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Deutsche PayPal-Alternative: Banken wollen 2015 eigenen Payment-Dienst starten

Deutsche PayPal-Alternative: Banken wollen 2015 eigenen Payment-Dienst starten

Die deutschen Banken arbeiten an einem eigenen Payment-Dienst als Konkurrenz zu . Erste Tests sollen im August 2015 beginnen.

Deutsche PayPal-Alternative: Banken wollen 2015 eigenen Payment-Dienst starten

Payment. (Foto: Björn Láczay / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Bezahlverfahren „BV“: Deutsche Banken arbeiten an PayPal-Alternative

Die deutschen Banken arbeiten an einem Payment-Dienst nach dem Vorbild von PayPal. Das geht aus einem Bericht der Welt hervor. Das neue Bezahlverfahren soll bis Weihnachten 2015 einsatzbereit sein. Eine erste Testphase ist für August des nächsten Jahres geplant. Die deutsche Kreditwirtschaft arbeitet schon seit geraumer Zeit an dieser Lösung.

Bislang hatten sich die Sparkassen nicht dazu durchringen können, mit den Genossenschaftsbanken und den privaten Institutionen gemeinsam ein Bezahlverfahren zu entwickeln. Laut Wilhelm Gans, dem Geschäftsführer des Deutschen Sparkassenverlags, scheint man sich jetzt aber doch für ein gemeinsames Vorgehen entschieden zu haben. Derzeit läuft das Projekt noch unter dem Kürzel „BV“ für Bezahlverfahren. Es ist anzunehmen, dass die deutschen Banken bis zur Einführung einen etwas schnittigeren Namen wählen.

5 PayPal-Alternativen im Überblick. (Foto: PlaceIt)
PayPal soll 2015 Konkurrenz von den deutschen Kreditinstituten bekommen. (Foto: PlaceIt)

PayPal-Alternative der deutschen Kreditwirtschaft: Zunächst keine Zahlung im Laden angedacht

Nach Aussagen von Gans soll das neue Bezahlverfahren zunächst nur für den Online-Handel gedacht sein. Allerdings sei eine Ausweitung auf den stationären Handel zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Um den enormen Vorsprung von aufzuholen, setzen die Banken vor allem auf ihr Image beim Kunden. Die Kreditinstitute setzen darauf, dass Kunden eher ihnen bei der Abwicklung von Käufen vertrauen als amerikanischen Technologieunternehmen oder unbekannten Payment-Startups.

Ob sie damit recht behalten werden, ist vorerst schwer abzuschätzen. Immerhin soll das neue Bezahlverfahren jeweils das Logo der eigenen Bank des Kunden anzeigen, um so zusätzliches Vertrauen zu generieren und gleichzeitig die Kundenbindung zu erhöhen. Dennoch werden es auch die großen Kreditinstitute schwer haben, gegen den Branchenprimus PayPal mit seinen zwölf Millionen deutschen Kunden anzukommen.

via www.heise.de

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10 Antworten
  1. von ChrisSenor am 19.12.2014 (11:43 Uhr)

    Wir bieten in unserem Online Shop schon seit langer Zeit Paypal an. Diese Bezahlmethode wird auch gerne benutzt, da der Geldtransfer sofort stattfindet und es normalerweise keine Komplikationen gibt. Ein neues Zahlsystem welches ebenfalls sich in dem gleichen Sektor wie PayPal befindet kann sich gut auswirken, da dieses nur in Deutschland verwendet wird...

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  2. von Thomas am 19.12.2014 (14:11 Uhr)

    Die Sparkassen bekommen es noch nicht einmal hin, dass man als Kunde an jedem SB-Automat Einzahlungen oder Überweisungen tätigen kann. Da traue ich denen ein sicheres und ordentlich funktionales Online-Payment-System kaum zu.

    Abgesehen davon kommen die mal wieder Jahre zu spät. PayPal ist seit langem Marktführer und wird sich sicher nicht einfach so das Wasser abgraben lassen. Darüber hinaus kommen, nachdem vor kurzem Apple-Pay vorgestellt wurde, in Zukunft sowieso mehrere Konkurrenten und wollen etwas vom Kuchen abhaben. Und dann kommen deutsche Banken, die so schnell reagieren wie eine Schildkröte, und kündigen JETZT schon ein System an, das erst zum ende des nächsten Jahres Einsatzbereit sein soll... Ich lasse mich mal überraschen.

    Meiner Meinung nach brauchen wir keine weiteren Payment-Verfahren die genau so funktionieren wie die bereits bestehenden. Meiner Meinung nach sollte man einfach die bereits etablierten Systeme ins Jahr 2015 holen.

    Apple geht da schon den richtigen Weg. Kreditkarten sind ein absolut etabliertes und gut funktionierendes System. Darauf aufzubauen geht schnell und problemlos. Ich freue mich bereits darauf, wenn Apple Pay nach Deutschland kommt.

