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Digitale Gesellschaft

Das Jahr der Hasstiraden: So war 2015 im Netz

    Das Jahr der Hasstiraden: So war 2015 im Netz
„Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik“ von iRights.info. (Screenshot: DasNetz.online)

In sozialen Netzwerken ist Hass fast schon omnipräsent. Dabei sind die Strategien des Umgangs damit äußerst vielfältig. „Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik“ von iRights.info gibt einen Überblick der Themen aus dem laufenden Jahr.

Wie jedes Jahr dürfen sich Netz-Interessierte über einen ganz besonderen Jahresrückblick freuen. Der iRights.info-Verlag blickt in ruhigen und über den Tag hinausragenden Betrachtungen, Analysen und Interviews auf die Ereignisse des aktuellen Jahres zurück. Über 70 Autoren tragen mit ihren Artikeln dazu bei, einen spannenden und informierten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zu geben.

Zu den Autoren zählen unter anderen Journalisten wie der ZEIT-Redakteur Kai Biermann und der deutsche Musik-Journalist Tim Renner sowie verschiedene Forscher und Politiker, wie der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch und die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

iRights-Jahresrückblick: Netzpolitische und -gesellschaftliche Themen

Auch im laufenden Jahr 2015 haben uns viele Themen im Internet beschäftig. „Das Netz“ von iRights.info blickt zurück. (Foto: Shutterstock-Eugenio Marongiu)
Auch im laufenden Jahr 2015 haben uns viele Themen im Internet beschäftig. „Das Netz“ von iRights.info blickt zurück. (Foto: Shutterstock-Eugenio Marongiu)

In insgesamt vier Ressorts werden die Themen des Jahres gebündelt: Politik, Wirtschaft, Alltag und Kultur. Zu den wichtigsten Themen im Jahr 2015 gehören zweifelsohne die starken Anfeindungen gegen Flüchtlinge und Migranten in sozialen Netzwerken und Foren. Die Handhabung der hasserfüllten Kommentare sowie das Auslotung der Meinungsfreiheit waren zentrales Anliegen von Politik und Zivilgesellschaft. In einem sehr lesenswerten Artikel mit dem Titel „Im Netz des Hasses“ setzt sich auch Anatol Stefanowitsch mit der öffentlichen Debatte darüber auseinander.

„Das Netz war noch nie ein Ort gegenseitigen Respekts und zivilisierter Diskussionen!“

Er schreibt, dass Hassreden kein neues Phänomen im Netz seien, das Thema jedoch aufgrund der unter Europäern derzeit stark polarisierenden Flüchtlingskrise erneut und mit voller Wucht ins Scheinwerferlicht geraten sei.

„Hassrede würdigt diese Individuen und Gruppen ab oder stiftet sogar zu Diskriminierung und Gewalt ihnen gegenüber an“, erklärt der Forscher und macht ohne Umschweife klar, worin das eigentliche Problem der undifferenzierten Hassbotschaften bestehe: „Das Netz war noch nie ein Ort gegenseitigen Respekts und zivilisierter Diskussionen“, schreibt Stefanowitsch. Es sei aber – abseits der Frage nach der Strafbarkeit – etwas „qualitativ völlig anderes, ob ich Menschen ihre Intelligenz abspreche, weil sie einen anderen Texteditor verwenden als ich, oder ob ich zum Verbrennen von Flüchtlingen aufrufe und ankündige, sie zu ermorden“, gibt der Autor zu verstehen.

Stefanowitsch beschreibt in seinem Artikel sehr gut, dass neben der Provokation, die solche Aussagen beinhalten, viel zu oft auch der Wunsch nach der Vernichtung von Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe geäußert wird. Die Verfasser erzeugten somit nicht nur ein unangenehmes Kommunikationsklima, sondern auch ein „Klima der Angst“, das betroffenen Gruppen signalisieren soll, dass sie in der digitalen Öffentlichkeit nichts zu suchen hätten.

Derartige Hetze überflutet derzeit Facebook. Der Verfasserin kostete der Kommentar sogar ihren Job. (Screenshot: Facebook)
Derartige Hetze überflutet derzeit Facebook. Der Verfasserin kostete der Kommentar sogar ihren Job. (Screenshot: Facebook)

Doch wie soll damit umgegangen werden? Der Berliner Autor beschäftigt sich mit verschiedenen Herangehensweisen, die derzeit im Zentrum der Debatte stehen und teilweise zu weiteren Problemen führen dürften. Da wäre beispielsweise der Ruf nach handlungsstärkeren Strafverfolgungsbehörden, die die Verfasser grundgesetzfeindlicher Aussagen im Netz ausfindig machen und schlussendlich verurteilen sollen.

