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Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending: Der große Plattform-Überblick für Deutschland

Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending: Der große Plattform-Überblick für Deutschland

Finanzierungsformen wie , Crowdinvesting und neuerdings auch Crowdlending haben sich auch in Deutschland etabliert. Wir stellen die wichtigsten Plattformen für deutsche Gründer und Maker vor.

Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending: Der große Plattform-Überblick für Deutschland

(Foto: Shutterstock)

Crowdfunding, -investing und -lending erklärt

Crowdfunding hat sich dank US-Vorbildern wie Kickstarter oder Indiegogo inzwischen auch in Deutschland als ernstzunehmende Finanzierungsform für Startups, Mittelständler und private Bastler etabliert. Das gilt auch fürs Crowdinvesting – eine Abwandlung des Crowdfunding-Prinzips speziell für Kleinanleger. Entsprechend groß ist das Angebot und Interesse an solchen Plattformen, allerdings sind die beiden Modelle nicht immer trennscharf voneinander zu entscheiden. Deshalb noch einmal zum Verständnis:

  • Crowdfunding: Beim Crowdfunding wird vornehmlich in bestimmte Produkte und Projekte investiert. Das kann ein Film, ein Musikalbum, ein 3D-Drucker aber auch ein anderes Hardware-Gadget wie zum Beispiel die Datenbrille Oculus Rift sein. Als Geldgeber treten hier Fans privater Natur auf, die für ihr finanzielles Engagement im Gegenzug mit Zusatzmaterial beschenkt oder beispielsweise durch eine Erwähnung auf einem Cover geehrt werden.
  • Crowdinvesting: Crowdinvesting ist streng genommen eine rein deutsche Wortschöpfung, die es so im Ausland nicht gibt. Im Unterschied zum Crowdfunding wird beim Crowdinvesting ganz gezielt in Startups und Unternehmen investiert – und zwar von Menschen, die einen langfristigen finanziellen Rückfluss in Form einer Rückzahlung oder Verzinsung erwarten. In der Regel stellen Investoren partiarische Darlehen in kleinen bis mittleren Summen zur Verfügung und werden dafür am Unternehmen beteiligt.
  • Crowdlending: Beim Crowdlending handelt es sich um über das Internet vermittelte Kredite, die von Privatpersonen an andere Privatpersonen oder Unternehmen ausgegeben werden. Anleger können in Projekte von Unternehmern investieren, so zum Beispiel in die Entwicklung neuer Produkte oder in den Aufbau neuer Vertriebswege. Der Unternehmer erhält einfach und unbürokratisch zusätzliches Fremdkapital, die Investoren erhalten monatliche Rückzahlungen aus Zins und Tilgung.

Deutschsprachige Crowdfunding-Plattformen

1. Kickstarter

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Na endlich: Seit 2015 ist mit Kickstarter die Mutter aller Crowdfunding-Plattform auch in Deutschland aktiv. Aus den USA bringt die Plattform jede Menge Reichweite und Reputation mit. Über zwei Milliarden US-Dollar wurden seit 2009 von der Crowd in knapp 100.000 Projekte investiert. Eine Liste von bisher zehn coolen Projekten aus Deutschland haben wir schon zusammengestellt.

Das Geschäftsmodell ist einfach: Während Anmeldung und Erstellung einer Kampagne kostenlos sind, zwackt sich Kickstarter für jedes erfolgreich finanzierte Projekt eine fünfprozentige Provision ab. Die Plattform verweist auf eine sogenannte „All or nothing“-Regel. Das bedeutet: Wird das zuvor definierte Finanzierungsziel nicht erreicht, gehen alle Gelder zurück zu den Unterstützern.

2. Indiegogo

Crowdfunding mit Indiegogo: Die bekannte Plattform mit US-amerikanischen Wurzeln verspricht die größte Reichweite. (Screenshot: t3n)
Crowdfunding mit Indiegogo: Die bekannte Plattform mit US-amerikanischen Wurzeln verspricht die größte Reichweite. (Screenshot: t3n)

Indiegogo zählt neben Kickstarter zu den Superstars unter den Crowdfunding-Plattformen. Die seit 2008 existierende Plattform gibt es schon länger in deutscher Sprache, zudem soll Indiegogo bald auch eine Dependance in Berlin eröffnen. Zu den erfolgreichsten Projekten gehören unter anderem das Tesla Museum oder der HDMI-Stick Airtame.

