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Deutsche Telekom zieht Drosselung von Festnetz-DSL in Betracht

Die Telekom hat sich zu vermeintlichen Plänen der Drosselung von Festnetz-DSL-Leitungen geäußert. Der Netzbetreiber bestätigte, dass es in der Tat entsprechende Reduzierungen wie im mobilen Netz geben soll – nach Erreichen eines tariflich festgesetzten Surf-Limits könne die Geschwindigkeit anschließend auf 384KBit/s gesenkt werden.

Deutsche Telekom zieht Drosselung von Festnetz-DSL in Betracht

Telekom: DSL-Drosselung ähnlich wie bei Mobilfunk-Tarifen

Bereits seit einigen Tagen macht sich die Kunde breit, dass die Pläne in petto hat, das Festnetz-DSL je nach Vertrag mit einem Surf-Limit zu versehen. Informationen dazu wurden dem Blog „Fanboys“ in Form von Unterlagen zugespielt, die eine Übersicht des zukünftigen Datenvolumens je DSL-Vertrag zeigten. Demnach soll die Surfgeschwindigkeit beispielsweise beim Tarif „Call & Surf mit DSL“ nach 75GB auf DSL-Light-Niveau reduziert werden.

Deutsche Telekom: Drosselung der DSL-Verbindung nur eine Frage der Zeit.

Die Telekom hat mittlerweile im hauseigenen Blog Stellung zu diesen Plänen bezogen und bestätigte, dass man in der Tat mit dem Gedanken spiele, entsprechende Tarife einzuführen. So heißt es im Blog-Post:

„Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Für die meisten Kunden wäre das integrierte Volumen völlig ausreichend. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts und bei Neuabschlüssen werden Kunden selbstverständlich über die Vertragsbedingungen transparent informiert."

Die Telekom begründet diese Pläne mit dem rasant wachsenden Datenvolumen und den stets sinkenden Telekommunikationspreisen. Um die Infrastrukturen des Netzes entsprechend ausbauen zu können, fehle es langfristig an Geldern. Als Weg aus dieser Schieflage sieht die Telekom die Option, DSL-Tarife, ähnlich wie es bei mobilen Datentarifen der Fall ist, mit einem Datenvolumen zu versehen. Ist dieses überschritten, wird die Surf-Geschwindigkeit rigoros gesenkt. Möchten Nutzer weiterhin schneller surfen, müssen sie mehr zahlen.

Nach Angaben der Telekom handelt es sich derzeit lediglich um Pläne – umgesetzt wurde noch nichts. Sobald sich an der Tarifstruktur etwas ändert, werde man es auch verkünden. Zudem solle sich für Bestandskunden nicht ändern, die Flatrates sollen unangetastet bleiben.

Gemäß den Angaben der geleakten Unterlagen soll das Surflimit für die Tarife „Call & Surf mit DSL" und „Entertain mit 16 MBit/s“ bei 75GB liegen, „Call & Surf mit VDSL" sowie „Entertain mit VDSL“ sollen ab 200GB Datenvolumen gedrosselt werden. Die Tarife „Call & Surf mit Fiber 100“ und „Entertain mit Fiber 100“ sollen ab 300GB auf 384KBit/s reduziert werden. Für „Call & Surf mit Fiber 200“ und „Entertain mit Fiber 200“ soll die Drosselung ab 400GB in Kraft treten.

Wir können davon ausgehen, dass, ähnlich wie beim Spotify-Angebot der Telekom, Entertain-Pakete nicht zum Traffic hinzugerechnet wird. Medien-Angebote der Konkurrenz wie iTunes, Watchever und Google Play jedoch mit Sicherheit. Bereits jetzt berichten viele Telekom-Kunden, dass YouTube-Videos gefühlte Ewigkeiten zum Laden benötigen. Sieht man sich die Entwicklungen an, ist zu erkennen, dass die Netzneutralität, bei der jeder Content-Anbieter die gleichen Voraussetzungen hat, kontinuierlich aufgeweicht wird. Dass andere Netzbetreiber nachziehen, ist womöglich nur eine Frage der Zeit.

