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Ratgeber

Conversion-Rate-Optimierung: 15 Tools, die deinen Umsatz erhöhen

    Conversion-Rate-Optimierung: 15 Tools, die deinen Umsatz erhöhen

(Screenshot: t3n)

Conversion-Rate-Optimierung kommt langsam und endlich bei uns an. Ich stelle dir 15 Tools vor, die dich auf deinem Weg zur höheren Conversion-Rate begleiten – von A wie Analytics bis Q wie Qualaroo.

Okay, sind wir ehrlich: Gleiche Kosten und doppelter Umsatz wäre schön, das ist aber leider selten machbar. Doch zwei, sieben oder sogar  15 Prozent mehr Umsatz bei gleichen Kosten ist nicht unrealistisch, in der Regel hat jede Website beziehungsweise jede App ungenutztes Potenzial.

Durchschnittlicher Mehrumsatz nach CRO?

Das Problem der meisten Optimierer ist, dass sie gar nicht wissen, wie man das ausrechnet. Dennoch ist die Kosten-Umsatz-Relation guter Optimierungsprozesse oft zehnmal höher als bei den besten Online-Marketing-Kampagnen.
  André Morys – konversionKRAFT.de

Die Kunst besteht eigentlich darin, herauszufinden, wie wir dieses Potenzial finden.

Diese Kunst hat einen Namen und heißt Conversion-Rate-Optimierung. Es geht dabei um einen laufenden Prozess, der verschiedene Thesen (die zur Erhöhung der Conversion-Rate führen sollen) durchführt, protokolliert, auswertet und dann entsprechend der Daten einzelne Teile der Website, des Shops oder der App ändert. Das ist ein laufender Prozess, der regelmäßig alte „Regeln“ infrage stellt.

Es gibt eine Reihe von Tools, die diesen Prozess effektiv und effizient gestalten können und uns dabei helfen, neue Thesen zu testen. Doch bevor wir zu diesen Tools kommen, möchte ich eine Sache anmerken: 
Da du, wie ich, wahrscheinlich in Deutschland (Österreich oder Schweiz) arbeitest, ist Datenschutz immer ein Thema. Die folgenden Tools sind bis auf wenige Ausnahmen KEINE deutschen Tools. Die Server stehen dementsprechend nicht in Deutschland, und dessen muss man sich bewusst sein. Gegebenenfalls musst Du dir hier den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Datenerhebung und -speicherung einholen. Der Aufwand lohnt sich aber, da wie eingangs schon erwähnt das Potenzial sehr hoch sein kann.

Auf die Tools möchte ich nun im Folgenden eingehen und habe sie dazu in fünf Gruppen unterteilt:

Neben dem Preis und der Website lernst du jetzt das Tool in wenigen Sätzen kennen. Die Vor- und Nachteile sollen bewusst nicht Teil meines Artikels sein, denn je nach Anwendungsfall und persönlichen Vorlieben haben alle Tools ihre Stärken und Schwächen.

 Selbstverständlich enthält diese Aufstellung nicht alle Tools, die sich für CRO verwenden lassen. Vielmehr gebe ich dir einen Einblick und Übersicht darüber, welche Werkzeuge du nutzen kannst und was alles noch möglich ist.

Das Thema CRO ist in der breiten Masse noch nicht angekommen, und viele Unternehmen kämpfen bis heute damit, überhaupt Fuß in der digitalen Welt zu fassen. Du bist in den nächsten fünf Minuten bereits einen Schritt weiter!

Analyse-Tools / Datenerhebung

Google Analytics

Analytics ist ein Klassiker zur Erhebung von Daten und der Messung, was auf der eigenen Website oder App passiert. Es eignet sich sehr gut als Tool für die Vorbereitungsphase einer späteren Optimierung. Das heißt: Auf welchen Unterseiten gibt es Handlungsbedarf? Welche KPIs werden als Benchmark genutzt? und so weiter.

Als deutsche Alternative bietet sich Piwik an.

(Screenshot: t3n)

Preis: kostenfrei bis zur Premium-Version. 
Website: google.com/analytics

GTM – Google Tag Manager

Kein wirkliches Tool zur Conversion-Rate-Optimierung ist der Google Tag Manager. Aber mit der Zeit wird es unweigerlich dazu kommen, dass verschiedene Tools genutzt werden und dann natürlich auch auf der Site und in der App implementiert werden müssen. Nun hat man die Wahl zwischen einer oft interessanten Kommunikation mit einem Programmierer („Warum muss das da rein? Das zerstört mir die Performance! Ja, kommt, sobald ich Zeit habe.“ usw.) oder der Möglichkeit, einfach die entsprechenden Snippets online – via Google Tag Manager – zu implementieren (das GTM-Snippet muss nur einmal eingefügt werden).

Preis: kostenfrei.

(Screenshot: t3n)

Kissmetrics

Der Slogan von Kissmetrics hieß lange Zeit „Analytics tells you what happened. Kissmetrics who did it.“ und beschreibt sehr treffend, was sich mit Kissmetrics machen lässt. Es ermöglicht einen Einblick in das direkte Nutzerverhalten der eigenen Kunden. Mittels dieser User-Segmentierung lässt sich noch besser feststellen, wie sich ein aktueller Test auf verschiedene Nutzergruppen auswirkt. Insgesamt geht es also darum, das einzelne Nutzerverhalten zu tracken und zu analysieren. Und hier spielt Kissmetrics seine Stärke aus, speziell wenn es um Trichter und Trichterauswertungen geht.

