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Software & Infrastruktur

Der Speed-Junkie: Wie Mark Shuttleworth mit Ubuntu den Cloud-Markt umkrempeln will [WHD.global]

    Der Speed-Junkie: Wie Mark Shuttleworth mit Ubuntu den Cloud-Markt umkrempeln will [WHD.global]

(Foto: t3n)

Alles kommt auf die Geschwindigkeit an, Infrastruktur wird immer mehr Software statt Hardware und mit einem Produkt will er den Cloud-Markt umkrempeln: Über all das hat Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth bei seinem spannenden Vortrag auf den World Hosting Days gesprochen. Wir fassen euch die wichtigsten Facts passend zur Themenwoche Cloud und Hosting zusammen.

Themenwoche Cloud und Hosting

Wichtig, wichtiger, Geschwindigkeit

Eins der ersten Highlights am zweiten Tag der WHD.global war zweifelsohne der Auftritt von Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth. Mit einem ganzen Team war er vor Ort, um neben seinem Vortrag auch Live-Demos zeigen zu können. In seinem Vortrag hat er spannende Einblicke darein gegeben, wo Ubuntu inzwischen im Einsatz ist, erklärte aber auch seine Sicht auf den Cloud-Markt und worauf es ankommt: die Geschwindigkeit.

Ein ganz wichtiger Faktor für Mark Shuttleworth: die Geschwindigkeit. (Foto: t3n)
Ein ganz wichtiger Faktor für Mark Shuttleworth: die Geschwindigkeit. (Foto: t3n)

Seinen Vortrag beginnt Shuttleworth mit einem ungewöhnlichen Vergleich. Er selbst war schon im Weltraum und beschreibt das Gefühl, wieder in die Erdatmosphäre einzutreten als etwas Unglaubliches, weil man deutlich spürt, wie schnell gerade alles abläuft. Eine ähnliche Entwicklung sei gerade in der Hosting-Branche zu sehen. Alles geht in Richtung Cloud, die Entwicklung der letzten Monate war rasant. Weiterhin führt er auf, wie auch der Speed im Web seit Monaten und Jahren immer wichtiger und besser wird. Seiner Ansicht nach seien daran vor allem Amazon mit seinen Webservices, Google mit seiner Cloud-Plattform und Microsoft mit Azure maßgeblich beteiligt.

Uber, Netflix und Snapchat setzen auf Ubuntu

Im nächsten Teil seines Vortrages gibt Shuttleworth spannende Zahlen zur Verbreitung von Ubuntu preis. Seinen Angaben zufolge laufen 70 Prozent der Public-Cloud-Angebote im Hintergrund aktuell auf Ubuntu. Weiter geht die Zahlenparade damit, dass auch 70 Prozent aller AWS-Images, 80 Prozent der Azure-Linux-Systeme und 70 Prozent der Docker-Images auf Ubuntu als Basis setzen. Vor allem aber spannend sind die Angaben, dass Unternehmensgrößen wie Uber, Netflix und Snapchat auf Ubuntu setzen.

Shuttleworth leitet mit den Angaben, dass Dropbox kürzlich bekannt gegeben hat, seinen Speicher von AWS auf eine eigene Private Cloud zu ziehen und dass Automation immer wichtiger wird, seinen Vortrag in den Part, in dem er Metal as a Service vorstellt.

Metal as a Service: Wie Shuttleworth mit Ubuntu die Physical Cloud baut

Mit Metal as a Service will Shuttleworth mit Canonical den Cloud-Markt aufmischen. (Foto: t3n)
Mit Metal as a Service will Shuttleworth mit Canonical den Cloud-Markt aufmischen. (Foto: t3n)

Metal as a Service nennt Shuttleworth das Produkt, mit dem er den Cloud-Markt jetzt richtig aufmischen will. Schon seit einiger Zeit gibt es das Produkt zur Automatisierung eigener Server – jetzt will Canonical damit richtig durchstarten Es soll die Vorteile der Cloud auch für dedizierte Server bringen. Per Knopfdruck lassen sich Server mit Ubuntu, CentOS oder Windows deployen und sind innerhalb kürzester Zeit startbereit. Shuttleworth zeigt das in einer Live-Demo mit eigens gebauten Ubuntu-Racks, die in kurzer Zeit zeigen, dass das Deployen erfolgreich war. Die größten Vorteile an Canonicals System: Es ist Open Source, enthält eine automatische Firmware-Update-Funktion und bietet Multi-User-Support.

Neben einfachen Modellen wie das eines Content-Management-Systems lassen sich mit Juju auch komplizoerte wie die des Fahrdienstes Uber darstellen. (Foto: t3n)
Neben einfachen Modellen wie das eines Content-Management-Systems lassen sich mit Juju auch komplizierte wie die des Fahrdienstes Uber darstellen. (Foto: t3n)

In Verbindung mit dem neuen Application-Modelling-System Juju lassen sich mit wenigen Klicks auch Modellierungen des Software-Stacks erstellen und deployen. Auch hier hebt Shuttleworth den Open-Source-Vorteil klar heraus und zeigt in der Live-Demo, wie die Modelle von einfachen Diensten wie einem Content-Management-System oder einem umfangreichen System, wie es Transportdienste wie Uber aussehen. Durch das Open-Source-Modell will Shuttleworth auch hier die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen fördern und zeigt sie als großen Vorteil auf.

Mark Shuttleworth im Gespräch

„Infrastruktur ist immer mehr Software.“

Richtung Ende seines Vortrags gibt der Canonical-Gründer ein interessantes Zitat mit auf den Weg: In der Software-getriebenen Hosting-Welt ist Infrastruktur immer mehr Software. Zum Schluss vergleicht er die Speicherkosten von Amazons AWS und einer klassischen HDD in Rechenzentren und zeigt auf, wo der Weg seiner Meinung nach hingehen muss – zu Metal as a Service, dem eigenen Server im Rechenzentrum.

Mark Shuttleworth vergleicht die Kosten von Cloud-Speicher bei AWS und Speicher im eigenen Rechenzentrum. (Foto: t3n)
Mark Shuttleworth vergleicht die Kosten von Cloud-Speicher bei AWS und Speicher im eigenen Rechenzentrum. (Foto: t3n)

Im kurzen Gespräch mit Mark Shuttleworth zeigt er sich technikbegeistert und tief in der Materie – und nimmt sich Zeit, obwohl er schon wieder auf dem Weg zum Flieger ist. Und so müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass wir ein Metal as a Service nicht im Zusammenhang mit einem Baustellen-Startup hören, sondern aus dem Hosting-Bereich – sofern es nach Mark Shuttleworth geht.

Disclosure: Die Unterbringung auf den WHD.global wurde vom Veranstalter übernommen.

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2 Reaktionen
Dot2010
Dot2010

Will der jetzt jedem Amazowerbung uber die Cloud anbiete? Ubuntu ist dami vollgespickt. Freies Linux sieht anders aus

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Andreas Säger
Andreas Säger

@Troll Dot2010
Ich habe noch nicht eine einzige Werbung auf meinem Ubuntu-Desktop gesehen. Weder von Amazon noch von sonstwem. Und falls mir das mal begegnen sollte, so könnte ich mit 2 Klicks die Amazon-Linse abschalten.
Abgesehen davon, geht es in dem ganzen Artikel nicht um Desktop-Systeme. Was willst Du Depp eigentlich?

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