Anmeldung, Erstellung und Unterstützung einer Kampagne sind kostenlos. Wenn ein Projekt Gelder erhält, aber nicht das Finanzierungsziel erreicht, erhebt Indiegogo eine Gebühr in Höhe von neun Prozent für die erhaltenen Beträge. Wird ein zuvor gesetztes Finanzierungsziel erreicht, werden nur noch vier Prozent Gebühren fällig. Indiegogo besitzt ähnlich wie Kickstarter eine international sehr hohe Reichweite, sodass sich Kampagnen als effektives Marketinginstrument für Produkte und Projekte nutzen lassen.

Hier geht's zu Indiegogo!

3. Startnext

 

Mit StartNext finden Crowdfunding-Fans die größte Plattform aus Deutschland vor. (Screenshot: t3n)
Mit StartNext finden Crowdfunding-Fans die größte Plattform aus Deutschland vor. (Screenshot: t3n)

 

Startnext ist die nach eigenen Angaben größte Crowdfunding-Plattform in Deutschland. Insgesamt wurden bereits über 3.300 Projekte aus den Bereichen Film, Musik, Design und Journalismus beworben, wovon etwa die Hälfte auch erfolgreich finanziert wurde. Bisher haben Fans nach eigenen Angaben rund 26 Millionen Euro in Projekte auf Startnext investiert. Die von der Dresdner IT-Firma tyclipso.net entwickelte Plattform besteht seit 2010 und ist zwischenzeitlich auch nach Österreich expandiert.

Anmeldung, Erstellung und Unterstützung einer Kampagne sind kostenlos. Besonderheit von Startnext ist, dass jeder Starter nach seiner erfolgreichen Kampagne mit einer freiwilligen Provision selbst bestimmt, mit welchem Betrag er die Plattform unterstützt. Die Transaktionsgebühr für die Bezahlmethoden der Bezahlmittelanbieter liegt bei 4 Prozent.

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4. VisionBakery

Back dir deine Startup-Vision, so lautet das Motto der Leipziger Plattform. (Screenshot: t3n)
Back dir deine Startup-Vision, so lautet das Motto der Leipziger Plattform. (Screenshot: t3n)

Hinter VisionBakery steckt ein junges Team aus Leipzig, das seit 2011 die zweitgrößte Crowdfunding-Plattform in Deutschland betreibt. Wie der Name schon andeutet, können auf VisionBakery unternehmerische Ideen aus allen erdenkliche Bereichen – vom Film bis zum Handwerk – durch die Crowd verwirklicht werden. Eine Crowdfunding-Kampagne kostet nichts, nur bei erfolgreicher Finanzierung fällt eine Provision in Höhe von 11,9 Prozent an. Darin enthalten ist ein Kampagnen-begleitendes Beratungsangebot.

Hier geht's zu VisionBakery!

5. Correctiv

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Dem Ziel, journalistische Projekte und Recherchen zu finanzieren, hat sich Correctiv verschrieben. Die Plattform verspricht alle Projekte vorab auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Zudem wird ein erfolgreicher Abschluss aller geförderter Recherchen garantiert. Da Correctiv gemeinnützig agiert, können Unterstützer durch Ausstellung eines Spendenbelegs sogar Steuern sparen. Derzeit werben 19 Projekte um die Finanzierung durch die Crowd.

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6. Sciencestarter

Auf Science Starter können Fans Forschungsprojekte anschieben und zum Beispiel exklusive Führungen ergattern. (Screenshot: t3n)
Auf Sciencestarter können Fans Forschungsprojekte anschieben und zum Beispiel exklusive Führungen ergattern. (Screenshot: t3n)

Wie man die Schwarmfinanzierung auch auf Projekte aus Forschung und Wissenschaft ummünzen kann, zeigt Science Starter aus Berlin. Die im Herbst 2012 gestartete Plattform ist die erste deutschsprachige Crowdfunding-Community für Wissenschaftler.

Aktuell werben zwei Forschungsprojekte um Gelder aus der Crowd. Ein schönes Beispiel: die Finanzierung eines Vortragsraums in der Sternwarte Gaisberg. Unterstützer erhalten je nach Höhe des gespendeten Betrags eine Führung oder eine Autogrammkarte von einem Astronauten.