Preis: ab 220 US-Dollar im Monat.

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14 Reaktionen
Martin Wunderwal

Hotjar und Datenschutz - nicht kompatibel, Passwörter sind im Klartext auszulesen. Hotjar, CrazyEgg etc. kann Sessions und Heatmaps zeigen, aber keine Relevanz von Problemen feststellen, kaum Segmentierung möglich, keine Verbindung von aggregierten und qualitativen Daten. Ein Feature zu haben, heißt nicht, dass man zum Ziel kommt. Was bringt eine Heatmap der Startseite mit 5 verschiedenen Intentionen bei Besuchern - nichts.

Wenn es genügt aus Einzelfällen Handlungen abzuleiten, dann ist hotjar und CrazyEgg eine Option. Methodisch und professionell Conversion-Rate und Usability-Optimierung gelingt so aber nicht.

Nur sinnvolle Kombination von Methoden führt zum Ziel. Stichwort Drilldown, Segmentierung etc.

Antworten
Carlo

Hi Martin,
da hast du natürlich Recht. Diese Tools geben nur die Werkzeuge. Wenn man diese nicht in den richtigen Kontext packt oder sie nicht richtig einsetzen kann, dann hilft das wenig :-)

LG

Antworten
mwld
mwld

Es gibt durchaus Szenarien in denen Session-Replays bei der Optimierung der Conversion behilflich sein können und diese Analysen können auch auf eine wissenschaftliche Ebene gehoben werden. Ansätze hierzu finden sich etwa in folgendem Artikel: https://conversionxl.com/session-replay-videos/

Antworten
mwld
mwld

Weitere Details zum Thema Mouse-Tracking gibt es für Interessierte in folgendem Artikel: http://blog.yunit.org/2015/01/was-ist-mouse-tracking

Ben Harmanus

Hi Carlo,

vielen Dank für die Liste. Da sind spannende Anregungen dabei.

Ich würde noch ein Tool wie Iridion aufnehmen, mit dem man Conversion-Optimierungs-Prozesse abbilden und dokumentieren kann.

Liebe Grüße,

Ben

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Carlo

Hey Ben,
danke!

Iridion ist auch wichtig - besonders, wenn die Optimierung nicht Planlos verlaufen soll, was langfristig ja zu keinem Ergebnis führen wird.

LG

Antworten
Tomas Herzberger

Sehr gute und lange überfällige Übersicht. Danke Carlo! Wir benutzen selbst u.a. Hotjar und sind damit sehr zufrieden. Typeform ist m.E. besser als Surveymonkey und ebenfalls in Europa (Spanien) ansässig, vielleicht gönnt ihr denen auch einen Link.

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Carlo

Hey Tomas,

Typeform hatte ich auch auf dem Schirm. Kenne auch einige Projekte, wo das lieber genutzt wird. Danke für den Hinweis.

LG

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Mailjet_Deutschland
Mailjet_Deutschland

Neben Webseiten können bzw. sollten auch andere Quellen wie E-Mails ausgiebig getestet werden. Durch sorgfältig geplante A/B-Tests erhöhen Sie die Wirksamkeit Ihrer E-Mail Marketingbemühungen deutlich. Mit dem Einsatz gesteuerter Tests werden Sie herausfinden, welche Inhalte und visuelle Gestaltung für Ihre Zielgruppen am besten funktionieren. Eine Einführung in das Thema finden Interessierte hier: https://www.mailjet.de/blog/news/einsteiger-guide-ab-tests-im-email-marketing/

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Carlo

Hey Mailjet_deutschland (???),

ja, es gibt einiges was man testen kann. Anfangen muss man nur mal damit.

Bei Email Marketing sehe ich häufig das Problem: viele sollten überhaupt mal eine Strategie entwickeln, wie Email Marketing sinnvoll genutzt werden kann, bevor es in die Tiefe geht.

LG

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Cornelia Seitz

Es gibt mit AB Tasty seit 6 Jahren durchaus auch eine europäische CRO-Lösung aus Frankreich: Datenschutzproblem umgangen, lokale Ansprechpartner und eine breite Palette an Funktionalitäten: Testen, Personalisieren, Kunden Engagament und Insights (u.a. Session Recording). Würde mich freuen, wenn ihr die Übersicht entsprechend erweitern könntet.

Antworten
Carlo

Hallo Cornelia,

Ja, AB Tasty ist hier auch schon angekommen. Kann das dann in eine Update dazu nehmen. Gibt da ja noch einiges an weiteren Tools :-)

LG

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Markus Peter

Kleine Fehlerkorrektur: "HotJar" kommt nicht aus Amerika, sondern aus Malta. Das ist insofern relevant, als das Malta in der EU liegt und somit bei der Benutzung von HotJar kein Datenexport außerhalb der EU erfolgt.

Antworten
Carlo

Hey Peter, danke für den Hinweis. Das Ändert das Thema Datenschutz natürlich. Ich kümmere mich um eine Anpassung.

Freue mich allerdings, dass die Jungs in Malta sitzen :-)

LG

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