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Ratgeber

Corporate Podcasts: Vom neuen Erfolg des Nischenmediums

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Der Pilot kommt vor der Serienproduktion

Für Unternehmen, die Lust auf die Nutzung des Multiplikatorenkanals der Corporate Podcasts bekommen haben, empfiehlt sich der Start in Form von Pilotformaten. Wird die Erfahrungen mit diesem neuen Kanal als Prototyp betrachtet, dann stellt sich am ehesten eine hilfreiche Atmosphäre des Ausprobierens und lustvollen Machens ein.

Es kann durchaus sinnvoll sein, sich für die ersten Gehversuche einen erfahrenen Podcaster an die Seite zu holen. In einem begleiteten Training können gemeinsam mit dem Team der Corporate Podcaster in kurzer Zeit redaktionelle Konzepte erarbeitet und erste Audio-Gehversuche unternommen werden. Als besonders hilfreich haben sich aus meiner Trainererfahrung Tipps zu Grundlagen von Sprechertrainings, Schnitt und Postproduction, Publikation sowie die Ideenentwicklung für potenzielle Sendungsformate erwiesen.

Manche Trainer bieten Pauschalpakete für das Corporate Podcasting an, in denen sie auch die Hardware und Software für die Pilotphasen stellen. Der Vorteil für die Unternehmen ist dann, dass zunächst einmal nur das zeitliche Investment in die Pilotsendungen erfolgen muss. Erst wenn ein dauerhafter Sendebetrieb beschlossen wird, erfolgen dann Investitionen in passende Hardware.

Insgesamt ist das Investment durchaus überschaubar – zeitlich und finanziell. Wenn also die Einsicht in die Potenziale von Corporate Podcasts über die Reichweitenreflexe hinaus gereift sind, dann heißt es ausprobieren!

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Ein abschließender Blick in die Zukunft der Podcasts

Corporate Podcasts werden niemals zum Standard der Unternehmenskommunikation. Aber sie werden ein Kennzeichen derjenigen Unternehmen, die früher als die Masse erkennen, welche Potenziale sich für die Kommunikation mit ihren Multiplikatoren und in der Beziehungsgestaltung mit relevanten Marktakteuren bieten.

Wir werden uns zukünftig bewusster entscheiden, ob wir lernen oder abschalten wollen. Wenn wir abschalten wollen, dann kann ein Hörbuch eine Alternative sein. Es darf aber gerne auch mal gar kein Stimulus gereizt werden. Wenn es aber um Pendelzeiten oder bewusste Lernzeiten geht, dann werden wir mehr Menschen auf Crosstrainern, Jogger und Einkäufer in Supermärkten sehen, die etwas Sinnvolles hören wollen, um gerade mehr Freiraum für das Abschalten mit gutem Gewissen zu generieren.

Einen weiteren Verstärker für die Nutzung von guten Corporate Podcast sehe ich in der Veränderung unserer Hörgewohnheiten dank Spotify. Statt uns selbst Musik auszusuchen, zu kaufen und in Listen zusammenzustellen, vertrauen wir zunehmend der Vorselektion der Streamingangebote. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung steigt damit die Nutzung von Inhalten außerhalb meiner Filterbubble. Warum sollte mir Spotify also nicht sinnvolle Podcastepisoden in meinem „persönlichen Audio-Lern-und-Entdeckungs-Kanal“ empfehlen, auf die ich mich einlasse – je nach Stimmung? Ich muss nicht mehr alle Angebote kennen – ich muss mich nur auf das Neue einlassen.

Bleibt zum Schluss eine These offen, nämlich das autonome Autos die größte Gefahr für die Podcasts darstellen. Diese These vertritt Christian Conradi (Deutschlandfunk): „Wenn die unterwegs sind, werden die Leute beim Fahren nicht mehr hören, sondern Videos schauen.“ Mag sein. Vielleicht hören wir uns dann aber auch sagen „Alexa, such mir einen neuen Podcast zu Digitale Ethik und Best Practise in Unternehmen“ – machen die Augen zu und lauschen interessiert, während uns unsere autonome Kabine sicher zum nächsten Meetup bringt, auf dem wir uns darüber mit interessanten Menschen austauschen können. Wer weiß das schon so genau.

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3 Reaktionen
ottersbach
ottersbach

Eine sehr toller Artikel., umfassend und sehr schön zu lesen. Podcast erleben den 2. Frühling irrendwie. Insbesondere auch im Business. Ergänzend zu dem Artikel noch ein Podcast, der genau auf die Thematik mit dem Podcasting im Business eingeht. http://digitales-unternehmertum.de/podcasts-effizienz-im-business-einsetzen-055/

Die Marketingmöglichkeiten mit einem Podcast sind flexibel und die Technik mittlerweile kein Hinderungsgrund mehr, nicht mit Podcasten anzufangen.

Ingo Stoll
Ingo Stoll

Danke und ebenfalls danke für den Link - gute Ergänzung

Frank
Frank

Nein, es braucht nicht viel um Loszulegen - nicht bei Audio, noch bei Video!

Wieso wird bei den Voraussetzungen immer auf die Technik abgestellt? Für die Darstellung von was auch immer wo auch immer - vom Buch bis zum Podcast - kommt es vor allem mal zunächst auf eine gewisse Durchdringung des Themas an, eine sinnvolle Auswahl der miteinander zu verknüpfenden Aspekte, die Fähigkeit, der geplanten Darstellung eine sinnvolle Struktur zu geben, Dramaturgie etc. pp. - mal ganz abgesehen von technischen Fragen, für deren qualitative Ergebnisse es schon ein paar mehr Feinheiten draufzuhaben gilt als die Auswahl eines Affiliate-Link Mikros.

Mal zum Vergleich: Käme jemand auf die Idee, jedermann dazu anzuhalten Bücher zu schreiben - weil es dazu ja nicht mehr als eines PC bedarf, den jeder auf dem Schreibtisch hat???

Genau dieser Unsinn wird aber beharrlich über das Medium Podcast verbreitet! Und das Ergebnis? Eine Flut von Produktionen, die - wegen der Leidensfähigkeit, die sie vom Hörer fordern - genau in der Nische bleiben, in der sie sind. Was von der Community natürlich auch noch als "Qualitätsmerkmal" gekennzeichnet wird - tja, ist halt nur was für Experten...

Oje!

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