Das könnte dich auch interessieren

Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Software

Cloud-Speicher: 9 Smartphone- und Tablet-Apps im Vergleich

    Cloud-Speicher: 9 Smartphone- und Tablet-Apps im Vergleich

Eine immer größere Zahl an Cloud-Speicher-Apps buhlt um mobile Nutzer. Im Vergleichstest punkten die meisten Apps mit viel Platz und komfortabler Bedienung. Sicherheitslecks und fremdsprachige Bedienoberflächen trüben allerdings das Gesamtbild.

Der Trend geht zum Cloudspeicher: Mit der zunehmenden Zahl an Endgeräten steigt beim Nutzer auch das Bedürfnis nach sicherem Cloudspeicher. Eine Festplatte in der Datenwolke, auf die man von überall mit den verschiedensten Geräten zugreifen kann, ist für viele schon jetzt unverzichtbar.

Zu den Endgeräten, mit denen man auf seinen Cloudspeicher zugreifen möchte, gehören selbstverständlich auch Smartphones. Entsprechend viele Apps gibt es, die versuchen, eine mobile Schnittstelle zwischen Benutzer und Online-Speicher zu schaffen. Doch welche App ist dabei am sichersten? Welche am leichtesten zu bedienen? Und welche sendet ungefragt Daten an Dritte? In Kooperation mit den Marktforschern von MediaTest Digital haben wir 9 Cloudspeicher-Apps unter die Lupe genommen. Getestet wurden dabei entweder die iOS- oder die Android-App der Plattformen – alle Plattformen bieten auch das (nicht getestete) Äquivalent für das jeweils andere Betriebssystem an.

Dropbox Cubby CloudMe Evernote Box for iPhone and iPad HiDrive
Gesamtergebnis 96% 95% 93% 93% 84% 84%
System
Benutzerfreundlichkeit 97% 91% 89% 98% 82% 67%
Sicherheit 100% 100% 100% 100% 100% 100%
Design 93% 93% 80% 93% 66% 73%
Systemauslastung 91% 100% 100% 79% 64% 76%
Infos & Support 86% 84% 82% 76% 75% 91%
In-App-Advertising Nein Nein Nein Nein Nein Nein
Preis kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Einzeltest Einzeltest Einzeltest Einzeltest Einzeltest Einzeltest
SafeSync Mozy Ubuntu One Files
Gesamtergebnis 79% 79% 78%
System
Benutzerfreundlichkeit 73% 58% 76%
Sicherheit 80% 100% 80%
Design 63% 80% 66%
Systemauslastung 92% 60% 77%
Infos & Support 67% 76% 68%
In-App-Advertising Nein Nein Nein
Preis kostenlos kostenlos kostenlos
Einzeltest Einzeltest Einzeltest

Cloud-Speicher-Synchronisation nicht selbstverständlich

Die Features einer Cloudspeicher-App sind eigentlich vergleichsweise simpel: Als Benutzer möchte man so komfortabel wie möglich auf Daten zugreifen, die man von irgendwo anders auf seinen Online-Speicher geladen hat. Man möchte gleichermaßen die Möglichkeit haben, Daten herunterzuladen oder diese von unterwegs auf seinen Cloudspeicher zu laden.

Doch leider bieten nicht alle Apps diese Features, die eigentlich für einen solchen Service selbstverständlich sein sollten. Die Android-App „SafeSync“ bietet zum Beispiel keine Möglichkeit, Daten vom Cloudspeicher auf das Smartphone herunterzuladen. Bei dieser App funktioniert der Datentransfer nur in eine Richtung. Erschwerend kommt hinzu, dass die App die Modellbezeichnung des eigenen Geräts übermittelt. Damit schnitt die App am schlechtesten ab. Auch die App „Ubuntu One Files“ übermittelt die Modellbezeichnung des Smartphones. Mit 5 GB kostenfreiem Speicherplatz und gutem Support-Angebot schneidet sie aber trotzdem gut ab. Für Android-Geräte empfehlen sich dennoch eher andere Apps: „HiDrive“ bietet beispielsweise ebenfalls 5 GB kostenlosen Speicher sowie guten Support, fällt dabei aber nicht negativ durch eine Datenschutzlücke auf. Dafür fehlt der App eine Navigationsleiste. Eine gelungenere Oberfläche bietet die App „Cubby“, die ebenfalls 5 GB zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Apps lassen sich diese aber nicht erweitern. Ein kleines Manko ist außerdem, dass die App nur auf Englisch verfügbar ist. Wer es genauso sicher wie die „Cubby“-App, aber eben auf Deutsch haben möchte, kann außerdem zur „CloudMe“-App greifen, die obendrein durch ein ansprechendes Design überzeugt. Einziger Nachteil ist, dass der Umfang mit 3 GB Speicherplatz geringer ausfällt.

