16. Gibt es eine klare Roadmap bzw. welchen Releasezyklus gibt es und wer achtet darauf, dass Deadlines eingehalten werden?
Jeffrey: Dries Buytaert, der Drupal Projekt Lead, und die Community haben sehr viele Weichen gestellt, um Qualität, Innovation und Flexibilität im System zu ermöglichen.
Aber Dries sagt es am besten selbst:
Drupal never had an official roadmap, and will never have one. People perceive a roadmap as a list of formal deliverables; they feel stranded when the roadmap is changed, and get upset when functionality is not completed in time. Volunteer-driven projects like Drupal can't make any guarantees. Things happen, or not. Code is ready when it's ready. Volunteer-driven projects don't mix well with official roadmaps.
Kian: Ja, die gibt es. TYPO3 4.x hat klare Roadmaps und einen fest definierten sechsmonatigen Release-Zyklus für Major Releases und derzeit läuft ja auch schon parallel ein Rewrite des gesamten Systems (5.x Codename Phoenix) welches das Thema Open Source Enterprise Web CMS auf eine ganz neue Qualität heben wird. Welches CMS im Open-Source-Sektor basiert denn schon komplett auf MVC, Domain-Driven Design, JSR Content Repository usw.?
17. Welche Parameter oder Instanzen gibt es, um die Produktqualität zu sichern?
Jeffrey: Im Drupal 7 Release-Zyklus geht der ganze Core-Code durch ein „integrated testing framework“. Dies wird demnächst ein „distributed CI performance testing network“ werden, welches dann auch alle Community-Module testen wird. Continuous Intergration kontrolliert, dass keine Regressionen vorkommen, kontrolliert jeden Patch und hilft uns, nie den selben Fehler zweimal zu machen.
Kian: Die Core-Teams sind in sich sehr gut organisiert, auch wenn es natürlich, wie das in Communitys immer der Fall ist, auch mal zu Unstimmigkeiten kommt, weil Entwickler unterschiedlicher Meinung sind, welche Funktionen Prioritäten haben. Für die Releaseplanung gibt es ziemlich strenge Milestones um eine gleichbleibend hohe Qualität zu halten. Featurefreezes, Bugfixing und die Release-Stadien werden hier sehr ernst genommen. Änderungen am Core werden in Newslisten diskutiert und gereviewed und nach OK von mindestens zwei Core-Entwicklern und zwei erfolgreichen Funktionstests commited. Hier ist der klare Vorteil gegenüber Drupal, dass es nicht einen Flaschenhals von zwei Core-Committern gibt.
18. Welches System ist besser auf kommende PHP-Versionen vorbereitet?
Jeffrey: Drupal 6.x schreibt PHP 5.2 vor und Drupal 7 PHP 5.3.
Kian: Schwer zu sagen. Ich denke, dass TYPO3 mit der Entscheidung, sich neu zu definieren und zukünftig komplett auf moderne Enterprise-Architektur zu setzen, ganz klar den richtigen Weg gegangen ist. Drupal hat in Version 6 noch immer keine einzige Klasse und ein Großteil der Core-Logik ist in zwei Dateien zu finden, in Drupal 7 wurde das nun zumindest auf eine fast durchgängige Objektorientierung verbessert, es ist aber noch weit entfernt von einem MVC-Anspruch. Hier wundert es mich manchmal schon, wenn selbst PHP-Vordenker Drupal als zukunftsträchtig ansehen. Hier ist noch viel Nachholbedarf aus meiner Sicht. TYPO3 hat vor allem diese Entscheidung zu einer Enterprise-Architektur schon vor drei Jahren getroffen, das heißt hier ist schon ein klarer Vorsprung zu vermerken.
19. Welches sind die wichtigsten Zukunftskonzepte des Systems?
Jeffrey: Drupal.org hat Distributionen und ein Packaging-System, das „ein Drupal“ bauen kann, das auf ganz exakte Bedürfnisse zugeschnitten ist: mit Modulen, Konfigurationen, etc. Drupal 7 had RDFa im Core eingebaut - Drupal ist Pionier in Sachen Semantic Data.
