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E-Commerce

Content-Marketing im E-Commerce: 3 Praxistipps für Shopbetreiber

    Content-Marketing im E-Commerce: 3 Praxistipps für Shopbetreiber

Content-Marketing. (Foto: ©iStockphoto.com/okeyphotos)

Starker Content formt starke Marken, auch im E-Commerce. Dr. Jens Claussen, Mitglied der Geschäftsführung von Textprovider, erklärt, worauf es beim Content-Marketing ankommt und gibt wichtige Tipps für interessierte Onlinehändler.

Content Marketing ist – jenseits des Hypes – ein Zeichen für den fundamentalen Wandel im E-Commerce. Noch verdeckt das immer noch starke Wachstum im Online-Handel die Bedeutung dieses Wandels – was wir aber erleben. ist die Präsenz immer mehr starker Marken im E-Commerce zu Lasten reiner Shopbetreiber und damit einhergehend neue Anforderungen an dessen Inhalte.

Im E-Commerce passiert, was wir vor einigen Jahren in den Fußgängerzonen erlebt haben: Besonders kleinere Kaufhäuser verlieren Kunden und verschwinden, starke Marken eröffnen eigene Shops und Flagship-Stores. Luxusmarken, neue Modelabels aber auch einige Klassiker beginnen, die Marke und das Produkt zu zelebrieren – begleitet von hochwertigen Inhalten, die Markenwerte steigern, aber gleichzeitig auch Klicks und Conversion nach oben bringen.

Content-Marketing: Vielfältig, hochwertig, nutzerzentriert

Content ist dadurch viel mehr als Suchmaschinenfutter, das nach Bedarf mit Keywords gespickt wird. Mit jedem Google-Update versteht es der Algorithmus besser, zwischen keyword-basierter SEO und wertigem Content zu unterscheiden. SEO-Gibberish, also sinnlose Keyword-Wortfolgen, die Grammatik und Sinn nur imitieren, funktioniert immer weniger. Zudem hat Google mit dem Author Rank einen weiteren Qualitätsfaktor aufgestellt, der 2014 seine Bedeutung noch viel stärker entfalten wird. Content behält seine Bedeutung für SEO, er muss aber immer höhere Qualitätsstandards erfüllen.

(Foto: © charles taylor - Fotolia.com)
Content-Marketing ist mehr als Blogposts, Whitepaper und E-Books – kurzum: Text. (Foto: © charles taylor - Fotolia.com)

Ein gutes Kanalkonzept und gute Autoren sind dabei Erfolgsfaktoren. Den Content nur auf der Website zu haben, reicht nicht. Blogs, E-Books, Videos, Infografiken und Inhalte in den Sozialen Netzwerken müssen inhaltlich richtig ineinandergreifen, um sichtbar zu werden und die richtigen Signale für Nutzer und Suchmaschinen gleichermaßen zu erzeugen. Gute Autoren und Fachautoren gewährleisten am ehesten, dass die Inhalte verständlich, inhaltlich korrekt und für die Nutzer auch wertig sind. Die Bewegung führt immer mehr dort hin, dass Inhalte nicht nur mehr Traffic aus den Suchmaschinen bringen, sondern auch die Conversion dieses Traffics steigern.

Die neuen Contentkonzepte im E-Commerce gehen darüber noch hinaus. Sie sind internationaler ausgerichtet, bieten dem Nutzer mehr individualisierten Content bis hin zu speziellen mobilen Inhalten oder sogar Location-Based-Content. Markenshops wie das Unterwäsche-Label Marie Jo bauen mit hochwertigem Content und spitzer Nutzeransprache komplette Erlebniswelten auf. Sie erschaffen damit jenes Einkaufserlebnis, das der stationäre Handel sonst immer für sich reklamiert. Es sind Inhalte, die die Marke glänzen lassen, die sie verstärken und aus Markenwerten Mehrwert für den Nutzer machen.

Konkret lassen sich für den Verantwortlichen drei Erfolgsfaktoren aufzeigen.

Praxis-Tipp 1: Content-Audit – den Bestand sichten und bewerten

Es ist erfahrungsgemäß gar nicht so trivial, die Menge, Verteilung und Qualität des vorhandenen Contents und der bestehenden Kanäle online wie offline einzuschätzen. Tatsächlich finden sich immer wieder „Contentschätze“, die niemand auf dem Radar hatte – Studien, Verkaufsstatistiken, Reports oder sonstige Textassets. Bei der Evaluierung kommen oft aber auch die Schwächen zu Vorschein: Rechtschreib- und Grammatikfehler, Stilbrüche, Inkonsistenzen zwischen hochwertigen, ansprechenden Textstrecken und SEO-Texten, die Kunden womöglich abschrecken. Corporate-Textguides und Wording-Guidelines helfen, ein einheitliches Niveau zu gewährleisten.

