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Mozillas quelloffene Chromecast-Alternative vor dem Aus? Backer bekommen ihr Geld zurück [Update]

    Mozillas quelloffene Chromecast-Alternative vor dem Aus? Backer bekommen ihr Geld zurück [Update]

Chromecast-Alternative Matchstick. (Foto: Matchstick)

Fast eine halbe Million Euro kamen 2014 für Matchstick, einer Open-Source-Alternative zum Chromecast auf Firefox-OS-Basis, auf Kickstarter zusammen. Jetzt wurde das Projekt eingestellt und die Backer sollen ihr Geld zurückbekommen.

Update vom 4. August 2015: Unterstützer der Matchstick-Kampagne auf Kickstarter sollen ihr Geld zurückbekommen. Die Macher begründen den Schritt damit, dass die Entwicklung einer Lösung zur digitalen Rechteverwaltung auf Basis von Firefox OS noch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werde. Mann wolle die Kickstarter-Backer jedoch nicht noch länger hinhalten. Innerhalb von 60 Tagen soll jeder Finanzierer sein Geld zurückerhalten.Wie es mit dem Streaming-Stick weitergeht, ist nicht bekannt. Ursprünglich sollte Matchstick schon im Februar 2015 ausgeliefert werden. Interessant an der Entwicklung ist, dass es ausgerechnet die digitale Rechteverwaltung gewesen sein soll, die dem Projekt das Genick gebrochen hat – DRM war keine der ursprünglich beworbenen Funkionen. Schon die Ankündigung, eine digitale Rechteverwaltung zu integrieren, führte zu Kritik unter den Finanzierern, die darin einen Widerspruch zur versprochenen Offenheit des Systems sahen.

Matchstick: Mozilla greift Google per Kickstarter an

Mit seinem HDMI-Stick Chromecast hat Google bewiesen, wie kinderleicht drahtlose das Streamen von Filmen, Serien und Spielen an den hauseigenen Fernseher möglich ist – und das zu einem vergleichsweise geringen Preis. Dementsprechend groß ist die Angriffsfläche und damit das Begehren der Konkurrenz, sich mit ähnlichen Lösungen ein Stück vom Kuchen zu sichern.

Mit dem Matchstick soll eine offene Chromecast-Alternative den Markt für Streaming-Sticks bereichern. (Bild: Matchstick)
Mit dem Matchstick soll eine offene Chromecast-Alternative den Markt für Streaming-Sticks bereichern. (Bild: Matchstick)

Einen Selbstversuch startet seit kurzem Mozilla mit dem Matchstick. Dahinter verbirgt sich ein eben solcher HDMI-Stick, allerdings mit der Besonderheit, dass er auf Firefox OS basiert und dank offener Standards mit Freiheiten für Tüftler daherkommt. Als Mittel der Wahl in Sachen Finanzierung setzt man auf die bewährte Kickstarter-Methode. Mit Erfolg: Bereits 24 Tage vor Ablauf der Kampagne konnte die Chromecast-Alternative ihr Finanzierungsziel (100.000 US-Dollar) mit rund 315.000 US-Dollar übertreffen.

Das kann die offene Chromecast-Alternative

Doch was kann die Chromecast-Alternative, die sich auch optisch stark am Pendant der Google-Ingenieure orientiert, überhaupt? In erster Linie genau das gleiche wie der Chromecast: Filme, Serien, Apps und Spiele vom Smartphone oder Tablet kabellos an den TV übertragen. Auch beliebige Webseiten, die Nutzer vom PC aus über den Firefox- oder Chrome-Browser geöffnet haben, sollen kinderleicht an den großen Bildschirm zu projizieren sein. Dazu wird der Matchstick später einfach über die HDMI-Schnittstelle an den Fernseher angeschlossen. Die Daten werden dabei über das heimische WLAN übertragen. Unterstützt werden neben Geräten mit Firefox OS auch entsprechende Anwendungen aus Smartphones und Tablets, die wahlweise mit Android oder iOS laufen.

Wie Mozilla weiter verspricht, soll der Matchstick nach Ende der Kickstarter-Kampagne vollständig auf Basis von Open-Source-Soft- und -Hardware entstehen. Dazu sieht man unter anderem einen zweikernigen Cortex-A9-Prozessor, ein Gigabyte Arbeitsspeicher, 4 Gigabyte Flashspeicher und Unterstützung für Videoinhalte bis zu 1080p vor. Zum Start weg sollen erste Apps für Netflix, HBO, YouTube oder Spotify bereitstehen. Insgesamt will man sich vom Chromecast aber auch mit mehr Frickelpotenzial abgrenzen. Entwickler sind aufgerufen, eigene Apps für den Matchstick zu programmieren.

Matchstick: Preise und Verfügbarkeit

Um einen Matchstick zu erhalten, können sich interessierte Entwickler vorab über das Developer Portal  um einen von insgesamt 250 kostenlosen Dongles bewerben. Alle anderen können sich den Matchstick für 18 US-Dollar (rund 14 Euro) auf Kickstarter sichern. Beliefert werden sollen die Unterstützer schon im Januar. Dann nämlich kommt der Matchstick auch regulär auf den Markt. Für einen Preis von 25 US-Dollar.

