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Schreibmaschine für das Cloud-Zeitalter: Freewrite gießt ablenkungsfreies Schreiben in Hardware-Form

Schreibmaschine für das Cloud-Zeitalter: Freewrite gießt ablenkungsfreies Schreiben in Hardware-Form

Mit dem Freewrite sollt ihr euch wieder vollständig aufs Schreiben konzentrieren können, statt euch vom Internet ablenken zu lassen. Dazu setzt das Schreib-Gadget auf eine mechanische Tastatur, ein E-Ink-Display und eine Anbindung an gängige Cloud-Speicher.

Schreibmaschine für das Cloud-Zeitalter: Freewrite gießt ablenkungsfreies Schreiben in Hardware-Form

Freewrite. (Foto: Astrohaus)

Freewrite: Weniger Ablenkung ist kaum möglich

Kein Internet, keine E-Mails: Beim Freewrite soll euch nichts vom Schreiben ablenken. (Foto: Astrohaus)
Kein Internet, keine E-Mails: Beim Freewrite soll euch nichts vom Schreiben ablenken. (Foto: Astrohaus)

Eine ganze Reihe von Software-Tools wurden nur aus einem Grund programmiert: den Nutzer möglichst frei von Ablenkungen einen Text schreiben zu lassen. In diese Kategorien fallen Text-Editoren wie Focuswriter, Byword oder First Draft, die im Regelfall auf Menüs verzichten und euch nur euren Text anzeigen. Aber auch Tools wie StayFocused, die euren Internet-Zugang für einige Zeit einschränken, lassen sich dazu zählen. Das Startup Astrohaus will aber noch einen Schritt weiter gehen und bringt mit dem Freewrite jetzt eine Hardware-Lösung zum ablenkungsfreien Schreiben auf den Markt.

Das Freewrite erinnert entfernt an eine alte Schreibmaschine. Statt auf einem Blatt Papier landen eure Texte hier allerdings auf einem beleuchteten E-Ink-Display, wie wir es von wie dem Kindle kennen. Dank integriertem WLAN wandern eure Texte anschließend automatisch auf den Cloud-Speicher eurer Wahl. Zum Start unterstützt das Freewrite Google Drive, und Evernote, später soll außerdem Apples iCloud hinzukommen. Praktischerweise soll Freewrite von Haus aus Markdown-Unterstützung mitbringen.

Freewrite: Das sind die technischen Daten der Cloud-Schreibmaschine

Das Freewrite verfügt über eine mechanische Tastatur mit Cherry-MX-Brown-Switches, die es auch mit deutschem Layout geben soll. Der eigentliche Schreibbereich des E-Ink-Displays misst 121 x 68 Millimeter. Das Gerät wiegt dabei 1,8 Kilogramm und verfügt über einen praktischen Griff. Die Abmessungen betragen 298 x 237 x 70 Millimeter, die Akkudauer soll laut Astrohaus ganze vier Wochen betragen – allerdings auch nur, wenn ihr in der Zeit täglich maximal 30 Minuten bei deaktiviertem WLAN schreibt.

Das Freewrite wurde schon vor zwei Jahren erstmals öffentlich vorgestellt. Damals nannten die Macher das Gerät noch Hemingwrite. 2015 wurde das Projekt über eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne finanziert, bei der insgesamt 342.471 US-Dollar zusammenkamen. Nach einer längeren Entwicklungs- und Produktionsphase kann das Gerät jetzt über die offizielle Freewrite-Website bestellt werden, der Preis soll 499 US-Dollar betragen, wobei ihr hier natürlich noch mit den üblichen Einfuhrzöllen aus den USA rechnen müsst. Ausgeliefert werden die Geräte laut Hersteller ab März 2016.

Wer zum Schreiben doch lieber auf eine Software-Lösung setzt, der sollte sich unsere Artikel über die Apps Scrivener und Ulysses durchlesen.

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2 Antworten
  1. von Jürgen Schulze am 26.02.2016 (08:50 Uhr)

    Jeder Sch*** kommt wieder. Auch Dinge, die man dank PC überwunden glaubte: z.B. kleine Displays auf denen man zu umständlich editieren kann.
    https://www.conrad.de/de/brother-schreibmaschine-ax-425-mit-lc-display-und-korrekturspeicher-329382.html
    Steht noch irgendwo im Keller

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  2. von Bernd Römer am 29.02.2016 (11:52 Uhr)

    Hallo,
    danke für die ausführliche Beschreibung. Ich vermisse nur Informationen über die Stromversorgung. Kann man das Gerät in Europa betreiben? In den USA sind 120 V üblich. Wäre für eine Ergänzung

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