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32 Antworten
  1. von Martin V am 22.03.2013 (13:31Uhr)

    Die sollen sich lieber mal darum kümmern, dass in ländlichen Gebieten überhaupt normales DSL verfügbar ist, bevor weiter über irgendwelche Limitierungen nachgedacht wird.

  2. von Telekom bestätigt Überlegungen zu DSL-… am 22.03.2013 (13:34Uhr)

    [...] http://t3n.de/news/deutsche-telekom-zieht-drosselung-452457/Teilen: ‹ Battlefield 4 Teaser Seite gelauncht Getagged mit: Drosselung, DSL, Telekom, [...]

  3. von Thomas am 22.03.2013 (13:38Uhr)

    Das stinkt nach Shitstorm! :-D

  4. von Michael Sockel via facebook am 22.03.2013 (13:39Uhr)

    1. April vorgezogen?

  5. von Sven (Merlin) Wiese via facebook am 22.03.2013 (13:40Uhr)

    das heißt VDSL Kunden können nur noch ca. 20H TV glotzen, danach ist's vorbei...

  6. von Olaf Barheine am 22.03.2013 (13:42Uhr)

    Wären ein zügiger Ausbau des LTE-Netzes, günstigere Preise und eine Aufhebung der Beschränkungen bei LTE nicht der bessere Weg, um das DSL-Netz zu entlasten? Oder wäre der Telekom das DSL-Netz dann zu sehr entlastet?

  7. von Ju Ri via facebook am 22.03.2013 (13:47Uhr)

    http://data7.lustich.de/bilder/l/13588-deutsche-telekom-ag.gif

  8. von mega am 22.03.2013 (13:48Uhr)

    75 GB ist ja wohl ein schlechter Witz...
    Wenn das wenigstens realistische Werte wären, wie bei SMS-'Flats' die ein normal-User kaum erreicht,

  9. von Udo von P via facebook am 22.03.2013 (13:49Uhr)

    Die Idioten

  10. von Ute Wownenko via facebook am 22.03.2013 (13:50Uhr)

    haha viel Spaß :P hab diese beschissene Drosselung auch immer bei meinem UMTS (DSL ist hier nicht möglich) -.-

  11. von Tobias Schreiber via facebook am 22.03.2013 (13:50Uhr)

    "Zudem solle sich für Bestandskunden nicht ändern, die Flatrates sollen unangetastet bleiben." Insofern... ;)

  12. von heiko am 22.03.2013 (13:58Uhr)

    Wie lächerlich und zukunftsfremd ist das denn. In dem heutigen Zeiten (wo es nur noch um Daten im GByte geht) überhaupt noch an eine Limitierung denken. Die sollten sich lieber mal drum kümmern das jeder Haushalt DSL. Desweiteren mit ihrem Entertainpaket schneiden sie sich selber in den Fuss, denn schon nach 200 GByte wird runtergeschraubt und aus ist es mit HD gucken bzw überhaupt mit TV gucken über Telekom. Aber is ja gut zum Geld schäffeln...

  13. von Friedrich Kegel via facebook am 22.03.2013 (14:01Uhr)

    man sollte mittlerweile mal dagegen klagen, dass sich solche Verträge dann nichtmehr Flatrate nennen dürfen !

  14. von Sascha Ruschel via facebook am 22.03.2013 (14:01Uhr)

    Bei KabelD wird ja auch gedrosselt...

  15. von Lisa Denzer via facebook am 22.03.2013 (14:10Uhr)

    Frechheit!!

  16. von Carsten am 22.03.2013 (14:13Uhr)

    Genau, man wird ja noch nicht genug verarscht!

  17. von Jens Hille via facebook am 22.03.2013 (14:37Uhr)

    Tja selbst schuld wer bei diesem affenhaus nen vertrag hat... Für kein geld der welt würde ich zu diesem saftladen wechseln... Da hilft auch keine spotify-flat...

  18. von Axel am 22.03.2013 (14:48Uhr)

    @Martin V:

    "Um die Infrastrukturen des Netzes entsprechend ausbauen zu können"

  19. von Bitpage.de - Der Technikblog am 22.03.2013 (15:03Uhr)

    In Zukunft Volumenbegrenzung bei der deutschen Telekom!?...Wow, das ist mal ein Schlag ins Gesicht für die Netzneutralität! Gestern kamen schon die ersten Gerüchte um die Volumenbegrenzung bei DSL-Kunden der deutschen Telekom auf und heute gab es einen Blogeintrag des rosa Riesen dazu. Hier wurde zwar nicht ei...