Mozy-App: Syncen ja, mobil registrieren nein

Auch das iPhone bietet zahlreiche Möglichkeiten, Dateien zwischen dem Smartphone und einem Online-Speicher auszutauschen. Doch auch hier gibt es zumindest eine App im Vergleichstest, die es versäumt, Basisfunktionen bereitzustellen. Die „Mozy“-App bietet zwar sonst einige positive Features wie die Unterteilung der Daten in unterschiedliche Ordner und eine Favoritenleiste, allerdings ist es dem Benutzer nicht möglich, sich bei der Erstbenutzung über sein Smartphone zu registrieren. Der Account muss also bereits vorher am Computer angelegt werden. Hat man dieses unfreundliche Hindernis überwunden, kann man sich jedoch über 2 GB Cloudspeicher freuen. Bis zu 5 GB kostenlosen Speicherplatz bietet die App „Box for iPhone and iPad“. Allerdings beschränkt sich hier die Upload-Größe jeder Einzeldatei auf maximal 100 MB. Der geringe Speicherplatz ist auch das größte Manko der iPhone-App „Evernote“. Diese erlaubt dem Benutzer maximal 60 MB pro Monat zu übertragen. Damit eignet sich die App weniger als wirklicher Cloudspeicher für Bilder und Videos, sondern in erster Linie für Notizen, Aufgaben und gegebenenfalls auch Sprachmemos. Die beste Cloudspeicher-Lösung für das iPhone bietet letztlich die „Dropbox“-App. Diese ist benutzerfreundlich, sehr übersichtlich, sicher und bietet 2 GB kostenfreien Speicher an. Mankos? Sind nicht vorhanden.

Der Vergleichstest von mediaTest digital zeigt: Trotz der eigentlich recht simplen Anforderungen, die man als Benutzer an eine Cloudspeicher-App stellt, macht es dennoch einen Unterschied, welche App man verwendet, um auch mit seinem Smartphone eine optimale Schnittstelle zwischen Online-Speicher und Mobilgerät zu haben. Die beiden Testsieger machen deutlich, dass es sowohl für iOS als auch für Android-Geräte gute Lösungen gibt. Die „Cubby“-App für Android-Geräte ist nicht nur sicher, sondern obendrein ansprechend gestaltet und benutzerfreundlich. Einzig dass die App ausschließlich auf Englisch gehalten ist, könnte manch einen Benutzer stören. Dafür erhält der Nutzer 5 GB kostenfreien Speicher, der derzeit aber noch nicht erweiterbar ist. Noch cleverer löst es der Testsieger fürs iPhone. Die „Dropbox“-App bietet anfangs zwar nur 2 GB, diese werden jedoch erweitert, wenn man Freunde für die App anwirbt. Auch sonst besticht die App in allen Punkten: Sie bietet einen Zugriff von den unterschiedlichsten Geräten, hat einen guten Support und ist sowieso sehr sicher und benutzerfreundlich. Dateien können zudem bequem per Link an Freunde und Bekannte verschickt werden. So viel Funktionalität macht Freude und sichert der App zu Recht den Siegerposten Test.

Auf den folgenden Seiten alle Tests im Detail.

 

Finde einen Job, den du liebst zum Thema iOS, Android

10 Reaktionen
Stevil
Stevil
20.06.2012, 15:10 Uhr

Wurde im Test auch der jeweilige Serverstandort des Hosters betrachtet?

