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Warum ein deutsches Google keine Lösung für PRISM ist

    Warum ein deutsches Google keine Lösung für PRISM ist

Die deutsche Politik denkt laut über Konsequenzen aus dem PRISM-Skandal nach. Innenpolitiker wie Han-Peter Uhl von der CSU oder Dieter Wiefelspütz von der SPD fordern etwa die Entwicklung „eigener Kommunikationstechnik“ und „angemessene Alternativen“. Ein deutsches Facebook oder Google? Mit staatlichen Mitteln einfach mal so aufziehen? Solche Aussagen belegen, dass die führende Köpfe unserer politischen Kaste leider nur wenig Ahnung vom Internet haben und vor allem die Dynamik hinter dem Netz nicht verstehen. Die Luca-Analytics-Kolumne von Luca Caracciolo.

Die Herrn Politiker liegen mit ihren Forderungen, nationale oder europäische Kommunikationsalternativen zu Facebook, Google, Amazon und Co. aufzubauen, zunächst mal gar nicht so verkehrt. Natürlich wäre es schön, wenn nicht ein Privatunternehmen ein Quasi-Monopol über die Suche im Netz hat. Google kann im Grunde tun und lassen, was es will: schließt es beispielsweise aus irgendwelchen Gründen Websites aus dem Suchindex aus, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Unternehmen hinter diesen Websites demnächst Konkurs anmelden. Eine große Zahl von Existenzen hängen von Google ab. Oder Facebook: Wäre es nicht schön, wenn die gesamten Facebook-Daten nicht bei einem einzigen Wirtschaftsunternehmen lagern würden? Wenn sie sicher auf „neutralen“ Servern gespeichert wären, geschützt vor dem Zugriff Dritter?

Schön wäre es auch, wenn Geld morgens auf der Straße rumliegt und es nur aufgesammelt werden müsste...

Mal im Ernst: Auch mir gefällt die zentralistische Tendenz im Netz nicht: Google, Facebook, Amazon – diese US-amerikanischen Unternehmen decken ganz zentrale Netzbedürfnisse quasi im Alleingang ab. Sie sind zu riesigen Unternehmen aufgestiegen, können Marktmechanismen unterdrücken und haben für die Suche, die soziale Kommunikation und das Einkaufen eine Monopol-ähnliche Stellung inne. Ein wenig mehr Wettbewerb würde hier und da nicht schaden, im Gegenteil: Wettbewerb sorgt für Qualität. Das Internet ist ja vor allem durch seine Diversität groß geworden – ein bunter Haufen voller Ideen, Projekte, Websites... und Menschen. Aktuell bewegen wir uns im Netz zunehmend in eingezäunten Bereichen. Es gibt nicht wenige Menschen, die nur auf Facebook unterwegs sind, bei Amazon einkaufen und über Google das Netz durchsuchen.

Amazon: Das Mekka für Online-Shopper – für viele die erste Anlaufstelle
Amazon: Das Mekka für Online-Shopper – für viele die erste Anlaufstelle

Das Netz kommt aus den USA

Das Netz, so wie wir es heute kennen, ist zu großen Teilen in den USA entstanden. Natürlich wäre es schön, wenn wir Europäer da ein wenig mehr mitspielen würden. Nicht nur um den Markt durch Wettbewerb zu beleben und um ein sicherheitspolitisches Gegengewicht zu schaffen, sondern auch aus rein altruistischen Gründen: Ein deutsches Google wäre ein unheimlich großer Arbeitgeber – das „echte“ Google hat über 30.000 Mitarbeiter. Unabhängig davon, ob es in privater oder staatlicher Hand wäre, eine echte Jobschleuder, die mit Eigendynamik die digitale Wirtschaft in Deutschland aufrütteln könnte.

Was die Herrn Politiker aber einfach nicht verstehen: Hinter der Entstehung von Unternehmen wie Google, Facebook und Amazon steht eine kulturelle Dynamik, die es in Deutschland so nicht gibt. Risiko, Unternehmertum, Gründungseifer, Investitionswille – die Grundzutaten des Erfolgs sind in Deutschland nicht sehr ausgeprägt – um es milde zu formulieren.