Das Drupal Entity-System ist in Drupal 7 nun auf viele Konzepte erweitert: Inhalte, Benutzer, Dateien, Kommentare, Taxonomy Vocabularies und Terms. Man kann nun mit dem fantastischen Views-Modul „Views“ (Auswahl und Präsentation von Inhalten) von jeder möglichen Mischung der Entities bauen. Noch besser: Views können von jeder erdenklichen Daten-Quelle gebaut werden: auch externe Datenbanken, auch von nicht-Datenbank-Quellen wie APIs (Flickr, Twitter, etc.), Datei-Systemen, individuelle Dateien (CSV, XML), RDF Stores ... alles aus einer einheitlichen Benutzeroberfläche und Denkweise.
Drupal 7 läuft mit den üblichen kommerziellen Datenbanken wie MySQL, PostgreSQL und SQLite sowie auf großen proprietären Systemen wie MSSQL, Oracle, DB2 und sogar auf wilden Neulingen wie MongoDB.
Kian: Auf das JSR-283 Content Repository zu setzen, ist sicherlich ein wichtiger Schritt in die Zukunft, da es den Austausch mit Daten anderer Enterprise-Systeme deutlich vereinfacht. Auch die klare MVC-Architektur ist sehr zeitgemäß und die Spaghetti-Code-Systeme werden sicherlich nach und nach vom Markt verschwinden, wenn sie sich nicht rechtzeitig neu definieren. Darüber hinaus verwendet TYPO3 5.0 auch sehr moderne Ansätze wie Persistenz-Framework, Dependency Injection usw. Dabei basiert TYPO3 5.x auf dem komplett unabhängig nutzbaren PHP-Framework FLOW3, das schon jetzt von manchen Seiten als moderner und zukunftsträchtiger als bspw. Zend Framework gehandelt wird, obwohl es noch im Alpha-Stadium ist.
20. Wie siehst Du den CMS-Markt der Zukunft z.B. in Bezug auf properitäre CMS-Anbieter oder Frameworks wie Symfony, Ruby on Rails oder Django?
Jeffrey: Proprietäre Systeme werden langsam aber sicher nach oben im Markt getrieben. Die werden sich in immer kleiner werdenden Nischen ganz oben befinden. Aber irgendwann, auch auf „Enterprise“-Niveau, ist ein CMS nur noch eine Ware, nur ein Gebrauchsgegenstand.
Andererseits werden Frameworks immer die beste Lösung sein für Systeme, die wirklich einzigartig sind oder nicht von den großen Vorleistungen eines CMS wie Drupal oder TYPO3 profitieren können. Frameworks sind aber nur was für Entwickler. TYPO3 und Drupal sind die perfekte Lösung für End-User, die ein Werkzeug brauchen, das sich einfach installieren lässt und mit dem man großartige Websites bauen kann.
Drupal trifft, meiner Meinung nach, die goldene Mitte zwischen Entwickler- und Benutzer-Freundlichkeit.
Kian: Ich denke, dass es immer diverse Märkte geben wird. Quickwins werden sich immer noch mit WordPress am schneller erreichen lassen. Drupal ist der einzige im Bereich Social Publishing und hierauf sollte sich die Community auch konzentrieren. TYPO3 ist im Enterprise-Sektor und hat hier eine tolle Zukunft vor sich. Frameworks wie Django, Ruby usw. haben ihre Daseinsberechtigung eher für applikationslastige Plattformen, da die Entwicklung kompletter CMS-Features für die Frameworks meist die Budgets sprengen würden.
Und dann gibt es noch die kommerziellen Systeme. Naja, also mit denen ist es so eine Sache. Letzte Woche bekamen wir drei Anrufe von Fortune500-Firmen, die von RedDot auf TYPO3 wechseln wollen, weil seit dem Aufkauf durch Open Text die Zukunft viel zu ungewiss ist. Viele der ganz großen Legacy-Systeme wie Documentum haben inzwischen entschieden, ihr Web-CMS nicht mehr weiterzuentwickeln und es wird sich am Ende auf wenige große Systeme einschwenken.
Ein Faktor, der aber nie verschwinden wird, ist folgender: Ein Unternehmen, das schon 10 Millionen für Oracle oder SAP-Produkte ausgibt und schon regelmäßig mit den Sales-Mitarbeitern golfen geht, wird auch weiterhin Stellent oder Netweaver kaufen und sich nicht nach Open-Source-Alternativen umschauen. Außer in der Krise: Da passiert sowas dann immer sehr schnell.
