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Datenschutz: Hinweise zum Einsatz von Google Analytics, Zusammenfassung der Problempunkte

© Evgeniya Ponomareva - Fotolia.com

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, gibt in einer Pressemitteilung Hinweise zur Nutzung von Google Analytics. Er bezieht sich dabei auf die datenschutzrechtlichen Anforderungen für Analyseverfahren, die die obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz des Bundes und der Länder in einem Anforderungskatalog formuliert haben.

Google Analytics entspreche demnach aktuell nicht den datenschutzkonformen Anforderungen. Eine „wirksame Wahrnehmung des Rechts auf Widerspruch, Information und Auskunft“ werde momentan ebenso wenig ermöglicht, wie die Löschung der Daten auf Verlangen der Betroffenen. Ebenfalls problematisch sei die Speicherung von Daten in den USA und die unklaren Informationen über die Art der gespeicherten Daten, ihren Verwendungszweck, sowie die Dauer der Speicherung.

Die problematischen Punkte bei der Verwendung von wurden auch in einem PDF-Dokument zusammengefasst.

(via @MichaelSeidlitz)

Bildnachweis für die Newsübersicht: © Evgeniya Ponomareva - Fotolia.com

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21 Antworten
  1. von Hannes Dorn am 08.01.2010 (13:27Uhr)

    Als Alternative zu Google Analytics kann ich Piwik empfehlen (http://piwik.org/). Vor allem der Desktop Client ist fein: http://www.desktop-web-analytics.com/.

  2. von Chris am 08.01.2010 (13:50Uhr)

    Wie haltet Ihr das bei t3n denn mit Datenschutz? Ihr habt ja auch Google Analytics laufen und seit somit auch nicht ganz legal unterwegs.

    Ich denke es wird aber auch extrem schwierig werden, dem Anforderungskatalog zu entsprechen. Man müsste ja jeden Benutzer vorher fragen, ob man seinen Besuch speichern darf.

    Ob nun Google Analytics, eTracker oder Piwik ... so wie ich das verstehe erfüllt derzeit keines dieser Tools den Anforderungskatalog, oder täusche ich mich?

  3. von D. Rosner am 08.01.2010 (13:52Uhr)

    Ich hoffe ja, dass sich die Redaktion in Zukunft weiter auch kritisch mit Google befasst (auch mal selbst recherchiert oder "Meinungen" publiziert). Was dort aus datenschutzrechlichen Gründen läuft ist nicht vertretbar, auch wenn sich die meisten durch das "kostenlos" ködern lassen. Keine Frage alle Google-Dienste sind spitze und funktionieren gut, aber die Informationspolitik und Haltung der Konzernleitung was das Thema "Datenschutz" angeht ist einfach nicht zeitgemäß und vertrauenswürdig.

  4. von D. Rosner am 08.01.2010 (13:54Uhr)

    Ich schließe mich Chris an: T3N-Team. Ihr setzt PIWIK und Analytics ein. Habt Ihr vor Analytics ab zu schalten? Ihr solltet da ein Beispiel setzen.

  5. von Stefan Münz am 08.01.2010 (14:04Uhr)

    "Berlin/Mainz: wie die Aufsichtsbehörden für den Datenschutz des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz mitteilen, soll aus der Webprogrammiersprache PHP die Session-Funktionalität entfernt werden. Außerdem soll die Möglichkeit unterbunden werden, mit PHP Daten in Dateien oder in Datenbanken zu speichern, sowie über sogenannte Webservices Daten mit anderen Webanwendungen auszutauschen. Bei sogenannten Sessions, so die Datenschützer, würden serverseitig für den Benutzer unkontrollierbare und unzugängliche Daten über sein Nutzungsverhalten vorgehalten. Die zusätzliche Möglichkeit von PHP, solche Daten dauerhaft zu speichern oder weiterzugeben, sei ein eindeutiger Verstoß gegen die bundesdeutschen Datenschutzrichtlinien. Dies gelte um so mehr, wenn die betreffenden Server in den USA oder anderen Ländern außerhalb des deutschen Hoheitsgebiets stehen."

    Just my 2 cent ...

  6. von Kritiker am 08.01.2010 (14:35Uhr)

    Genau - Zeichen setzen - Google Analytics abschalten!!!!

    Egal ob rechtlich in Ordnung oder nicht, ich glaube die Gesellschaft hat noch nicht verstanden wohin wir gehen, wenn die Marke google immer weiter unsere Meinungsfindung steuert.

    Die neue personalisierte - ach so tolle - Suche ist der Weg in die Manipulation.

    Man MUSS zeichen setzen und google hinterfragen!

  7. von Philipp am 08.01.2010 (14:40Uhr)

    Kennt jemand die Situation bei Yahoo Web Analytics? In einigen Punkten entspricht dieser Service den Anforderungen der Datenschutzbeauftragten, so ist z.B. Opt-Out vorgesehen und die "vermischung" mit anderweitig generierten Daten (Cookies, Webmail) ausgeschlossen. Wenn ich das richtig sehe stehen aber auch deren Server im Ausland - was wohl das Hauptproblem ist.
    Geht echt kein Weg an einer eigenen Lösung wie Piwik vorbei, wenn man nicht gleich Geld in die Hand nehmen will?