„Ok, dann subventionieren wir das jetzt mit ganz viel Geld und nehmen das auch noch in staatliche Kontrolle“, so der Gedanke des einen oder anderen Politikers. Man stelle sich ein staatliches Ungetüm, ein Staatsgoogle nur mal vor: nicht nur, dass ich persönlich vor einer Nutzung abschrecken würde, weil ich meine Daten auch nicht unbedingt in staatlicher Hand wissen möchte. Ein solches Bürokratieungetüm besäße wohl die Dynamik einer Weinbergschnecke und würde vor lauter Regulierungen, Aufsehern und Kontrollmechanismen mitten in der Entwicklung versacken. Nochmal: ich finde die Idee, Grundbedürfnisse des Netzes wie Kommunikation oder Informationssuche anders zu organisieren als sie einem großen Unternehmen anzuvertrauen, erstmal positiv. Aber etwas künstlich zu erschaffen, in dem man in irgend ein staatlich aufgezogenes Projekt ganz viel Geld pumpt, ist nicht die Lösung. Man würde nur ein neues „Monster“ schaffen.

Das Netztelefon

Das Problem mit dem Grundbedürfnissen im Netz: Sie sind so elementar, das auch ihre Beschaffenheit elementar einfach sein muss – vor allem in Sachen Plattform-Konnektivität. Beispiel Telefon: man stelle sich ein Telefonsystem vor, in dem nur die Menschen miteinander telefonieren können, die auch beim gleichen Provider bzw. Anbieter sind. Bei der E-Mail ist es das Gleiche: Wo wäre die E-Mail heute, wenn Gmail-Nutzer unter sich blieben müssten und E-Mail-Adressen außerhalb der Google Dienste als Empfänger nicht in Frage kommen würden? Undenkbar.

So simpel und selbsterklärend: Google – elementares Nutzerbedürfnis in elementarem Design
So simpel und selbsterklärend: Google – elementares Nutzerbedürfnis in elementarem Design

Was wir brauchen sind also offene Schnittstellen. Wenn es für soziale Netzwerke offene Schnittstellen gäbe, dann könnten Nutzer selbst entscheiden, welche Clients sie verwenden. Sicherheitsbewusste Menschen setzen dann vielleicht auf eine Lösung, die Daten auf einem eigenen Server speichert – ein Server, der zu Hause steht und auch einfach mal abgeschaltet werden kann. Gewährleistet die Dauerverfügbarkeit der Daten nicht unbedingt, aber es bestünde zumindest die Möglichkeit, dass Nutzer ihre Daten selbst hosten und dennoch an der sozialen Kommunikation teilnehmen können – und nicht auf ein Nischenprojekt setzen müssen, dass nur technikaffine Menschen zu nutzen wissen. Die große Mehrheit der Nutzer würde wahrscheinlich weiterhin – zumindest vorerst – Dienste wie Facebook in Anspruch nehmen. Aber langfristig wäre Facebook in einer solchen Perspektive eben auch nur ein Client. Twitter hat die Chance leider verpasst, zu DER Microblogging-Plattform zu werden, die über verschiedene Clients anzapfbar ist – weil eben ein privatwirtschaftliches Unternehmen hinter dem Dienst steckt, das gezwungen ist, Geld zu verdienen.

Kein Staatsgoogle, kein Deutschbook – Offene Schnittstellen sind gefragt

Der aktuelle Zustand des Netzes mit seinen riesigen Walled Gardens namens Google oder Facebook ist nicht die Zukunft. Diese Unternehmen sind jetzt so erfolgreich, weil sie es besonders früh verstanden haben, einfach zu nutzende Plattformen für grundlegende Netzbedürfnisse zu schaffen. Skandale wie PRISM werden vielleicht nicht sofort, aber langfristig und nachhaltig ein entsprechendes Umdenken in den Köpfen der Menschen bewirken. Und deshalb sollten keine Millionenbeiträge in ein deutsches Staatsgoogle oder ein Deutschbook gesteckt werden: das Vertrauen der Nutzer wäre ohnehin nicht gewährleistet, ganz zu schweigen von der Sicherheitsproblematik, die solche staatlichen Lösungen mit sich brächten. Viel wichtiger ist es deshalb, in Infrastrukturverbesserungen für die digitale Wirtschaft und in digitale Bildung zu investieren. Der Staat sollte spannende Netz- und API-Projekte unterstützen, Entwicklern Freiräume geben – sie aber machen lassen und möglichst wenig intervenieren. Schnittstellen sind die Zukunft des Webs – und nicht Facebook oder Google.