Praxis-Tipp 2: Content-Strategie – Ziele definieren

Vier Ziele können typischerweise mit einer Content-Marketing-Strategie erreicht werden: Neukundengewinnung, Linkaufbau, Branding und Bestandskundenmonetarisierung. Aber nicht jedes Format ist für die Erreichung der Ziele gleich gut geeignet. Deshalb muss man sich bewusst werden, was im Vordergrund steht und den Augenmerk auf die passenden Maßnahmen richten. Erprobte Formate sind zum Beispiel:

  • Für die Neukundengewinnung: Produktbeschreibungen, Kategorietexte, Ratgeberinhalte
  • Für den Linkaufbau: eBooks, Gastbeiträge auf anderen Blogs und Websites
  • Branding: eBooks
  • Bestandskundenmonetarisierung: Kundenmagazin, sowohl online als auch offline

Praxis-Tipp 3: Content-Produktion – effizient arbeiten

Die Contentpflege und die ständige Aktualisierung bedeuten Aufwand. Content-formate wie Glossartexte, Produkt- oder Kategoriebeschreibungen lassen sich häufig unmittelbar und recht schnell umsetzen. Gibt es viele Änderungen bei bestehenden Texten oder viele neue Produkte, ist es oft sinnvoll, die Ersteller der Produktinformationen über technische Schnittstellen direkt ans CMS anzubinden, damit die Texte so schnell wie möglich sichtbar sind und monetarisiert werden.

Schon kleinere Optimierungen, zum Beispiel an den Produkttexten, können bestehende Texte in den Suchergebnissen von Seite 2 auf Seite 1 bringen. Setzt man hier zuerst an, kann man damit Traffic aufbauen, während man gleichzeitig an „höherwertigen“ Formaten wie Ratgebertexten oder eBooks arbeitet. Auch hier gilt es Format-Synergien zu nutzen, fast kein Unternehmen fängt heutzutage bei Null an. Bestehende Inhalte können oftmals genutzt und in anderen Formaten und Plattformen genutzt werden.

Welche Erfahrungen habt ihr bislang mit Content-Marketing gemacht, insbesondere im Bereich E-Commerce?

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8 Reaktionen
Martin
Martin

Hallo, wer sich für das Thema Content-Erstellung interessiert (was ist bei der Kreation von Texten, Videos und Bildern aus SEO-Sicht zu beachten?), findet bei der OSG ein ausführliches Whitepaper zu dem Thema: http://www.online-solutions-group.de/online-marketing/seo-suchmaschinenoptimierung/seo-whitepaper/seo-whitepaper-seo-content.html

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Marco De Micheli Buchautor Onlineshopmarketing

Ein ausgezeichneter Beitrag, welcher die relevanten Punkte des Contentmarketings aufzeigt. Ergänzen könnte man noch, dass es eine besondere Herausforderung ist, mit den notwendigen Medienkompetenzen die Medienformen und den Medienmix zu beherrschen und immer die Zielgruppen (die immer auch das Kernelement einer Content-Strategie sein sollten) vor Augen zu halten, vor allem was folgende Aspekte betrifft:

Wo halten sich diese auf (Social Media), welches Themeninteresse haben sie, welche Kanäle und Medienformen (visuell/textuell) favorisieren sie, auf welche Contentformen sprechen sie an (Storytelling, Fakteninformationen, How-to-Anleitungen usw.). Auch die Berücksichtigung des Umfeldes ist wichtig. Meine sehr umfangreiche Checkliste zum Thema kann die eine oder andere Anregung geben, vor allem was Ideenquellen und Contentformen betrifft:

http://onlineshopmarketing.wordpress.com/category/contentmarketing/

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stefan

Danke für die aufklärenden Worte! ... Dies habe mich schon etwas weitergebracht!

VG
Stefan von Patentanwalt München

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Joe
Joe

Das mit dem Author Rank ist aber auch nicht mehr aktuell: oder versteh ich da was falsch? http://www.seo-book.de/allgemein/die-seo-frage/verschwinden-die-author-integrationen-den-serps

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rene_gast
rene_gast

Praxis-Tipp 5: Betreiben Sie Content Marketing so, wie Sie gute PR betreiben, und nutzen Sie die Möglichkeiten der Social Media, um so nachhaltig Reputation und Rankings aufzubauen. Weiterlesen: http://blog.mittwald.de/social-media/content-marketing-als-erfolgsfaktor/

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Timsch
Timsch

Content-Marketing bedeutet für mich auch, dass ein Shop ein Thema besetzt, eine Story erzählt und sich somit klar vom Wettbewerb abgrenzt. Denn wenn die Power nicht aus dem Sortiment (bspw. exklusive Sortimente) oder bspw. dem Service kommt, muss sie aus der Story, dem Content um das Sortiment etc. herum kommen, um immer wieder neue Anreize für Shop-Besuche, Käufe zu schaffen.
Man könnte das ganze auch als Content-Wrapped-Shopping bezeichnen.

Weitere Beispiele:
ASOS
Mr. Porter
Frontlineshop
Urban Outfitters

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