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 6. Oktober 2015

5 Reaktionen
Andere Anbieter
Andere Anbieter

Wenigstens gut das zurückgezahlt wird. Ich fordere ja schon lange, das die Gelder von Kickstarter usw. nur stückchenweise an die wahren Produzenten usw. zu überweisen wären und dem immer echte Forderungen (Container mit Sticks, Sourcecodes, Game-Level-Designs, Catia-Dateien, DXF(oder wie das heisst)-Autocad-Dateien,...) entgegenstehen sollten damit die Backer immer was in die Hand bekommen und ggf. alles oder Teile des Geldes und der bezahlten und produzierten Artefakte z.B. halb-fertiger Spiele.

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Matze
Matze

Es ist nicht Mozilla, dahinter steht eine Firma, die das freie System nutzen wollen...

Leute, recherchiert doch mal ein bisschen und achtet nicht nur darauf, dass die Texte für Google gut aussehen!!

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Tim
Tim

Sicher, dass es Mozilla ist, die hinter dem Projekt stehen? Nur weil Firefox OS verwendet wird, heißt das noch lange nicht, dass Mozilla die treibende Kraft dahinter ist...

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Boris
Boris

>> Mit seinem HDMI-Stick Chromecast hat Google bewiesen, wie kinderleicht drahtlose das Streamen von Filmen, Serien und Spielen an den hauseigenen Fernseher möglich ist – und das zu einem vergleichsweise geringen Preis.

Der Satz hat nicht nur Rechtschreibfehler. Er ist natürlich auch inhaltlich falsch. Das konnte ja Airplay bereits Jahre, als Chromecast endlich erschienen ist. Und bis heute funktioniert es leider 5x besser als alle Android-Lösungen, wie ich als Android Neuling leider feststellen muss. Würde es immer reibungslos klappen, wäre auch gar kein Raum für Alternativlösungen.

Der Rest sind Marketingversprechen der Kickstarter-Kampagne. Ich würde die als Journalist jeweils mit einem "soll" - oder "laut den Initianten" versehen. Weil vieles wird eben dann nicht ganz so toll sein wie jetzt in der Kampagne...

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Andere Anbieter
Andere Anbieter

Interessant für den beschriebenen Stick wären noch MiraCast für M$-Laptops und natürlich AirPlay.
Und eine teurere Version mit 5GHz-Wifi wäre auch nett. Oder nach der ersten Charge bringt man eine 5GHz/4k/h.265HEVC-fähige Version mit mehr Speicher heraus.

Zu "... ein Stück vom Kuchen sichern" im Artikel:
Welcher Kuchen ? Das Geschäft machen doch die Video-Anbieter und Mobilfunk-Firmen (wenn auch wohl nicht so sehr bei Video) und Internet-Provider. Sind die Appstores profitabel ? Die Handy-Hersteller und TV-Hersteller verdienen auch.

Google bietet die Nexus evtl günstig an, damit die Android-Anbieter gezwungen sind, ähnliche Preisregionen zu bedienen und nicht nur High-Price-Phones im iPhone-Bereich anzubieten. Da die Nexus wohl oft nur gegen Aufpreis einen SD-Slot haben, können die anderen Anbieter profitabel verdienen und die günstigsten Nexus sind nur untere Preisreferenz.

Google Glass ist vielleicht absichtlich so teuer damit sich die anderen Anbieter darunter problemlos positionieren können.
Ich habe absichtlich nicht "Konkurrenten" geschrieben weil ich vermute, das Google lieber mit den Diensten drumherum Geschäfte macht als mit der Hardware worauf sie bei brauchbarem Angebot auch verzichten würden.
Aber wenn h.264-Player nur als FireTV oder AppleTV für 99 Euro mainstreamig (alle Mediatheken, NetFlix usw.) zu haben sind, würde ich auch überlegen ob ich Youtube nicht billiger an den TV bekommen kann. Evtl gibts das Chromecast also nur deshalb weil Standalone-Player zu teuer und SmarTVs nicht gut genug waren.
Und die Einschränkungen des Chromecast gibts vielleicht auch nur deshalb damit andere Anbieter bessere Sticks z.B. für 50 Euro anbieten können.

4k-TVs sind sehr bezahlbar und bei Monitoren setzt sich das auch langsam durch und Rechner werden ganz langsam 5k-fähig und UHD ist auch für 8k-TVs spezifiziert so ähnlich wie damals HD als 720 und 1080 definiert wurde.

HEVC/H.265 basierte Player sind also das nächste was im 99Euro-Bereich erscheinen sollte während die vorhandenen PCs/Laptops/Netbooks in den Haushalten und Firmen wohl noch Probleme damit haben während Kameras (Video, Foto mit Videofunktion) und auch bessere Handies (4K sind 8MegaPixel, FullHD sind 2 Megapixel) so langsam immer öfter schon 4k aufnehmen können.
Wer sich an DVD-löst-VHS-ab und das deutlich schnellere BluRay-löst-DVD-ab erinnern kann, erkennt das UHD-löst-FullHD-ab aktuell stattfindet und noch schneller passiert.
Und dann kommen hoffentlich endlich die Videobrillen und wir sind frei von zwar preisgünstigen aber schweren unportablen Monitoren. teuren großen UHD-TVs, teuren Retina-Pads und noch viel teureren Retina-Laptops.
Auch deshalb werden WiFi-Bildübertragungs-Protokolle immer wichtiger.

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