Circa: News-Konsum soll so einfach werden wie Angry Birds spielen

Circa: News-Konsum soll so einfach werden wie Angry Birds spielen
Das Startup Circa hat eine geniale Möglichkeit gefunden, Nachrichten so zu verpacken, dass sie auch auf dem iPhone Spaß machen. Ein Redaktionsteam präsentiert die News in passenden Häppchen, verzichtet komplett auf wegführende Links und sorgt für kurze Updates, statt neue Artikel zu liefern. Das Konsumieren von Nachrichten auf dem iPhone könnte endlich zum Erlebnis werden.

Circa: News innerhalb von fünf Minuten lesen

An Informationen zu kommen ist heute kein Problem mehr. Die Schwierigkeit ist eher, sie auszuwählen – genau dafür gibt es Aggregatoren wie techmeme.com. Das zweite Problem ist, dass Nachrichten-Seiten immer noch nicht für die Nutzung auf mobilen Endgeräten konzipiert sind. Leser müssen sich durch Links klicken und sich durch viel zu lange Artikel kämpfen. Und da kommt Circa ins Spiel.

Der neue Ansatz von Circa macht das Nachrichten-Lesen auf dem Smartphone endlich zum Erlebnis. Das bietet Lesern Nachrichten einfach häppchenweise an: Wer nur an den groben Fakten interessiert ist, erfährt auf den ersten Blick alles Wichtige. Tiefergehende Infos tauchen beim Herunterscrollen auf – ebenfalls präsentiert in handlichen und extra auf das Smartphone angepassten Abschnitten. Keine Links, die geladen werden müssten. Statt sich die Zeit beim Warten auf die Bahn mit einer Runde zu vertreiben, könnte der eine oder andere iPhone-Nutzer jetzt zu Circa greifen – Newskonsum leicht gemacht.

Circa: "break down stories to essential points"

Circa besteht aus einer echten Redaktion, die nach den heißen Themen sucht und diese entsprechend aufbereitet. Es geht also nicht darum, News auf wenige Kernsätze zu reduzieren, sondern sie für das Lesen auf dem Smartphone zu optimieren. Und so beschreibt der neue Dienst selbst seine Funktion: „Instead of writing articles or summarizing, Circa's editors gather top news and break down stories to essential points – facts, quotes, ptotos, and maps.“

Circa
Die App Circa präsentiert in verschiedenen Kategorien - z.B. Elections - brandneue News und liefert sie in ansprechenden Häppchen.

Toll ist die Möglichkeit, dass Nutzer interessanten News folgen können und immer wieder kleine Updates nachgeschoben bekommen, ohne komplett neue Artikel zum Thema lesen zu müssen. „Follow a story and you'll be notified about the updates.“ Was gefällt, kann man über Twitter und Facebook teilen, und zwar nicht nur die gesamte News, sondern auch nur das kleine Häppchen, das man interessant findet.

Gegenüber Techcrunch erklärte Gründer Matt Galligan, dass das Team eine Nachrichten-App entwickeln wollte, die die Informationsfülle von Wikipedia bereithält aber in einer Art und Weise, die zu mobilen Geräten wie und iPad passt. Die App ist auch optisch äußerst ansprechend und bietet die richtige Mischung aus Bildern und kurzen Textabschnitten. Ach ja: Und gratis ist sie auch. Bisher ist sie für iOS verfügbar, es gibt auch schon eine für das iPhone 5 optimierte Version. Nutzer können die App über diesen Link herunterladen.

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7 Antworten
  1. von Marc 17.10.2012 (09:04Uhr) 1.

    Ist wirklich ein schöner Ansatz. Hab es bereits getestet und bin angetan. Allerdings sind die Newsmeldungen (noch) sehr US-lastig.

  2. von Markus Greve via facebook 17.10.2012 (09:22Uhr) 2.

    Sieht nett aus. Ich denke aber, dass Flipboard bereits einen sehr Smartphone-optimierten Ansatz fährt und beliebige Newsquellen zu einem Erlebnis macht. Auf dem Smartphone sehr angenehm, auf dem Tablet unangefochten.

  3. von Matthias Lewin via facebook 17.10.2012 (09:59Uhr) 3.

    Ich würde es ja gerne testen, komme allerdings nicht über den Splashscreen hinaus, da stürzt die App schon ab.

  4. von neue news 17.10.2012 (10:08Uhr) 4.

    Print-News sind nur hochkomprumiertes fastfood für begrenzten Platz in der Zeitung.
    Online-News sind meist wie Nokia und circa zeigt das iPhone.
    Onlinenews hätten schon 1999 unter rotgrün und AOL und DSL786 in verschiedenen kompressionsgraden verfügbar sein müssen. Im Zusammenhang mit robonewsbots für Sport und firmenzahlen wird auch klar, das verschiedene komaktheitsgrade selbstverständlich sein sollten.
    Die ganzen online-Redaktionen Kriegen gezeigt, wie echte online-News wirklich auszusehen haben.
    Da jedes Jahr 5-8% smarTVs dazukommen wird circa der neue Newsweg ins Wohnzimmer und die alten newsportale sich evolutions-mäßig anpassen oder über Leser-Wegfall wundern. Meedia nennt dankenswerterweise die auf- und Absteiger der onlinesites.
    Man schreibt News für den Leser und nicht zur Selbstbeweihräucherung. Wir haben uns lange genug den Fortschritt der News-Erzählung vorenthalten lassen. Jetzt kommen die Befreier.
    Üblicherweise werden befreierprojekte aufgekauft und nich mehr relevant weiterentwickelt. Youtube und Flash sind die Ausnahmen. Dodgeball, Twitter, AOL, ICQ, Sun, Skype, Paypal, wave, base, IMDB, huffington, eBay ... waren mal verbesserungs-Bringer. Doch dann schlafften sie ab und das Establishment macht weiter wie bisher.

  5. von Chris 17.10.2012 (10:38Uhr) 5.

    Sieht sehr gut aus, jetzt brauchen wir sowas nur noch auf Deutsch!

  6. von Stefan 17.10.2012 (10:58Uhr) 6.

    Na ja, machen nun Flipboard, Feedly und viele andere mehr schon länger. So wirklich überzeugen tun mich die zwei Screens auch nicht.

  7. von Summly: iPhone-App komprimiert News auf… 02.11.2012 (08:54Uhr) 7.

    [...] (z.B. Apple). Die Themengebiete lassen sich beliebig erweitern. Summly erinnert an die App circa, über die wir vor Kurzem berichteten, funktioniert aber gänzlich anders. Während bei circa ein echtes Redaktionsteam für die [...]

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