnell erledigt und unkompliziert. Ihr werdet nach dem Einstecken des Chromecasts, dem Aufrufen des richtigen Kanals und dem Öffnen der Chromecast-App auf dem Smartphone oder Tablet, Schritt für Schritt angeleitet. Wer eine FritzBox 7490-Router sein Eigen nennt, könnte unter Umständen auf Probleme mit dem Verbindungsaufbau stoßen, zumindest hatte ich anfänglich Schwierigkeiten, das Setup erfolgreich durchzuführen.

Der HDMI-Stecker lässt sich per Magnet an den Korpus des Chromecast 2015 heften. (Bild: t3n)

Die meisten Nutzer dürften den Unterschied zwischen den beiden Chromecast-Generationen nicht wahrnehmen, allerdings macht er sich in einigen Situationen durchaus bemerkbar. So ist die Bildschirmübertragung ruckelfreier als noch beim Dongle der ersten Generation. Auch für Gamer dürfte der Leistungszuwachs ein Plus sein.

Lohnt das Upgrade von Chromecast 1 auf 2?

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Generationentreffen: Chromecast 1 (inks) und Chromecast 2. (Bild: t3n)

Wer einen Chromecast-Stick der ersten Generation besitzt, muss nicht zwingend umsteigen, es sei denn, ihr möchtet unbedingt einen roten oder gelben Dongle auf der Fernseher-Rückseite (nicht) sehen. Die Unterstützung von Fünf-Gigahertz-Netzwerken und ein allgemein besserer Empfang durch mehr Antennen unter der Haube könnten für den einen oder anderen aber vielleicht schon Grund genug für den Kauf sein.

Chromecast Audio: Tolles Gadget – nicht nur für portable Speaker

Mit dem Chromecast Audio hat Google einen weiteren Dongle ins Rennen geschickt. Dieser sieht beinahe genauso aus wie der Chromecast 2, mit dem Unterschied, dass die Front mit seinen Rillen beinahe so aussieht wie eine Schallplatte, ist aber nur dazu in der Lage, Audioinhalte abzuspielen. Der Audio-Dongle ist entsprechend dafür konzipiert, portable Lautsprecher – oder seine heimische HiFi-Anlage – mit Musik-Streaming-Inhalten via WLAN anzureichern, ohne dabei seinen Rechner dauerhaft betreiben zu müssen. Im Lieferumfang ist ein zehn Zentimeter langes Kabel mit 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse enthalten. Alternativ könnt ihr auch zu einem Toslink- oder 3,5-Millimeter-auf-Cinch-Kabel greifen. Diese müsst ihr euch aber selbst zulegen.

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Im Lieferumfang des Chromecast Audio sind ein gelbes, 10 Zentimeter langes Kabel mit 3,5 Millimeterstecker und ein USB-Kabel samt Ladegerät. (Bild: t3n)

Anlog zum regulären Chromecast wird die Audioversion per Smartphone oder Tablet gesteuert. Auch hier ist die Hauptanlaufstelle die Chromecast-App, selbstredend könnt ihr auch direkt Google Play Music oder die Spotify-App öffnen, Musik auswählen und Chromecast Audio als Ausgabequelle wählen. Neben den beiden Diensten werden außerdem Pocket Casts, Deezer, BBC iPlayer Radio und TuneIn-Radio unterstützt – letztlich lässt sich von allen Diensten streamen, die Google Cast unterstützen. Amazons Musik-Streaming-Dienst und Audible-Inhalte – letztere gehören auch zu Amazon –, können hingegen nicht wiedergegeben werden. Die Soundqualität über den Dongle ist zwar auch abhängig vom Ausgabegerät, absolute High-End-Qualität ist aber auch über die beste Anlage nicht zu erreichen. Audiophile mit anspruchsvollen Ohren würden aber ohnehin nicht zu Musikstreaming greifen – ich bin mit dem Klang aber absolut zufrieden.

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Sieht beinahe so aus wie eine etwas zu dick geratene Minischallplatte: Googles Chromecast Audio (ganz links). (Bild: t3n)

Die neue Chromecast-App mit integriertem App-Hub

Zur Installation der Chromecast-Geräte ist die überarbeitete Chromecast-App notwendig. Die neue Verson wirkt frischer, übersichtlicher und bietet zudem eine App-Übersicht für weniger erfahrene Chromecast-Nutzer. Die Anwendung ist in drei Reiter unterteilt: Im ersten befinden sich „Highlights“ – Apps, die auf dem Smartphone installiert sind und sich beim Antippen sofort öffnen. Der Reiter „Geräte“ liefert eine Übersicht verbundener Chromecast-Geräte. Hier könnt ihr unter anderem Geräteinformationen abrufen und diverse Einstellungen vornehmen. Das hier aufgelistete Feature „Gastmodus“, das Google vor einem Jahr vorgestellt hat, scheint immer noch nicht so zu funktionieren, wie es sollte. „Neue Apps“ bietet eine Übersicht von Anwendungen, die Chromecast-kompatibel und im Play Store verfügbar sind.

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Google Home
Entwickler: Google, Inc.
Preis: Kostenlos

Video- und Audio-Inhalte: Viele Anbieter mit Chromecast-Support

Die Anzahl der Anwendungen mit Chromecast- beziehungsweise Google-Cast-Unterstützung wächst stetig. Neben den Google-eigenen Apps wie Google Fotos, Google Chrome und YouTube bieten viele Video- und Musik-Streaming-Dienste mittlerweile die Möglichkeit an, Video- und Audio-Inhalte von Smartphone oder Rechner via Chromecast (Audio) auf TV-Geräte oder Musikanlagen zu übertragen. Zu diesen Apps gehören neben Netflix auch Watchever, Maxdome und viele weitere.