Quelle Grafik: Claudius Holler

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7 Reaktionen
Besser wäre besser
Besser wäre besser

Du kannst Bildung fürs Internet verbreiten und kollaborativ die Powerpoints erarbeiten und bei der IHK oder VHS kostenlose 90-Minuten-Kurse anbieten. Wieso macht digiges und Piraten sowas nicht ? Die Urheber der Spam-Mails schicken vielleicht eine Abmahnung.

Du kannst ja mal schauen wie gut es Bender (ZDF?), Gabriele Pauly (?), Ströbele oder aktuell Kebekus ergangen ist bzw. wird. Ausnahme ist beispielsweise meinbus. Überleg mal, wie viel Dich in vielen Startups vielleicht nur die Anwälte kosten dürften. Manche mussten wohl inzwischen schon Vollzeit-Juristen einstellen. Schau doch mal ganz genau wo in Startups das Geld verbleibt und wieso offensichtlich sinnvolle Dinge bis heute nicht funktionieren oder von niemandem programmiert wurden.

Youtube hat sich möglicherweise recht dürftig um Einhaltung von Copyright gekümmert. Viele anderen Videodienste stagnieren oder sind pleite und/oder wurden verklagt: Schaut mal nach VEOH bei wikipedia. Überleg also wie weit ein deutsches Reparatur-Video-Dienst wohl kommen würde. Nur weil Google so groß ist hat es funktioniert. Nette Startups kaufen und einstellen siehst Du an der Geschichte von Dodgeball.

Software könnte Verbesserung bringen. Das mag das Establishment aber leider nicht. Also wird man mit Widerständen rechnen müssen. Schau doch mal wer alles verklagt wurde: Wikipedia, Heise, Google,... und ob Du Dir das ohne 10.000 Mitarbeiter und entsprechende Subventionen und Budgets leisten kannst.

Ich kann von einem Informatik-Studium nur abraten:
- Mit 30 ist man zu alt ( google: norman matloff green card )
- Zahlen Startups Mindestlohn ? Schaut Euch doch mal Stellenanzeigen an. Ein Großteil sind doch nur Praktika.
- Patente, Trivialpatente, Abmahnungen ... : ( heise: "Studie: Hunderttausende zweifelhafte EU-Patente" )
- Bedingungen die nicht jeder unterschreiben will (heise Developer: Titel: "Friss oder stirb" )
- Die guten Sachen wie SAP lernt man nicht überall. Deren Stundenpreise sind daher vermutlich stabil oder gut. Die Mehrheit ist das aber vermutlich nicht.
- Chinesen sind vergleichbar gut oder zumindest anscheinend besser als viele Amerikaner und arbeiten für ein Drittel: t3n.de/news/verizon-entwickler-seinen-job-437366/
...

Mit Apis hast Du Recht. Informationen müssen aber zentral suchbar sein oder (wie debian-Repositories) vernetzt. Dann würde man seine digitalen Zertifikate auf xing usw. hinterlegen und xing und linked-in usw. wären per Api durchsuchbar nach Leuten welche bestimmte Skills haben. Personalsuche und Mindestanforderungs-Selektion muss automatischer werden. Vorteil: Es gibt keine Altersdiskriminierung mehr und wenn man Friseure für 8(?) Euro pro Stunde in Problemvierteln sucht, hat man die dem Angebot entsprechenden Bewerber. Wer hingegen Haus-Tariflohn zahlt darf (in Verbindung mit dem Betriebsrat) dann die Hürden für die Select-Anfrage bei den Skill-Servern höher legen.