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7. Musicstarter

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Mit Crowdfunding zum Plattenvertrag können aktuell noch unabhängig tätige Musiker und Künstler mithilfe von Musicstarter kommen. Dahinter verbirgt sich das nach eigenen Angaben erste Crowdfunding-Plattenlabel.

Das bedeutet: Die teilnehmenden Musiker präsentieren ihre Werke per Crowdfunding und werden dabei von der Plattform unterstützt. Erreichen die Künstler ihr Fundingziel, folgen umgehend Albumproduktion und -veröffentlichung. Dazu kooperiert man unter anderem mit Universal Music. Die Plattformgebühr beträgt zehn Prozent des Fundingbetrags.

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Deutschsprachige Crowdinvesting-Plattformen

1. Seedmatch

Seedmatch ist Deutschland populärste Crowdinvesting-Plattform. (Screenshot: t3n)
Seedmatch ist Deutschland populärste Crowdinvesting-Plattform. (Screenshot: t3n)

Unter dem Motto „Gemeinsam in starke Ideen investieren“ hat sich Seedmatch als ernstzunehmende Alternative der klassischen Startup-Finanzierung etabliert. Zum Beispiel für Protonet: drei Millionen Euro hat das Startup 2014 über Seedmatch von Privatinvestoren gesammelt. Die deutsche Crowdinvesting-Plattform Seedmatch hat bislang über 80 solcher Projekte abgeschlossen. Vor kurzem gelang der Plattform mit Lottohelden auch der erste Exit eines über Crowdinvesting finanzierten Startups.

Schon ab 250 Euro können sich Privatleute an einem Startup beteiligen. Von den 44.000 registrierten Nutzern haben bereits über 5.000 in Startups investiert. Eine erste Starthilfe für Gründer bietet die Plattform hier an. Bei erfolgreichem Crowdinvesting behält Seedmatch ein Honorar in Höhe von 5 bis 10 Prozent der erzielten Summe ein. Transaktionskosten für die Überweisungen der Investments fallen nur im Erfolgsfall an.

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2. Bergfürst

Die Berliner Plattform Bergfürst hat sich inzwischen zur Startup-Börse gemausert. Urbanara zeigt, wie es gehen kann. (Screenshot: t3n)
Die Berliner Plattform Bergfürst hat sich inzwischen zur Startup-Börse gemausert. Urbanara zeigt, wie es gehen kann. (Screenshot: t3n)

Bergfürst ist eine Crowdinvesting-Plattform, auf der sich Privatinvestoren bereits ab 250 Euro am Eigenkapital von jungen Startups in der Wachstumsphase beteiligen können. Bekannt geworden ist die Plattform vor allem für die Finanzierung von Urbanara, einem Berliner Startup für Wohnutensilien und Accessoires.

Im Unterschied zu Seedmatch verfügte Bergfürst eine Zeit lang über eine offizielle Bankenlizenz (BaFin), sodass Privatinvestoren Eigenkapitalanteile von Startups erwerben, die sie später auch als Aktien an der Börse handeln können. Inzwischen hat es jedoch einen Strategiewechsel gegeben und die Banklizenz wurde annuliert: Aktuell kann man sich bei Bergfürst neben Unternehmen auch an der Finanzierung von Immobilienprojekten beteiligen.

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3. Companisto

Schon ab fünf Euro steigt man bei Companisto in vielversprechende Jungfirmen als Investor ein. (Screenshot: t3n)
Schon ab fünf Euro steigt man bei Companisto in vielversprechende Jungfirmen als Investor ein. (Screenshot: t3n)

Eine weitere Crowdinvesting-Plattform aus der Bundeshauptstadt ist Companisto, die zu den erfolgreichsten ihrer Zunft gehört. Bisher wurden insgesamt rund 25 Millionen Euro eingesammelt und auf diesem Wege über 53 Startups finanziert. Companisto lässt Privatanleger schon ab fünf Euro in junge Unternehmen investieren, die Plattform selbst verdient an einer Provision in Höhe von zehn Prozent, sollte ein gesetztes Finanzierungsziel erreicht werden.

