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Delivery Hero gibt in England auf – Foodpanda-Kauf könnte IPO verzögern

    Delivery Hero gibt in England auf – Foodpanda-Kauf könnte IPO verzögern
(Foto: 360b/Shutterstock)

Bei Delivery Hero jagt eine Nachricht die nächste: Das Rocket-Startup veräußert sein britisches Geschäft. Die Übernahme von Foodpanda soll indes Folgen für den anstehenden Börsengang haben.

Bei Delivery Hero geht es mit den Nachrichten derzeit so schnell wie mit einer Pizzalieferung: Nachdem das von Rocket Internet unterstützte Startup am Montag den Konkurrenten Foodpanda übernahm, stößt es nun das britische Geschäft ab. Für 200 Millionen Pfund (etwa 239 Millionen Euro) in bar geht die Marke Hungryhouse an den örtlichen Lieferdienst Just Eat. Je nachdem, wie sich das Ex-Teilgeschäft von Delivery Hero schlägt, könnten noch weitere 40 Millionen Pfund (etwa 48 Millionen Euro) folgen.

Gleichzeitig gibt es Neues zum anstehenden Börsengang. Bereits seit Monaten kursieren Gerüchte um einen IPO des Rocket-Unternehmens. Insider haben gegenüber t3n.de bestätigt, dass der Sprung auf das Börsenparkett vorbereitet wird. Die Übernahme von Foodpanda könnte sich den Kreisen zufolge allerdings „deutlich verzögernd“ auswirken.

Delivery Hero will trotz Verkauf weiter wachsen

Auch der Verkauf von Hungryhouse hängt offenbar mit der Akquisition von Foodpanda zusammen. Das US-Portal Techcrunch spekuliert, dass der Deal ein Weg sei, um die Transaktion zu finanzieren. Mit der Übernahme will das Rocket-Unternehmen vor allem seine Position in Südamerika und Asien stärken.

 „Unser Fokus liegt auf unseren marktführenden Marken weltweit.“

„Der Verkauf von Hungryhouse an Just Eat ist Teil unseres Rationalisierungsprozesses auf internationaler Ebene“, heißt es von Seiten Delivery Heros. Das Unternehmen will sein Wachstum deshalb aber nicht etwa bremsen: „Unser Fokus liegt weiter auf dem Betrieb marktführender Marken weltweit.“ Die Erlöse aus dem Verkauf würden weiteres Wachstum ermöglichen. Noch ist der Verkauf nicht besiegelt: Die britische Wettbewerbsbehörde muss noch ihre Zustimmung geben.

Der Markt in Großbritannien ist hart umkämpft: Delivery Hero musste sich nicht nur mit Just Eat messen, sondern auch mit kleineren Lieferdiensten wie Deliveroo und Uber Eats – um nur die relevantesten zu nennen. Mit der Aufgabe von Rockets größter Börsenhoffnung fängt der Markt offenbar an, sich zu konsolidieren. In Deutschland lässt sich ein ähnlicher Prozess beobachten: Home Eat Home und Food Express mussten Insolvenz anmelden, der belgische Anbieter Take Eat Easy zog sich wieder aus der Bundesrepublik zurück.

Delivery Hero gilt als eines des vielversprechendsten Startups des Inkubators Rocket Internet. Der Berliner Companybuilder stieg 2015 bei den Lieferhelden ein. Der Marktplatz für Lieferdienste wurde zuletzt mit knapp drei Milliarden Euro bewertet.

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