Für Drupal sehe ich eine gute Zukunft im Social-Publishing- und Government-Bereich, hier ist das System stark. Ich sehe die größte Gefahr für Drupal in Facebook, denn viele Unternehmen wollen keine eigenen Communitys mehr aufbauen, sondern sich direkt in Facebook einklinken. Aber Ansätze wie Drupal Gardens, die CMS zu Kleinstunternehmen bringen und es sehr bezahlbar machen, sind klasse und werden zukünftig auch an Marktanteilen gewinnen. Nur im Enterprise-Segment kann Drupal aus meiner Sicht nicht punkten, denn hierfür fehlt zu viel und ein System kann auch nie die gesamte Werschöpfungskette abdecken, ohne dabei seine Existenz und damit Zukunft zu verlieren.





42 Answers
von Hanno Schrauber 09.08.2010 (15:24Uhr) 1.
Meiner Meinung nach der schlechteste Beitrag den ich bisher auf T3N.de gelesen habe. Solche Vergleiche bringen nichts außer viele Page-Impressions. Sorry.
von Panda 09.08.2010 (15:34Uhr) 2.
Was für eine schlimme Selbstbeweihräucherung. Das hält man ja nach der dritten Frage schon fast nicht mehr aus.
von Christian Baer 09.08.2010 (15:49Uhr) 3.
Zusammenfassung:
"Wir sind besser!" - "Nein, wir!"
von Stefan Ernst 09.08.2010 (16:01Uhr) 4.
Kian scheint ja nicht so recht von TYPO3 überzeugt zu sein, wenn der Großteil der Antworten daraus besteht, über Drupal zu reden und Drupalbashing zu betreiben.
Schade. Traurig (bzw. lächerlich?)
*kopfschüttelnd*
von Armin Stroß-Radschinski 09.08.2010 (16:04Uhr) 5.
zu 16. Kian: ...Welches CMS im Open-Source-Sektor basiert denn schon komplett auf MVC, Domain-Driven Design, JSR Content Repository usw.?...
Wenn Phoenix sich 10 Jahre Plone Erfahrung zunutze macht, besteht endlich die Chance dass Typo3 da aufholt. By the way - Test Driven Development nicht vergessen! Was sagte Douglas Adams noch zum Thema Macintosh: Nicht jeder kann Rolls Royce fahren. ...aber es wird besser.
von Lucio 09.08.2010 (16:13Uhr) 6.
Ich musste laut lachen, als ich "Mächtigkeit out-of-the-box" gelesen hatte :D
Das war aber auch leider der einzige Höhepunkt. Was Kian hier geäußert hat, ist leider sehr albern und liest sich so, als ob ein altes Tier nochmal kurz vor dem Tod aufgebärd.
von Andreas Holmgrein via facebook 09.08.2010 (16:59Uhr) 7.
beide sind scheisse :)
von Nils Ehlers 09.08.2010 (17:00Uhr) 8.
Da steckt mal ordentlich Feuer drin. Finde es im Vergleich zu den Vorrednern spannend, die beiden Sichtweisen so derb ausgestaltet nebeneinander zu sehen.
von Kian Gould 09.08.2010 (17:01Uhr) 9.
Natürlich bringen so Vergleiche realistisch nicht viel, es geht hier doch um einen sportlichen Zweikampf, schade, wenn das nicht als Solches erkannt wurde.
von Mick2 09.08.2010 (17:07Uhr) 10.
Ich find den Schwanzvergleich echt unterhaltsam und vor allem auch differenziert! Irgendwas stimm aber mit der Artikelanzeige bei mir nicht.
von Fabrizio Branca 09.08.2010 (17:33Uhr) 11.
Wer ein paar Fakten (Metriken) zum Vergleich zwischen TYPO3, Wordpress, Drupal und Joomla sehen will sollte hier mal einen Blick draufwerfen:
Comparing metrics for TYPO3, Wordpress, Joomla and Drupal
von Markus Schilling via facebook 09.08.2010 (17:48Uhr) 12.
Kann man besser ausdrücken, inhaltlich komplett richtig!
von Andreas Lenz 09.08.2010 (17:57Uhr) 13.
