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Marketing

Content-Marketing: 5 Ideen für günstige und effiziente Inhalte

    Content-Marketing: 5 Ideen für günstige und effiziente Inhalte

Content-Marketing. (Foto: © sebig - Fotolia.com)

Guter Content bringt automatisch mehr Traffic? Nein, ganz so einfach ist das nicht. Mit diesen fünf Ideen startet ihr dennoch erfolgreich und kostengünstig ins Content-Marketing.

1. Content-Recycling

Content RecyclingRecycling ist nicht nur für Wertstoffhöfe und die Müllabfuhr ein interessantes Thema. Auch Marketeer können mit Recycling mehr Traffic generieren. Um effektives Content-Recycling zu betreiben, ist kein Hexenwerk vonnöten.

Der Sinn liegt darin, dass man einen vorhandenen Inhalt in anderer Content-Form erneut aufbereitet. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Recherche ist schon abgeschlossen und es muss „nur“ noch der Inhalt in eine andere Form gepresst werden. So habe ich das in der Vergangenheit schon mehrfach gemacht, unter anderem mit der deutschen Ikone Goethe.

Auf angron.de habe ich den Artikel „Content Marketing á la Goethe“ online gestellt. Um noch weiteren Traffic abzugreifen, habe ich daraus außerdem eine Präsentation erstellt und auf Slideshare hochgeladen. So konnte ich mit der Präsentation noch eine weitere Quelle erschließen, ohne zusätzliche Recherchearbeit.

Theoretisch könnte ich nun aus der Präsentation noch einen Screencast machen, fertig ist das Video für YouTube. Oder ich erstelle ein Briefing für einen Designer und lasse eine Infografik anfertigen. Es ist wichtig, jedes Stück Content aus mehreren Blickwinkeln zu sehen. Leichter kann man seinen Traffic nicht steigern.

2. Einen Wochenrückblick erstellen

Eigentlich muss ich zu der Überschrift nicht mehr viel hinzufügen, die meisten sind wahrscheinlich selber schon auf Wochenrückblicke gestoßen. Für Online Marketing und SEO betreibt zum Beispiel die Agentur Popularity Reference einen Wochenrückblick, auch die seo-trainees verdienen sich so ihre Sporen im Netz.

Die Vorteile eines solchen Wochenrückblicks liegen klar auf der Hand. Zum einen ist man so „gezwungen“ in der Branche auf dem Laufenden zu bleiben. Und das kann ja nicht schaden. Zum anderen hat man einen festen Tag, an dem die Nutzer wissen, dass es auf jeden Fall neuen Content für sie gibt – der auch noch nützlich ist. Zumal man durch die Breite der Themen gleich mehrere Nutzergruppen abholen kann, die sich nur für einen Teilaspekt interessieren.

Und um die Vorteile des Wochenrückblicks komplett auszunutzen, darf natürlich die Social-Sharing-Funktion nicht fehlen. Auf meiner Seite werdet ihr bei jedem Beitrag sehen, dass ich die Social-Sharing-Funktionen eingebaut habe. Und dieser Tipp ist natürlich nicht nur auf Wochenrückblicke, sondern auch auf andere Beiträge anzuwenden.

