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So will Daimler die Mobilität der Zukunft prägen

Wann geht er in Serie? Das Showcar Smart Vision EQ Fortwo. (Foto: Ekkehard Kern)

Auf der IAA präsentierte Daimler eine protzige und eine intelligente Vision für die Mobilität der Zukunft. In der modernen Stadt, glaubt der Konzern, kann die Marke Smart eine besondere Rolle spielen.

Dieter Zetsche sagt, er sei froh, dass sich die öffentliche Diskussion über den Diesel in den vergangenen Wochen „ein wenig versachlicht” habe, wie er es nennt. Als der Chef von Daimler gestern Abend auf der Bühne erscheint und von seiner „Branche voller Emotionen” schwärmt, hat man den Eindruck: Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), die heute offiziell startet, könnte ihm und der ganzen Autobranche dieses Jahr besonders gut tun.

Schon deshalb, weil man den medialen Fokus in den kommenden Tagen gezielt auf das Neue, also effiziente Motoren, Elektromobilität und autonomes Fahren lenken können wird. Nach viel Gezeter und reichlich Forderungen sollen sich die Medien zumindest bis Ende kommender Woche, bitteschön, statt mit den Nachteilen von Verbrennungsmotoren wieder mit dem neuen Lieblingsbegriff der Autohersteller beschäftigen. Und dieser heißt nun einmal: Mobilität der Zukunft.

Der smart vision EQ fortwo und das Showcar Mercedes-AMG Project ONE feiern ihre Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt. (Foto: Daimler)

Dass von dieser auf deutschen Straßen bislang noch wenig zu sehen ist, will Zetsche angeblich ändern, wie viele seiner Kollegen aus den anderen großen Konzernen auch. Was technologischen Fortschritt angeht, gebe es nicht die eine richtige Entscheidung, sagt er heute. Grundsätzlich aber, dass lasse sich schon jetzt sagen, werde Mobilität „noch facettenreicher” als heute. Und diese wenig kühne Behauptung stützen sollen an diesem Abend zwei nett anzusehende Showcars von Daimler, also quasi vorbereitetes Futter für die aus allen Teilen der Welt angereiste Presse. Hashtag: #CreateTheNew.

Smart Vision EQ Fortwo

Weltpremiere des smart vision EQ fortwo auf der IAA in Frankfurt. (Foto: Daimler)

Da wäre zum einen ein neues Modell von Smart mit dem etwas sperrigen Namen Vision EQ Fortwo. Es hat viele Rundungen, fährt freilich autonom (sogar Level fünf) und emissionsfrei, und sei im Verbund so etwas wie das „Car2go der Zukunft”, sagt Zetsche und zeigt eine Illustration der Stadt der Zukunft, wie Daimler sie sich vorstellt: schön bunt, mit autonomen Smart-Taxis, die überall herumwuseln. Ein bisschen erinnert das an die hochfliegenden Pläne der VW-Konzernmarke Moia, die mit ihren Shuttles in den kommenden Jahren eine Reihe deutscher Städte beglücken möchte.

Je nach Wunsch des Fahrgasts kann Zetsches Vision EQ seine Farbe ändern, die Türen, erzählt der Chef, könnten von außen wahlweise Ergebnisse von Fußballspielen, den Wetterbericht oder die Uhrzeit anzeigen. Neben derlei kleinteiligen Features stehe allerdings die große Vision: Die neue Smart-Generation soll sich der Idee von der Stadt der Zukunft unterordnen – und sich ihren Bewohnern folglich nützlich machen.

Mercedes-Benz Media Night am Vorabend der IAA Frankfurt 2017. (Foto: Daimler)

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Konkret heißt das: Tagsüber können Nutzer das Auto per App buchen und werden umherchauffiert, nachts werden die wendigen Gefährte dann etwa zu Boten, die Pakete ausfahren oder sich anderweitig wie fleißige Ameisen verdingen.

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„Project One” von AMG

Am anderen Ende der Innovationsplanung hat Daimler das weitaus protzigere „Project One” von AMG platziert. Dahinter steckt das erste Formel-1-Fahrzeug mit Straßenzulassung, aus dem am Abend Lewis Hamilton steigt, der sich neben Dieter Zetsche auf der Bühne platziert und mit lobenden Worten für das Zukunftsmobil von Daimler nicht spart („This is history”).

Zwar handelt es sich beim vom Konzern so genannten „Supersportwagen”, ähnlich wie beim Smart, auch nur um ein Showcar.

Fahrzeug für die Autobahn: „Project One” von AMG soll nur in limitierter Stückzahl produziert werden. (Foto: Ekkehard Kern)

Aber Dieter Zetsche wollte der geladenen Presse neben reichlich Motorengeheul wohl auch noch eine andere Botschaft mit auf den Weg geben: Sogar in der höchsten Rennklasse setze sein Konzern auf Effizienz. Das Fahrzeug, formuliert man stolz, bringe die verbaute Formel-1-Hybrid-Technologie „nahezu eins zu eins von der Rennstrecke auf die Straße” und bilde nicht weniger als den Höhepunkt des 50. Geburtstags des Tochterunternehmens AMG.

Showcar Mercedes-AMG Project ONE, zweisitziger Supersportwagen-mit modernster und effizientester Formel 1-Hybrid-Technologie. (Foto: Daimler)

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Höchstgeschwindigkeit: über 350 km/h

Der sogenannte „Performance-Hybrid” leiste voraussichtlich mehr als 1.000 PS, seine Höchstgeschwindigkeit soll bei über 350 km/h liegen. Einzig, wirklich haben können werden ihn nur wenige. Es handele sich um ein „exklusives Produkt” und werde wohl nur in limitierter Stückzahl aufgelegt, sagt Zetsche. Egal, am Abend soll es ohnehin nur eines: beeindrucken und dem aufgrund des Kartellskandals etwas ramponierten Image von Daimler Strahlkraft zurückgeben.

Smart und AMG sollen zeigen, dass es verschiedene Wege gebe, wie sich Mobilität entwickelt, betont der Chef zum Ende seiner Festrede noch einmal seine Message des Abends. Es gehe schließlich um nicht weniger als die „Neuerfindung der persönlichen Unabhängigkeit”.

Passend zum Thema: Daimler-Chef Zetsche: „Bis 2022 werden wir das gesamte Produktportfolio von Mercedes-Benz elektrifizieren“

Disclosure: Die Reise unseres Autors zur IAA wurde von Daimler finanziert. Einfluss auf die Berichterstattung hat das nicht.

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