@alle: in der Überschrift steht doch klar "Wettkampf" mich wundern deshalb die beiden ersten Kommentare... Gibt es den inhaltich keine Fragen bzw. kontroversen Punkte?
@fabrizip: interessanter Vergleich! Deinen Link zum TYPO3 vs. Magento Vergleich will ich unseren Lesern nicht vorenthalten http://twitpic.com/23f5fn
von Jumpingpixel 09.08.2010 (18:24Uhr) 14.
Ich glaube die beiden Systeme mit einander zu vergleichen ist als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Beide System habe ihr Stärken und Schwächen.
Die Stärke von Drupal ist klar UGC, die von TYPO3 ist das Verwalten von mehren Sprachen und der Workflow, und Extbase.
Aber ich denke das die Summer der Stärken und Schwächen auf beiden Seiten die gleiche ist.
Was mich etwas stört ist das Kian dauernt auf Phoenix rumreitet. Phoenix ist noch in der Entwiklung und bis jetzt kann keiner genau sagen ob es wirklich der Hammer wird wie sich das so einige vorstellen. Man muss immer bedenken das die Leute die Mit TYPO3 arbeiten sich mit dem Erscheinen von Phoenix wieder mit eine neuen System auseineander setzten müssen. Die Frage die ich mir da stelle, wie viele werden die Gelegenheit nutzten und auf eine anders System (Drupal, Joomla!, Contao) umzusteigen.
@t3n wie wäre es beide in Skype zusammen zubringen. Ich glaube ein Probelm an so eine Artikel ist das beiden nicht auf die "Vorwürfe" des anderen eingehen können.
von Jan Liesendahl via facebook 09.08.2010 (18:30Uhr) 15.
K.O. ...nur für wen?
Beide haben ihre guten und schlechten Seiten, ob man diese nun gegeneinander antreten lassen muss, ist mir Fragwürdig.
von Hanno Schrauber 09.08.2010 (18:39Uhr) 16.
Was gibt es daran nicht zu verstehen? Wettkämpfe / Vergleiche auf diesem Niveau bin ich auf t3n.de nicht gewöhnt. Laut vielen Tweets und Kommentaren mit der Meinung auch scheinbar nicht alleine und deshalb wohl auch keine inhaltlichen Fragen zu den Beitrag. Zugegeben, es kann auch nicht jeder Beitrag gefallen, daher auch eine Frage des Geschmackes.
von Kian Gould 09.08.2010 (19:00Uhr) 17.
Zum Thema Phoenix noch kurz als Ergänzung. Die Vision wo eine Community hin will zeigt maßgeblich ob Sie zukunftsfähig ist. Drupal plant laut Dries Buytaert für Version 8 Features die TYPO3 schon seit Jahren hat, TYPO3 hat dagegen schon vor Jahren entschieden sich neu zu definieren und entgültig richtig Enterprise zu machen. Natürlich wird sich mit Phoenix auch die Spreuch vom Weizen trennen. Spaghetticoder und Script-Kiddies werden mit FLOW3 nicht viel anfangen können, das ist richtig. Darum ging es mir maßgeblich.
von Steven 09.08.2010 (19:05Uhr) 18.
Die sehr "flachen" Kommentare der Foren-Trolle, die mittlerweile leider auch bei t3n angekommen sind, sind doch sehr enttäuschend.
Ich würde mir wünschen dementsprechend konstruktiv und sachlich zu kommentieren, damit auch hier im Sinne der CMS Community diskutiert werden kann. Das hier verschiedene Aussagen aufeinander treffen ist Sinn des Artikels und insofern interessant zu lesen.
Jeffrey, ich finde die Argumente für Drupal hinsichtlich der Verwendung als Enterprise CMS nicht so überzeugend. Gibt es dazu eine konkrete Product-Roadmap, die man nachlesen kann? Enterprise heißt doch viel mehr als das große Firmen ein Open Source Tool für Microsites einsetzt.
von Jean Mercand 09.08.2010 (19:08Uhr) 19.
Ist wirklich albern und hat nichts mit einem Battle zu tun.