  8. von ToXic am 08.01.2010 (16:21Uhr)

    Solange der Einbau von Google Analytics in meine HTML / PHP Files nicht mit 150 Jahren Dunkelhaft bei Wasser und Brot bestraft wird, kratzt es mich nicht.

    Einige Deutsche mit ihrem Ordnungswahn sind Internet Bekloppt!

  9. von UnToxic am 08.01.2010 (16:36Uhr)

    @ToXic
    Solange die Welt nicht überall aussieht wie die Sahara interessiert mich Nachhaltigkeit und Klimawandel auch nicht.

  10. von ToXic am 08.01.2010 (16:48Uhr)

    @ UnToxic
    Ich wette mit dir das du noch nicht einmal in Grundzügen verstanden hast um was es bei der ganzen Geschichte mit Google Analytics und dem Datenschutz geht?

    Gross mitreden wollen aber zu feige um einen Link zur Website zu setzen? Oder hast du gar keine Homepätsch?

    Klimawandel? Ich fahre ein 5.7 ltr Auto SCNR

  11. von Falk Hedemann am 08.01.2010 (19:08Uhr)

    Im GoogleWatchBlog gibt es einen weiteren Artikel zum Thema "Datenschutz und Google Analytics" mit einem Statement von Google.

  12. von delicious Links: 09. January 2010 am 10.01.2010 (00:03Uhr)

    [...] 400 Bad Request Datenschutz: Hinweise zum Einsatz von Google Analytics, Zusammenfassung der Problempunkte Tags: Datenschutz Hinweise Einsatz Google Analytics Zusammenfassung Problempunkte [...]

  13. von D.Rosner am 10.01.2010 (10:33Uhr)

    Diese Woche Titelthema im Spiegel
    "Google - Das Unternehmen das mehr weiß als Sie selbst".

    Bin gespannt, ob dort auch Google Analytics Thema sein wird.

  14. von D.Rosner am 10.01.2010 (10:34Uhr)

    Sollte natürlich korrekt heißen:
    "Google - Das Unternehmen das mehr ÜBER SIE weiß als Sie selbst".

  15. von Neu bei Google Analytics « Online-… am 12.01.2010 (10:11Uhr)

    [...] weit hinaus. Man kann nur hoffen, dass die derzeitigen Diskussionen in Deutschland zum Thema Analytics und Datenschutz bald ein sinnvolles Ende finden. Die Privatsphäre von Website-Besuchern muss absolut gewährt [...]

  16. von Peter P. am 12.01.2010 (16:50Uhr)

    Irre ich mich oder handelt es sich nach wie vor um Urteile auf Landesebene? Finde es wirklich äußerst irritierend, dass man dann wohl jedes mal prüfen muss, in welchem Bundesland sich die Server stehen (oder das Unternehmen seinen Hauptsitz hat oder wonach wird da geurteilt???), bevor man weiß, wie mit dem Datenschutz gearbeitet wird...
    Hat da jemand zufällig gesicherte Informationen??

  17. von Peter P. am 12.01.2010 (16:58Uhr)

    Zumal Google Analytics ja laut Aussage von google ja dem europäischen Datenschutz-Gesetz entsprechen soll

  18. von Andreas Lenz am 13.01.2010 (09:33Uhr)

    Aktuell laufen bei t3n, wie gesagt, Google Analytics und Piwik. Piwik läuft als Open-Source-Projekt erstaunlich gut, ist jedoch noch ein Stück weit von einem stabilen oder Feature-Complete-Status entfernt. Nichts desto trotz ziehen wir aber in Erwägung, Google Analytics abzuschalten und gegen eine andere selbstgehostete Lösung wie Piwik oder Mint zu ersetzen.

    Onlinevermarkter sowie einige Banner- und Anzeigenkunden arbeiten aber leider gerne mit Zahlen von Google als Maßstab. Zahlen und Ergebnisse wie diese wären wohl ohne ein Google Analytics nicht möglich.

    Sobald andere Lösungen von unserer Technikabteilung vollständig in Bezug auf Features und Technik ausgelotet sind und wir uns darüber im Klaren sind, welche vermarktungstechnischen Folgen das Abschalten von Google Analytics hat, fällen wir eine Entscheidung.

    Datenschutztrechtlich sind wir sensibel und erarbeiten mit dem genannten Plan einen möglichen Weg ohne Google. Was man aber auch deutlich sagen muss ist, dass Google nach wie vor unser Vetrauen in Bezug auf Datenschutz genießt. Falls es anders lautende Fälle geben sollte, die nicht auf Spekulation basieren, würde uns dies natürlich interessieren.

  19. von Tobias am 15.01.2010 (11:44Uhr)

    Solange es nur ein hinweis ist bleibt ja alles beim alten. Ich finde das ist reine panikmache. Also auf ein schönes analysieren.
    obwohl ich mir jetzt die open source produkte mal anschauen werde.
    Gruß
    Tobias,

  20. von Webanlayse: Die Google Analytics Alterna… am 27.08.2010 (15:00Uhr)

    [...] Google-Lösung sorgt die Speicherung von IP-Daten auf den Servern in den USA immer wieder für Kritik der Datenschützer. Google reagierte darauf mit einem Opt-out-Browser-Plugin, mit dem Webseitenbesucher die Option [...]

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