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Ich dachte, die meisten neuen Funktionen in iOS 8 machen iPhone und iPad einfach nur besser. Aber eine Neuerung ist für Apple eine wirkliche Revolution

Ich dachte, die meisten neuen Funktionen in iOS 8 machen iPhone und iPad einfach nur besser. Aber eine Neuerung ist für Apple eine wirkliche Revolution

hat auf der WWDC-Keynote und OS X Yosemite vorgestellt. Viele neue Funktionen optimieren das Nutzererlebnis auf und . Doch eine Neuerung ist revolutionär – zumindest für Apple. Die von Luca Caracciolo.

Ich dachte, die meisten neuen Funktionen in iOS 8 machen iPhone und iPad einfach nur besser. Aber eine Neuerung ist für Apple eine wirkliche Revolution

Die wirkliche Revolution für Apple-Verhältnisse: App Extensions (Foto: Apple)

WWDC 2014: Feature-Feuerwerk für iOS 8 und OS X Yosemite

Apple hat in der WWDC-Keynote ein wahres Feature-Feuerwerk losgelassen. Kaum hatte man als Zuschauer eine neues Feature begriffen, schon ging es mit dem nächsten weiter: iCloud Drive, Hand Off, Airdrop zwischen iOS und Mac, Instant Hotspot, Familiy Sharing, QuickType, Health. Und als ob das nicht genug wäre, hat der Konzern mit Swift nicht weniger als eine neue Programmiersprache vorgestellt, die Objective-C ablösen soll.

Die stille Revolution für Apple aber läutet eine andere Neuerung ein, die fast schon ein wenig untergegangen ist – kein Wunder, bei dem ganzen Kram, den Apple vorgestellt hat. Es geht um die „App Extensions“: iOS 8 erlaubt es App-Store-Applikationen zu interagieren und so Funktionen und Daten untereinander auszutauschen. Das war in dieser Form unter iOS bisher nicht möglich.

Warum das eine Revolution für Apple ist? Weil der Konzern damit quasi ein Paradigma über Bord wirft, dass Steve Jobs in Stein gemeißelt hatte: das iOS-Ökosystem so geschlossen wie möglich zu halten – in jederlei Hinsicht, auch intern. So durften Apps in iOS bisher nur in der sogenannten Sandbox agieren. Der Vorteil: So können sie keinen großen Schaden anrichten, was der Sicherheit zu Gute kommt. Der Nachteil: Die Apps können kaum untereinander kommunizieren und keine Daten austauschen – was an der Nutzungsrealität vieler User vorbeigeht. Craig Federighi, Senior Vice President für Software-Entwicklung bei Apple, veranschaulichte die Möglichkeiten, die sich mit App Extensions ergeben, anhand einer Foto-Filter-App, deren Filter in der Foto-App von Apple zur Verfügung stehen.

App Extensions: Endlich richtig Party machen

Mit den App Extensions in iOS 8 läutet Apple also eine Kehrtwende ein, öffnet das von außen gut abgeschottete Ökosystem im Inneren. Ein geschickter Schachzug, denn nach wie vor agiert Apple als Party-Türsteher: Nur die Gäste dürfen zur Party, also in den App-Store, die vorher genau gecheckt wurden und die Auflagen erfüllen. Sind die Party-Gäste erstmal drin, können sie endlich miteinander kommunizieren, also richtig Party machen – durften sie zuvor doch nur brav nebeneinander stehen und ihre Cocktails für sich alleine schlürfen.

Ich glaube, dass App Extensions völlig neue Funktionalitäten innerhalb von iOS ermöglichen wird – was letztlich nicht nur die Nutzerfreundlichkeit extrem erhöht, sondern das produktive Arbeiten mit iOS-Geräten signifikant verbessert. iOS wird in Version 8 endlich erwachsen.

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22 Antworten
  1. von Peter Göbel am 04.06.2014 (13:55 Uhr)

    Um Gottes willen, macht ihr jetzt hier auch Überschriften à la heftig.co?

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  2. von czery am 04.06.2014 (14:14 Uhr)

    Für Apple ist das wirklich eine echte Revolution. Für mich war bisher genau diese Inter-App-Austausch-Funktionalität das absolute Killer-Feature von Android. Mit der Einführung von iOS 8 könnte Apple wieder ein wenig dort aufholen, wo Android schon seit einiger Zeit vorbeigezogen ist. Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Entwickler ihre Apps bald um diese Funktion erweitern.

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  3. von Okram am 04.06.2014 (14:38 Uhr)

    Peter: Genau das war auch mein erster Gedanke...schrecklich!
    Und warum kann man hier eigentlich noch immer keine Kommentare liken?

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  4. von Mike am 04.06.2014 (14:56 Uhr)

    Geht es mit T3N irgendwann auch mal wieder bergauf? Aktuell geht es immer weiter nach unten... billige Bild-Artikel, Effekthascherei, Überschriften im Stile von heftig.co. Wenn ihr das wollt... okay, aber ich dachte ihr seid ein Fachmagazin und kein Promi-Klatschblatt.