@Andreas Lenz: Ist doch gut wenn der Artikel kontrovers kommentiert wird. Ich schließe mich einem Vorredner an, es geht doch nur um Page Impressions.
t3n entwickelt sich auch sehr merkwürdig. Es wird gemeckert, dass die Besucher die Navigation nicht so toll finden wie ihr, unnütze Videocasts werden aufgenommen und das Heftchen scheint zur Nebensache zu verkommen.
von nexuss 09.08.2010 (20:11Uhr) 20.
Ich meine, für eine produktive Diskusion unter Profis können wir auf solche dämlichen Hinweise wie von Andreas Holmgrein (beide sind scheisse) verzichten, egal, ob dieser Artikel einem nicht so ganz gefällt.
Aber das zeichnet halt Profis aus. Sorry.
von Andreas Lenz 09.08.2010 (20:20Uhr) 21.
@Hanno Schrauber: wie immer gibt es mehrere meinungen. wie man hier und an den tweets sieht, gibt es auch viele leute die detaills des interviews interessant finden. was ist mit "auf diesem Niveau" gemeint? ich finde die qualität der antworten detailliert und es zeigt sich, welches system für welchen bereich steht oder stehen möchte und wo man in zukunf hin möchte. zugegebenermaßen sind die system nicht perfekt vergleichbar, aber doch spannend zu sehen wie experten der beiden Open-Source-CMS boliden zu verschiedenen themen stehen. eben nicht für jeden...
@Jean Mercand: das thema navigation wurde ausgibig diskutiert. auf basis des feedbacks wurden viele veränderungen vorgenommen. einge davon sind z.b. heute live gegangen. in den nächsten tagen und wochen folgen weitere verbesserungen. wir sehen das thema übrigens als ständigen prozess, schließlich kommen regelmäßig neue services und elemente hinzu. was stört dich konkret?
zum thema videocast experimentieren wir ebenfalls viel. die zahl der abrufe der videocasts sind dabei, obwohl wir bisher nur tests gefahren haben, überwältigend hoch. positive kommentare und konstruktive kritik überwiegen dabei bei weitem. was stört dich konkret?
"und das Heftchen scheint zur Nebensache zu verkommen."? tzzzzzzzzz!!!! is klar... und nen schönen Trollnamen hast du Dir ausgedacht http://bit.ly/duerHQ ;)
von Jumpingpixel 09.08.2010 (20:31Uhr) 22.
@Kian Die Frage ist nur ob es gut ist die Spreu vom Weizen zu trennen.
Die Community wird kleiner und die Firmen die auf der Suche nach einem CMS sind werden sich überlegen ob sie ein CMS wählen bei dem die Mitarbeiter sich erst lange einlesen müssen.
Wenn man sich mal auf dem Markt umschaut, scheint es eh so zu sein das es eher ein Mangel an "TYPO3-Experten" gibt. Gerade das Introductionpackage zeigt doch das der Bedarf an einem Ready-to-Go-Paket da ist.
Das ist auch wieder eine große Stärke von Wordpress, Contao, ModX und vieleicht auch Drupal. Man kann ohne großen Aufwand und lange Einarbeitungszeit eine kleine Webseite erstellen kann, trozdem ist es möglich auch große Projekt umzusetzten.
von Hanno Schrauber 09.08.2010 (21:12Uhr) 23.
@Andreas Lenz: Um noch die Frage zu beantworten: "Mit diesem Niveau" ist gemeint, dass mir dieser sehr subjektive Vergleich, bzw. die Gegenüberstellung zweier (natürlich unterschiedlicher) Meinungen - gepaart mit dem Titel "TYPO3 vs Drupal - Wettkampf über 20 Runden" - mehr an Regenbogenpresse erinnert und ansonsten keinen großen inhaltlichen Gehalt hat. Anscheinend (oder hoffentlich) wußten die beiden Autoren, dass es um einen Vergleich geht und das ist an den jeweiligen Aussagen anzumerken. Die sonst gute Berichterstattung von T3N.de beweist es doch eigentlich täglich wie es besser geht...
von Kian 09.08.2010 (21:14Uhr) 24.