Es gibt erfolgreiche Apis:
- RSS (siehe google Reader). Ebay beispielsweise hat RSS für Suchanfragen. Wer also etwas spezielles sucht (oder auch Abmahner welche bestimmte Begriffe suchen) wird damit vielleicht geholfen. Twitter hatte RSS. Ohne Anmeldung. Evtl gibt es das nicht mehr.
- Microformate könnten sich durchsetzen. Aktuell sind es halt nur URLs http: // ... und Email-Adressen foo @ ... com . IHKs müssten Adressen, GPS-Positionen, Öffnungszeiten und andere Microformate durchziehen. Die kennen alle Firmen und hätten die Daten. So sucht man sich einen Wolf und der Druckpatronendienstleister oder Abend-Friseur ist eine Seitenstraße weiter aber man weiss es nicht.
- Mashup ist oft unerwünscht. Eine gute IHK oder Finanzminister könnten fordern, das Preislisten und EANs im Web stehen und täglich aktualisiert werden müssen wenn man eine Warenwirtschaft hat. Dann wüsste man, wo man eine Staubsauger-Ersatz-Filter oder Auto-Ölfilter bekommt und was es kostet. Google müsste dann halt nach sowas suchbar sein. Aber man kann nicht mal seine Tweets in der Umgebung sehen. oder hat jemand eine Suchanfrage dafür ? Bei der Oderflut, Stürmen, Katastrophen (in USA explodieren immer wieder Industrieanlagen oder hier gabs doch mal einen großen Industrie-Brand) ist sowas sicher gefragt. Twitter hat keinen "Tweets around you"-Button. Das man seine Öffnungszeiten und Firmensitz suchbar in den elektronischen Telefonbüchern machen sollte, fordert leider auch keiner. Abzock-Schlüsseldienste gäbe es dann viel weniger wenn Google dranschreibt aus welcher Stadt die Rechnung kommt bzw. die Schlüsseldienste nach Entfernung sortieren könnte. Ebenso das Örtliche/Gelbe Seiten in der App. Und das beste: Man braucht kein Gesetz sondern es müssten nur ein paar Webdesigner oder Fraktion gegen Abzocke oder Verbraucherschutz die ehrlichen Dienste informieren wie man das macht um sich von den unseriösen Anbietern absetzen zu können. Dann passiert es hoffentlich von selber.

Es gibt viele verbessernde Dinge die man an einem Wochenende programmieren könnte. Die Risiken sind leider vermutlich hoch und ändern sich durch ACTA, Freihandels-Abkommen (Anerkennung amerikanischer Patente und amerikanischer Konkurrenz dürfte da vermutlich drinstehen) nicht. USA sind auch nicht besser. Gestern gabs bei CNBC einen Hinweis auf einem Artikel wo drin steht das immer mehr Amerikaner ihre Millionen per Erbschaft oder so bekommen statt durch Aufbau von Business. Neue Staaten usw. brauchen einen brasilianischen Fielmann, brasilianischen Auto-Teile-Unger, brasilianisches Bäckerei-Netz,... und die Amerikaner sind anscheinend daran nicht interessiert sondern Brasilianer kaufen (gemeinsam mit Warren Buffet) Heinz-Ketchup. Siehe Erfolg der Samwers. Russland wollte doch ich glaube Siemens übernehmen. Vielleicht gehört bald McDonalds den Chinesen. Siehe Lenovo und ihre Übernahmen. Ein Gründer von Subway meinte neulich bei CNBC, das er Subway mit den aktuellen Regularien nicht nochmal gründen könnte.

Es ist ja auch nicht so, das die Leute nicht dasselbe suchen. So gesehen könnte man Google-Ergebnisse cachen und per Volks-Proxy der NSA wenig Infos liefern. Komisch das verfolgte Gruppen und die armen von Traffic geplagten Provider das nicht schon längst machen und Proxies für Windows-Updates, Youtube-Videos, Open-Office- und Firefox-Plugins usw. anbieten um Terabytes an Traffic einzusparen. Die Windows-Updates sind doch sogar signiert.
Das man in Diktaturen immer noch schauen kann wer sich für Schwangerschafts-Tests oder gar für Verhütungsmittel (3 Kinder pro Frau sind in manchen Gruppen Mindest-Anforderung ich glaube sogar führender Top-Politiker) interessiert hat und an den Pranger stellt oder so, ändert ein lokales Google auch nicht. Wer nachschaut wie viel 20km/h zu viel kostet, kriegt in Diktaturen vielleicht bald automatisch ein Knöllchen.