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  5. von Ralf am 04.06.2014 (14:57 Uhr)

    Nur zur allgemeinen Info: Datenaustausch zwichen iOS Apps ist schon lange möglich und keine Neuerung. Hier irrt der Autor.
    Neu ist, dass Apps nun anderen funktionen als Service zur Verfügung stellen können die von innerhalb der service-konsumierenden App genutzt werden können, ohne diese zu verlassen.

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  6. von Felix am 04.06.2014 (15:24 Uhr)

    Warum nicht gleich "hefti.ger":
    Ich dachte, die meisten neuen Funktionen in iOS 8 machen iPhone und iPad einfach nur besser. Aber du wirst nicht erraten welche Neuerung für Apple eine wirkliche Revolution ist!

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  7. von Steven_Rohner am 04.06.2014 (15:42 Uhr)

    Der Artikel ist wirklich etwas daneben. Ich empfehle jedem ernsthaft Interessierten sich die Zeit zu nehmen und die Veranstaltung komplett anzuschauen. Sicher sind hier und da ein paar Tschakka-Floskeln eingebaut, aber das verkraftet man. Ich musste häufig schmunzeln und war bzw. bin auch begeistert von dem was da kommt.

    Den Party-Vergleich finde ich nicht sehr gelungen und er sagt auch überhaupt nichts aus. Apps können jetzt untereinander kommunizieren. Super. Sicher sind die Entwickler begeistert davon und es ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten und ob diese im Sinne des Anwenders sind bleibt abzuwarten.

    Ich kann mir vorstellen das wir in Zukunft mit einer Menge unnützer Apps überschwemmt werden, die nun Daten und Funktionen von anderen Apps "schmarotzen". Die verkauft man dem Anwender dann als neu und innovativ... im besten Fall kommen ein, zwei Funktionen hinzu. Wir haben ja jetzt schon hunderte, wenn nicht gar tausende, Kalender Apps und andere Redundanzen.

    Was den Sicherheitsaspekt angeht sollte man zumindest einmal API und die Möglichkeiten kritisch unter die Lupe nehmen. Ganz schnell artet es nämlich aus auf der Party und besoffene Apps randalieren. Mit steigender Komplexität geht auch immer etwas Sicherheit flöten, oder aber Ressourcen um diese zu gewährleisten.

    Apple hat meiner Meinung nach echt geileres Zeug vorgestellt als die "Party-Schnittstelle". Aus Anwendersicht gefallen mir die Neuerungen im Cloud-Bereich sehr gut , oder das ich jetzt auch mit meinem Mac eingehende Telefonate vom iPhone annehmen kann. Als Programmierer freu ich mir über Swift, die neue Programmiersprache... das Programmieren von Apps mit der Real-Time Vorschau... hierfür sage ich jetzt schon mal Danke! Mein Highlight: Swift!

    Last but not least: Ach... zu der Überschrift wurde glaube ich schon alles gesagt. Lassen wir das mal durchgehen als Conversion/Click Test. ;-)

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  8. von Thomas D. am 04.06.2014 (15:49 Uhr)

    Und da wundert sich der ein oder die andere immernoch, warum die Leute nen AdBlocker anhaben. Um genau SOLCHE Artikel (und Überschriften) nicht auch noch zu vergolden...

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  9. von Ben D. am 04.06.2014 (16:05 Uhr)

    Auch wenn die meisten das jetzt wieder nicht hören wollen: Unter Android gehört die Funktion seit jeher zum Standardprogramm.

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  10. von Steven_Rohner am 04.06.2014 (16:10 Uhr)

    Auch wenn Du das jetzt nicht hören magst Ben, aber genau aus diesem und anderen Gründen bin ich auf iOS umgestiegen. ;-)

    Es mag sein das ich bisher einfach immer Pech hatte, aber meine vorherigen SmartPhones haben immer irgendwelche Software-Macken bekommen. Entweder nach OS-Updates (einmal so heftig das ich ein modales Fenster nicht mehr schließend konnte -> Nutzung unmöglich!) oder nach diversen App Updates. Vom Handling mal ganz abgesehen.

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  11. von ben_ am 04.06.2014 (16:11 Uhr)

    Ich muss mich da den Vorkommentatoren anschließen. Die Überschrift ist wirklich schlimm. Ich würde mich freuen, wenn ihr das künftig irgendwie sein lassenkönntet.

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  12. von sascha fuchs am 04.06.2014 (16:37 Uhr)

    T3N täte gut daran sich an das zu halten (http://t3n.de/news/content-marketing-blog-facebook-tweet-laenge-549249/) was sie auch anderen Empfehlen.

    Ansonsten schreibt einfach gleich den ganzen Teaser in die Headline, macht den SEO Menschen glücklich und fastblinde brauchen keine Brille mehr zum lesen.

    Ansonsten wirkt der Artikel künstlich auf Kindisch gemacht.

