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Open Source: Das Weiße Haus setzt auf Drupal

Open Source: Das Weiße Haus setzt auf Drupal

Das Weiße Haus hat seinen Internetauftritt whitehouse.gov auf das Open-Source-CMS Drupal umgestellt. Damit macht der neue Präsident Barack Obama einen wichtigen Schritt in Richtung und ersetzt ein proprietäres aus Zeiten der Bush-Regierung. Obama hatte bereits im Wahlkampf betont, er wolle sich für einsetzen und dabei vermehrt auf Open-Source-Technologien setzen.

Obama erfüllt aber nicht nur ein Wahlversprechen, in dem er auf Drupal gewechselt ist. Für ihn und seine Regierungsmannschaft ist es auch sehr wichtig, technisch auf dem neuesten Stand zu sein. „Wir wollen die Werkzeuge verbessern, die Tausende von Menschen nutzen, um über whitehouse.gov mit Regierungsmitglieder in Kontakt treten zu können“, erklärt der neue Medien-Direktor Macon Phillips. Ein Erfolgsrezept aus Wahlkampf von Obama soll damit auch in den Regierungsalltag übernommen werden: ein enger, mobilisierender Kontakt zu den Bürgern.

Die Website whitehouse.gov läuft jetzt auch dem Open-Source-CMS Drupal
Die Website whitehouse.gov läuft jetzt auf dem Open-Source-CMS Drupal

Neben als CMS für den offiziellen Regierungsauftritt kommen auch bereits andere Open-Source-Komponenten zum Einsatz. So läuft der Webserver vom Weißen Haus auf Apache und mit MySQL als Datenbank. Weitere Komponenten sind Apache Solr als Suchmaschine und die JavaScript-Bibliothek jQuery für ein modernes Web-Design. Der Wechsel zu Drupal könnte lediglich der Auftakt zu einem großangelegten Switch zu Open-Source-Software sein. Denkbar ist zukünftig auch der Einsatz in weiteren Bereichen wie den Betriebssystemen und der Office-Anwendungen.

Drupal-Einsatz als Signal für Vertrauen in Open Source

Zwar hat Drupal im Falle von whitehouse.gov das Rennen für sich gemacht, doch auch andere Open Source Content Management Systeme und Open Source im Allgemeinen profitieren von dieser Entwicklung. Wenn ein Land wie die USA sein Vertrauen in die Sicherheit von Open Source offen zur Schau stellt, dann könnte das von anderen Regierungen und auch Unternehmen als Signal erkannt werden, ebenfalls auf Open Source Software zu setzen. Die Rahmenbedingungen könnten jedenfalls kaum besser sein, denn in den Kassen herrscht in vielen Fällen durch die finanziellen Belastungen der Weltwirtschaftskrise gähnende Leere.

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Eine Antwort
  1. von Michael Lambertz am 02.06.2010 (09:29 Uhr)

    Endlich mal 'ne gute Entscheidung aus dem Weißen Haus ;-)

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