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„Keine Kontrolle“: Deutsche Datenschützer kritisieren Fitnesstracker und Wearables

    „Keine Kontrolle“: Deutsche Datenschützer kritisieren Fitnesstracker und Wearables

(Foto: Shutterstock-Syda Productions)

Wearables und Fitnesstracker versprechen Kontrolle – etwa der eigenen Vitalfunktionen. Beim Datenschutz dieser sensiblen Informationen zeigten sich in einem Test aber erhebliche Mängel.

Fitnesstracker sind nicht die Lieblinge von Datenschützern

Schon zu Beginn dieses Jahres hatten kanadische Forscher in einer Studie erhebliche Bedenken in Sachen Datensicherheit bei Wearables wie Smartwatches oder Fitnesstrackern geäußert. Dabei wurde etwa festgestellt, dass Datenmanipulationen ebenso möglich sind wie die permanente Überwachung per GPS. Deutsche Datenschützer haben jetzt 16 Wearables mit Gesundheitsfunktionen unter die Lupe genommen. Fazit des Prüftests: „Kein Gerät erfüllt die datenschutzrechtlichen Anforderungen vollständig.“

Fitnesstracker weisen Datenschutzmängel auf. (Foto: Shutterstock.com)
Fitnesstracker weisen Datenschutzmängel auf. (Foto: Shutterstock.com)

Die deutschlandweite Prüfaktion unter Federführung des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht befasste sich dabei zum einen mit der Aufklärung über den Umgang mit Daten und der Frage, ob Gesundheitsdaten von den Anbietern verarbeitet werden. Außerdem standen die Technik und die Apps im Fokus. So sollte etwa geklärt werden, wer auf welche Daten Zugriff erhalten kann.

Die Datenschützer stießen hierbei nach eigenen Angaben auf ein „Dickicht aus Hardware-Herstellern, App-Betreibern, App-Shop-Anbietern und zahlreichen Dienstleistern“, angesichts dessen der Nutzer nicht wissen kann, wer wofür zuständig ist und was mit den eigenen Daten passiert. Oftmals werde lediglich eine pauschale Datenschutzerklärung unterschrieben. Zudem gaben die Datenschützer zu bedenken, dass sich aus den einzelnen Daten wie Körpergewicht, Herzfrequenz, Schlafdauer oder der Anzahl der zurückgelegten Schritte ein recht genaues Bild des Tagesablaufs und des Gesundheitszustandes des Nutzers ergibt.

Fitnesstracker: Mängel bei der Datenlöschung

Ebenfalls heftig kritisiert werden die Mängel bei der Datenlöschung. Oft würden die erhobenen Daten trotz des Löschens der App beim Anbieter verbleiben. Das stellt vor dem Hintergrund, dass viele Hersteller angeben, die Fitnessdaten der Nutzer für eigene Forschungszwecke und Marketing zu verwenden, einen „klaren Verstoß gegen deutsches Datenschutzrecht“ dar, wie es in der Studie heißt. Als Resultat der Untersuchung wollen die Datenschutzaufsichtsbehörden jetzt die Hersteller auffordern, die Mängel zu beseitigen. Getestet wurden insgesamt 16 Hersteller, die rund 70 Prozent des Marktanteils in Deutschland abdecken.

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