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4. Innovestment

Projekte wie der City-Roller Scrooser oder das Foto-Startup Lirdy haben ihre Wurzeln auf der Innovestment-Plattform. (Screenshot: t3n)
Projekte wie der City-Roller Scrooser oder das Foto-Startup Lirdy haben ihre Wurzeln auf der Innovestment-Plattform. (Screenshot: t3n)

Wie der Name schon andeutet, strebt Innovestment die Verkupplung von innovativen Startups mit wohlhabenden Privatinvestoren an. Schon ab 500 Euro können sich Investoren bei Innovestment „still“ – also in Form einer prozentualen Partizipation am jährlichen Gewinn und potentiellen Verkaufserlös des Startups – beteiligen. Versteigert werden die Anteile über eine Auktion. Mithilfe von Innovestment konnten zum Beispiel Projekte wie der neuartige Stadtroller Scrooser oder die Foto-App Lirdy erfolgreich kapitalisiert werden.

Hier geht's zu Innovestment!

5. Fundsters

Der Name Fundsters klingt groß, dabei kommt die deutsche Plattform, die schon 730.000 Euro gesammelte hat, aus Meerbusch bei Krefeld. (Screenshot: t3n)
Der Name Fundsters klingt groß, dabei kommt die deutsche Plattform, die schon 730.000 Euro gesammelte hat, aus Meerbusch bei Krefeld. (Screenshot: t3n)

Noch vergleichsweise klein ist die Crowdinvesting-Plattform Fundsters aus Meerbusch bei Krefeld. Gestartet im November 2012, konnte die Plattform bisher 994.000 Euro Wagniskapital einsammeln und damit insgesamt zehn Jungunternehmen finanzieren. Beteiligen sind auch jenseits von 100.000 Euro möglich, die Provisionen beim Finanzierungserfolg bewegen sich mit neun Prozent im marktüblichen Bereich.

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6. Bankless24

Mit Bankless24 finden auch mittelständische Unternehmen einen Platz an der Crowdinvesting-Sonne. (Screenshot: t3n)
Mit Bankless24 finden auch mittelständische Unternehmen einen Platz an der Crowdinvesting-Sonne. (Screenshot: t3n)

Fließt das Geld bei schwarmfinanzierten Startups im Regelfall zunächst in die Realisierung einer ersten Serienfertigung, haben auch mittelständische Unternehmen laufenden Kapitalbedarf, etwa um das weitere Wachstum zu forcieren oder Expansionsoffensiven tragen zu können. Dass hier nicht per se eine klassische Bank überzeugt werden muss, beweist Bankless24. Mit ihr hat sich die erste Crowdinvesting-Plattform für den Mittelstand am deutschen Markt positioniert. KMUs emittieren hier standardisierte Genussrechte. Anleger investieren ab 100 Euro in den Mittelstand.

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7. Deutsche Mikroinvest

Um Neulingen den Einstieg in das Beteiligungsgeschäft zu erleichtern, bietet Deutsche Mikroinvest ein Widerrufsrecht und Einzüge nach erreichter Funding-Schwelle an. (Screenshot: t3n)
Um Neulingen den Einstieg in das Beteiligungsgeschäft zu erleichtern, bietet Deutsche Mikroinvest ein Widerrufsrecht und Einzüge nach erreichter Funding-Schwelle an. (Screenshot: t3n)

Im Unterschied zu anderen Plattform tut Deutsche Mikroinvest auffallend viel dafür, die Hemmschwelle für ein Investment bei den Nutzern möglichst weit herabzusetzen. So wirbt die Plattform, das Geld erst abzubuchen, wenn die virtuelle Fundingschwelle erreicht ist. Auch macht man auf ein Widerrufsrecht aufmerksam, mit dem getätigte Investments innerhalb von 14 Tagen annulliert werden können.

Hier geht's zu Deutsche Mikroinvest!

8. Crowdrange

Crowdrange macht seinem Namen alle Ehre und bietet Investing-Modelle aller Art. Vom Startup bis zum Sponsoring. (Screenshot: t3n)
Crowdrange macht seinem Namen alle Ehre und bietet Investing-Modelle aller Art, vom Startup bis zum Sponsoring. (Screenshot: t3n)

Schwarminvestments gliedern sich bei Crowdrange in drei unterschiedliche Finanzierungsklassen: Dem C-Startup, C-Grow und C-Fund. C-Startup richtet sich an Investoren, die Möglichkeiten suchen, sich an Geschäftsideen zu beteiligen. Investoren, die sich an bereits bestehenden und markterprobten Unternehmen beteiligen wollen, werden im Bereich C-Grow fündig. Personen, die ein Vorhaben, sei es nun ideeller Art oder wirtschaftlicher Art sponsern wollen, ohne eine Beteiligung zu erwerben können, finden im Bereich C-Fund interessante Projekte.