Gerade durch aktuelle Presse a la ACTA und Patriot Act kann es sich eigentlich kein gewerblicher Nutzer erlauben, seine Daten auf dem Silberteller zu servieren. Da dürfte als "rein deutscher" Anbieter ja nur HiDrive in Frage kommen. Und als Privatkunde hätte ich ein mulmiges Gefühl.

Features sind ne schöne Sache, aber das Thema Datenschutz und Datenhoheit sollte man nicht außer Acht lassen. Da würde der Testsieger bestimmt nicht so gut abschneiden, oder?

Antworten

Thomas Quensen
20.06.2012, 15:11 Uhr

SugarSync, die meiner Meinung nach beste Cloud-Sync-App wurde leider nicht getestet.
Könnte aber locker mit Dropbox oder Cubby mithalten!

Antworten

Sebastian
Sebastian
20.06.2012, 16:25 Uhr

100% sicher. Sehr seriös.

Antworten

Rolf
Rolf
20.06.2012, 17:18 Uhr

Warum habt irh Wuala nicht in den Test mit aufgenommen? Ich nutze das auf dem PC und auf Android und bin ganz zufrieden damit.

Antworten

Johannes Haupt
20.06.2012, 18:34 Uhr

Wir mussten aus ökonomischen Gründen 'ne Auswahl treffen, im Bezug auf die Plattformen (konsequent wäre es natürlich gewesen, jede App auf iOS und Android abzuklopfen) und natürlich auch im Bezug aufs Testfeld. Gibt im Markt inzwischen einfach zu viele Player für einen vollumpfänglichen Vergleich.

Ciao
Johannes

Antworten

Thomas Quensen
21.06.2012, 10:03 Uhr

Habe mir mal Cubby genauer angeschaut.
Sieht auf den ersten Blick sehr gut aus, auch die Desktop-Version wirkt gut.
Von Vorteil ist hierbei, dass (wie sonst nur bei SugarSync) beliebige Ordner vom Rechner gesynct werden können, und man nicht nur auf einen einzelnen Ordner beschränkt ist (wie z.B. bei Dropbox)

Antworten

Timo
Timo
21.06.2012, 11:27 Uhr

Ob Dropbox 100%ig sicher ist, weiß ich nicht. Denke keines der Systeme kann als 100%ig sicher eingestuft werden. Ich errinere mich an 2 Lücken in Dropbox, bei denen Nutzer ohne Passwort in den Account kamen.

Antworten

Wolfgang
Wolfgang
22.06.2012, 06:31 Uhr

Sicherheit: Die Daten mögen ja durch Backups sicher sein, aber ob sie z.b. auf Dropbox sicher vor fremden Blicken sind, mag ich zu bezweifeln. Außerdem fehlen für echte Teamarbeit die Möglichkeit User-Rechte zu vergeben - zu mindest in der freien Version.

Antworten

Andreas H
Andreas H
25.06.2012, 09:51 Uhr

Keiner der hier getesteten Dienste verschlüsselt die Daten vor der Speicherung im Internet. Die angegebenen 100% Sicherheit sind also sehr fragwürdig. Abgesehen davon das alle Closed Source sind und es eine 100% Sicherheit ja sowieso nicht gibt.
Wuala und auch TeamDrive hätten auf alle Fälle auch noch mit in den Test gehört. Zumal man bei Teamdrive auch auf einem eigenen Server speichern kann.

Antworten

mediaTest digital
mediaTest digital
27.06.2012, 10:13 Uhr

Absolut richtig: 100%ige Sicherheit gibt es selbstverständlich nie. Die Prozentzahlen der Sicherheits-Dimension beziehen sich auf unsere Sicherheitsanalyse, in der wir sämtliche Datentransfers der App analysieren. Die "100%" beziehen sich auf die von uns betrachteten Sicherheitskriterien, die in erster Linie alle relevanten bzw. kritischen Datentransfers berücksichtigen. Dabei überwachen wir, ob und wie personenbezogene Daten von der App versendet werden. Die serverseitige Sicherheit der Daten ist in der Tat sehr interessant, aber in unserem momentanen Testumfang nicht vorgesehen. Wir werden in Kürze erweiterte Sicherheits-Tests inklusive entsprechendem Sicherheits-Gütesiegel anbieten, in denen auch die von Dir angesprochenen Herausforderungen berücksichtigt werden.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen