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Crowdfunding-Pleite: 360-Grad-Kamera-Bauer Panono ist insolvent

(Bild: Panono)

Das Berliner Kamera-Startup Panono ist insolvent. Der Hersteller der gleichnamigen 360-Grad-Kamera hat am Mittwoch in Berlin Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Panono: Crowdfunding-Star ist insolvent

Fast drei Millionen US-Dollar hat das Berliner Startup Panono insgesamt eingesammelt – und war eine Zeitlang ein gehypter Star am Crowdfunding-Himmel. Zuerst wurde vor mehr als drei Jahren auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo ein Rekord für das am höchsten finanzierte Projekt geknackt. Dort kamen mit 1,25 Millionen US-Dollar knapp 300.000 US-Dollar mehr zusammen als geplant. Anschließend wurden bei Companisto weitere 1,7 Millionen US-Dollar eingesammelt. Mit der geplanten 360-Grad-Kamera gab es aber Probleme. Jetzt ist Panono insolvent.

Panono ist insolvent, im Shop ist die 360-Grad-Kamera noch zu haben. (Screenshot: Panono/t3n)

Geplant war ursprünglich eine rund elf Zentimeter große und rund 480 Gramm schwere 360-Grad-Kamera in der Form eines Balls. Damit sollten sich während eines Wurfs oder auf einem Stativ oder Stick Panoramen aufnehmen lassen. Zur Erstellung von Kugelpanoramen verfügte die Kamera über 36 fest eingebaute Kameramodule, die per Auslöseknopf oder mobiler App gleichzeitig ausgelöst werden sollten. Die automatische Zusammensetzung des Kugelpanoramas mit einer Auflösung von 108 Megapixeln hätte über einen Webserver funktionieren sollen.

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Panono-Kamera: Probleme bei der Produktion

Bei der Produktion der Kamera gab es allerdings Probleme, die zu erheblichen Verzögerungen und darauffolgenden Nutzerbeschwerden führten, wie Gründerszene.de schon im März 2016 berichtete. Demnach hatten die Startup-Gründer mit der komplexer als erwarteten Produktion zu kämpfen – zudem sei der Zeitaufwand höher als erwartet gewesen. Zwar seien Panono-Kameras ab September 2015 ausgeliefert worden, allerdings seien diese nicht bruchsicher, wie zuerst versprochen. Die Kameras müssten nach dem Hochwerfen wieder aufgefangen werden, hieß es damals von Panono.

Vor dem Amtsgericht Charlottenburg hat die Panono GmbH laut einer Öffentlichen Bekanntmachung am Mittwoch die „Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen“ beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Torsten Martini bestellt. Im Panono-Shop ist die Kamera noch zu haben – zum Preis von 2.140,81 Euro.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Eine der erfolgreichsten Kickstarter-Kampagnen verrät die wichtigsten 5 Regeln für erfolgreiches Crowdfunding

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2 Reaktionen
ROP
ROP

Endlich! Das sind doch mal wirklich gute Neuigkeiten!

Nils
Nils

Der Link auf die Insolvenzbekanntmachung kann so nicht funktionieren (Session). Das Aktenzeichen lautet 36p IN 2702/17

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