Hier geht's zu Crowdrange!

9. Fundedbyme

Das schwedische Portal fundedbyme ist seit kurzem in Deutschland aktiv und kombiniert Crowdfunding und Crowdinvesting. (Screenshot: t3n)
Das schwedische Portal fundedbyme ist seit kurzem in Deutschland aktiv und kombiniert Crowdfunding und Crowdinvesting. (Screenshot: t3n)

Seit einigen Wochen ist auch die schwedische Plattform Fundedbyme in Deutschland vertreten. Die Besonderheit: Startups können sich hier sowohl per Crowdfunding als auch per Crowdinvesting finanzieren. Für Privatleute bedeutet dies, dass Investments nach dem Belohnungsprinzip oder dem Erwerb stiller Beteiligungen möglich sind. Fundedbyme wurde 2011 in Schweden gegründet und ist schon in acht Ländern aktiv. Über die Plattform konnten bisher 5,5 Millionen Euro an Unternehmen verteilt werden – rund 33.00 Nutzer sind auf dem Portal registriert.

Hier geht's zu Fundedbyme!

Deutschsprachige Crowdlending-Plattformen

1. Lendico

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Der Gebrauchtwagen, die neue Maschine, die Hochzeitsreise oder die Umschuldung: Über Lendico können sich Privatpersonen wie Unternehmen mehr finanziellen Spielraum verschaffen, indem sie sogenannte Peer-to-Peer-Kredite aufnehmen können. Nutzer schildern den Verantwortliche von Lendico ihr Projekt mitsamt Finanzierungswunsch und erhalten eine vorläufige Kreditentscheidung.

Kreditnehmer zahlen erst, wenn ihr Kredit vollständig finanziert und bewilligt wurde. Berechnet wird eine einmalige Gebühr in der Höhe von bis zu 4,5 Prozent des Nettokreditbetrags. Die genaue Höhe der Gebühr wird individuell berechnet und hängt sowohl von der Laufzeit des Kredits als auch vom Bonitätsprofil ab.

Hier geht's zu Lendico!

2. Fundingcircle

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Fundingcircle funktioniert praktisch genauso wie Lendico mit dem Unterschied, dass es sich bei dieser Plattform um den britischen Marktführer handelt. Kredite können bis zu einem Volumen von 250.000 Euro ab einem Zinssatz von 3,79 Prozent aufgenommen werden.

Hier geht's zu Fundingcircle!

3. auxmoney

(Screenshot: t3n)
(Screenshot: t3n)

Schon seit 2007 besteht die Crowndlending-Plattform Auxmoney mit Sitz in Düsseldorf. Im Unterschied zu Lendico und Fundingcircle werden bei Auxmoney Kredite nur an Privatpersonen vermittelt. Seit Bestehen der Plattform konnten nach eigenen Angaben über 70.000 Kreditwünsche erfüllt über 50.000 private Anleger gewonnen werden.

Damit Unterstützer das jeweilige Ausfallrisiko besser einschätzen können, haben sie Einsicht in die wichtigsten Bonitätsinformationen der Kreditnehmer. Bei erfolgreicher Kreditvergabe berechnet auxmoney eine einmalige Vermittlungsgebühr in Höhe von 2,95 Prozent des Kreditbetrags.

Hier geht's zu auxmoney!

4. LeihDeinerStadtGeld

Dass auch Bürger ein Interesse daran haben, ihre Stadt mit Schwarmkapital zu fördern, zeigt die Plattform LeihDeinerStadtGeld. (Screenshot: t3n)
Dass auch Bürger ein Interesse daran haben, ihre Stadt mit Schwarmkapital zu fördern, zeigt die Plattform LeihDeinerStadtGeld. (Screenshot: t3n)

Ja, auch Städte brauchen Geld. Weil die aber chronisch unterfinanziert sind, sollen nun auch die Bürger als Schwarmfinanziers ins Spiel kommen. Angetrieben von der Vision, eine direkte und transparente Bürgerbeteiligung in der Kommunalfinanzierung zu ermöglichen, haben drei Unternehmenr das Portal LeihDeinerStadtGeld gegründet. Hier können Bürger in öffentliche Bau- und Sozialprojekte ihrer Stadt investieren.