Ist es nicht traurig, das man Staatsprojekten wenig zutraut ? Haben die nicht alle Diplome und viele vielleicht sogar Dr.-Titel ?

Twitter hat sich leider anders organisiert und ist keine Mashup-Plattform geworden. Ich hätte gerne eine Local-Awareness-App. Da sieht man beim Durchfahren welche Autos zum verkauf stehen (oder welche Häuser oder Wohnungen zu verkaufen oder zu vermieten sind wenn man sowas sucht) oder wo man wohnt welche Haustiere oder Verwandte aktuell vermisst werden oder das nach 3 Sonnentagen krasse Gewitter kommen sollen (Wäsche reinbringen, Ablaufrinnen von Laub reinigen,...). Man guckt ständig aufs Handy. Wieso gibts da keine vernünftigen brauchbaren Infos aus der Umgebung ? Oder auf dem Screenblanker oder den freien Flächen auf Webseiten. Das würde ich gerne als Firefox-Plugin programmieren. Rechtsrisiken und hunderttausende Patente die man alle kennen und einhalten muss um nicht nach ACTA (oder seinen Nachfolgern) verurteilt und verfolgt zu werden (sobald diese Gesetze mal vereinbart sind) sind mir zu viel Mühe. Jura oder BWL sind vermutlich bessere Studiengänge als Informatik.

Beim TV mitdiskutieren würde ich auch gerne. Die Aussagen und Fragen sind aber vielleicht copyright von den Sendern und Lizenzen sind vielleicht zu teuer oder zu kompliziert (Sortier-Privileg u.ä.). Also bleiben nur USA mit fair-use. Dummerweise sind alle mir bekannten second-screen-Apps eher schlecht mit GSM oder Schmalbandig nutzbar und freie WiFis gibts in Diktaturen und manchen technophoben Entwicklungsländern ja kaum. Jedes IRC läuft vielleicht besser und ist eigentlich dasselbe (realtime gruppen-chat) und braucht kein VDSL100.000 für ein wenig Diskussion . Dummerweise hat IRC keine guten Filter gegen Unfug/Trolle und Prolle. Sowas könnte man zwar programmieren aber wer weiss was davon alles schon patentiert ist. Und wie man ein Impressum im IRC-Server unterbringt weiss ich auch nicht.

Und Divide&Conquer ist doch normal. Black Power (oder so) wurde doch angeblich auch unterwandert und bekämpfte sich dann. Realos vs. Fundis hat den Erfolg der Grünen vielleicht 10 Jahre zurückgehalten. Manchmal habe ich den Eindruck, das gute (disruptive) Firmen von Dritten aufgekauft werden nur um ihre Disruption nicht zu erfüllen.
Was ein Glück das Skype (vs. Mobil-Telefon-SMS/Chat/Voice/MMS), PayPal (vs. Banken), WhatsApp (vs. SMS), Amazon/Ebay(vs. unsichere Online-Shops), IMDB, Arbeits-Amts-Server, WiMax, Sumly(passende Text-Längen aller Texte die einen interessieren)... ihre Aufgabe erfüllen und dem Volk bessere Leistungen zu günstigeren Preisen bringen oder vermitteln.

Wer kann mehr von seinem Geld behalten ? Der deutsche Programmierer (Steuern, Abgaben, Lizenzen, Patente, Gebühren, Steuerberater, Juristen, Notare, ExFrau, Alimente, Abmahnungen, (teilweise persönlich haftende !) Beauftragte für Datenschutz, Zoll, Import, Export, Steuern, EU-Regularien,..Heizung, Hochwasser, Energiewandel) oder der sizilianische Pizza-Bäcker (Berlusconi oder wer grade regiert, Mafia, Ex-Frau, Alimente, keine Heizung nötig, dafür Solar-Selbstversorgung und natürlich bequemere Lebensart und wärmeres Wetter...) ?
War da nicht was mit Startup-Gründern und Alimenten ?