Chromecast: Amazon-Prime-Video-Support nicht dabei – offiziell. So geht's trotzdem

Ein großes Unternehmen ist allerdings nicht mit an Bord – und das ist Amazon mit seinem Video- und Audio-Angebot Amazon Prime. Der Grund dafür ist darin zu finden, dass das Unternehmen eigene Hardware in Form von Fire TV und Fire-TV-Stick besitzt und das Konkurrenzprodukt Googles nicht unterstützen möchte – der Stick wurde sogar aus dem Amazon-Angebot entfernt. Eine Übersicht der Geräte, die Amazons Streaming-Dienste unterstützt, findet ihr beim Amazon selbst.

Aber ihr könnt dennoch eure Prime-Videos per Chromecast streamen. Das geht aber nur über einen Umweg und zwar per direktem Streaming per Desktop-Chrome-Browser und der Google-Cast-Erweiterung, oder über die Chromecast-App auf einem Android-Gerät.

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Amazon-Prime-Video per Chromecast wiedergeben: Geht nicht? Geht doch! (Screenshot: t3n)

Auf dem Desktop müsst ihr dafür die entsprechende Google-Cast-Erweiterung für eurem Browser installieren und anschließend Amazon-Prime-Video öffnen. Jetzt drückt ihr auf den Cast-Button und wählt „Diesen Tab übertragen.“ Schon könnt ihr eure Amazon-Prime-Filme und -Serien auf dem großen Bildschirm betrachten.

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Amazon-Prime-Video lässt sich über ein Android-Gerät nur via Screencasting auf den Chromecast bringen. (Screenshot: t3n)
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Aufgepasst: Diese Art der Wiedergabe zehrt stark am Akku. (Screenshot: t3n) 

Ähnlich funktioniert das Ganze auf einem Android-Gerät. Hierfür benötigt ihr die Chromecast-App, die ihr aber wahrscheinlich ohnehin schon auf dem Phone oder Tablet zur Chromecast-Steuerung installiert habt. Zusätzlich ist die Amazon-Video-App erforderlich, die ihr euch direkt bei Amazon herunterladen müsst.

Google Cast
Entwickler: google.com
Preis: Kostenlos
Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Habt ihr beides auf eurem Android-Gerät, startet die Chromecast-App und wählt aus der Seitenleiste „Bildschirm/Audio streamen“. Mit dieser Funktion spiegelt ihr den kompletten Bildschirminhalt . Um jetzt Prime-Videos auf euren Fernseher zu bringen, öffnet die Prime-Video-App und wählt aus, was ihr sehen wollt. Voilà, schon habt ihr Amazon Prime via Chromecast auf eurer Glotze. Aber Vorsicht: Im Unterschied zu Netflix und Co. fungiert euer Smartphone oder Desktop nicht nur als Fernbedienung, sondern als das eigentliche Streaming-Device und erfordert somit auch mehr Energie. Haltet am Besten ein Ladegerät bereit.

Fazit: Konzept überzeugt weiterhin, wie auch der Preis

Für einen Anschaffungspreis von jeweils 39 Euro macht ihr nichts verkehrt. Auch die zweite Iteration des Streaming-Moduls ist ein Schnäppchen für alle, die ihr TV-Gerät internetfähig machen und Inhalte à la Netflix, Youtube und Co. ohne große Neuanschaffungen auf einem großen Display konsumieren wollen. Wer einen Chromecast der ersten Generation besitzt, muss nicht zwingend umsteigen.

Wer seine bestehenden Lautsprecher oder alte Musikanlage preiswert und schnell mit Musikstreaming ausrüsten möchte, macht mit Chromecast Audio ebenfalls nichts verkehrt. Hier sei jedoch einschränkend darauf hingewiesen, dass der Dongle kein Multi-Room-Speaker-System à la Sonos ist, mit dem sich mehrere Lautsprecher zusammenschalten lassen. Außerdem gibt es bei Chromecast Audio keine zentrale App, mit der ihr verschiedene Streaming-Dienste oder eure lokal gespeicherte Musik abspielen könnt. Für den Einstieg in die Welt des Musikstreamings ist Googles Lösung ideal, zumal die Investition von 39 Euro ein „No-Brainer“ ist.

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5 Reaktionen
Stefan
Stefan

Beim chromecast audio bin ich allerdings gezwungen trotzdem mit einem Router zu verbinden, oder geht das auch direkt?
Ohne Router könnte ich im Urlaub meine Musik aufs Handy machen und an jedem Lautsprecher direkt wiedergeben.

Christopher
Christopher

Multiroom wird durch ein Update nachgereicht. Wurde so auf der Veröffentlichung bestätigt.

Sebastian
Sebastian

Ganz guter der Chromecast, nur leider gibt tunein zu allen streams ein Fehler aus, da ich den Chromecast nur für spotify und Tunein brauchte, aktuell noch nicht empfehlenswert.

Andreas Floemer

Seltsam, ich hatte mit TuneIn auf dem Chromecast Audio keine Probleme.

Sebastian
Sebastian

Sorry hab vergessen das iPhone zu erwähnen was ich dafür nutze. (6s) vielleicht liegt es daran.

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