Als Gegenleistung für die Mitfinanzierung eines Projekts (zum Beispiel der Neubau eines städtischen Kindergartens) erhalten Unterstützer dann einen Bürgerkredit, der marktüblich verzinst und am Ende der Laufzeit im besten Fall mit einer kleinen Rendite zurückgezahlt wird. Inzwischen gibt es mit LeihDeinerStadtUmwelt aber auch ein Spin-Off, das sich auf die Finanzierung von Energieprojekten spezialisiert hat.

Hier geht's zu LeihDeinerStadtGeld!

Fazit

Unterm Strich lässt sich feststellen, dass sich mit den Crowdfunding-, -investing und -lending sowie den einzelnen Mischformen inzwischen echte Alternativen zu klassischen Formen der Unternehmensfinanzierung auch in Deutschland etabliert haben. Der Markt ist riesig und differenziert. Alte Plattformen gehen, neue kommen hinzu. Wer sich in Sachen Crowdfunding aber nicht an einer der genannten Plattformen binden möchte, findet hier drei Tipps zum Start einer ganz eigenen Crowdfunding-Kampagne.

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15 Antworten
  1. von Julien Schröder-Gianoncelli am 04.05.2014 (19:25 Uhr)

    Schade, dass ihr uns von http://www.bettervest.de - Crowdlending für Energieeffizienzprojekte nicht dabei habt ;-)

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  2. von Florian am 04.05.2014 (19:52 Uhr)

    Schöne übersicht.
    Leider wurde die aufstrebende Plattform bettervest vergessen, welche in den vergangenen Monaten mehrere erfolgreiche fundings hatte.

    Auf united equity hingegen war es die letzten Monate sehr still.

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  3. von Jörn Kunst am 04.05.2014 (22:52 Uhr)

    Auch habt Ihr leider unser Crowdinvesting Portal Welcome Investment http://www.welcomeinvestment.com vergessen. Wir sind das einzige Portal, das die Crowd in die Entscheidung per Voting einbezieht, welche Unternehmen in den Crowdinvesting Prozess gelangen. So kann sich jedes Kapital suchende Unternehmen kostenlos registrieren und ein Businessprofil anlegen.
    Auch beim Kapitalgesuch schließen wir eine wichtige Lücke, die von anderen Anbietern nicht abgedeckt wird. Denn, ab bereits 5.000 EUR (bis max. 2 Mio. EUR) kann nach Kapital gesucht werden. Investments sind ab 1 EUR möglich. Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Wäre super, wenn Ihr uns noch mit aufnehmen würdet, vielen Dank.

    Beste Grüße
    Jörn Kunst
    jk@wlcm.in

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  4. von TheresaK am 05.05.2014 (10:00 Uhr)

    Auf Startnext werden aktuell auch beide Optionen, Crowdfunding und Crowdinvesting angeboten.
    Eine Crowdinvesting Kampagne findet ihr z.B. hier http://www.startnext.de/brabbl

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  5. von Anne-Katrin Maier am 05.05.2014 (11:03 Uhr)

    Wenn Unternehmer Kredit via Crowdlending aufnehmen hat das nichts mit ihrer Bonität zu tun! Egal, wie gut die Bonität - Unternehmer werden unterhalb eines gewissen Kreditvolumens regelmäßig abgelehnt.

    Banken müssen nach Basel III Unternehmer-Kredite besonders aufwändig prüfen. Das ist teuer und führt zu erstaunlich hohen Prüfkosten pro Antrag. Gerade bei kleinen Krediten kann die Bank diese Kosten über die Zinsen nicht zurückverdienen!

    Bitte lesen Sie dazu unsere Beiträge, zum Beispiel diesen hier: http://blog.finmar.com/2013/11/28/darum-brauchen-unternehmer-finmar-post-34/

    ^am, Team finmar

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  6. von Martin Schramm am 06.05.2014 (12:31 Uhr)

    Darf ich Ihre Informationen bitte um einen wichtigen Hinweis ergänzen:

    In der Schweiz gibt es die sehr engagierte Plattform "wemakeit" (https://wemakeit.ch), die sehr viele interessante (Kultur-)Projekte featured.