@JumpinPixel Es hat alles sicherlich Vor- und Nachteile. Natürlich ist eine Riesen Community was Anzustrebendes, aber wenn man sich mal das Web als ganzes betrachtet, besteht es aus Milliarden kleinen Seiten und Tausenden großen Seiten. TYPO3 ist für große Seiten ausgelegt, nicht für kleine. Wordpress ist ausreichend für sehr kleine Seiten. Die Frage ist nun: Wollen wir Marktführer im Enterprise Bereich werden und Open Text, Interwoven usw. hinter uns lassen oder wollen wir versuchen gegen 21 Millionen Wordpress Blogs anzukämpfen. Das richtige Tool für den richtigen Job, oder?
von Andreas Lenz 09.08.2010 (21:40Uhr) 25.
@Hanno Schrauber: Besten Dank für das ehrliche Feedback! Die Idee war die beiden am weitesten verbreiteten Open-Source-CMS im Enterprise bereich gegeneinander zustellen. Die Überschrift ist zugegeber maßen leicht reißerisch ;) Die beiden Interviewpartner besetzen inerhalb der Systeme wichtige Rollen. Im Rahmen der TYPO3-Konferenz (T3CON 2009) war Jeffrey-Anwesend und hat einen Vortrag zu Drupal bzw. den Vorteilen von Drupal auf der TYPO3-Konferenz gehalten. Ein für beide Seiten bzw. Systeme ein sehr spannender Austausch und natürlich interessant zu sehen wie der jeweilig andere Schwachstellen oder Pläne einschätz. Also nicht so weit hergeholt die Gegeneinanderstellung oder? Am Ende wird von uns kein Sieger gekürt, der aufmerksame Leser erfährt dafür einige Detaills und Unterschiede zwischen den beiden beliebten Open Source CMS.
von pechgehabt 09.08.2010 (21:42Uhr) 26.
Locker bleiben - ich glaube einige von Euch wollen da echten Streit zwischen Drupal und TYPO3 sehen, wo gar keiner ist. Der Titel hier fordert ja auch erstmal dazu auf und ist sicherlich mit Bedacht gewählt.
Wenn Ihr aber Jeffrey auf der letzten t3con09 mit Olivier gesehen habt, dann wisst Ihr, dass Drupal und TYPO3 "Köpfe" entspannt miteinander umgehen. Deswegen wird es in einer Skype Konferenz auch keinen Streit geben. Ich denke, beide "Parteien" schätzen sich und das jeweils anders System zu sehr.
@t3n: Gut gemacht! Kein Scherz...
von Kian 09.08.2010 (21:46Uhr) 27.
Danke für den guten Beitrag, genau so ist es.
von Heiko Sudar via facebook 10.08.2010 (09:32Uhr) 28.
@andreas und @markus: alternativen?
von Daniel Hinderink 10.08.2010 (09:44Uhr) 29.
Zum Format: grundsätzlich finde ich eine Konfrontation absolut zulässig und verstehe auch nicht warum das in die Welt der "Regenbogenpresse" gehören sollte. So viel Raum für eine Ausbreitung der Argumentation gibt es dort eigentlich nie.
Allerdings ist die blinde Beantwortung per email weniger spannend, weil es zu keinem Austausch kommt,eine Live Diskussion würde andererseits nicht genug in die Tiefe gehen. Sehr gut und nachahmenswert finde ich das Format der Debatten die der Economist Online publiziert: http://www.economist.com/debate/debates/overview/179
Da gibt es zwei Diskutanten die einem festen zeitlichen Rahmen über eine spitz formulierte Frage in festgelegten Intervallen schreiben können. Ein Moderator begleitet das ganze und das Publikum stimmt gleichzeitig ab.
von BastianBBux 10.08.2010 (11:08Uhr) 30.
Nachdem ich in den Jahren 2002/2003 eine Unzahl von CMS als Alternativ zu Reddot evaluieren durfte (der Leidensdruck mit Reddot war schon damals zu hoch), sowohl kommerziell als auch OpenSource (u.a. lemon42, gentics, MS CMS, plone, xaraya cms) kann ich, gut 7 Jahre nach der Entscheidung für TYPO3, nur sagen:
die zwei Hauptargumente für TYPO3 sind die Mächtigkeit und Stabilität der Schnittstellen, und daran hat sich kaum was geändert.
Wobei man auch erwähnen muss: plone schied damals lediglich wegen der zope-basis (sprich: wegen python) aus (kein python know-how in der firma vorhanden).