Mit der Forderung gehe jedoch auch einher, dass umfangreiche digitale Überwachungsmaßnahmen eingesetzt werden müssten, die nicht zuletzt durch die Snowden-Leaks eher weniger Rückhalt in der Bevölkerung genießen dürften. Stefanowitsch liefert – ganz im Sinne der Publikation – ein leicht verständliches und differenziertes Stück zum Thema, das einen guten Überblick über die Lage gibt.

„Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik“ ist online frei verfügbar

Neben der „Hatespeech“-Thematik sorgte aber auch die Anschuldigung des Landesverrats gegen Netzpolitik.org durch den Verfassungsschutz sowie die Abkehr vom Safe-Harbour-Abkommen in diesem Jahr für Furore. Auch hier beinhaltet der Rückblick lesenswerte Beiträge, die den 276 Seiten langen Band zur unbedingten Leseempfehlung machen.

„Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik“ ist als Print- und E-Book-Version erschienen und lässt sich zudem online – frei erhältlich – aufrufen.

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Eine Reaktion
Wo gibts denn zivilisierte Diskussionen ?
Wo gibts denn zivilisierte Diskussionen ?

„Das Netz war noch nie ein Ort gegenseitigen Respekts und zivilisierter Diskussionen“
Die deutschen Usenet-Regeln waren auf vernünftige Diskussionen ausgerichtet. Ohne Abmahnungen und Softwarepatente usw. gäbe es NNTP-Zugriff auf alle gängigen Web-Foren längst. Sowas wie Disqus aber für auf dem eigenen Rechner damit man optimiert Kommentare konsumieren kann.
Dazu passt historisch auch das Beispiel mit den Text-Editoren also VI vs. EMACS. Denn Emacs hatte schon ewig Filter um überwiegend das Interessante zu sehen wenn evtl damals auch noch kein Bayes.

Davon abgesehen wären konstruktive Diskussionen mit wenig Rauschen und sogar noch Zeit-Effizient als Lern-Basis ähnlich Wikipedia aber auch als zeit-sparender Diskussions-Ort wohl recht einfach möglich wo man schikanefrei programmieren darf. Solche Orte wären aber extrem unbeliebt bei Korruption und Miswirtschaft weshalb man Schutz vor Schikane bräuchte.
Dorthin schickt man auch gerne Scharen von Bezahlpostern und Trollen um die Verbesserung durch Desinformation und Rauschen zu verhindern. Wenn man es schlau anstellt erhöht sich dort dann aber nicht das Rauschen sondern versandet als irrelevant und die Goldkörnchen nützlicher konstruktiver Informationen und Ideen glänzen im Licht.

Parteitage und Parlaments-Sitzungen werden oft im TV übertragen. Wie konstruktiv ist das und wie sehr bringt es das Land weiter ? Im Fernsehen sieht man auch schon mal hin und wieder ausländische Politiker in Parlamenten oder Talkshows wo sich manche prügeln...
Wer hat mehr Erfolge ? Die Presse und Journalisten damit es uns jedes Jahr besser geht oder Googles Startup-Käufe und Neben-Projekte ? Na also. Wo gehts im Laufe des Jahres besser: Bei Fußball-Vereinen dank Sport-Reportern oder bei Politik und Volks-Wohl dank Politik-Journalisten ?
Hier gibts doch das Zitat mit den Incentives am Ende von (1). Die Incentives führen dazu das sogar angeschlagene Formel-1-Autos weiterfahren statt aufzugeben weil es um Team-Punkte am Ende vom Jahr und Einnahme-Verteilung geht.
(1) http://t3n.de/news/startup-news-atlassian-cuponation-664640/
Während der Cash-Burn und Steuer-Optimierung vermutlich immer mehr werden, führen die Fußball-Liga-Regeln dazu, das gute Vereine aufsteigen und schwache Vereine eine Liga tiefer spielen müssen. Wahres Leistungs-Prinzip...