3. Podcast produzieren

Eine kostengünstige Möglichkeit hochwertigen und regelmäßigen Content zu schaffen, ist ein Podcast. Aufnahmegeräte sind keine großen preislichen oder technischen Hürden. Die größere Hürde besteht darin, den Inhalt der Podcasts festzulegen. Zu Beginn wird man wahrscheinlich alleine über Themen aus der eigenen Branche berichten, aber interessant wird ein solcher Podcast erst, wenn man externe Experten einlädt. Das hat zwei sehr positive Effekte: Die eigene Glaubwürdigkeit wird gesteigert und man wird mit der Zeit selbst zum Experten – der dann zu Podcasts als Gast eingeladen wird. Genau diese Strategie habe ich selbst mit der Webschorle umgesetzt. Der zweite Vorteil liegt in der gesteigerten Reichweite, die ein Experte mit sich bringt. Schließlich wird dieser den Beitrag auch in seinem Netzwerk teilen, um darauf aufmerksam zu machen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um einen Podcast aufzunehmen. Am günstigsten kommt man dabei weg, wenn das Smartphone zur Aufzeichnung benutzt wird. Für das iPhone und Android kann ich zum Beispiel die App Auphonic empfehlen, mit der man direkt Audio-Beiträge aufnehmen kann. Es lässt sich auch den Call Recorder einsetzen, um Skype Gespräche aufzuzeichnen, wenn der Experte nicht persönlich kommen kann. Beispiele für einige tolle Podcasts finden sich auf Radio4SEO.

4. Video produzieren

Eine Content-Art, mit der sich besonders viel Aufmerksamkeit generieren lässt, sind Videos. Allerdings sind die auch besonders aufwändig zu produzieren und verschlingen unglaublich viel Geld. Richtig? Nicht immer. Die Aussage stimmt nur zum Teil. Klar können Videos richtig ins Geld und die Zeit gehen, aber es geht auch einfacher. Ich stelle hier zwei Video-Formate vor, die sich relativ schnell und kostengünstig produzieren lassen.

Das FAQ-Video

Jede Branche oder Webseite wirft naturgemäß Fragen für die Besucher auf. Um diese zu beantworten, kann man auch die Form eines Videos nutzen. Dabei reicht von der Aufnahmequalität in der Regel eine Webcam oder das iPhone. Wichtig ist nur, dass man mit einem Stativ oder auf dem Monitor befestigt filmt, damit es keine Wackler gibt. Nun fehlt noch eine vernünftige Beleuchtung und es kann losgehen. Man kann entweder die Fragen selber vorlesen oder einblenden. So lässt sich mit relativ wenig Aufwand Content erstellen.

Das How-To-Video

Hier ist etwas mehr Aufwand nötig. Dafür kann man solche Videos besser verbreiten. Ein How-To-Video kann zum Beispiel zeigen, wie etwas konkret zubereitet wird. Oft reicht da schon eine statische Kameraperspektive auf einem Tisch mit den Utensilien. Von Life-Hacks über Rezepte bis zum Austausch einer Grafikkarte lässt sich so nahezu alles aufnehmen. Oder man nutzt einen Screencast, um Software-Hilfe zu geben. Der große Vorteil der How-To-Videos liegt darin, dass diese auch auf Frageplattformen als Antworten verbreitet werden können. Zur Recherche von Themenideen hilft eine Anmeldung bei gutefrage.net.

Video produzieren

Um Videos effektiver zu produzieren, sollte ein Skript oder zumindest eine Outline vorhanden sein. Wenn man sich einfach vor die Kamera setzt und anfangt zu reden, wird es wahrscheinlich länger dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Es muss nicht alles Wort für Wort aufgeschrieben sein, wenn man auch etwas freier sprechen kann, aber zumindest eine „Storyline“ hilft. Bei den How-To-Videos sähe diese beispielsweise wie folgt aus:

  1. Das Problem
  2. Die Lösung
  3. So funktioniert’s

Danach muss nur noch der Call-to-Action folgen, schon hat man ein effektives Traffic-Tool an der Hand.

Die Videos werden am besten bei YouTube hochgeladen. Wenn man einen klaren Titel samt passender Beschreibung nutzt, besteht eine gute Chance auf schnelle Rankings. Jetzt das Video am besten auch noch auf der eigenen Webseite einbinden, fertig.

