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Ratgeber

Marktübersicht Cloud-Hosting: Die wichtigsten Anbieter im Überblick

(Grafik: 32 pixels / Shutterstock)

Cloud-Hoster sorgen dafür, dass genug Server-Kapazität vorhanden ist – aber auch nicht zu viel. Das erspart unnötige Hosting-Kosten. Doch der Cloud-Hosting-Markt ist groß – wir geben einen Überblick.

Ob Shared Hosting, virtueller oder dedizierter Server: Herkömmliches Webhosting ist eine berechenbare Sache. Zumindest, was die Kosten angeht: Der Kunde wählt ein Leistungspaket, das seinen Anforderungen entspricht – und zahlt einen feststehenden Preis dafür. Oftmals ist es jedoch sehr schwierig, die Anforderungen richtig einzuschätzen. Wie viel Webspace man tatsächlich braucht, was das Hosting-Paket leisten muss und welcher Service notwendig ist – dieses genaue Anforderungsprofil ergibt sich meist erst in der täglichen Praxis. Und es ändert sich stetig. Also ist klassisches Webhosting doch ziemlich unberechenbar.

Vorsichtige Agenturen mieten aus diesem Grund überdimensionale Hosting-Pakete für ihre Kunden – und zahlen in der Regel viel zu viel. Preisbewusste Agenturen starten mit wenig Hosting-Leistung, müssen aber häufig nachbessern. Erfolgreiche Agenturen setzen hingegen auf Cloud-Hosting: „Jederzeit skalierbare, virtualisierte Server stellen stets die Leistung zur Verfügung, die gerade benötigt wird“, beschreibt zum Beispiel die Domainfactory GmbH ihr Angebot Jiffybox. Treffender kann man Cloud-Hosting eigentlich nicht erklären.

Was ist Cloud-Hosting?

Cloud-Computing umfasst drei Bereiche. Die Basis bildet Infrastructure as a Service (IaaS), also die Bereitstellung virtualisierter Hardware-Ressourcen über das Internet. Darauf bauen die Lösungen aus dem Bereich Platform as a Service (PaaS) auf. Dabei handelt es sich um Arbeitsumgebungen für die Entwicklung von Webanwendungen. Im Unterschied zu IaaS-Angeboten lassen PaaS-Lösungen normalerweise keinen Zugriff auf das Betriebssystem zu. Die dritte Schicht bildet schließlich Software as a Service (SaaS), das heißt fertige Web-Anwendungen.

Cloud-Hosting ist eine Dienstleistung im Bereich Infrastructure as a Service (IaaS): Nutzer erhalten über das Internet Zugang zu virtualisierten Hardware-Ressourcen und können für ihre Zwecke geeignete Computer-Cluster einrichten. Meist geht es um das Hosting spezieller Web-Applikationen und großer Datenmengen. Damit lassen sich Cloud-Hosting-Angebote von Entwickler-Werkzeugen wie Microsoft Azure oder Heroku abgrenzen – auch wenn diese Grenzen manchmal verschwimmen.

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Was ist der Unterschied zwischen Private und Public Clouds?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Private und Public Clouds. Private Clouds – auch „Dedicated Private Clouds“ genannt – sind dedizierte Server-Umgebungen, in denen der Nutzer seine eigene, private Cloud betreiben kann. Hier nutzt nur ein Kunde die Infrastruktur. Das erhöht die Sicherheit, begrenzt aber die Skalierbarkeit der Hosting-Angebote. Private Clouds richten sich daher überwiegend an Unternehmen, die aus Sicherheits- oder anderen Gründen lieber eine geschlossene Hosting-Umgebung wählen.

Public Clouds entsprechen dagegen viel mehr der Grundidee des Cloud-Computing: Der Hosting-Anbieter hält Ressourcen bereit, die sich alle Kunden teilen. Jeder Kunde holt sich die für ihn optimale Hosting-Leistung. Im Idealfall kann er alle Hard- und Software-Optionen jederzeit frei wählen und ändern, also live skalieren: Im laufenden Betrieb kann man jeden Server-Parameter verändern, etwa die Anzahl der genutzten CPU-Kerne, die Speicher- oder die Festplattengröße. Darüber hinaus passen einige Anbieter die genutzten Ressourcen automatisch an, sobald sich die Hardware-Anforderungen wandeln – was sich Autoscaling nennt. Das ist echtes Cloud-Hosting. Oft erkennt man es daran, dass dort nicht von Servern, sondern von Instanzen die Rede ist – doch das gilt nicht immer und überall.

Minutenpreis statt Monatsgebühr: Wie bei Cloud-Hosting abgerechnet wird

Mit dieser On-Demand-Skalierbarkeit gehen Abrechnungsmodelle einher, die sich von denen herkömmlicher Hosting-Angebote grundlegend unterscheiden. Anstatt eine feste Monatsgebühr für einen Server zu bezahlen, werden die Instanzen beim Cloud-Hosting in der Regel nach tatsächlicher Nutzungsdauer oder der verwendeten Datenmenge bezahlt: Pay-as-you-use. Je nach Anbieter erfolgt die Abrechnung von sekunden- bis stundenweise.

Werden Instanzen nicht genutzt, kann man sie bei einigen Anbietern „einfrieren“ und den Nutzungspreis erheblich senken. Wer längere Leerlaufzeiten für seine Projekte erwartet, sollte also bei der Auswahl des Cloud-Hosting-Providers unbedingt auf eine entsprechende Preisoption achten.