„Das Netz war noch nie ein Ort gegenseitigen Respekts und zivilisierter Diskussionen“
Wer auf das Internet hinweist soll auch erst mal die Vorbilder in der Real-World nennen... Denn die Aussage impliziert ja das in der Real-World vorbildliche Orte gegenseitigen Respektes und zivilisierter konstruktiver Volksnutzen-maximierender (weniger Schulden, mehr Zufriedenheit, ...) Diskussionen existieren...
Sind die Leserbriefe in den etablierten Qualitäts-Journalismus-Medien gemeint ? Oder die TV-Talkshows ? Wenn ja welche ? Oder die Kolumnen ? Wie weit hat Vocer Deutschland voran gebracht oder war das nicht als zivilisierter konstruktiver wirksamer Diskussions-Ort gemeint ? Welche Städte oder Bundesländer sind dadurch schuldenfrei, wifi- und dsl-versorgt, abo-fallen-frei und haben kaum Arbeitslose und Rücklagen für die Rezession und keinen Feinstaub-Belastung oder ist solche Dinge etwa nicht das Ziel des Journalismus und demokratischer Diskussionen ?
(1) http://meedia.de/2012/11/22/gegenteil-des-medien-alarmismus/
Sehe ich im Print Listungen aller DAX-Konzerne wie lange sie subventionsfrei in der Rezession über die Runden kommen würden und das sie alle Boni und Profite 10 Jahre zurückstellen um durch die Rezession zu kommen so wie das Eichhörnchen im Wald Reserven aufbaut damit es durch den Winter kommt ?
Wie hat die Print-Presse die aktuellen Probleme verhindert ? Klima-Wandel, Flüchtlinge, Armut, keine Rücklagen wenn die chinesischen E-Autos (siehe Faraday Future Elektro-Auto-Ankündigung heute in der Presse) kommen, ungünstige Ausbildungs-Allokation, riesige Jobverluste durch Robocars und E-Autos. Die Wirtschaft wächst und trotzdem müssen manche Krankenkassen die Preise erhöhen... Frühzeitige Berichterstattung hätte das verhindert oder die Verantwortlichen müssten 1-Euro-Jobs zur Abarbeitung der Kosten leben. Man hätte vor einem Jahr fragen können ob die Regierung (Bund, Land, Kreis, Stadtverwaltung) auf viele Flüchtlinge vorbereitet ist. Denn in Asien gabs damals schon eine Flüchtlings-Welle im Mai 2015:
google-Suche: asien flüchtlinge
beweist es. Oder gibts öffentliche Aussagen das VW niemals wieder Subventionen brauchen wird und falls doch alle Boni streicht bis die Subventionen zzgl. der Eigenkapital-Rendite vor Verwaltungs-Kosten zurückzahlt sind ? Oder ist das nicht die Aufgabe der Presse ?

Parteitage und alle Sitzungen von gemeinnützigen Vereinen müssen wohl nicht 100% im Internet gestreamed und bei der Zentral-Bibliothek archiviert werden um die Wahlkosten-Erstattung zu bekommen. Wieso fordert das mal keiner und berichtet hin und wieder nur das man beim Parteitag nicht reingelassen wurde ? Dann sieht man welche Redner und Parteien Vorbilder sind. Ewige Transkripte aller Politiker-Reden will wohl auch nur ich... Das Volk und/oder die Partei oder der Kleinaktionär hat es bezahlt. No Copyright should apply!

Womöglich zeigt Hass auch den Zustand der Bildung auf und ist das Ergebnis mangelnder digitaler Leistungs-Tests...
Doch hier erinnert sich wohl keiner mehr an Hoyerswerda (siehe Wikipedia). Das Internet gabs damals zwar schon aber Handy-Kameras waren kaum verbreitet oder gabs noch gar nicht und sind trotz 4K/UHD-1 wie auch Digital-Kameras bis heute überwiegend oft kaum im Dunkeln brauchbar.
Trotzdem kann man heutzutage Angriffe dokumentieren wenn jeder ein Handy in der Tasche hat und daraufhin wirksame non-opressive Lösungen finden... . Findet das auf einer deutschen Journalismus-Seite im meinungs-freiheits-freundlichen USA geschützt vor Deletion durch Diktatoren-Dienstleister statt ? Gegen USA-Polizeigewalt gibt es beispielsweise Copwatch.

Antworten
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