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  13. von olfi am 04.06.2014 (16:57 Uhr)

    Dies ist mein erster Kommentar hier. Ich war langjähriger Abo-Kunde von T3N. Früher gab es viele gute Artikel mit Tiefgang. Mittlerweile ist davon nicht mehr viel übrig. Man versucht mit billigsten Methoden Clicks zu erhaschen. Es gibt viele Artikel die einfach schlecht recherchiert sind "Tests" die einfach falsch sind (ich erinnere an den Test von virtuellen Maschinerien) oder einfach nur oberflächlich sind. Mal ernsthaft: Die aktuelle Artikelüberschrift könnt Ihr doch nicht ernst meinen oder?

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  14. von Armin am 04.06.2014 (17:01 Uhr)

    Wow! Toll! Ein weiteres Merkmal, welches sich an Android annähert. Das ist wirklich eine Revolution. Hat Apple auch schon ein Patent darauf gesichert?

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  15. von Steven_Rohner am 04.06.2014 (17:10 Uhr)

    Armin ich glaube es handelt sich hierbei um kein klassisches Android Feature. Das Anwendungen untereinander kommunizieren ist nun keine dicke Sache möchte ich behaupten. Das wird gemacht seit ich programmiere...und das sind schon ein paar Tage.

    Wie schon im Artikel erwähnt, wurde diese Möglichkeit in der Vergangenheit bewusst unterdrückt um ein sicheres und stabiles Betriebssystem zu gewährleisten.

    Ob die Schnittstelle in iOS für die App-Kommunikation so sicher ist, wie sie uns Apple verkaufen will, wird sich erst zeigen.

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  16. von Miriam am 04.06.2014 (23:27 Uhr)

    Die Überschrift ist nicht euer Ernst, oder?

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  17. von Jupp am 05.06.2014 (02:57 Uhr)

    @ Steven_Rohner
    Ganz neu ist Interprozesskommunikation wirklich nicht. Da hast du recht.
    Aber gratis gibt es sie auch nicht. Das es unter iOS vorher nicht möglich war lag nicht nur an der Sandbox.
    Prozesse haben grundsätzlich erst mal ihren eigenen Adressbereich und können auf EIGENE Funktionen, Objekte, Klassen ... zugreifen. Daten austauschen können sie natürlich trotzdem, wenn man sie nicht daran hindert da sie Zugriff auf das Dateisystem haben.
    Aber wegen dem eigenem Adressbereich muss vom OS erst mal eine Möglichkeit geschaffen werden, damit Prozesse Funktionen von anderen Prozessen aufrufen können.
    Versuch doch mal zwei simple Hallo Welt Beispiele zu Programmieren, die keine OS-APIs nutzen und wo ein Programm "einfach mal" eine Funktion des anderen aufruft.

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  18. von christian.baer am 05.06.2014 (10:57 Uhr)

    Ich dachte, diese krassen Headlines gibt es nur bei heftig.co - bis ich über diesen t3n-Artikel stolperte

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  19. von Georg am 05.06.2014 (11:51 Uhr)

    Ich schließe mich mal meinen zahlreichen Vorrednern an:
    Bitte wieder auf bessere Inhalte konzentrieren und nicht die Energie in solche plumpe Effekthascherei mit der Überschrift stecken. Leider geht dies in diesem Fall nicht mal mehr als Satire durch. Innerhalb einer Redaktionskonferenz könnte man auch mal darüber diskutieren ob die Zielgruppen sich von so was ehr angezogen oder veralbert fühlt?!

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  20. von Steven_Rohner am 05.06.2014 (12:15 Uhr)

    @Jupp

    Danke für den Exkurs in OOP. ;-) Mir ist schon bewusst was Apple da gemacht hat bzw. ich kenne den IST-Zustand und was in der Version 8 anders werden soll.

    Ich hatte bereits weiter oben schon in einem Kommentar geschrieben warum das u.U. gar nicht so gut ist diesen neuen Weg einzuschlagen.

    Das es als Entwickler deutlich komfortabler wird kann ich schon nachvollziehen.

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  21. von chefkoch am 05.06.2014 (12:28 Uhr)

    Ihr werdet nicht glauben wie er auf diese Überschrift reagierte, aber seht selbst:


    AdBlocker auf t3n: wieder aktiv.

    Seriös geht anders, leider bewegt ihr euch in letzter Zeit immer weiter von dem weg was t3n, zumindest für mich, ausgemacht hat. Diese Überschrift war für mich jetzt tatsächlich der Auslöser die Ausnahme im Adblocker wieder zu deaktivieren.

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  22. von Florian Blaschke am 05.06.2014 (14:16 Uhr)

    Danke von mir für die vielen Kommentare, stellvertretend antworte ich mal an Georg: Genau das haben wir vor. Wie Jan Christe schon auf Facebook schrieb: Niemand muss Angst haben, dass wir bei t3n diese Art der Headlines einführen. Bis jetzt gab es zwei „Experimente“ in diese Richtung und das, was wir daran beobachtet haben, soll tatsächlich in der Redaktionskonferenz diskutiert werden. Insofern: Entwarnung. ;-)

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