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E-Commerce

Die Deutschen lieben ihren Supermarkt: Warum der Einzelhandel der Online-Konkurrenz trotzt

    Die Deutschen lieben ihren Supermarkt: Warum der Einzelhandel der Online-Konkurrenz trotzt

Die Deutschen lieben ihren Einzelhandel. (Foto: Shutterstock)

Der Onlinehandel macht dem Einzelhandel Konkurrenz – aber die Mehrheit von uns liebt den Einkauf im Einzelhandel, sagt eine aktuelle Nielsen-Studie. Die Liebeserklärung im Überblick und wieso sich der Einzelhandel trotzdem weiterentwickeln muss.

Der Onlinehandel wächst und wächst, immer mehr Menschen kaufen online ein. Auch Produkte, die eine klassische Domäne des Einzelhandels sind, werden online zum Kauf angeboten. Lebensmittel sind ein gutes Beispiel. Und doch trotzt der Einzelhandel in Deutschland noch dem Onlinegeschäft und behält die Majorität des Umsatzes in der Hand. Eine aktuelle Studie von Nielsen macht dafür vor allem eines verantwortlich: Wir Deutsche lieben das Einkaufen im lokalen Handel, es macht uns richtig Spaß und wird gar zum vergnüglichen Familienausflug.

(Foto: Shutterstock)
Einkaufen im Einzelhandel? Immer noch mehr Lust als Frust? (Foto: Shutterstock)

Die Deutschen lieben ihren Supermarkt: Warum der Einzelhandel der Online-Konkurrenz trotzt

Die Welt berichtet über die Erkenntnisse der Studie: „Zu dem offensichtlichen Vorteil, den Einkaufsbedarf unmittelbar und ohne Liefergebühren erfüllen zu können, addieren sich machtvolle sinnliche Eindrücke. Der Duft von frisch gebackenem Brot, die faszinierende Farbe und Textur von perfekten Erdbeeren zu sehen und zu spüren – das online nachzuvollziehen ist fast ausgeschlossen“.

Rund 47 Prozent der Befragten gaben an, den Einkauf im Handel als angenehme oder sogar sehr angenehme Beschäftigung zu empfinden, die schon einmal ein paar Stunden dauern dürfte, gerne auch als Familienausflug. Gerade mal 19 Prozent empfanden den Einkauf als unangenehm und knapp ein Drittel empfand keine besonderen Emotionen beim Einkaufen.

Die Liebe zum Einzelhandel ändert nichts an den stetig steigenden Umsätzen im Onlinehandel. (Grafik: HDE)
Die Liebe zum Einzelhandel ändert nichts an den stetig steigenden Umsätzen im Onlinehandel. (Grafik: HDE)
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Die Generation Y diktiert den Wandel

Die Zahlenverhältnisse werden nicht ewig bestehen, darauf weist auch die Nielsen-Studie hin. Ein ausschlaggebender Punkt dafür sind die jüngeren Generationen mit einem Alter bis zu 34 Jahren. Im internationalen Durchschnitt kauft diese Gruppe bereits zu 30 Prozent seine Lebensmittel online ein und weitere 60 Prozent denken darüber nach. Wenn der Denkprozess beendet ist, könnten also 90 Prozent dieser Gruppe ihren Kühlschrank aus dem Netz füllen.

Forrester Research weist schon seit längerem auf einen Wandel im Denkmuster der Nutzer hin, den sogenannten Mobile-Mindshift: „Die Erwartung dass ich das was ich möchte, unmittelbar und genau in dem Kontext, in dem ich es benötige, bekommen kann.“ Ursache für diese Veränderung in den Denkmustern ist die in den Alltag integrierte Technologie-Nutzung des modernen Kunden.

Keine Zeit zum Ausruhen: Der Einzelhandel muss sich trotzdem zum digitalen Handel wandeln

Die Zahl der Kunden, die mit Technologie im Alltag aufwächst wird größer, die nachfolgenden Generationen, die Kinder der Generation Y, wird nicht abweichen vom Verhalten ihrer Eltern. Technologie wird immer mehr zum Treiber. Deshalb darf die Liebeserklärung an den Einzelhandel nicht dazu führen, den Wandel hin zum digitalen Handel schleifen zu lassen.

Die Nielsen Studie zeigt, dass zwar nur rund 5 Prozent im Handel eine App nutzen um sich im Laden zu informieren, aber 40 Prozent können sich vorstellen eine App eines Händlers zu nutzen. Die 40 Prozent der Kunden dürften wohl eher durch die Sinnlosigkeit der Händler-Apps oder der kompletten Abwesenheit solcher Apps von der Nutzung abgehalten werden, als von der eigenen Gewohnheit.

Nielsens Deutschland-Chef Ingo Schier warnt dann auch deutlich davor, das Ergebnis der Studie dafür zu missbrauchen, um sich auf den eigenen Lorbeeren auszuruhen: "Gerade weil die Mehrheit der Verbraucher weiterhin ins Geschäft gehen wird, müssen Händler dafür sorgen, dass das Einkaufserlebnis den Kunden Spaß macht."

Vielleicht interessiert dich auch die Kolumne unseres Redakteurs Jochen G. Fuchs zum Wandel im Handel: E-Commerce-Fuchs: Ein kleiner Ausflug in den digitalen Handelsdarwinismus.

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