Es gilt unbedingt die Reichweite der Sozialen Netzwerke auszunutzen, um Videos weiter zu verbreiten. Automatische Postings sind aber zu vermeiden, stattdessen sollten die Videos individuell in den einzelnen Netzwerken geteilt werden. Das Posting kann zusätzlich auf die Zielgruppe passend zugeschnitten werden. Damit erhöhen sich die Chancen auf Likes, Shares und Kommentare. Und die sind wieder wichtig, um eine noch höhere Reichweite zu erlangen.

5. Zuschauer von YouTube auf die eigenen Seite ziehen

Im vorherigen Tipp habe ich darauf hingewiesen, dass YouTube für alle die Videoplattform der ersten Wahl sein sollte. Dort findet sich das große Publikum, ein Vorteil den andere Plattformen nicht bieten können. Doch die große Kunst liegt darin, die Zuschauer vom YouTube-Kanal auf die eigene Seite zu ziehen. Und das geht mit diesen drei einfach umzusetzenden Tipps:

  1. Du solltest einen Link zur Webseite in die Beschreibung des Videos einfügen. Dabei ist zu beachten, dass in der Regel nur die ersten zwei bis drei Zeilen angezeigt werden. Der Link wird zwar von YouTube verkürzt, ich rate aber einen Dienst wie bit.ly zu nutzen, damit der Link kürzer ist und man die Klicks auch tracken kann.
  2. In die Videos können Anmerkungen mit Links gesetzt werden. Dazu muss man zuerst seinen YouTube Kanal mit der eigenen Webseite verknüpfen. Dann kann man in den Anmerkungen zum Beispiel eine Notiz erstellen und einen Link zur verknüpften Webseite platzieren. Dabei darf nicht nur auf die Startseite, sondern auch auf jede Unterseite verlinkt werden. 28-Anmerkungen
  3. Der dritte Trick gibt die Möglichkeit, aus dem Video heraus auf jede Website zu linken und zwar mit einem „Ad Overlay“. Dabei erstellt man eine fiktive Video-Kampagne und kann anschließend ein Overlay einbauen. Alles was man braucht, ist einen AdWords-Account, die Verknüpfung von Google mit YouTube und ein Budget von mindestens 5 Euro. Eine gute Anleitung findet sich bei ReelSEO. 28-Overlay-Ad

Fazit

Es bringt nichts, einfach nur Content zu erstellen. Wichtig ist auch dessen Qualität. Mit diesen 5fünfTipps lässt sich für den Anfang dennoch toller Content erstellen, der nicht zu viel Zeit und Kosten frisst. Weitere Tipps finden sich in meinem 30-Tage-Plan für mehr Traffic.

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7 Reaktionen
stefanstp08
stefanstp08

Zitat: "In die Videos können Anmerkungen mit Links gesetzt werden. Dazu muss man zuerst seinen YouTube Kanal mit der eigenen Webseite verknüpfen . Dann kann man in den Anmerkungen zum Beispiel eine Notiz erstellen und einen Link zur verknüpften Webseite platzieren. Dabei darf nicht nur auf die Startseite, sondern auch auf jede Unterseite verlinkt werden. "

Also bei mir funktioniert das nicht, obwohl ich meine Webseite in den Einstellungen hinzugefügt und schon bestätigt wurde. Ich kann keine Links zu meiner Webseite in Hinweisen bei meinen Videos hinzufügen. Immer wird der Link als rot markiert und beim Speichern gelöscht.

Antworten
Marco De Micheli Buchautor Onlineshopmarketing

Ein interessanter Beitrag, der die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigt. Zum Recycling kann man eigentlich bei näherem Hinsehen fünf Strategien bzw. Systematiken einer seriösen Mehrfachverwertung unterscheiden:

1) Hinweis-Postings (Man weist in Social Media, eigener Website, Newslettern, Blog-Posting usw.) auf den Content hin 2) Umwandlung in andere Medienformen (Videos, Podcasts, Infografiken, Blogtexte usw.)