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    • von Bastey am 20.12.2014 (13:16 Uhr)

      Weil die Sparkassen auch keine einzelne Sparkasse ist sondern ein Netz von eigenständigen Banken. Da besteht ein großer Unterschied!!

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    • von murrat123 am 27.01.2015 (22:15 Uhr)

      Beleidige meine Schildkröten doch bitte nicht.. Schildkröten sind schneller als ihr denkt.. Meine Schildkröten haben jeweils längst eigene Bitcoinkonten ;-D

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  3. von Simpel realisierbar am 19.12.2014 (14:44 Uhr)

    Es wäre nett, wenn auf Rechnungen bitteschön endlich mal QR-Codes drauf wären wo die Daten drinstehen und automatisch vom Browser in mein Onlinebanking eingetragen werden.

    Wenn ich Peter Thiel wäre und ständig Schecks einlösen müsste oder Rechnungen bezahlen muss, hätte ich das schon längst automatisiert und passende Disruptor-Startups gegründet. Vor 14 Jahren schon.

    Ich dachte Giropay wäre so toll und einfach und wirtschaftlich.

    Wegen ITAN/SEPA könnte es sein, das es doch EU-weit funktioniert.

    @Thomas: Wenn die Sparkassen etwas machen, ist es einfacher, besser, funktioniert mit allen Handies und ist wirtschaftlich und effizient und beschäftigt natürlich auch keine Frühstücks-Direktoren-Pöstchen und kann ohne Aufwand von allen Shops und Handwerkern (Das sind die Hauptkunden die Sparkassen-Konten auf ihren Rechnungen stehen haben) etabliert werden. QR und ratz-fatz-ready.

    @Chris-Senor: Danke für die Reality-Berichte aus der wahren Online-Branche. Wie viel Prozent der Einkäufe sind PayPal und sind die halbwegs über alle Warenkorb-Größen verteilt oder nur teure oder nur billige Einkaufswagen ?
    Ich benutze das auch gerne und würde auch 1-2 Euro mehr bezahlen wenn der Händler (die machen das leider nicht) bestätigt das meine Sendung baldmöglichst (weil nach Zahlungseingangs-Reihenfolge verpackt wird) versendet wird.


    Ohne Regularien und Software-Patente hätte ich einfaches Online-Banking ohne viel Aufwand längst realisiert und den Banken wäre nichts übrig geblieben als es anzubieten.
    SEPA-Nummern abtippen nervt nur noch.

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  4. von Thomas am 19.12.2014 (15:30 Uhr)

    @Simpel realisierbar "Wenn die Sparkassen etwas machen, ist es einfacher, besser, funktioniert mit allen Handies und ist wirtschaftlich und effizient"

    Wie wirtschaftlich und effizient die Sparkasse arbeitet, sehe ich regelmäßig. Überweisungen von Sparkasse X zu Sparkasse Y dauert 2 Tage, weil es völlig unabhängige Banken sind. Wenn meine Eltern, die vor 35 Jahren in 60km Entfernung gewohnt haben, Geld einzahlen wollen, darf ich das bei meiner Bank machen und anschließend überweisen, da sie keine 60km in die nächste Stadt fahren wollen.

    Und zum Thema einfacher und besser: So einfach und besser wie dieser TAN-Generator? Den man immer mitschleppen muss und der an manchen Monitoren nicht funktioniert und den ich als Kunde auch noch bezahlen darf?

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    • von Markus E. am 19.12.2014 (18:14 Uhr)

      Die Überweisung von Sparkasse x zu Sparkasse y dauert genau 1 Tag. Wenn man auf der Höhe der Zeit ist und Online-Banking nutzt.
      Und der TAN-Generator ist ebenfalls von gestern: bitte einen Blick auf das Push-TAN-Verfahren per App werfen.

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  5. von Tom am 19.12.2014 (17:34 Uhr)

