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So kann der deutsche E-Commerce weiter wachsen

    So kann der deutsche E-Commerce weiter wachsen
(Foto: Shutterstock )

Paypal hat auf dem Plentymarkets Händlerkongress vorgestellt, wie es um den E-Commerce in Deutschland und Europa bestellt ist und welche Chancen sich für Händler durch Internationalisierung ergeben. 

Paypal hat in einem Vortrag auf dem Online-Händler-Kongress von Plentymarkets diverse Tools vorgestellt, mit denen Händler ihre Chancen im Ausland ausloten und damit abschätzen können, ob sich das Verkaufen im Ausland lohnt. So könnt ihr euch bei Paypal ansehen, an welchen Tagen in welchen Ländern am häufigsten bestellt wird. Mit dem Tool Transaktionen/Handelskorridore seht ihr beispielsweise auch, wann es sich besonders lohnt, Geld in Werbung zu pumpen. Denn an ganz bestimmten Tagen - Stichwort Black Friday, Valentins- oder Muttertag - wird besonders viel verkauft. Paypal zeigt für alle, die international verkaufen wollen, die Saison-Highlights auf der ganzen Welt.

Zudem hat Paypal verkündet, dass das Unternehmen die Retourenkosten jetzt auch in Deutschland übernehmen wolle. Einen Testpilot fuhr Paypal dieses Jahr im Weihnachtsgeschäft bis Februar 2017. Nun hat der Zahlungsdienstleister das Angebot auf unbegrenzte Zeit verlängert.

Hauptgrund unter anderem kostenlose Lieferung

Einer der Hauptgründe, warum viele ausländische Kunden in Deutschland bestellen, ist die kostenlose Lieferung. Rund zwei Drittel der Deutschen erwarten kostenlose Retouren, entsprechend sind die Händler in Deutschland aufgestellt.

Vor den kostenlosen Retouren in Deutschland scheute Paypal, das diesen Service bereits in 40 Ländern bietet, erst einmal zurück, weil Deutschland doch ein großer Markt ist, der hohe Kosten versprach. Doch ab sofort will Paypal auch deutschen Händlern die kostenlosen Retouren bieten. Deutsche Nutzer können sich die Kosten für die Rücksendung einer Online-Bestellung von Paypal erstatten lassen. Der Service heißt „Kostenlose Retouren“, die Bestellung muss mit Paypal bezahlt worden sein und das Angebot greift nur, wenn der Shop selbst keine kostenlose Retoure anbietet.

Es lohnt sich nicht für alle Shops

Paypal, das durch diesen Service an jedem Kauf mitverdient, stellt den Händlern Banner zur Verfügung, die sie in ihrem Shop platzieren können. Damit können Händler entsprechend werben. Das Angebot gilt grenzüberschreitend: Sowohl ein deutscher Nutzer, der in einem ausländischen Shop etwas gekauft hat, kann sich die Rücksendekosten erstatten lassen, als auch ein ausländischer Kunde, der bei einem deutschen Shop eingekauft hat. Mit dieser Maßnahme haben Händler bereits ein Mittel in der Hand, ihren Kundenstamm zu erweitern. Allerdings dürfen sie keine kostenlosen Retouren anbieten, wenn Paypal diese Kosten übernehmen soll. Letzten Endes lohnt sich das also nur für Shops, in denen sehr viele Kunden mit Paypal bezahlen.

(Foto: t3n)

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Marktplätze schießen „wie Pilze aus dem Boden“

Ein weiteres großes Thema sind Marktplätze. Allein 50 Prozent der Startups, die Paypal beobachtet, basieren auf Marktplatzkonzepten. Zudem tut sich in der Branche gerade sehr viel: So schießen vor allem spezialisierte Marktplätze gerade wie Pilze aus dem Boden, sagt Markus Fuchs von Paypal. Idealo beispielsweise hat den Kaufbutton eingeführt und dient sich somit ebenfalls als Verkaufsplattform an. Crowdfox wiederum will sich mit Amazon anlegen und bietet Preise an, die zehn Prozent unter den Amazon-Preisen liegen. Für Händler soll das Angebot kostenlos sein. Händler sollten also die Augen offen halten und prüfen, welche neuen Chancen sich auf Plattformen abseits von Amazon und Ebay eröffnen.

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