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  7. von CROWD NINE am 08.05.2014 (09:48 Uhr)

    CROWD NINE bietet regionales Equity Crowdfunding (Crowdinvesting) in Stuttgart und Baden-Württemberg an.
    Wir freuen uns über eine Aufnahme in die Liste.
    Mehr Infos gerne über: info@crowdnine.de

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  8. von Daniel Hüfner am 08.05.2014 (10:03 Uhr)

    Liebe Leser,

    danke für euer ausführliches Feedback zu diesem Artikel, mich haben in den letzten Tagen viele Mails und auch Anrufe erreicht. Die nicht im Artikel aufgeführten Plattformen sind notiert und werden mit dem nächsten Update bald hinzugefügt.

    Beste Grüße aus Hannover,

    Daniel

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  9. von Stefan am 10.05.2014 (21:41 Uhr)

    Guter Artikel! Vielleicht noch ein paar Hinweise:

    die genannten Plattformen United Equity und Berlincrowd sind zwar noch online, aber schon seit 2012 bzw. 2013 nicht mehr aktiv.

    Die genannte Crowdfinance-Plattform ist kein Crowdinvesting- oder Crowdfunding-Anbieter, hat in der Übersicht also auch nichts verloren. Dort können Projekte der "richtigen" Plattformen sich lediglich gegen Geld listen lassen.

    LeihdeinerStadtGeld passt auch nicht so ganz in die Auflistung und müsste eigentlich eher unter Crowdlending stehen.

    Tatsächlich fehlt auch mir Welcome Investment (ehemals WLCM) in der Aufzählung. Die haben gerade ge-relauncht und fahren einen neuen Ansatz durch echte Einbeziehung der Crowd. Soweit ich das überblicke, bieten die auch von allen Plattformen die günstigsten Finanzierungskonditionen für Startups.

    Die Supercrowd würde ich nicht listen, da dort nur die Firma selbst finanziert werden soll und das Portal anschließend wieder obsolet ist. Dann lieber Mashup Finance, die jedoch einen reinen Münchner Fokus haben.

    Bei startnext muss wohl darauf hingewiesen werden, dass die "Crowdinvestings" keine echten Firmenbeteiligungen sind sondern reine Gewinnbeteiligungen und dass auch nur gemeinnützige oder künstlerische Unternehmen zugelassen werden.

    Ist insgesamt schon alles sehr kompliziert, da jede Plattform ihren eigenen Weg geht.

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  10. von Greenrocket - Crowdinvesting Österreich am 12.05.2014 (10:28 Uhr)

    Ausgezeichnete Erklärung zur Definition Crowdfunding und Crowdinvesting. In Österreich gibt es die Plattform Greenrocket - http://www.greenrocket.com - die sich auf nachhaltige Unternehmen in den Bereichen Energie, Umwelt, Mobilität und Gesundheit spezialisiert hat.

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  11. von berndschlosser am 24.10.2014 (15:10 Uhr)

    Hey Leute,

    habe ein nettes Video zum Thema Crowdfunding in Deutschland gefunden. Schick gemacht und unterhaltsam. Finde, dass der Nutzen bei Crowdfunding-Aktionen für Investoren oft auf der Strecke bleibt. Das wird hier besonders ins Auge genommen und gegeneinander abgewogen. Nur zu empfehlen also. Viel Spaß damit http://www.youtube.com/watch?v=ERpwtRBVanA

    Viele Grüße
    Bernd

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  12. von KatjaK am 20.04.2015 (10:43 Uhr)

    http://www.fundernation.eu ist auch nicht dabei! Der Artikel ist aber nur einige Tage nach der Gründung der Crowdinvesting Plattform erschienen, also verständlich :)

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  13. von Monika am 13.01.2016 (20:35 Uhr)

    Unsere Crowdfunding-Funktionalität für Lebensmittel und die Lebensmittelproduktion, wir nennen es auf unserer Plattform Foodfunding, ist ebenfalls nicht im Artikel erwähnt. Zu finden ist unsere Plattform, die sich an Direktvermarkter von Lebensmitteln richtet, unter http://www.erzeugerwelt.de.

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  14. von KathrinM am 06.04.2016 (11:26 Uhr)

    http://www.greenxmoney.com fehlt auch in dieser Liste ;) Das ist eine royalty-based Crowdinvesting-Plattform für grüne Energieanlagen.

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