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ConventionCamp 2010: von Denkern und Machern

ConventionCamp 2010: von Denkern und Machern

Rund ums Thema Internet gibt es (natürlich) die Denker, die Macher, die Profis, die Einsteiger, die Neugierigen, die Skeptiker. Sie alle konnte man gestern auf dem in Hannover treffen. Sie hielten Vorträge, stellten Fragen aus dem Publikum oder standen einem in der Pause am Tisch gegenüber. Diese zufälligen Begegnungen sind es, die eine solche interessant machen. Und natürlich all die Dinge, die man in kürzester Zeit lernen kann.

ConventionCamp 2010: von Denkern und Machern

Über 1.300 Anmeldungen gab es diesmal für das ConventionCamp. Rekord für das Projekt der Agentur w3design, dem Institut für Marketing und Management der Uni Hannover und uns, dem t3n Magazin. Was 2008 zunächst in den Räumen der Uni begonnen hatte, findet seinen Rahmen seit Ausgabe Nr. 2 im Convention Center auf dem Messegelände.

Das ConventionCamp ist dabei ein Zwitter aus Konferenz und BarCamp und will zugleich Forschung und Lehre, Business-Menschen sowie Webprofis an einem Tag vereinen. Im Idealfall kommt ein Austausch zustande, der in dieser Form weder online noch offline die Regel ist. Dazu gibt es wie bei einer Konferenz eine Reihe von festen Programmpunkten und zugleich viel Raum für eigene Session-Angebote, wie man es von einem BarCamp kennt. Aus über 40 Angeboten konnte man sich schließlich seinen Tag auf dem ConventionCamp zusammenstellen.

Über 1.300 Anmeldungen konnte das ConventionCamp verzeichnen.

Da zeichnete „Mediafuturist“ Gerd Leonhard sein Zukunftsbild von E-Commerce und Business, es ging um Möglichkeiten und Fallen bei Gewinnspielen in Social Media, in einer interessanten Podiumsdiskussion über „mobiles Arbeiten“ waren zwei der vier Teilnehmer standesgemäß per Videochat anwesend, Trendbegriffe wie Coworking und Crowdfunding wurden erklärt und diskutiert, der amerikanische Journalist und Autor Nicholas Carr zeigte auf (ebenfalls per Videokonferenz zugeschaltet), was die neue Internet-Medienwelt mit unserem Gehirn anstellt und in der „Xing-Sprechstunde“ konnte man sich seine Profilseite optimieren lassen. Viel Aufsehen erregte auch die Session zum neuen Jugendmedienstaatsvertrag, der zum 1. Januar in Kraft tritt und unter anderem eine Alterskennzeichnungspflicht für Websites enthält.

Und das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Programm.

Gerd Leonhard während seiner Session.

Am Ende des Tages gab es logischerweise neben Lob auch Kritik. Manche Session hatte nicht gehalten, was der Titel versprochen hatte. Mancher Redner hatte wohl auch die Ermahnung überhört, keine Werbung in eigener Sache zu machen. Und ein bisschen mehr Diskussion und weniger Frontalvorträge gehörten zu den geäußerten Punkten.

„Wir haben jetzt wieder ein Jahr Zeit, daran zu arbeiten“, sagte Ingo Stoll von w3design abschließend. Denn eins steht schon fest: Am 8. November 2011 gibt es das nächste ConventionCamp.

Stimmen zum ConventionCamp

Artikel rund ums ConventionCamp - ergänzt eure gern als Link in den Kommentaren:

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6 Antworten
  1. von Daniel Rosner am 11.11.2010 (14:22 Uhr)

    Es war erfreulich welche Qualität geboten wurden (Gerd Leonhard: »Daten sind das neue Öl« und »Wir leben ständig in einer Beta-Phase«), welche Abwechslung (»Refresh you brain« Übungen aus dem Theaterbereich). Ebenso war es kaum fassbar wie viele die rote Karte hätten verteilt werden müssen (»Null Toleranz gegenüber Irrelevanz«, Beispiel: Laudation für Social Media Preis).

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  2. von Markus Söth am 11.11.2010 (14:51 Uhr)

    Schön szu sehen, das ich mit meinen Erfahrungen nicht alleine bin. Es war mein erster Besuch des ConventionCamps in Hannover (letztes Jahr hatte ich keine Zeit - ehrlilch!). Am Anfang war ich positiv überrascht von den Vorgabe, die für die einzelnen Sessions gemacht wurden: keine "Powerpoints" länger als 15 Min, keine Frontalvorträge, gemeinsames Arbeiten an Lösungen über Wortbeiträge innerhalb der Sessions, etc. Scheinbar habe ich wohl die guten Beiträge dann im Verlauf des Tages verpasst... Viele lange Powerpointfrontalvorträge, "Diskussionen" die nach 3-4 Wortbeiträgen abgebrochen wurden. Und dazu noch Beiträge in denen mir ersteinmal erklärt wurde, wann Mobiltelefone erfunden wurden und was man alles dolles (E-Mail, Browsen) heute mit denen schon machen kann (Währenddesssen gelangweiltes checken der Mails, und Posten von Twittermeldungen des Publikums mit deren Smartphones).
    Nichts desto trotz: Die Organisation war toll, Respekt und Dank den ganzen Leuten, die diese Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Ich denke ich werde im nächste Jahr auch wieder teilnehmen. Das Web ändert sich, die Nutzung ändert sich also wird auch das ConventionCamp im nächsten Jahr wieder anders sein.

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  3. von antwort42 am 11.11.2010 (14:53 Uhr)

    Ja, die Organsisation war einfach nur genial.

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  4. von Jan Tißler am 11.11.2010 (15:20 Uhr)

    @hedoniker: Danke, hab's oben ergänzt :-)

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  5. von Axel am 13.11.2010 (00:25 Uhr)

    Ein Versuch, die Relevanz der Beiträge von Stefan Lein (Google) und Dirk Rockendorf (Continental) für kleine Unternehmen darzustellen: http://www.k-ms.de/2010/11/mobiles-internet-fuer-kleine-unternehmen-bald-unverzichtbar/

    Auch von mir vielen Dank an die Organisatoren!

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