Zuckerberg hat 54% Stimmanteile. Wie viel haben die Zalando-Gründer die vom Wohnzimmer aus die Pakete selbst verpackt und versendet haben ?
In Ländern mit Meinungsfreiheit könnte man mal ein Startup-Lexikon aufbauen damit man mal die wahren Intentionen mancher Startups oder z.B. Film-Projekten sieht. Und gute Software oder Filme abliefern ist nicht unbedingt die primäre Intention und man arbeitet jahrelang für ein dann gescheitertes Startup welches in der Bewerbung keinen guten Eindruck macht und erkennt erst mit 30 das man nur ein Steuerspar-Projekt war. Manche Hotels (und Hotelketten bzw. deren Gründer) beklagen sich ja, das sie durch das Listing bei Diensleistern oder Vermarkter-Ketten oder wie das in der Hotelbranche heisst überwiegend mehr Umsatz aber nicht mehr Gewinn/Rendite bekommen. Die Manager arbeiten also nicht unbedingt für die Eigentümer der Hotelketten sondern optimieren wohl eher auf Umsatz. Das wäre fiktiv so als wenn Euer Werbevermarkter nur auf Ad-Mengen optimiert (falls er möglicherweise danach bezahlt wird) und Eure Rendite egal ist. D.h. die Webseite oder Hotel wären voll(er) mit Werbung bzw. Gästen aber mehr Gewinn wäre eher wenig drin. Es gibt aber durchaus Kunden (die Durchschnitts-Pension soll wohl 2500 Euro sein oder war es mal) die profitable Zusatz-Angebote buchen würden. Der Kunde und Hotel (bzw. Webseite) wird auf billig getrimmt und beide Seiten sind unzufrieden und nur die Umsatz-Steuer, Tagespass-Anbieter, Übernachtungs-Pauschalen-Einnahme-Behörde und Vermarkter freuen sich.

Journalismus muss zur Verbesserung führen. Schaut Euch doch die Leistungen Eurer Kollegen an.

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Gast
Gast

Naja alternative soziale netzwerke gibt es zu genüge nur nutzt es keiner und es werden keine Apps dafür entwickelt also ist es gleich uninteressant für die meisten leute

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Dirk

Also dem Artikel stimme ich voll zu. Die Politiker haben in der Regel überhaupt keine Ahnung vom Internet. Jeder Bürger sollte eine gewisse Bildung für das Internet bekommen um mit sozialem Gemurkse wie Facebook umzugehen (also allgemein nicht allem vertrauen und vorsichtiger im Netz navigieren, also alle möglichen Folgen beachtet (wie z.B. von einem Photo einer Party mit einem selber auf Facebook gepostet kann unangenehme Folgen im Beruf haben bis zur sogar (fristlosen?) Kündigung des Arbeitsvertrages.
So ein Deutsch-Google oder Deutsch-Facebook würde viel kosten, aber vermutlich nie richtig funktionieren.

Es wurde mMn richtig erkannt, dass offene APIs und offene Standards unbedingt notwendig sind. Das gibt es zwar zum Großteil schon, aber sie werden nicht hinreichend unterstützt. Und da die Faulheit leider natürlich ist beim Menschen, werden oft die geschlossenen oder eingeschränkten APIs genutzt, die unter der Kontrolle eines einzigen Unternehmens sind.

Frage nebenbei: Weiß jemand, was mit FaceTime los ist? Sollte es nicht eine offene API werden, was auch in Google+ und woanders hätte Verwendung finden können?

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Thomas Cloer

Hans-Peter Uhl, nicht Hans Dieter. Ansonsten: Fein.

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arit
arit

Die Forderung ist ja nicht neu, seinerzeit gab es mindestens einen ähnlichen Ansatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Quaero) .
Und es ist wieder einmal ein Mythos, dass Daten in Deutschland besonders gut geschützt seien. Oder sollte für ein solche Projekt etwa die Bestandsdatenauskunft nicht gelten? Uhl und Wiefelspürt sind wohl nur nur eingeschnappt, dass sie nicht auf Daten von Google zugreifen können.

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snonk
snonk

Ein Staats-Google???? Gute Idee!! Dann müssen Staatsdienste nicht mehr bei privaten Unternehmen nach unseren Daten fragen.... Ist das praktisch ...!

Danke, für den guten Artikel.

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Lars

War beim Lesen der Headline schon etwas geschockt, dass ihr euch dem Thema wirklich ernsthaft annehmt. Aber letztlich guter Artikel mit der richtigen Portion Sarkasmus! :)

Besonders den letzten Absatz möchte ich so unterschreiben!

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