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Wunder-App „Clinkle“: 22-jähriger Student erhält höchste Seed-Finanzierung aller Zeiten

Unter dem Namen „Clinkle“ läuft ein weitgehend unbekanntes Startup, das vor wenigen Tagen die bislang größte Seed-Finanzierung des Silicon Valleys in Höhe von 25 Millionen US-Dollar verkündete. Gründer ist der 22-jährige Lucas Duplan, ein ehemaliger Stanford-Student, der mit insgesamt 50 Mitarbeitern an einem der interessantesten und mysteriösesten Payment-Projekte der letzten Jahre arbeitet.

Wunder-App „Clinkle“: 22-jähriger Student erhält höchste Seed-Finanzierung aller Zeiten

Eine Seed-Finanzierung dieser Größenordnung und Investoren dieser Rangordnung garantieren „Clinkle“ und seinem 22-jährigen Gründer Lucas Duplan weltweite Aufmerksamkeit. Neben 25 Millionen US-Dollar Kapital stehen dem jungen Entrepeneur seit vergangener Woche eine Reihe bekannter Investoren und Berater zur Seite, darunter die Investmentfirmen Accel Partners und Andreessen Horowitz sowie Qualcomm-Mitgründer Andrew Viterbi und Salesforce-Gründer Marc Benioff. Unklar ist derweil, wofür das viele Geld die Seiten gewechselt hat. Fest steht nur: Clinkle ist eine Payment-Applikation, die neuartige Technologien nutzt, um einfach kleine sowie große Summen zwischen Nutzern und Händlern auszutauschen. Noch in diesem Jahr sollen die iOS- und die Android-App erscheinen.

Clinkle: Die Idee des Wunder-Startups

Das Payment-Startup „Clinkle“ erzeugt ordentlich Aufmerksamkeit. (Screenshot: clinkle.com)
Das Payment-Startup „Clinkle“ erzeugt ordentlich Aufmerksamkeit. (Screenshot: clinkle.com)

“What we’re trying to do here is fundamentally change how people trade. Every human being, every day, has to do this.”

Die Idee seines kam Duplan bei einem Aufenthalt in London, erklärt der Junggründer im Unternehmensblog. Ihm fiel auf, dass sich nahezu jedes Problem mit passenden Applikationen lösen lasse – nur eben nicht im Payment-Bereich. „Es sind fast eine Millionen im Apple App Store. Trotzdem ermöglicht uns keine davon, komfortabel nur ein paar Tage lang ohne Papierrechnungen oder Plastikkarten auszukommen.“ Mit einigen Kommilitonen entwickelte er deshalb die vermeintliche Lösung des Problems. Oder – um es mit den Worten des TechCrunch-Autors Billy Gallagher zu sagen: „Eins der interessantesten und mysteriösesten Startups im Silicon Valley“.

Der 22-jährige Clinkle-Gründer Lucas Duplan. (Quelle: ReadWrite)
Der 22-jährige Clinkle-Gründer Lucas Duplan. (Quelle: ReadWrite)

Die zwei größten Hürden des Startups liegen in den Bereichen „Technologie“ und „Markteinführung“. Welche Technologie die Payment-Revolution des Startups antreibt, ist weitgehend unbekannt. Den vorliegenden Informationen zufolge arbeitet der Dienst jedoch mit Hochfrequenztönen. Sie sollen die Daten zwischen Crinkle-Konten übertragen und können ohne große Umbauten von einer Vielzahl von Geräten empfangen werden – ein großes Problem vieler Payment-Anbieter, die beispielsweise auf die NFC-Technologie setzen. Etwas mehr ist über die Markteinführung von Crinkle bekannt: „Der beste Weg, ein neues Netzwerk zu bilden, ist, mit kleinen aber geschlossenen Gruppen zu starten und langsam zu expandieren“, so Duplan im Gespräch mit TechCrunch. Demnach plant das kalifornische Startup offenbar den Start im universitären Bereich. An welchen Universitäten Clinkle die Markteinführung beginnt, entscheidet derweil die Warteliste der Unternehmens-Website. Tragen sich viele Studierenden einer Universität ein, steigen die Chancen der Teilnahme.

