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Entwicklung & Design

Dart: JavaScript-Alternative von Google?

(Foto: Bogdan Suditu / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Auf der GOTO Konferenz in Aarhus im Oktober wird Google eine brandneue Programmiersprache vorstellen: Dart. Wilde Spekulationen umranken bereits jetzt die neue Sprache für „strukturierte Webprogrammierung“. Was erwartet uns?

 

(Foto: Bogdan Suditu / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Bereits dadurch, dass Google Anfang September Domains wie DartLanguage.com und ähnliche registrierte, wurde klar: Da braut sich etwas zusammen. Wie üblich in der Tech-Welt kochte die Gerüchteküche schnell hoch, jedoch gibt es bislang keine offiziellen Informationen, worum es sich bei Dart ganz genau handeln soll. In der Keynote auf der Konferenz GOTO in Aarhus will Google die Sprache nun offiziell vorstellen.

Browsersprache Dart: Konkurrenz zu JavaScript?

Den aufschlussreichsten Hinweis darauf, was Dart werden könnte, bieten die Lebensläufe der beiden Speaker, die das Projekt vorstellen werden: Gilad Bracha war VP der SAP Labs, war bei Sun, hat an Smalltalk und an Java mitgearbeitet, Lars Bak ist Schöpfer von Chromes V8 JavaScript engine und war ebenfalls an Smalltalk beteiligt. Ein ideales Paar, um die neue, nächste große Web-Programmiersprache auf den Weg zu bringen?

Google hat mit Go vor zwei Jahren bereits eine Programmiersprache auf den Markt gebracht, die systemnah und C-orientiert war, Dart wird also sicher einen anderen Ansatz haben. Betrachtet man den technischen Background der zwei Schöpfer (die wie erwähnt zum Beispiel beide Erfahrung mit Smalltalk haben, einer frühen objektorientierten Sprache, deren Prinzipien auch in JavaScript Niederschlag fanden), liegt der Verdacht nahe: Dart soll eine im Browser interpretierte, objektorientierte Sprache werden, die damit als neue „Websprache“ JavaScript Konkurrenz machen könnte.

Es ist schwer abzusehen, ob eine neue Sprache in diesem Bereich eine Chance hat, auch mit Go war Google nicht über die Maßen erfolgreich. Es ist aber fraglich, ob beide, Go und Dart, nicht zunächst eher für interne Zwecke entwickelt wurden. Wenn Google solche Projekte auf die Welt loslässt, gilt: Finden sie breiten Anklang unter Programmierern, ist es gut, wenn nicht, hat Google immerhin ein neues leistungsfähiges Werkzeug für den Eigenbedarf. Eine schnelle Ablösung von JavaScript, das als wichtiger Bestandteil z.B. von HTML5-Technologien ja von Google mittelbar auch gepusht wird, ist wohl - zumindest kurzfristig - nicht sehr wahrscheinlich.

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Google Dart: Eine Enterprise-Alternative?

Dennoch, wenn ein großer Player wie Google eine neue Sprache vorstellt, die „strukturierte Webprogrammierung“ verspricht, muss man im Oktober natürlich ganz genau hinschauen. Über den Erfolg einer Programmiersprache entscheidet mitunter das Ökosystem drumherum. Möglich, dass Google für Dart entsprechend hochwertige Entwicklungstools zur Verfügung stellt für Testing, Refactoring, Continuous Integration usw. Nicht wenige Entwickler sagen hinter vorgehaltener Hand, dass manch großes JavaScript-Projekt in den nächsten Jahren an die Wand fahren wird, weil zum Beispiel zu wenig auf Architektur geachtet wird. Vielleicht kann und soll Dart hier eine Enterprise-Alternative bieten.

Was haltet ihr von den Spekulationen? Wäre eine JavaScript-Alternative wichtig und worauf käme es dann aus eurer Sicht an?

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6 Reaktionen
Tim Baumann
Tim Baumann

@Chris: Es ist schon geleakt, dass man Dart zu JavaScript kompilieren können wird (das machen auch Sprachen wie z.B. CoffeeScript). Es ist keine Dart-Runtime im Browser nötig. Also kein zweites Java ;)

Paul

Hihi, eine strukturierte Programmiersprache auf einer Konferenz namens „GOTO“ vorstellen. Google hat’s halt drauf.

Chris
Chris

@Sacha Storz

dann wären wieder bei 1990 und Java-Applets angelangt..es lebe das Web 0.1b ;)

Vllt veröffentlichen Sie ja eine JavaScript-Lib ala JQuery/JQuery-UI mit vereinfachten zugriff auf google-apis und Animationen?

Sacha Storz
Sacha Storz

@Chris Code könnte über eine Runtime im Browser ausgeführt werden, auch ohne dass die Sprache fester Bestandteil des Browser ist.

@MartinEmmert Die Vermutung, dass es eine client-seitige Sprache ist, rührt daher, dass es für die Server-Seite viel mehr Alternativen gibt, es m.E. keinen Grund für Google gäbe, hier etwas neben Java/Python hinzustellen, und dass eine im Browser ausgeführte Sprache mehr Applikations-Feeling ermöglicht, worauf Google vom Businessmodell sicher hinaus will. Aber völlig richtig: Wir bewegen uns, bis Google mehr verlauten lässt, auf alle Fälle im Bereich der Spekulation.

Martin Emmert

Worauf baut sich eure Vermutung über eine alternative Sprache zu JavaScript die im Client ausgeführt werden soll?

Da JavaScript im Web seit einiger Zeit auch serverseitig genutzt wird (Node.js) denke ich eher in diese Richtung. Eine neue Client-Sprache wäre totaler irrsinn - ich denke das sieht Google genauso und wieso sollte man JavaScript ersetzen wollen? In meinen Augen ist es einfach genial was man damit alles machen kann, wenn man weiß wie damit umzugehen ist ;-)

Grüße

Martin

Chris
Chris

Eigentlich non-sense, da die Sprache nur verwendbar ist,. wenn sie in allen Browsern integriert wird. Dadurch das wir eh noch alte (und neue) Internet-Explorer haben, wirds wohl nie einsetzbar sein.

Google driftet langsam von Qualität zu Quantität ab....

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