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Startups

Wunderlist-Macher und StudiVZ-Gründer stecken 1,5 Millionen Euro in dieses Payment-Startup aus Berlin

    Wunderlist-Macher und StudiVZ-Gründer stecken 1,5 Millionen Euro in dieses Payment-Startup aus Berlin
Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi: Beide haben vorher bei Number26 gearbeitet. (Foto: Cookies)

1,5 Millionen Euro für ein neues Payment-Startup aus Berlin? Eigentlich eine Meldung zum Gähnen. Wenn da nicht die prominente Investorenriege wäre.

Millionen für neue Payment-App aus Berlin

Wie ernst kann man ein neues Startup aus Berlin nehmen, das sich den – zugegebenermaßen – etwas albern klingenden Namen Cookies verpasst hat? Nun, glaubt man der Pressemitteilung, die das Jungunternehmen am Dienstag offiziell freigab, ist mit Cookies in den nächsten Monaten zumindest zu rechnen: 1,5 Millionen Euro hat das Startup demzufolge in einer ersten Seed-Finanzierung von Investoren erhalten. Das Versprechen der Gründer: Eine neue Payment-App, vergleichsweise schnell und sicher. Konkret gehe es um „Echtzeit-Überweisungen und Onboarding in unter 60 Sekunden“, heißt es.

Cookies holt namhafte Investoren ins Boot

Das allein wäre aber noch keine Meldung wert. Beachtlich ist eher die Zahl und Prominenz der Investoren, die Cookies für das Vorhaben offenbar gewinnen konnte. So stammt das Geld zum einen von den Wunderlist-Machern. Sowohl Chad Fowler (CEO) als auch Steffen Kiedel (CFO) und Benedikt Lehnert (Chefdesigner) investieren ihr durch den Exit an Microsoft verdientes Geld anteilig in Cookies.

Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi: Beide haben vorher bei Number26 gearbeitet. (Foto: Presse)
Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi: Beide haben vorher bei Number26 gearbeitet. (Foto: Presse)

Zum anderen sind auch Ehssan Dariani und Dennis Bemmann als Investoren mit an Bord. Beide haben StudiVZ gegründet und erfolgreich an Holtzbrinck verkauft. Und apropos Holtzbrinck: Der Wagniskapital-Arm der seit Jahren auch als Investor tätigen Verlagsgruppe beteiligt sich gemeinsam mit Raffael Johnen, Gründer der Kreditplattform auxmoney, ebenfalls an Cookies.

Startup hält sich zum Produkt noch bedeckt

Viel ist über das Startup, das erst im Frühjahr dieses Jahres von den ehemaligen Number26-Mitarbeitern Lamine Cheloufi und Garry Krugljakow gegründet wurde, indes noch nicht bekannt. Zum Produkt verrät Mitgründer Cheloufi nur so viel: „Mit Cookies kann man Geld in Sekunden von Konto zu Konto senden und empfangen – und das komplett kostenlos. Menschen sollen nicht länger durch die Abhängigkeit von Bankautomaten, Bargeld oder IBANs gestört werden. In sensible Bankdaten möchte und wird Cookies keine Einblicke haben. Sensible Daten liegen beim Nutzer, der sie zu keinem Zeitpunkt aus der Hand gibt.”

Die Transaktion von Geldbeträgen soll demnach ohne TANs und IBANs möglich sein, wie im Peer-to-Peer-Payment üblich also höchstwahrscheinlich über die Mobilfunknummer. Der Launch der Cookies-App ist für das erste Quartal 2016 geplant. Schon jetzt kann man sich auf der Website für die Beta-Phase anmelden. Der Beginn der Beta-Phase soll bald bekanntgegeben werden.

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9 Reaktionen
Karl Marx
Karl Marx

Geld Verbrennung.
Name schlecht gewählt (wurde bereits erläutert), Wunderlist/StudiVZ omg - dann wird es natürlich ganz klar ein Erfolg *ironie*.