Duplan berichtet von kleineren Beta-Tests mit vielversprechendem Feedback. Auch gegenüber TechCrunch loben mehrere Beta-Tester insbesondere die Usability und Ästhetik der Applikation. Der eigene Clinkle-Account lässt sich offenbar wie ein echtes Portmonee stark individualisieren. Auch die Monetarisierung des Startups bietet Endnutzern kleinere Vorteile. So sollen bei Überweisungen zwischen Nutzern keinerlei Kosten anfallen. Lediglich beim Einkauf bei Händlern sowie dem Einlösen von Gutscheinen will Crinkle kleine Provisionen einstreichen. Details sind allerdings auch hier weitgehend unbekannt, fast alle vorliegenden Informationen basieren auf Insiderberichten ehemaliger Mitarbeiter und Beta-Tester.

Wie leicht fällt der Markteinstieg für Clinkle?

Während Gründer und Investoren in Euphorie verfallen, äußert sich Dan Rowinski auf ReadWrite kritisch. „Obwohl das generell eine coole Idee ist [...], unterscheidet es sich konzeptionell kaum von anderen Payment-Methoden.“ Die Realität werde den jungen Gründer noch einholen, warnt er. Zum einen sparen Endnutzer durch die Verwendung einer App kaum Zeit. Das Interesse vom analogen zum digitalen Portmonee zu wechseln, sei deshalb gering. Zum anderen löse auch diese Herangehensweise nicht das größte Problem der Payment-Branche: die Trägheit der Institutionen. Ihnen mangelt es an Gründen, einen Technologiewechsel einzuleiten, erklärt Rowinski. Er bezweifelt, dass Crinkle diese Hürden überwinden kann. Google habe laut Insiderinformationen schließlich mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar in Google Wallet investiert – ohne nennenswerten Erfolg.

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8 Antworten
  1. von Isal.Wayson.Line am 02.07.2013 (15:43 Uhr)

    Nicht mal annähernd so vielversprechend wie paij, dem deutschen StartUp aus Wiesbaden mit Mega-Potential...

    http://www.paij.com

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  2. von chillma am 02.07.2013 (16:57 Uhr)

    nur das paij keiner kennt. Kannte das jetzt auch net. Vielleicht sollten die mehr Marketing betreiben. Aber ist auch schwierig in DE mit den Investoren.

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  3. von hugo am 02.07.2013 (19:18 Uhr)

    Ich bezahle immer mit Bargeld und sehe das auch nicht und nirgends als Problem.
    Bargeld = Komfort :)

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  4. von Big Mike am 02.07.2013 (21:14 Uhr)

    Das Problem von paij ist allerdings der Exit. Google und eBay wären da Interessent - Alles US Unternehmen. Doof nur das diese Unternehmen nicht in Deutschland gekauft werden. Das mussten selbst Sawers mit dem Betriebsunfall Zalando bemerken - Zalando wurde nicht von Amazon gekauft und StudiVZ ist auch mittlerweile pleite - Wurde nicht von FB geschluckt. Gute Konzepte, Marktunterlegenheit, national. Nach der 2. oder 3. Finanzierungsrunde findet man so einfach keine Investoren mehr. Also Boys: Realwirtschaft, Mittelstand und Rentabilität - Risikokapital in Maßen. Alternativ: Office und am besten das HQ in US.

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  5. von Dari4sho am 02.07.2013 (23:25 Uhr)

    Klingt mega interessant und nachvollziehbar, Big Mike.
    Kann man dich für den Fall der Fälle Kontaktieren? ;)

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  6. von Oink am 03.07.2013 (07:21 Uhr)

    Ich sag vorraus, wird failen. Auch wenn es "interessant" sich liest.

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  7. von Nils am 03.07.2013 (10:28 Uhr)

    ich bin eher erstaunt, dass ein jungunternehmer eine idee hat und dann soviel geld kriegt für nur eine idee.

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  8. von Heike am 05.07.2013 (11:29 Uhr)

    Interessanter Artikel, allerdings ist mir immer noch nicht klar, wie die App denn nun heißt: Clinkle oder Crinkle. Das wechselt so oft innerhalb des Artikels.

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