Und zum mal Luft machen (geht in Richtung Mootools, jquery und Konsorten):
Die Qualität einer API ist proportional zu ihrer Rückwärtskompatibiltät zu bewerten. Alles andere ist Script-Kiddie Niveau. Eine API die sich mit jeder Version ändert braucht KEIN Mensch!
von Jan-Henrik Hempel 10.08.2010 (12:09Uhr) 31.
Die Gegenüberstellung der beiden führenden Open Source LAMP Content Mangement Systeme ist immer sinnvoll und hilfreich - auch wenn hier gewöhnlich viel zu viel Bauchgefühl involviert ist (man kennt das von Diskussionen über Java vs. PHP, Flash vs. Javascript usw.). Die Frage nach dem entsprechend der Anforderungen besser geeigneten System ist bei uns und auch anderen Agenturen Alltag und die Frage "Ist TYPO3 oder Drupal nun besser für uns?" wird exakt so gestellt. Hier kann dann die differenzierte Betrachtung beginnen, da es keine Pauschalantwort gibt. Jedes der beiden Systems hat seinen deutlichen Schwerpunkt, welche in der Diskussion dieses Artkiels angerissen werden. Ja: hier werden Äpfel mit Birnen verglichen - und genau diese Unterschiede herauszustellen ist wichtig, damit man weiß ob man lieber einen Apfel oder eine Birne essen möchte.
von TYPO3 vs. Drupal: Vor- und Nachteile und… 10.08.2010 (12:24Uhr) 32.
[...] * alle Zitate: CMS-Battle: TYPO3 vs Drupal – Wettkampf über 20 Runden » t3n News [...]
von Marius 11.08.2010 (12:25Uhr) 33.
Insgesamt doch ein Interessanter Artikel der, wie man sieht, eine Diskussion antreibt.
Super wäre hier ein Folge Artikel der die beiden System gegenüberstellt – z.B. Einarbeitungszeit/Lernkurve, Module/Extensions: Verfügbarkeit/„Must-Haves“ und Gegenüberstellung, Templates erstellen, Benutzerfreundlichkeit im Backend, Performance , … und (natürlich ein objektives ;-) Fazit für welche Seiten/Projekte sich welche System besser eignen.
Das beide Vor- und Nachteile haben sollte wohl klar sein. Und wenn einer in einem System fit ist, wird er da wohl, wenn möglich auch bei bleiben …
@ die Nörgelkommentare und „wie sich t3n entwicklet und Print wird vernachlässigt“, kann ich nicht nachvollziehen. Das gedruckte Magazin ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre. Die Onlineversion ist kostenlos und was einen nicht interessiert – soll man halt nicht lesen. Zeit hat der Artikel mindestens von drei Leuten gekostet. Das sollte man mindestenhs honorieren und keine 0815 Kommentare abliefern die keinen Mehrwert bieten. An alle Nörgler: Bitte eine Artikel verfassen, der eine „besseren“ Vergleich bietet. Dann können wir nochmal reden.
von Sebastian Michaelsen 11.08.2010 (12:37Uhr) 34.
Ich halte überhaupt nichts von dem großen CMS-Bashing. Natürlich gibt es bessere und schlechtere Systeme, aber von den "Großen", zu denen ich sowohl TYPO3 als auch Drupal zähle hat wohl jedes seine Daseinsberechtigung. Bevor man so Anti eingestellt ist, sollte man zumindest das System kennen über das man redet. Wenn nicht kann das zu solchen Stilblüten führen: http://twitter.com/sgtypo3/status/20875224048
von TYPO3 vs Drupal, la parole des experts |… 13.08.2010 (11:26Uhr) 35.
[...] Lire TYPO3 vs Drupal – Wettkampf über 20 Runden [...]
von s.Daniel 13.08.2010 (16:22Uhr) 36.
Der Vergleich ist von t3n geht schon in Ordnung, gegen einen gesunden Wettstreit unter Kollegen gibt es nichts zu sagen. Da kann man ja auch von einander lernen. Schade nur dass die Fragen teilweise unterschiedlich verstanden wurden und somit die Antworten wenig vergleichbares liefern. Eine direkte Diskussion oder die Möglichkeit auf die jeweilige Antwort einzugehen hätte den Artikel aufgewertet. Schade auch, dass Kian sich in wesentlichen Teilen darauf beschränkt, mit fraglichen aber vor allem nicht sachlichen Aussagen, Drupal schlecht zu reden.