>>

Antworten

Wir warten auf Gebühren-Freiheit
Wir warten auf Gebühren-Freiheit

Ich glaube Dariani hatte manches in der Startup-Branche schon mal kritisiert:
http://www.deutsche-startups.de/2012/08/10/ehssan-dariani-anti-angel-gesetz/

Auch schon die VOX-Reality-BusinessCasting-Show/Serie "Höhle der Löwen" unterscheidet sich von den hier überwiegenden Cashburner-Hype-Zillionen-Finanzierungs-Runden-Startups. Da sind "erwachsene" Investoren deren primäres Ziel vielleicht nicht Steuern-Sparen ist, vielleicht doch besser als manche üblichen Startups wo Kunden recht egal sind weil es nur um die Finanzinteressen der Investoren oder Gebühren und Pöstchen in den Holding-Ketten, Verwaltung,... geht und das Startup von den Millionen in Wirklichkeit das meiste wieder an die Geldgeber und deren Verwandten und Bekannten und Juristen z.b. als Miete oder Beratungs-Gebühren usw. abdrücken muss statt wie hier neulich geschrieben nicht die Büro-Zentrale zu boosten sondern das Produkt voran zu bringen.

Manche Fintechs scheitern gelegentlich auch daran, das es nur um Pöstchen oder halt irgendwelche anderen Interessen geht und nicht wirklich darum, viele Kunden zufriedenzustellen. Als kleiner Kunde denkt man sich "Boar ey, das will ich schon seit rot-grün und es Online-Banking gibt" und dann taugt es nicht oder setzt sich nicht durch oder wird von Google eingekauft und versauert im Regal der Google-Käufe wie praktisch alles ausser Youtube und Google-Mail und der kleine Bürger hat nix davon und muss wieder 10 Jahre warten.

Die Psychologie von Namen ist nicht zu unterschätzen. International ist der Name aber wohl kein Problem.
"Enthält Phenylalanin" als Bestandteil von Aspartam klingt "oh, das muss wohl problematisch sein wenn die es dranschreiben müssen", aber Phenyl-Alanin ist lebenswichtig für Menschen und der Hinweis wohl nur für eine geringe Zahl von Leuten die nicht so viel davon vertragen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Phenylalanin#Industrielle_Verwendung und der Abschnitt Medizin und PKU direkt darunter.
Aktuell muss man ständig und überall "Wir nutzen Cookies, bestätigen sie uns das wir das dürfen und lesen die tausendseitigen AGB wo wir uns vermutlich alle Ihre Daten und Dateien im Kleingedruckten an jedermann weiterverkaufen dürfen" bestätigen. Alte Leute wollen das man "hoffentlich nicht etwas kompliziertes gefragt" wird und scheitern oft schon leider am Download von PDFs wobei sich die Anzeigeprogramme am iPad auch nicht grade berühmt machen...
Wenn man also erst immer Cookies erlauben muss muss es wohl was problematisches sein oder nervt zumindest. Solche Psychologischen Aspekte sind nicht zu unterschätzen.
Wenn man allerdings mit Bildsprache und durch ENDLICH MAL BEQUEM BENUTZBARE Anwendungen ein positives Gefühl erweckt, legt sich die anfangs negative Assoziation sehr schnell. Wer Amazon kritisiert kriegt schnell mitgeteilt warum die Leute es gut finden.

Wie bei Chat-Systemen die sich ausser Whatsapp und Skype kaum durchsetzen liegt die Verbreitung bei zweiseitigen Apps (Sender, Empfänger,...) darin ob der Gegenüber das System auch hat. Hangouts hat sich ja nur verbreitet wegen der Google-Dienste drumherum also wenn man Google-Mail oder Google+ hatte, hatte man automatisch auch Hangouts.
Wenn es allerdings bequem ist und z.b. Supermärkte (siehe barzahlen.de) es einführen, braucht man kein aufwendiges Growth-Hacking sondern das bessere drängt rückständige Retro-Fintechs zurück. Siehe Netbooks oder Ipads oder Fernseher oder Flachbildschirme welche sich durch pure Nachfrage (bis auf Fernseher weil die so teuer waren) schnell durchsetzten. Es ist nicht schwer, online-banking zu verbessern. Es ist nicht schwer Settopboxen oder Fernseher-User-Interfaces zu verbessern.

Lahme Webseiten sind ein echtes Problem. Siehe Paypal-Ausfall vor ein paar Tagen!

