E-Commerce gehört zu den Top-Themen im Internet, auch auf dem Convention Camp 2009 in Hannover wurde es ausgiebig diskutiert. Als ein Experte auf dem Gebiet gilt der Blogger Jochen Krisch, der sich auf „excitingcommerce“ ausgiebig mit Shopsystemen beschäftigt. Im Videointerview mit t3n-Chefredakteur Jan Christe spricht er über die Zukunftschancen des E-Commerce und welche Rolle Open-Source-Software dabei einnimmt.
Die Prognosen von Krisch
Momentan habe E-Commerce einen Marktanteil von circa 3,5 Prozent am gesamten Einzelhandel, erklärt Krisch in dem Gespräch. Damit dieser Anteil steigt, seien neue Geschäftsmodelle notwendig. Laut Krisch würden sich dabei drei Trends abzeichnen. Diese wären:
- visueller Bereich
- Social Shopping
- Liveshopping und Eventshopping
Im visuellen Bereich hält er die optische Aufbereitung von Produkten, insbesondere durch Videofilme, für spannend. Auch zählt er Augmented Reality hierzu. Bei Social Commerce merkt er an, dass die aufwendigen Konzepte, bei denen die Nutzer stark involviert sind, besser funktionieren würden. Etsy sieht er als gelungenes Beispiel für Social Commerce. Im Bereich Liveshopping sieht er die Clubkonzepte wie Brands4Friends stark im Kommen. Auch in den USA würden sie langsam ein Thema werden.
Krisch empfiehlt Händlern eine Diversifizierung. In unterschiedlichen Bereichen würden verschiedene Modelle funktionieren. Er verweist hierbei auf den Fashionbereich, in dem sich anderen Verkaufsmodelle herausbilden und in dem die Interaktion mit den Nutzern höher ist. Weiterhin rät der Shop-Experte bestehenden Geschäften, einen Onlineshop parallel zum Ladengeschäft zu betreiben und dort möglicherweise andere Waren anzubieten. Man könne so Erfahrungen sammeln, die später hilfreich seien.
Das Shopsystem Magento hält er für eine sehr interessante Lösung, durch die Shops möglich sind, die in der Vergangenheit nicht realisierbar waren. Für Krisch ist Magento das erste Shopsystem, das in der „Facebook-Ära“ entstanden ist. Magento sei kein klassisches Shopsystem, sondern vielmehr eine Plattform. Multishop sei als Philosophie vorgegeben und dies würde viel ermöglichen.
Für die Zukunft hält er eine Verknüpfung verschiedener Shopsysteme für spannend. Momentan seien die Shoplösungen eher monolithisch aufgebaut und durch einen modularen Aufbau könnte ein Datenaustausch gefördert werden. Dies hält er für einen wichtigen Trend im kommenden Jahr.
Das komplette Interview mit Jochen Krisch und Jan Christe:


















[...] Das Interview gibt es auch als Video von unseren Kollegen von t3n: [...]