  20. von Christopher Seidel via facebook am 22.03.2013 (15:32Uhr)

    Sollen sie doch machen. Sollen sich aber nicht wundern wenn dann Kunden wegrennen. Selbst wenn ich nicht viel verbrauchen würde, würde ich IMMER eine Flatrate bevorzugen alleine schon um auf der sicheren Seite zu sein und keine Überraschungen zu erleben.

  21. von Andreas Bee via facebook am 22.03.2013 (16:27Uhr)

    Ja Christian, aber das Problem ist dass man sowas ja auch als "Flat" betitelt. Ich hab auch einen Handyvertrag bei den Telekom-Witzbolden mit Datenflat, hab aber nur 200 MB Datenvolumen, nur sagt einem das niemand sofort ;-)

  22. von Claudia am 22.03.2013 (16:45Uhr)

    Ja und? Obwohl wir in Berlin wohnen, haben wir eh nicht mehr als 384 KB/s. Meine Eltern, auch in Berlin zuhause, haben gleich gar keine Chance, DSL zu bekommen.

  23. von Felix Barth via facebook am 22.03.2013 (17:49Uhr)

    Das Problem ist nicht die Telekom, sondern die Politik, die sich von ihr in den Arsch kriechen lässt, damit schrittweise die Netzneutralität ausgehöhlt werden kann.

  24. von Björn Aicher via facebook am 22.03.2013 (19:47Uhr)

    Willkommem in der digitalen Steinzeit. Aber in Sachen Internet ist Deutschland ja eh ein Entwicklungsland. Vielleicht gibt es ja bald Up-/Download Hilfspakete von IT Nationen der ersten Welt. ;)

  25. von Telekom: Internet Geschwindigkeit bald g… am 23.03.2013 (09:19Uhr)

    [...] dazu auch bei t3n. Fällt in das Loch Web und in das genaue Loch: [...]

  26. von Eugen Bernhardt via facebook am 23.03.2013 (15:51Uhr)

    ab zu den kabel-internetbetreibern - da gibts wenigstens 100 - 150 mbit / sec und keine drosselung

  27. von JMK am 24.03.2013 (21:57Uhr)

    Genau, die Kabelbetreiber haben nur einen Ruf wie Donnerhall und drosseln p2p massiv.
    Keine Alternative.

    Aber die Kommentare mit "Idioten" und "Affenhaus" sind dafür wieder spitze.

  28. von DerFreeman am 25.03.2013 (13:46Uhr)

    Aasgeier! LOL
    Ein Glück, dass ich schon lange von dem Verein weg bin.
    Man könnte meinen, die sind immer noch staatlich, so wie die sich aufführen! :-)

  29. von Quino am 26.03.2013 (08:35Uhr)

    Wen das überrascht, lebt in einer Scheinwelt. Als wenn die Telekom je eine Gelegenheit ausliesse den Kunden das Maximum an Geld aus der Tasche zu ziehen. Blöd ist nur dass solch ein Beispiel bald Nachahmer findet. Dann macht es keinen Unterschied, ob beim rosa Riesen oder anderswo.

  30. von JenZzzz am 26.03.2013 (09:36Uhr)

    Zitat: *Um die Infrastrukturen des Netzes entsprechend ausbauen zu können, fehle es langfristig an Geldern.*
    Dann geht doch vielleicht mal an die Managergehälter ...

  31. von Telekom führt Drosselung von Festnetz-D… am 22.04.2013 (16:13Uhr)

    [...] Telekom macht ernst: Mit den neuen Festnetz-Tarifen werden Call&Surf- sowie Entertain-Neukunden ein bestimmtes [...]

  32. von Telekom: Neue DSL-Tarife mit Drosselung… am 22.04.2013 (19:50Uhr)

    [...] März gab es bereits Gerüchte, dass die Telekom Änderungen in Erwägung zieht (vgl. t3n.de), und nun sind sie [...]

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