Interessant wäre, wenn Ihr man bei Banker-Freunden fragt ob und welche Methoden gebührenfrei gehen würden.
Denn praktisch alle Fintechs basieren im Background auf Kreditkarten welche überall Verdienen ohne sich seit Jahrzehnten zugunsten der Kunden weiterentwickelt zu haben. Online-Abruf der Buchungen oder Bestätigung von Waschmaschinenkäufen nach Ost-Europa sind wohl zu kompliziert für Firmen die Milliarden einnehmen...
Bei CNBC meinte ein Fintech-Überweisungs-Gründer auch mal das ihre Gebühren auf den Kreditkarten-Gebühren basieren so wie man es hier auch ständig bei den Vorstellungen von Fintechs erkennen kann wenn 2.9% und 20-30 Cent pro Transaktion an Gebühren genommen werden.

Von daher ist das mit kostenlos vermutlich das interessanteste an Cookies.
Vielleicht können die bei SEPA andocken oder nutzen die Infrastrukturen der Postbank welche Background-Dienstleister für viele Banken ist oder zumindest vor dem Aufkauf war. Banker-Bekannte wissen es vermutlich...

Bei Websuche ist die Kritik am Namen berechtigt. Bei den Appstores gehts mir schon ewig auf den cookie das man nicht ENTWEDER in Spielen ODER in seriösen Apps suchen kann. Je nach Appstore kann die Suche nach "Cookies" also nervig werden.

Der Bedarf besteht zum Beispiel im Urlaub für Einkäufe, Taxifahrer oder ÖPNV.
Das man sich gegenseitig QR-Codes zeigt und mit den Handy-Kameras scannt oder die Bezahlung annimmt oder abgibt will ich schon ewig. Bis heute haben Fintechs lieber andere Interessen und Amazon Wallet und Google Wallet bringens auch nicht weit und scheitern wohl daran, im Ausland verfügbar zu sein.
Von mobiler Werbung sagten viele auch, es wäre unmöglich. Facebook hat das Gegenteil bewiesen und macht 60% oder so seiner Einnahmen mit mobiler Werbung. Gebührenfreie Fintechs sind der wahre Disruptor für die (natürlich nur ganz wenigen) Frühstücksdirektorenpöstchen-Fintechs.

Wenn die Idee so gut ist das der Bürger etwas davon hat, gibts vermutlich einen dicken Exit und danach wie oft üblich keine Weiterentwicklung mehr wie damals bei Skype, ICQ, Paypal, Sumly,... nach dem Aufkauf. Und die Kreditkarten-Firmen kassieren weiter. Russland hat gemerkt das sie keine eigenen Kreditkarten-Firmen haben (Datenschutz) oder die US-Regierung pusht Bitcoin weil die 3% Auslands-Einsatz-Kosten bei in Wirklichkeit um 0.3% Gebühren für die Banken von jeder guten Regierung reduziert werden würden. Es gibt also durchaus starke Interessenten die den Gebühren das Wasser abgraben wollen.
Die Drohnen werden von Amazon entwickelt weil Prime in USA das doppelte kostet und ZWEI TAGE braucht und nicht wie hier am nächsten Tag da ist! Da ist Deutschland wohl deutlich billiger und doppelt so schnell als UPS-USA usw. in the greatest and best nation of all !
Also auch Amazon und alle Gebühren-Zahler (Online-Händler, Online-Käufer,...) haben SEHR starkes Interesse, die Gebühren abzuschaffen.Offiziell 2.9% und 20-30 Cent pro Transaktion aber ich glaube Öger sagte bei Höhle der Löwen ich glaube ein Prozent. Schon daher lohnt das Zuschauen weil da echte Zahlen kommuniziert werden statt überteuerter offizieller Listenpreise oder "Auf Anfrage". Auch Micropayment wird durch die Gebühren quasi verhindert z.b. für Zeitschriften-Artikel: Wenn man sie für 20 Cent anbietet, kriegt man fast keine Einnahmen sondern die Kreditkarten-Firmen. Wenn man die Gebühren den Kunden bezahlen lässt, kauft es keiner und wirkt auch noch überteuert.

Vielleicht wird es am Schluss aber auch nur wie
google-Suchenach site:t3n.de clinkle
oder wie Yapital:
t3n.de/news/yapital-aus-659572/

Antworten

Karl Marx
Karl Marx

Schon daher lohnt das Zuschauen weil da echte Zahlen kommuniziert werden statt überteuerter offizieller Listenpreise oder "Auf Anfrage".

...bezieht sich jetzt aber nicht ernsthaft auf die Höhle der Löwen oder?!
Man vergleiche nur uncut gegen cut (tv)... Und die Interviews der "gäste".