Das lässt tief blicken und müsste nicht sein.
Interessant die Differenzen in der Statistik, ka was da jetzt stimmt - hier gilt wohl die alte Weisheit "Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast." ;) Hier jedenfalls ein paar weitere Zahlen:
http://trends.builtwith.com/cms
http://www.google.com/insights/search/#q=typo3%2Cdrupal&cmpt=q
von mori 13.08.2010 (18:02Uhr) 37.
Huiiii - also erstmal Kompliment an BEIDE Seiten.
Ich persönlich mag Drupal sehr - muss aber auch gestehen, dass ich zum aktuellen Typo3-Stand nichts sagen kann.
Es ist ja wohl so, dass man mit dem Tool die besseren Ergebnisse erzielt in dem man sich besser auskennt und da ein guter Freund schon so lange zufrieden Typo3 macht gebe ich diese Projekte gerne an Ihn weiter und bleibe da bei Design & statischen Layouts.
Entscheidend ist wohl die Frage was man genau will und welches der vorhandenen Systeme, sei es Wordpress, Facebook o. eines der beiden CMS, die jetzigen und zukünftigen Vorhaben am besten unterstützt.
Keines der beiden Systeme ist perfekt und erfordert viel Einarbeitung um wirklich gute Sites zu machen. In diesem Sinne - less Photoshop - more BRAIN !!!!
PS: http://www.typo3camp-munich.de/
PPS: Ich nutze Fireworks zum Webdesign - Photoshop ist eine BILDBEARBEITUNGSSOFTWARE kein LAYOUTPROGRAMM !!!!
In München sind bald Typo3 Tage.
Letztendlich ist ja immer entscheident, was
von Joern 16.08.2010 (15:59Uhr) 38.
Zitat mori "Photoshop ist eine BILDBEARBEITUNGSSOFTWARE kein LAYOUTPROGRAMM": Du sprichst mir aus dem Herzen (auch wenn das jetzt wohl gar nichts mit dem CMS Vergleich zu tun hat.)
Wie geht es jetzt weiter? Werden Kian und Jam in einer weiteren Runde Argumente austauschen?
von Stormwitch 18.08.2010 (11:04Uhr) 39.
Muss ich meinen Vorrednern leider zustimmen: Irgendwie wirkt das Ganze etwas kindisch...
von TYPO3 vs. Drupal 19.08.2010 (23:16Uhr) 40.
[...] TYPO3 gegen Drupal: Welches Content Management System hat die Nase vorn? Wir lassen die beiden in 20 Runden gegeneinander antreten. Genauer gesagt haben wir Jeffrey A. „jam“ McGuire für Drupal und Kian T. Gould für TYPO3 je 20 Fragen geschickt und per Mail beantworten lassen. Hier nun die Ergebnisse. Gibt es einen Sieger? Entscheidet selbst. Und wir sind sehr gespannt auf Eure Ergänzungen, Widerreden und Plädoyers in den Kommentaren. (via CMS-Battle: TYPO3 vs Drupal – Wettkampf über 20 Runden » t3n News) [...]
von Brad 06.11.2010 (00:22Uhr) 41.
"Am Ende kommen dann mächtige Systeme mit tausenden Möglichkeiten heraus, die keiner mehr bedienen kann. TYPO3 ist in dieser Hinsicht auch schon ein sehr erwachsenes System."
LOOOOOOOOL :-)))))
von Thomas 17.07.2011 (13:56Uhr) 42.
Schön zu wissen, dass selbst Drupal - welches ich bisher als unzulänglich betrachtet habe - scheinbar besser da steht als Typo3. Schließlich macht dieser Kian ja auch kaum Werbung FÜR Typo3 als vielmehr GEGEN Drupal.
Für mich als Entwickler sind die Antworten von Jeffrey durch die Bank sinnvoller, ziehlführender und akkurater als dieses Buzzword-Bingo von Kian. Bei letzterem kommt ja nicht ein Satz ohne Marketingbegriffe aus, was allein genommen schon viel über die (wahrscheinlich mangelhafte) Qualität der Software Typo3 aussagt. Und alle "Feartures" die erwähnt werden, habe ich bei Systemen wie Plone oder MODx schon länger.