    Klasse, hier wird das Rad neu erfunden. Und nicht nur irgendein Rad... sondern das 5. Rad am Wagen wird hier neu erfunden. Glückwunsch, Kino und Popcorn.
    Wer ist denn nicht schon alles gescheitert mit der Revolution der Bezahldienste? Jeder Provider bietet das an und jeder will selbst abkassieren und in der Fläche wird es nicht benutzt. Vergisst man Windows Phone, dann gibt es jetzt für alle mobilen Nutzer schon Apple Pay (auch bald in Deutschland) und Google Wallet. Davon abgesehen Kreditkarten, die es kostenlos gibt aber dennoch im Vergleich zum Ausland wenig Anklang hier finden.
    Aber man sucht sich auch noch Paypal raus als Vorbild, die gar keine echte Bank darstellen sondern nur so tun als ob und einfach Geld einbehalten für Tage oder Wochen oder immer, Geld nicht auszahlen und ab und zu recht kriminell rüberkommen.
    Ist das Produkt oder der Preis gut, dann ist die Bezahlfunktion Nebensache. Vorkasse oder Rechnung, zig ePayment Lösungen, die der Shopbetreiber gegen kleinen Obolus einbinden kann oder wie die Partei Die Partei einfach Geld im Briefumschlag schicken - alles funktioniert. Eine gute Onlinebank und/oder ein guter Browser haben alle möglichen Dienste schon als Vordruck drin, füllen Formulare/Überweisungen automatisch aus und machen eine zusätzliche App bzw. Anwendung, die nur eine weitere Sicherheitslücke darstellen könnte, überflüssig.
    Nicht zuletzt stoßen auch die großen Player immer tiefer in den Markt. Mit seinem Amazon Konto kann man bei immer mehr Händlern direkt bezahlen, Google will das Shopping direkt aus den Suchergebnissen heraus ermöglichen und die deutschen Banken, die unverschämt viel Geld als Kontoführungsgebühr verlangen mit 0 Gegenleistung, versuchen jetzt wenigstens ein paar Krümel zu klauen während der Kuchen gegessen wird. Super investiert, diese Kontoführungsgebühren.
    PayPal nutze ich nicht mehr seit sie u.a. auch meine Spenden einfach eingefroren haben bei der ganzen Wikileaks Sache... Das rate ich auch jedem anderen, denn wenn es Probleme gibt ist man ganz schnell der Dumme bei Paypal. Seit knapp 20 Jahren habe ich noch nie eine Papierüberweisung ausgefüllt, einmal einen Scheck eingelöst und bis auf Paypal nie im Leben ein Problem mit irgendeiner - teils auf dubiosesten Shops zum Einsatz gekommenen - Zahlungsmöglichkeit gehabt.

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  6. von Peter Samana am 23.12.2014 (10:57 Uhr)

    Nun, zunächst einmal vertraue ich meiner Sparkasse wesentlich mehr wie einem NSA-USA-Anbieter mit US-amerikanischen Geschäftsbedingungen und Steuerwohnsitz in Luxemburg. Weiterhin habe ich von den Sparkassen noch nicht gehört, dass diese aufgrund dubioser Beschwerden oder auf Regierungs"wunsch" legale Guthaben ihrer Kunden ohne einen Gerichtsbeschluss zurückgehalten haben, wie es bei Paypal bei missliebigen Kunden (z.B. Assange Wikileaks) in vorauseilendem Gehorsam der Fall war. Dieser private (ebay)-Bezahlservice geriert sich aufgrund seiner Marktmacht als verlängerter Arm der homeland security.
    Ausserdem mischt der hier so viel gelobte paypal-service sich direkt in die Vertragsgestaltung von Mitgliedern ein, indem bei einer Nutzung des Zahlweges paypal nur versicherter Versand erlaubt ist(auch wenn dies zwischen den Handelnden ausdrücklich anders per Versandart "Büchersendung" (unversichert) vereinbart und auch nur diese Kosten des Versands bezahlt wurden). Als dann der Versand angeblich nicht zugestellt wurde (obwohl 10 andere, gleichzeitig versandte Buchsendungen ankamen), wurde unser Konto mit dem per paypal gezahlten Betrag belastet und das Konto gesperrt. Dies ist nicht Aufgabe eines Mediums im Zahlungsverkehr, sondern ein Eingriff in die Vertragsfreiheit erwachsener Menschen.
    Last but not least sind die Gebühren bei Bagatellbeträgen für den Empfänger viel zu hoch.
    Ich bin froh über jede Alternative zu paypal und vertraue wie gesagt meiner Stadtsparkasse wesentlich mehr wie us-amerikanischen Heuschrecken und ihren Ablegern. Und warum jemand bei einer Alternative Zahldienste von Google, Amazon oder Apple nutzen sollte verschliesst sich mir komplett. Ich habe von meiner Sparkasse noch nie unerwünschte Werbung für ein Buch, eine Reise, einen Tauchanzug erhalten nur weil ich mal ein Buch, eine Reise und Schwimmreifen von meinem Konto bezahlt habe. Und mir stehen auch die Dienstleister meiner Region (Sparkassen und Raiffeisenbanken) wesentlich näher und sind mir sympathischer als die Datenkraken aus Übersee.

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    • von murrat123 am 27.01.2015 (22:23 Uhr)

      Als Verkäufer tragen Sie das Versandrisiko. Das ist in den Tiefen der Gesetzgebung vergraben. Es ist nicht ungewöhnlich, das unversicherte Post verschwindet - hätten sie mal dem Käufer mal Ersatz angeboten.. Mit Recht dankt dieser vermutlich dem Service von Paypal.

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