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Dropbox will Daten deutscher Unternehmenskunden in Deutschland speichern

Dropbox will Daten deutscher Unternehmenskunden in Deutschland speichern

Der Cloud-Speicherdienst will die Daten deutscher Unternehmenskunden zukünftig nur noch in Deutschland speichern. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte das Angebot auch auf Privatkunden ausgeweitet werden.

Dropbox will Daten deutscher Unternehmenskunden in Deutschland speichern

Dropbox. (Foto: NIRUT RUPKHAM / Shutterstock.com)

Cloud-Speicher: Dropbox strebt deutschen Server-Standort für hiesige Kunden an

Der US-amerikanische Cloud-Speicherdienst Dropbox will die Daten deutscher Firmenkunden schon bald ausschließlich auf deutschen Servern abspeichern. Die entsprechende Infrastruktur soll sich im Aufbau befinden. Geplant ist die Einführung dieser Neuerung ab dem dritten Quartal 2016. Das berichtet die Wirtschaftswoche auf ihrer Website.

Dropbox Enterprise – das neueste Business-Produkt des Cloud-Anbieters. (Grafik: Dropbox)
Dropbox: Die Daten deutscher Firmenkunden sollen ab dem dritten Quartal 2016 auf Servern in Deutschland gespeichert werden. (Grafik: Dropbox)

Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins ist es das erste Mal, dass Kundendaten außerhalb der Vereinigten Staaten speichert. Der Cloud-Anbieter betreibt allerdings keine eigenen Rechenzentren, sondern nutzt die Cloud-Infrastruktur von Amazon für seinen Dienst. Auch in Deutschland will Dropbox, so die Wirtschaftswoche, keine eigenen Server betreiben.

Dropbox: Deutscher Server-Standort könnte später auch für Privatkunden kommen

In Deutschland sollen etwa 4.000 Unternehmen das Angebot von Dropbox nutzen. Ob der Cloud-Speicherdienst durch Server in Deutschland mehr Firmenkunden generieren kann, wird sich zeigen. Langfristig könnten auch die Daten von Privatnutzern in Deutschland gespeichert werden. Konkretere Angaben gibt es dazu allerdings noch nicht.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf unseren Artikel „8 Dropbox-Alternativen im t3n-Marktüberblick“.

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5 Antworten
  1. von Peter P am 10.02.2016 (17:40 Uhr)

    Hm, würde ich an deren Stelle auch sagen bzw. machen. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass sie per Gesetz gezwungen werden können, einen Pipeline über den Atlantik einzurichten.

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  2. von grep am 10.02.2016 (17:42 Uhr)

    Hallo ...,


    man sollte besser seine eigene 'Cloud' betreiben, dann sind die Daten auch wirklich sicher ... man kann / sollte in diesem Kontext (heutzutage) niemanden mehr vertrauen.


    Ciao, Sascha.

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  3. von selfandsound am 11.02.2016 (15:08 Uhr)

    Hallo Leute,
    ich hab’ das gelesen, nicht aber verstanden...Welche Vorteile werden die deutschen Kunden bekommen? Ist es nicht egal, wo die Daten gespeichert werden und wo die Servers sich befinden?

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    • von Mike Papa Sierra am 11.02.2016 (18:01 Uhr)

      Der "Vorteil" für deutsche Kunden ist, dass damit die Speicherung von personenbezogenen Daten von rechtlicher Seite erst möglich werden. Denn grundsätzlich darf ich - ohne Einverständnis des Betroffenen, z.B. eines Kunden - Daten nicht ausserhalb der EU "exportieren". Simples Beispiel: Den CV eines Bewerbers für mein Unternehmen darf ich nicht einfach auf irgendeinen US Cloud Speicher werfen, um ihn mit einem Kollegen auszutauschen bzw. gemeinsam darauf zu zugreifen. Ein Unternehmen muss in jedem Einzelfall den/die Betroffene/n dazu um Erlaubnis bitten .... das ist nicht sehr praktisch. Also der Vorteil für Business Kunden mit einem Serverangebot in D liegt klar auf der Hand

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