Amazons Cloud-Hosting

Eines der beliebtesten Cloud-Hosting-Angebote dürften Amazons Webservices (AWS) sein. (Foto: drserg / Shutterstock.com)

Mit den Amazon-Web-Services (AWS) steht Unternehmen und Privatpersonen eine Cloud-basierte Plattform für diverse Infrastruktur-Services zur Verfügung. Jeder Bestandteil von AWS lässt sich nach Bedarf beziehen.

Beim Dienst Amazon EC2 handelt es sich um eine rein virtuelle Umgebung von Rechner-Ressourcen, aus deren Pool virtuelle Instanzen bezogen und nach Gebrauch wieder zurückgegeben werden können. Dabei steht für jede Instanz ein in seiner Größe festgelegter Speicher zur Verfügung. Amazon EC2 glänzt mit besonderen Features, zum Beispiel der Elastic IP: Die Buchung dieses kostenpflichtigen Extras stellt sicher, dass jeder Server unter einer statischen IP erreichbar ist (im Normalfall erhalten die Instanzen beim Cloud Hosting eine dynamisch zugewiesene, öffentliche IP).

Anders als Amazon EC2 bietet Amazon S3 skalierbaren Speicherplatz. Er lässt sich alleinstehend als Cloud-Storage oder in Kombination mit den restlichen Amazon-Web-Services verwenden. Schließlich stehen mit den Amazon-Machine-Images (AMI) fertige Images für die virtuellen Maschinen bereit, die mit unterschiedlichen Betriebssystemen vorkonfiguriert sind. Man kann jedoch auch eigene Betriebssysteme verwenden. Sogar vorkonfigurierte Software-Systeme wie Datenbanken oder Applikationsserver sind als Bausteine verfügbar.

Microsoft Azure

Der Clouddienst von Microsoft mit der Bezeichnung Microsoft Azure erlaubt die Buchung von virtuellen Servern, die als Instanzen betrieben werden. Zusätzlich gibt es wie in Amazon-Web-Services (AWS) weitere Clouddienste wie Cloudspeicher, Datenbanken oder Lösungen für Big Data. Microsoft Azure lässt sich, wie Amazon-Web-Services einige Zeit kostenlos nutzen. In Microsoft Azure stehen neben virtuellen Windows-Servern auch Linux-Server und Container zur Verfügung.

Außerdem bieten Dritthersteller weitere Dienste an, zum Beispiel für Big Data, Datensicherung oder der Analyse von Geschäftsdaten. Neben den Möglichkeiten Dienste wie Datenbanken, Webseiten und Clouddienste über Azure zur Verfügung zu stellen (PaaS), bietet Azure also auch virtuelle Server und virtuelle Netzwerke an. Beide arbeiten zusammen und lassen sich mit lokalen Netzwerken verbinden. Das heißt, Unternehmen können mit Servern in der Cloud arbeiten und diese mit lokalen Netzwerken verbinden und dabei eine Hybrid Cloud aufbauen.

Unternehmen können auf virtuellen Servern Dienste installieren und diese auch wie lokale Server verwalten und überwachen (Infrastructure as a Service, IaaS). Parallel dazu ist es auch möglich,  Microsoft Azure als Plattform-as-a-Service (PaaS)-Dienst zu nutzen. Bei PaaS verwenden Unternehmen Dienste in der Cloud wie SQL oder Azure Active Directory. In diesem Fall werden keine eigenen Server in der Cloud betrieben, sondern Serverdienste, ohne Zugriff auf das zu Grunde liegende Betriebssystem. Das erspart einiges an Verwaltungsaufwand, erfordert aber teilweise Anpassungen an den zu Grunde liegenden Anwendungen.

Die darunterliegenden Server werden wiederum von Microsoft verwaltet und in Microsoft-Rechenzentren zur Verfügung gestellt. Azure bietet auch die Möglichkeit, PaaS und IaaS zu mischen. So können Unternehmen mit Microsoft Azure Virtual Machines zum Beispiel Server erstellen, auf denen Dienste bereits installiert und konfiguriert sind. Beispiele dafür sind SQL, Sharepoint, aber auch Biztalk oder Active Directory.

Alle Dienste in Microsoft Azure werden nach dem Prinzip „Pay what you use“ abgerechnet. Unternehmen müssen also nur das zahlen, was in Azure genutzt wird. Einzelne Dienste und virtuelle Server lassen sich einfrieren, um Kosten zu sparen.

Google-Cloud-Platform

Google bietet mit seiner Plattform Google-Cloud-Computing ebenfalls PaaS und IaaS in der Cloud an. Das Angebot entspricht den Möglichkeiten von Amazon-Web-Services und Microsoft Azure. Innerhalb der Platform gibt es verschiedene Dienste, um Cloud-Anwendungen zu hosten oder virtuelle Server zu betreiben. Die bekanntesten Dienste sind Compute Engine, App Engine, Cloud SQL, Cloud Storage, Cloud Datastore, BigQuery und Genomics. Aber auch Cloud Dataflow, Cloud Bigtable, Container Engine, Cloud Dataproc und Container Registry sind in der Plattform buchbar. Unternehmen können daher jederzeit weitere Dienste hinzubuchen, wenn das notwendig ist.

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2 Reaktionen
Enttäuscht
Enttäuscht

Solangsam muss man sich nicht mehr wundern, wenn in Deutschland nichts mehr vorwärts geht bezüglich Digitalem Wandel, wenn man nur noch US Unternehmen bevorzugt.

Es gibt genügend andere Anbieter im Cloud Bereich, die besser im Preis Leistungsbereich sind als diese genannten Service Provider.

Warum könnt Ihr im deutschsprachigen Raum nicht endlich anfangen lokale Unternehmen in den Fokus zu stellen und zu unterstützen?

Jürgen Schulze

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