Dagegen ist selbst das rtl jungelcamp Realismus pur.

Antworten

Mike Georg
Mike Georg

OMG ein alter Hut, sowas gibts bei uns in Thailand schon Jahre. Realtime. Ok 60 Sekunden brauche ich auch, um die Kontodaten und den Betrag einzugeben. Vielleicht sollten die Cookies einfach die App kaufen. Kostet keine 1,5 Millionen Euro.
Ist in Deutschland ebenfalls möglich, nur die Banken blocken.

Antworten

Stephan
Stephan

hallo Leute,
ich halte den Namen auch für ungeeignet. Aus vielen Gründen. Ein ganz wichtiger ist das Alleinstellungsmerkmal. Mit einem Sammelbegriff, der einen Speichervorgang beschreibt, darf man erstens keine Marke anmelden (ein erheblicher Nachteil) und zweitens beschreibt er den Speichervorgang. Das Verbraucher einem Cookie kein Vertrauen schenken würden, würde mich nicht wundern. Mich würde mal eine Datenerhebung/Umfrage dazu interessieren. Definiere Erfolg: Zunächst unterscheide ich zwischen "erfolgreicher Unternehmer" und "erfolgreiches Unternehmen". Wenn man als Erfolg definiert, dass man möglichst schnell einen Mio-Exit schafft, dann mag das erfolgreich für den Unternehmer sein. Nachhaltig für die Mitarbeiter und die Kunden ist es deshalb aber noch lange nicht. Das o.g. Beispiel Google läuft außer Konkurenz, denn Google hat es geschafft hier keine Steuern zu zahlen. Die frage ist doch einfach nur: Was würde passieren, wenn jedes Unternehmen keine Steuern zahlen würde? Was wäre passiert wenn Google sich an geltendes Recht (Datenschutz) gehalten hätte und zudem normal steuern gezahlt hätte? Insofern wird hier einem Unternehmen Erfolg zugesprochen, welches bisher überwiegend mit unlauteren Mitteln arbeitet. "Cookies" ist jedenfalls ein lächerlicher Name. Denn alles was mit Geld zu tun hat, wird nicht witzig sondern ernst genommen. Und eben weil Verbraucher den technischen Hintergrund nicht verstanden haben, ist das eine Barriere für diesen Namen, in einem Markt Fuß zu fassen. Nach meiner Einschätzung sollten die lieber mal anfangen, sich mit Markentechnik auseinander zu setzen, bevor sie Pressemitteilungen rauskloppen.

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Julia W
Julia W

Ich finde den Namen eigentlich ganz lustig, mal was anderes statt Pay...

Antworten

Jimbo
Jimbo

Alle Verbraucher haben Angst vor Cookies.
-> Bahahahahahahaaaaaa!

Antworten

Einnamen/Ausgaben ????
Einnamen/Ausgaben ????

StudiVZ war schon erfolglos und jetzt auch noch sowas... Alle Verbraucher haben Angst vor Cookies. Wie kann man da so dumm sein, dass Produkt so zu nennen? Erst Recht wenn es um Geld geht! Und wie wollen die damit Geld verdienen, wenn es kostenlos ist? Ich lade mir sicher keine App mit Werbebannern runter, wenn es um meinen Zahlungsverkehr geht. Dann haben die auch noch eine extrem langsame Website. No way!

Antworten

Matthias
Matthias

Erstmal die Füße still halten! Als erfolglos würde ich einen Exit für 85 Mio € nicht bezeichnen. Cookies sind so alt wie das Internet und ich denke, das viele, die Cookies jetzt als "neues Teufelszeug" kennengelernt haben, haben auch den technischen Hintergrund nicht verstanden. Und dass der Begriff Cookies nicht nur ein technischer ist, muss wohl auch nicht erklärt werden.

Wie damit Geld verdient werden soll, obwohl es kostenlos ist? Naja, es gibt wohl genügend Beispiele der letzten 10 Jahre, wenn man sich mal die Mühe macht, sich zu informieren. Beispielsweise über Gebühren für Dienstleister oder erweiterte Dienstleistungsoptionen. Dropbox zum Beispiel ist generell ja auch kostenlos. Alle Google-Dienste sind kostenlos. Und dass diese Geschäftsmodelle nicht funktionieren, kann man nun nicht wirklich behaupten.

Die "langsame Webseite" ist wohl sehr subjektiv zu betrachten ;)

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