3) Splitting (Man generiert aus erfolgreichen Inhalten mit grosser Beachtung vertiefende, neue (Teil)inhalte oder generiert aus Überschriften beispielsweise eine Checkliste)
4) Man nutzt unterschiedliche Plattformen, bei denen die Inhalte plattformen- und zielgruppengerecht aufbereitet werden (Social Media, eigene Website, wobei auch die Initiierung einer Diskussion möglich ist usw.)

5) Eine weitere Form sind bei textbasierendem Content unterschiedliche Aufbereitungen verschiedener Textformen (Zusammenfassung, modifizierter Teilauszug oder als Checklisten-, FAQ-Beitrag, Whitepaper). Hier wie anderswo auch sollte allerdings stets das Duplicate Content-Problem beachtet werden.

Allerdings sind nicht alle diese Wege nur teilweise reines Recycling sondern erfordern auch Modifikationen. Meine sehr ausführliche Checkliste mit kostenlosem Whitepaper enhält weitere Ideen und Anregungen:

http://onlineshopmarketing.wordpress.com/category/contentmarketing

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nk
nk

"auf die eigene Seite zu ziehen"

Solche Praktiken nehme ich durchweg als unseriös wahr. Das ist das Mittel der Spammer und Klickbetrüger.

„Eine kostengünstige Möglichkeit hochwertigen und regelmäßigen Content zu schaffen, ist ein Podcast.“
„einfach mal dran machen und ausprobieren“

Da kann ich nur lachen. Ein Podcast ist mitnichten mal eben produziert. Vernünftiges Equipment ist auch nicht günstig. Und ganz davon ab brauchts dann auch noch jemanden, der Talent fürs saubere Sprechen und gute Auftreten besitzt. Wirklich niemand will Lo-Fi-Gequassel von Pseudoexperten mit Äh-Fehler mehr hören. Niemand will lang und breite Videoanleitungen sehen, die man in 2 Absätzen Text präziser und weniger nervig untergebracht bekommt.

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Andreas Graap

Hallo Ronny, YouTube Videos ranken auf Google sehr gut und schnell. Für viele Nischen kannst du innerhalb kürzester Zeit Seite 1 Rankings bekommen.

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Ronny

Guter und ausführlicher Bericht. Ein wenig kritisch sehe ich den Punkt YouTube. Zweifelsohne ein gutes Tool um Traffic zu generieren, aber die Aussage "... besteht eine gute Chance auf schnelle Rankings" halte ich für bedenklich. Schnelle Rankings bei YouTube sind nur dann möglich, wenn der eigene Kanal auch die entsprechende Reichweite, sprich Abonnenten hat. Die Video-Plattform von Google ist mittlerweile so voll (und wird immer voller), so dass ein schnelles Ranking immer schwerer wird.

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nichauser
nichauser

Ein sehr guter und hilfreicher Artikel, mit vielen neuen Anregungen.
Vielen Dank dafür.

Besonders gut gefällt mir, dass man diese Ideen auch bereits bei kleinen Projekten anwenden kann. Leider ist es bei vielen anderen Artikeln zu diesem Theme nicht der fall und die Tipps sind erst ab einer gewissen Größe anwenbar.
Ich werde aufjedenfall mal ein paar der hier genannten Ideen ausprobieren!

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KNOEFLER
KNOEFLER

Danke für die guten Anregungen! Dass Formate wie Podcasts oder Videos noch relativ wenig genutzt werden, liegt vermutlich daran, dass viele vor dem vermeintlich hohen Aufwand zurückschrecken. Das zeigt der Artikel sehr schön: einfach mal dran machen und ausprobieren. Bei How-to-Videos sollte man sich aber eine Frage aussuchen, deren Bezug zum Unternehmen auf den ersten Blick erkennbar ist.

Weitere Ideen zum Thema 'Content Marketing' haben wir in unserem White Paper zusammengestellt:
http://www.knoefler.de/2014/geschaeftlich/white-paper-content-marketing-auf-dem-vormarsch/

Gruß, Christine

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