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Kolumne

Daydream ist die bisher vielleicht beste mobile VR-Strategie

    Daydream ist die bisher vielleicht beste mobile VR-Strategie

Die Daydream-Plattform von Google (Foto: Google)

Virtual Reality fürs Volk – das ist die Idee von Daydream, der Mobile-VR-Plattform von Google. Langfristig kann das gelingen. Die Virtual-Reality-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo.

Der interessanteste Satz, den Clay Bavor – Head of Virtual Reality bei Google – bei der Präsentation von Daydream gesagt hat, war folgender über Google Street View:

„We sometimes say that we've accidentally been working on the ultimate VR application for the last ten years.“

In diesem Satz schwingt im Grunde die gesamte VR-Strategie von Google mit. Denn dem Unternehmen geht es nicht darum, neu entwickelte, bahnbrechende VR-Erfahrungen mit modernster VR-Technologie Millionen von mobilen Nutzern zugänglich zu machen. Es geht vielmehr darum, die Möglichkeiten von VR auf das Android-Ökosystem zu übertragen und nicht andersherum – etwa eine App wie Street View, die es schon lange gibt, in VR zu denken und den Nutzern dadurch einen spezifischen Mehrwert und neue Perspektiven und Einblicke zu gewähren.

Die Vorstellung von Daydream hat diesen VR-Ansatz unterstrichen: Google will nicht die Cutting-Edge-Technologie in Sachen Mobile VR entwickeln – mit Tiefenkameras oder Inside-Out-Tracking bzw. mobilem Positional Tracking. Daydream ist keine VR-Brille wie die Gear VR, es ist nicht mal eine spezifische Hardware. Natürlich gibt es die Hardware-Spezifikationen, die jedes Smartphone mitbringen muss, um als Daydream-ready zu gelten. Aber die langfristige Idee ist: Android wird in Zukunft standardmäßig ein bestimmtes Level an VR-Erfahrungen ermöglichen, die komplett vom Ökosystem ausgehen und nicht von spezifischer Hardware.

Google Street View ist vielleicht die ultimative VR-App, an der Google bereits seit Jahren arbeitet, meint Head of VR bei Google, Clay Bevor. (Screenshot: Google)
Google Street View ist vielleicht die ultimative VR-App, an der Google bereits seit Jahren gearbeitet hat, meint Clay Bavor, Head of VR bei Google. (Screenshot: Google)

Das zeigt auch die Daydream View, die VR-Brille, die Google vorgestellt hat. Sie hat keine Technik verbaut, keinen Sensor wie die Gear VR, die das Tracking verbessert. Einzig der Handcontroller ist ein technischer Zusatz. Böse Zungen behaupten, Daydream View sei lediglich ein hübscheres und besser zu tragendes Cardboard – was nicht einmal verkehrt ist. Die gesamte VR-taugliche Technik ist im Smartphone verbaut, was bis jetzt die neuen Pixel-Phones sind, aber andere Android-Hersteller werden wie angekündigt nachziehen. Und das ist langfristig gesehen vermutlich die massentauglichere VR-Strategie: Alle Macht dem Smartphone, das die allermeisten ohnehin immer dabei haben. Es muss aber kein Google-Phone sein und erst recht keine spezifische VR-Brille.

Für die VR-Branche ist die lang erwartete Daydream-Vorstellung eine gewisse Enttäuschung. Viele haben eine Gear-VR-ähnliche Ausrichtung erwartet: Eine technisch brillante Brille, die mit auf VR ausgerichteter Smartphone-Technologie mobile VR-Erfahrungen einen Schritt weiterbringt. Doch schon die vorgestellten Daydream-Apps verraten, dass kaum spektakulär Neues dabei ist, einzig das Harry-Potter-Game hat für ein wenig Aufmerksamkeit gesorgt. Das passt zu Bavors obigem Zitat: Die ultimative VR-App hat Google eben seit Jahren im Portfolio und sie heißt Google Street View.

Weitere Kolumnen zu Virtual Reality von Luca Caracciolo findest du hier.

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Eine Reaktion
Carsten Sachse

Ich kann diesen ganzen Hpye um VR nicht verstehen. Bekommt da der User nicht Kopfschmerzen, wenn er die ganze Zeit direkt zwei Bildschirme vor der Nase hat.

Es gab doch schonmal vor Jahren genau das selbe Thema.

Wir brauchen eindeutig das Holodeck, wäre viel viel besser.

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